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Mia Kankimäki

Dinge, die das Herz höher schlagen lassen

eBook epub
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In ihrem unbändigen Hunger nach Freiheit bricht Mia Kankimäki aus ihrem Leben aus und beginnt ein riesiges Abenteuer: Sie reist nach Kyōto, lässt sich einfangen von Tempeln, Kirschblüten, Kabuki-Theater, Zen-Meditation und Teezeremonien. Und von einer faszinierenden Frau, die ihr zur feinsinnigen und gewitzten Seelenschwester wird: Sei Shōnagon, der Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof Kaiserin Teishi diente, eine so selbstbewusste wie raffiniert-ironische Schriftstellerin war und deren »Kopfkissenbuch« heute zu den Klassikern der Weltliteratur gehört. Geleitet von den Spuren der Seelenverwandten entdeckt Mia Kankimäki die subversive Kraft, die in der Liebe liegt, Listen von Dingen zu erstellen, die charmant, delikat, nervig oder elegant sind – und die das Herz höher schlagen lassen...

»Erhellende Exkurse schildern die Rezeption und das künstlerische oder feministische Nachleben dieses Klassikers der Weltliteratur auch als Kulturgeschichte der Kürzungen, Verleumdungen und Missverständnisse.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (05. August 2021)

Aus dem Finnischen von Stefan Moster
Originaltitel: Asioita jotka saavat sydämen lyömään nopeammin
Originalverlag: Otava
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-25248-9
Erschienen am  13. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Heinrich Hugendubel GmbH & Co. KG

Von: Laura Rohrsetzer aus Landshut

21.06.2021

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl ich tatsächlich immer noch nicht einschätzen kann, was ich da eigentlich gelesen habe. Aber wichtig ist wohl, dass ich mich durch und durch unterhalten gefühlt habe. Sehr witzig geschrieben und auch wahnsinnig informativ. (Ich mache die Autorin persönlich dafür verantwortlich, dass ich sofort eine deutsche Übersetzung der Geschichte vom Prinzen Genji bestellt habe). Der Titel ist jetzt auch Teil unserer Japan-Aktion, also empfehle ich ihn fleißig :) Ein sehr gutes Buch für Japan- und Literatur-Interessierte!

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Reise durch Raum und Zeit

Von: Valter Miegas

25.05.2021

Mia erträgt ihren vom Kapitalismus geprägten banalen Werbetexterjob nicht mehr. Während des Studiums hatte sie in einem Seminar über japanische Literatur Sei Shōnagon kennengelernt, die mit ihrem „Kopfkissenbuch“ Literaturgeschichte geschrieben hat, und fortan nicht mehr aus den Gedanken verloren. Sie findet eine Möglichkeit und den Mut, aus ihrem verhassten Alltag in Helsinki auszubrechen. Diese gewonnene Freiheit nutzt sie, um sich auf die Suche nach Sei zu machen. Sie reist auf deren Spuren nach Kyoto und nach London, um ihr näher zu kommen, versucht ihr Geheimnis zu ergründen. Aus ihren Notizen, festgehalten während dieser Auslandsaufenthalte, sich an den Stil des Kopfkissenbuches anlehnend, erstellt Mia Kankimäki nicht nur eine wissenschaftliche Abhandlung über die Hofdame Sei und ihre Zeit am japanischen Hof des 10. Jhdts, sondern auch einen veritablen Reiseführer für Kyoto und für Teile Londons, eine umfangreiche Einführung in die japanische Kultur einst und jetzt, und, nicht zu vergessen, sehr offene Einblicke in ihre eigene Gedanken- und Gefühlswelt. Es ist das erste Buch in westlicher Sprache über Sei Shōnagon. Diese Hommage an Sei Shōnagon ist wunderbar gelungen. Mit Sei führt sie wie mit einer Freundin einen beständigen Dialog über diese 1000 Jahre hinweg, versucht sich in ihre Welt hineinzuversetzen. Sie gibt uns in diesen Dialogen auch ungewohnte Einblicke in die japanische Geschichte. Ein zentraler Punkt ist dabei die Situation der Schriftstellerinnen damals im Fernen Osten und in der jüngeren westlichen Geschichte, sie zitiert immer wieder Virginia Woolf. Durch ihre Präsenz an den Orten, an denen Sei gelebt hat, erfährt man auf sehr unterhaltsame Weise vieles über das Leben in Japan heute, die Dos and Don’ts, selbst bei Naturkatastrophen. Ihre Begeisterung für Kyoto und die japanische Kultur ist dabei sehr ansteckend, sei es die Stadt selbst und die sie umgebende Landschaft, sei es Pflaumenblüte, Kalligraphie, das Festival der Zeiten, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Diese Beschreibungen sind so lebendig, man möchte sofort los und all das selbst erleben. Mia Kankimäki schreibt von Beginn ihres Projektes Tagebuch. Der Leser erfährt dadurch hautnah, wie es ihr während der Arbeit geht, wie sie sich fühlt, wie sie neue Freunde findet und sich wieder von ihnen verabschieden muss, wie sie sich in diese östliche Kultur einlebt, nicht zuletzt, was ihr Projekt mit ihr macht. Immer wieder verweist sie dabei auf Philosophen, Autoren, Filme, Musiker, und verleiht ihren Wahrnehmungen und Gefühlen einen anderen Kontext, eine andere Perspektive. Durch diese Einblicke in ihr Seelenleben nimmt sie den Leser ganz unmittelbar mit auf ihrer Reise durch Raum und Zeit. Wunderschön zu lesen, wie sie mit den neuen Freunden durch die Stadt streift, von Butoh-Aufführungen durch die Parks und Gärten in die Teehäuser und -stuben und auch mal nächtelang durch die Bars, die man nicht findet, auch wenn man weiß, wo sie sind. Mia Kankimäki zeigt hier herrlich gemischt einerseits die Charaktere ihrer Freunde aus aller Welt, wie sie sie wertschätzt, anderseits die kulturelle Vielfalt der japanischen Freizeitgestaltung. Dieses ineinander Verflechten der Zitate Seis, der japanischen Geschichte, der Reisebeschreibungen, der Kulturvergleiche und ihrer persönlichen Erlebnisse und Erkenntnisse, machen das Buch trotz gelegentlicher Längen zu einem abwechslungsreichen Werk, das man nicht nur einmal durchliest und dann weglegt, man wird sich immer wieder abschnittsweise darin vertiefen. Ein anderes Phänomen des Kopfkissenbuches darf in Mias Buch nicht fehlen: die Listen, die Sei sehr feinfühlig und elegant führt, die sich andererseits heutzutage wachsender Beliebtheit erfreuen; das Thema einer dieser Listen ist zum Titel des Buches geworden. Kein Zweifel, es ist eine wunderschöne Rekursion: das Buch, das diesen Titel einer Liste trägt, muss auch in dieser Liste aufgeführt sein!

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Vita

Mia Kankimäki, 1971 in Helsinki geboren, hat an der Universität Helsinki allgemeine Literatur studiert. Bis zu ihrer Reise auf Sei Shōnagons Spuren hat sie in verschiedenen Verlagen gearbeitet. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit der japanischen Kultur und hat an der Sogetsu-Ikeban-Schule in Tokio die Kunst gelernt, »aus wenigen Blumen und Zweigen ein kunstvolles Arrangement entstehen zu lassen, das durch Schlichtheit und Klarheit besticht«.

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Pressestimmen

»Hauchleicht, luftig und glasklar sollte ihr Buch werden, nimmt sich Mia Kankimäki vor – das ist der Autorin mehr als gelungen. Wer als Sommerlektüre auf Schnulze oder Krimi setzt, wird hier enttäuscht – aber wer offen ist für eine zauberhafte Neuentdeckung und leise Töne, ist bei diesem Buch genau richtig.«

Sandra Niedermaier, Passauer Neue Presse (08. September 2021)

»Ein sehr kluges Buch, das uns den Reichtum der japanischen Kultur auf eine sehr überraschende Weise eröffnet.«

Thomas Böhm, rbb radioeins (22. July 2021)

»Eine wunderbare Sommerlektüre.«

Badische Zeitung (31. July 2021)

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