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Das Böse, es bleibt

Thriller

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Luca D'Andrea erklimmt die Gipfel der Bestsellerlisten

Südtirol, im Winter. Marlene ist auf der Flucht, panisch steuert sie ihr Auto durch den Schneesturm. Im Gepäck: ein Beutel mit Saphiren, den sie ihrem skrupellosen Ehemann aus dem Safe entwendet hat. Er ist der Kopf einer mafiösen Erpresserbande, und Marlene weiß, dass er seine Killer auf sie hetzen wird. Da stürzt ihr Wagen in eine Schlucht. Marlene erwacht in einer abgelegenen Berghütte, gerettet von einem wortkargen Alten. Bei ihm und seinen Schweinen glaubt sie sich in Sicherheit vor ihrem Mann. Bald jedoch stellt sie mit Entsetzen fest, dass von dem Einsiedler eine noch größere Gefahr ausgeht …

»Luca D'Andrea bedient sich nicht nur geschickt der klassischen Thriller-Elemente, sondern wechselt beständig die Perspektiven, erzählt unnachahmlich dicht. Virtuos in seiner Beiläufigkeit...«

Süddeutsche Zeitung

Originaltitel: NN
Originalverlag: Einaudi
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22876-7
Erschienen am  26. February 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein seltsamer Krimi: Protagonisten hören Stimmen im Kopf, die ihnen Bosheiten einflüstern

Von: 3lesendemädels

29.12.2020

Die junge Marlene flieht im Winter 1974 vor ihrem Mann. Zuvor hat sie aus seinem Tresor blaue Saphire entwendet. Denn sie möchte ihrem ungeborenen Kind, das sie jetzt schon liebevoll Klaus nennt, eine Zukunft mit seinem kriminellen Vater ersparen. Im beginnenden Schneesturm verliert sie die Orientierung und kommt mit ihrem Wagen von der Straße ab. Sie erwacht Tage später auf einem einsamen Erbhof des Bauern Simon Keller. Nach und nach erzählen sich die Beiden ihre Lebensgeschichte und der verschrobenen Alte verspricht ihr und dem Kind zu helfen. Auch Marlenes Mann, den alle nur hochachtungsvoll Herr Wegener nennen, war in der Zwischenzeit nicht untätig, denn er hat mithilfe des "Konsortiums" einen Killer auf sie angesetzt. Alle Figuren in diesem Krimi erzählen nach und nach ihre Lebensgeschichte. Diese sind allesamt grausam und skurril. So richtig fesselnd und spannend fand ich aber keine. Es fiel mir schwer zu folgen, dass der Bauer die Sau in seinem Stall für die Wiedergeburt seiner ermordeten Schwester hält. Fast alle Protagonisten hören irgendwelche Stimmen in ihren Köpfen, die ihnen Bosheiten einflüstern. Positiv fand ich, dass es trotzdem bis zum Schluss spannend bleibt. Leider hält dieser zweite Roman von Luca D'Andrea nicht mit seinem Erstling "Der Tod so kalt" mit, der spannender und mit einem humorvollen Hauptdarsteller gesegnet war.

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Atmosphäre pur

Von: Buch SUCHT Blog

15.03.2018

Südtirol, hohe Berge, blauer Himmel, Obstplantagen im Sonnenschein, gastfreundliche Menschen und leckeres Essen. Diese oder ähnlicher Bilder hat wohl jeder vor Augen, der schon einmal in Südtirol zu Besuch war. Luca D’Andrea erzählt, wie schon in seinem Erstling „Der Tod so kalt“ von einem anderen Südtirol. Sein Land ist schroff, düster und archaisch. Die Menschen sind hart, wortkarg und geprägt von einer Welt, in der jeder Tag aufs neue ein Kampf ums überleben ist. Marlene, die Frau des Südtiroler Paten Wegener ist auf der Flucht vor ihrem Mann, dem sie einen Beutel voller Edelsteine gestohlen hat. Doch als sie im winterlichen Gebirge einen Autounfall hat und von dem alten Bergbauern Simon Keller gefunden und gesundgepflegt wird, zerplatzen ihre Fluchtpläne schlagartig. Und Marlene steht vor einer größeren Herausforderung, als sie sich vorstellen kann. Während Wegener alles daran setzt, seiner Frau und der Edelsteine habhaft zu werden, erkennt sie, dass sich hinter der Fassade des wortkargen Simon mehr verbirgt, als es den ersten Anschein hat. Und was hat es mit seinen „Jungs“, den Schweinen und vor allem mit seiner Lieblingssau Lissy auf sich? Nach einem blutigen Auftakt lässt sich D’Andrea Zeit, um die Protagonisten Wegener, Marlene und Simon Keller einzuführen. Wegeners Weg vom Nazikollaborateur hin zum Paten der südtiroler Verbrecherszene in den 70ern wird nachgezeichnet, dabei erfährt man auch einiges über seine deutlich jüngere Frau Marlene und über ihre Beziehung zu „Herrn“ Wegener. Dabei erscheint es, als seien die Positionen in dieser Beziehung fest zementiert. Doch Marlenes Diebstahl und Flucht bringt hier ein scheinbar festgefügtes Beziehungsgebäude zum Einsturz. Simon Keller ist für mich die faszinierendste Figur des Trios. Geprägt vom Leben im Hochgebirge und von den religiösen Vorstellungen seines Vaters, des Heilers Voter Luis, von dem er auch seine Heilkenntnisse erhalten hat, wirkt er anfangs wie der Alm-Öhi aus Heidi, wortkarg, aber mit einem Herz aus Gold. Aber je mehr man über seine Kindheit und über Voter Luis erfährt, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade etwas dunkles, Bedrohliches lauert. D’Andreas Sprache ist wie die Menschen seines Romans: reduziert, hart, zum Teil auch vom Dialekt geprägt. So ist immer von „Voter Luis“ die Rede, als sei „Voter“ Teil seines Namens und nicht die Dialektversion von Vater. Und Simon ist kein Bauer, er ist ein „Baur“, jeder Buchstabe zu viel wird weggekürzt, als müsse der Autor Buchstaben sparen. Aber genau diese reduzierte Sprache ist es, die die Atmosphäre des Buches unterstützt, zusammen mit der Schilderung des lebensfeindlichen, winterlichen Hochgebirges, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt. Für ein mysteriöses Element der Bedrohung sorgen die Schweine des Bauern, allen voran seine Lielingssau Lissy, die nach seiner als Kind verstorbenen Schwester Elisabeth benannt ist. Der Autor schafft es meisterlich, ein anfangs diffuses, später immer deutlicheres Gefühl der Bedrohung aufzubauen. Dabei erinnert die Atmosphäre zeitweilig durchaus an Misery von Stephen King, was ja auch nicht die schlechteste aller möglichen Referenzen ist. Wie schon in seinem Erstling, dem vor Jahresfrist erschienen Thriller „Der Tod so kalt“ zeichnet er ein Bild von Südtirol abseits von Reiseprospekten und Urlaubserinnerungen. In seinem Südtirol leben Bedrohungen aus der Vergangenheit im Schatten der Berge, jederzeit bereit, hervorzukommen und in unsere Lebenswirklichkeit einzubrechen. Als Leser*in erkennt man vieles Bekanntes, das durch den veränderten Kontext aber in einem völlig neuen Licht erscheint. Dadurch schafft es Luca D’Andrea immer wieder zu überraschen. Wer dem Roman die Zeit gibt, die die Geschichte gerade zu Beginn benötigt, um die Charaktere einzuführen und die Atmosphäre aufzubauen, der wird sicher nicht enttäuscht

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Vita

Luca D'Andrea wurde 1979 in Bozen geboren, wo er heute noch lebt. Er stieg mit seinem ersten Thriller sofort in die Riege der internationalen Top-Autoren auf: »Der Tod so kalt« erschien in rund 40 Ländern und hat sich weltweit 400.000 mal verkauft. Wochenlang stand der Roman unter den ersten 5 der Spiegel-Liste. Gegenwärtig wird »Der Tod so kalt« verfilmt. Luca d’Andreas zweites Buch, »Das Böse, es bleibt«, ebenfalls ein Spiegel-Bestseller, wurde mit dem Premio Scerbanenco, dem renommiertesten italienischen Krimipreis, ausgezeichnet. Sein neuester Thriller, »Der Wanderer«, führt wie seine früheren Bücher in seine Heimat Südtirol:

Zur Autor*innenseite

Susanne Van Volxem

Susanne Van Volxem war von 1993 bis 2015 Lektorin und Programmleiterin bei verschiedenen Verlagen. Zur Zeit ist sie bei der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für den Bereich Fundraising & Kooperationen zuständig. Seit bald zwei Jahrzehnten ist sie außerdem als Übersetzerin aus dem Italienischen, Französischen und Englischen tätig und hat eigene Veröffentlichungen vorgelegt.

Zur Übersetzer*innenseite

Olaf Matthias Roth

Olaf Matthias Roth, der mit einer Arbeit über den italienischen Dichter Gabriele d’Annunzio promovierte, ist seit über zwanzig Jahren als literarischer Übersetzer aus dem Italienischen, Französischen und Englischen tätig. Außerdem hat er etliche Sachbücher zum Thema Klassische Musik veröffentlicht. Seit August 2018 ist er Chefdramaturg am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Eine ziemlich abgefahrene Story, bei der man wahrhaftig Gänsehaut kriegen kann.«

freundin

»Der Roman hat Tempo und entfaltet mit seinen ständigen Perspektivwechseln eine große Sogkraft. Wer Gruselspannung im Stile Stephen Kings mag, der ist hier richtig.«

hr2 Kultur

»D'Andreas Thema ist die gewaltige Natur, die Unberechenbarkeit des Wetters, das karge Leben weitab der Zivilisation. ... Ein Bergdrama, das es in sich hat.«

Der Standard

»Ein fulminantes, fesselndes Erstlingswerk.«

STERN über "Der Tod so kalt"

»Ein Krimi erster Güte.«

ZDF „Morgenmagazin“ über "Der Tod so kalt"

»Eine gute Komposition, der Rhythmus der Geschichte, das schnelle Springen zwischen verschiedenen Schauplätzen: all das erzeugt atemlose Spannung. Und die Auflösung? Völlig überraschend.«

NDR Kultur "Neue Bücher" über "Der Tod so kalt"

»›Der Tod so kalt‹ ist ein perfekt gebauter Thriller, übergroß, operettenhaft und mit Sog bis zum Ende.«

BR Fernsehen "Capriccio" über "Der Tod so kalt"

»Immer mehr Thriller-Autoren fesseln mit kühner Sprache und stellen überzeugende Figuren in Konflikte auf Leben und Tod. Ein solcher Autor ist Luca D’Andrea. Die Berge und Schluchten seiner Südtiroler Heimat und die Gewalten der Natur bilden den Rahmen für dramatische Geschehnisse.«

Sächsische Zeitung

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