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Monica Hesse

Sie mussten nach links gehen

Von der Autorin von „Das Mädchen im blauen Mantel"

Ab 14 Jahren
TaschenbuchNEU
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Nach dem Krieg und vor dem Nichts: ein jüdisches Mädchen sucht seinen Bruder

Frühjahr 1945: Das KZ Groß-Rosen ist befreit, und die Soldaten behaupten, der Krieg sei vorbei. Aber für die 18-jährige Zofia Lederman fühlt es sich nicht so an. Ihr ganzes Leben ist in Scherben zerfallen: Vor drei Jahren waren ihr Bruder Abek und sie die Einzigen aus ihrer Familie, die an der Rampe nach rechts geschickt wurden, weg von den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau. Alle anderen – ihre Eltern, ihre Großmutter, ihre Tante Maja – mussten nach links gehen. Das Einzige, was Zofia noch am Leben hält, ist die Suche nach ihrem Bruder. Aber wie soll sie ihn in dem Meer von Vermissten finden? Und was, wenn er nicht mehr lebt?

»Sehr bewegend!«

Neue Welt über »Sie mussten nach links gehen« (13. July 2022)

Aus dem Amerikanischen von Cornelia Stoll
Originaltitel: Sie mussten nach links gehen
Originalverlag: cbj Verlag
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-570-31397-8
Erschienen am  11. July 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Eine Geschichte, die man nicht mehr so schnell vergisst

Von: michaela

19.09.2021

Ich habe bereits schon mehrere Bücher über die Kriegszeit gelesen, aber auf das Neue Buch von Monica Hesse war ich sehr gespannt. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Monica Hesse hat einen spannenden, aber doch leichten Schreibstil. Die Kapitellänge war meiner Meinung nach immer genau richtig. Zu Beginn erfährt der/die Leser*in etwas mehr über Zofia und ihre Familienverhältnisse. Das fand ich sehr schön, da man so direkt einen Einblick in Zofias Welt bekam. In der Geschichte geht es primär um Zofia und die Zeit im KZ. Ich fand es interessant, aber gleichzeitig auch sehr erschreckend, wie die Menschen versuchten im KZ zu überleben und zu leben. Nach den Erzählungen her, einfach nur grausam. Auch das Thema Judenverfolgung wird in dem Buch groß thematisiert, welches ich sehr wichtig finde. Es wird auf jeden Fall sehr gut und realistisch dargestellt, sodass man mehr über dieses Thema erfahren und lernen kann. Der Titel des Buches ist meiner Meinung nach passender denn je gewählt worden. "Sie mussten nach links gehen" beschreibt die Situation, als Zofias Familie alle nach links Richtung Gaskammer gehen mussten, außer Zofia und ihr Bruder. Ein absolut passender Titel, nichts desto trotz ein ganz schlimmes Ereignis für Zofia. Ich fand es unfassbar stark und mutig von Zofia, dass sie sich nach dem Krieg auf die Suche machte, um ihren Bruder Abek zu finden. Als Leser fiebert man dort richtig mit und hofft einfach, dass Zofia ihn lebendig findet. "Sie mussten nach links gehen" ist meiner Meinung nach ein gelungenes Jugendbuch, das das Thema zweiter Weltkrieg sehr anschaulich und realistisch darstellt. Eine klare Leseempfehlung, für alle, die gerne über diese Themen lesen. Ein Buch, das nicht so schnell vergessen wird.

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Wichtige Geschichte, um zu erinnern und nicht zu vergessen

Von: Buchmagie

17.02.2021

Das KZ Groß-Rosenau ist befreit und die achtzehnjährige Zofia Lederman findet sich plötzlich in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs wieder. Vollkommen traumatisiert von ihren schrecklichen Erlebnissen wird sie zunächst in einem Krankenhaus körperlich so weit wie möglich wieder hergestellt, bevor sie in ihr Heimatland Polen zurückkehrt. Doch Zofia bleibt dort nicht lange, denn als ihre komplette Familie von den Nazis gefangen genommen wurde, wurden alle Mitglieder von ihrer Familie nach links geschickt, nach Auschwitz in die Gaskammern und in den Tod, außer ihr kleiner Bruder und sie selbst. Und Zofia hat ihren Bruder bei ihrer Trennung ein Versprechen gegeben: dass sie ihn finden würde, egal wo er ist und von jetzt an hat Zofia nur noch das Ziel dieses Versprechen einzulösen. Nachdem mich Monica Hesses Debütroman "Das Mädchen im blauen Mantel" vor einiger Zeit umgehauen und unglaublich berührt hat, war ich natürlich sehr gespannt auf ihr zweites Buch "Sie mussten nach links gehen". Wieder einmal gelingt es ihr eine vielschichtige, eindringliche und interessante Geschichte zu erzählen. Wieder einmal sind ihre Protagonist*innen und Held*innen junge Menschen, die sich entweder mitten oder in diesem Fall unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg befinden und sich mit ihren persönlichen Schicksalen und Situationen auseinander setzen und zurecht finden müssen. Primär richtet sich Monica Hesse auch mit dieser Geschichte an Jugendliche, an die Generation, die die Schrecken und abscheulichen Verbrechen des zweiten Weltkriegs im besten Fall noch in weit entfernten Geschichten von ihren Großeltern oder sogar Urgroßeltern erzählt bekommen haben und im schlechtesten Fall ein angestaubtes Kapitel darüber in ihrem Schulgeschichtsbuch finden. Sie richtet sich an die Generation, die immer wieder an diese gleichsam traurige als auch bedeutende geschichtliche Epoche erinnert werden sollte, so dass kein Vergessen eintritt und man alte Fehler nicht wiederholt. Und auch wenn sich "Sie mussten nach links gehen" zuerst an junge Menschen richtet, erzählt das Buch auch Leser*innen anderer Altersgruppen eine intensive und eindringliche Geschichte mit einigen Elementen, an die zumindest ich selbst beim Nachdenken über die Zeit des zweiten Weltkriegs nicht gedacht habe. Das liegt vor allem an dem bestimmten Zeitabschnitt, in dem Monica Hesses zweiter Roman spielt: das unmittelbare Eintreten der Nachkriegszeit. Damit assoziiert man zunächst feiernde Soldaten in den Straßen, Orte, die zwar in Trümmern liegen, aber an denen zumindest in kleinen Dosierungen die Hoffnung zurückgekehrt ist. Eine Welt, die unter den Lasten des Kriegs beinahe zusammengebrochen ist und zumindest für den Moment wieder aufatmen kann. Zahlreiche Leben, die mit den Befreiungen der Konzentrationslagern gerettet wurden. Womit diese Zeit allerdings meistens nicht verbunden wird, sind der weiterhin bestehende Antisemitismus, mit denen die zurückgekehrten Opfer der Konzentrationslager unmittelbar bei und nach ihrer Rückkehr konfrontiert werden, unzählige Menschen, die zwar befreit wurden aber ihr gesamtes Leben und ihre Familien verloren haben und nicht wissen, wo sie hin sollen. Auffanglager entstehen für diese Menschen und für diejenigen, die suchen: Verwandte, Bekannte, Freunde, jeden Menschen, mit dem man etwas verbindet und der vielleicht überlebt haben könnte. Und damit wären wir in der Handlung und bei der Protagonistin Zofia und ihrer verzweifelten Suche nach ihrem kleinen Bruder, die sie von Polen zurück nach Deutschland führt, wo sie zu den bereits erwähnten Auffanglagern reist, um ihren Bruder ausfindig zu machen. Monica Hesse hat einige interessante und vielschichtige Charaktere geschaffen, die oft undurchsichtig bleiben und versuchen ihre persönlichen Schicksale mit sich selbst auszumachen. Gerade bei ihrer Hauptfigur gelingt es der Autorin ihre furchtbaren Erlebnisse auf besonders eindringliche Art und Weise zu erzählen, was gerade zum Ende hin dazu führt, das den Leser*innen auch mal die Luft wegbleiben kann. Die Geschichte erzählt von Freundschaft, Hoffnung, das aneinander Festhalten und den Versuch aus einem Trümmerhaufen, in den sich das eigene Leben verwandelt hat, auszubrechen und einen völlig anderen aber neuen Weg einzuschlagen. Dass der sprichwörtliche Funke bei mir persönlich nicht überspringen wollte, ist sicherlich eine rein individuelle Empfindung. Durch den großartigen Debütroman hatte ich möglicherweise zu hohe Erwartungen, die ein zweiter Roman nicht erfüllen konnte. Dennoch wurde mir in "Sie mussten nach links gehen" eine neue Perspektive der unmittelbaren Nachkriegszeit gezeigt und mir somit ein völlig neues Gesichtsfeld eröffnet. Aus diesem Grund sollten die Romane von Monica Hesse möglichst viele Menschen lesen, um sich zu erinnern und sich neue Sichtweisen aufzeigen zu lassen.

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Vita

Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Monica Hesse stammt aus Illinois und ist außerdem Journalistin bei der Washington Post. Sie lebt mit ihrem Mann und einem verrückten Hund in Washington. »Das Mädchen im blauen Mantel«, ihr erster Roman, der auf Deutsch erschien, stand auf der New-York-Times-Bestsellerliste und erhielt zahlreiche Preise, darunter den renommierten Edgar Award in der Kategorie »Junge Erwachsene«, und wurde von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert.

www.monicahesse.com

Zur Autorin

Cornelia Stoll, geboren 1953, ist als Übersetzerin, Englischlehrerin und als Buchhändlerin ausgebildet. Sie war in allen drei Berufen tätig und übersetzt seit 1988 hauptsächlich englische Kinder- und Jugendliteratur, darunter Bücher von Zizou Corder, Monica Hesse, Erin Hunter, Beth Kephart, Gary Paulsen und Philip Pullman. Sie lebt in Tübingen.

Zur Übersetzerin

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