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Lottes Träume

Roman

Taschenbuch
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Wenn die ersten Schneeflocken fallen, beginnen die Träume zu glänzen. Der zauberhafte Auftakt einer außergewöhnlichen Serie.

Als Lotte 1904 in Wien ankommt, ist für sie noch alles neu und fremd. Bisher hat sie mit ihrem Vater in dem kleinen Ort Mürzzuschlag gewohnt und von der großen Stadt nicht viel mitbekommen. Aber ihre Zeit in den Bergen und auf Skiern ist ihr jetzt hilfreich. In dem kleinen Bergsportladen in der Kaiserstraße bekommt sie deshalb gleich eine Anstellung, denn der Skisport ist erst im Kommen, nur die wenigsten kennen sich mit den neuartigen Brettern aus. Dass das auch etwas für Frauen ist, kann man sich schon gar nicht vorstellen. Aber Lotte lässt sich davon nicht beirren, und als dann noch ein junger Herr bei ihr seine Skier bestellt und Gefallen an ihr findet, befürchtet sie, dass das alles nur ein Traum sein könnte …

»Ein Roman zum Träumen vor einer winterlichen Kulisse.«

Das BLV – Wochenzeitung (04. Dezember 2019)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 544 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0732-0
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Wien, Österreich

Rezensionen

Eine Frau lebt ihre Träume

Von: Chattys Bücherblog aus Bretten

15.12.2020

Äußerlich betrachtet wird der Leser direkt in die Winterlandschaft geführt. Klar, es geht um Wintersport, genauer um Skifahren. Die Frau auf dem oberen Teil des Cover könnte durchaus Lotte darstellen, zumindest hatte ich mir die Dame in der Geschichte so oder ähnlich vorgestellt. Kommen wir zur Story und damit zum ersten bzw. Einleitungssatz: "Eintönig rattert die Lokomotive über einen schier endlosen Schienenstrang." Schnell lernt der Leser die Hauptprotagonistin Charlotte Seidl, genannt Lotte, kennen. Lotte scheint eine starke Frau zu sein, die ihren Weg gehen möchte. So findet sie auch schnell eine Anstellung im Geschäft von Mizzi Langer-Kauba. Ein Foto dieses Geschäfts sieht man in der Klappeninnenseite. Aber nicht nur Lotte spielt eine große Rolle in diesem Reihenauftakt. Die Autorin gibt auch Mizzi Langer-Kauba eine Stimme. Sie wurde als Spitzensportlerin in Österreich bekannt und hat heute noch einen Rang und Namen in der Skisportszene. Aber noch weiteren Protagonisten verleiht die Autorin ihre Stimme. Eigentlich darf jeder Mitwirkende eine große Rolle spielen. Ja, und es waren einige Mitwirkende. Auch Jakob erhält immer wieder seinen Platz in der Geschichte. Ich möchte nun jedoch nicht näher auf die Protagonisten eingehen, da sie wirklich sehr viel Raum in der Geschichte einnehmen. Ich habe mich am Ende des Buches gefragt, welche Träume wohl gemeint waren. Der Titel des Buches lautet ja: Lottes Träume. Von diesen Träumen habe ich jedoch nichts bemerkt, da alle Handlungen doch stattgefunden haben. Wünsche oder Träume konnte ich nicht feststellen, oder habe Handlungen nicht als diese empfunden. Fazit: Die Autorin umschreibt in ihrem Buch nicht nur die Protagonistin, sondern auch die Gesellschaft um 1900. Die Bedeutung der Frauenrechte, die Eigenständigkeit der Frauen, das gesellschaftliche Leben, aber auch die alltäglichen Probleme. Es war sehr interessant die Protagonisten zu "beobachten" und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Bedingt durch den bildhaften Schreibstil, sind die Seiten nur so an mir vorbeigerauscht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Toller historischer Roman um den Schisport

Von: Martinas Buchwelten

29.04.2020

Lotte hat vor kurzem ihren Vater verloren. Der Lehrer und begeisterte Alpinist hat seiner Tochter bereits von Kindesbeinen an das Skifahren beigebracht. 1904 steckt der Skisport noch in den Kinderschuhen und ist für Frauen und Mädchen nicht zugänglich. Lotte ist nach dem Tod hres Vaters Vollwaise und hat in Mürzzuschlag in der Steiermark keine Zukunft. Die Wirtin des Gasthofs im Ort gibt ihr die Adresse eines Bekleidungsgeschäftes in Wien. Die Inhaberin, Mizzi Kauba, ist die Erste, die Skier und die dazugehörige Bekleidung verkauft. Lotte macht sich auf den Weg in die Hauptstadt und findet tatsächlich eine Anstellung bei Mizzi Kauba. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Klara teilt sie sich ein Dachbodenzimmer. Lottes Kenntnisse sind für ihre Chefin von Vorteil. Sie hat für die damalige Zeit sehr unkonventionelle Pläne und eckt in der besseren Gesellschaft sehr schnell an. Ihr Mann steht nicht wirklich hinter ihr und als Chefin ist sie oft ungerecht und tyrannisch. Lotte hat zusätzlich eine Kollegin, die neidisch und ihr nicht gut gesinnt ist. Als sie den jungen und engagierten Kinderarzt Jakob Sonnstein kennen lernt, verlieben sich die Beiden. Doch Lotte kommt nicht aus der gewünschten Gesellschaftsschicht und hat auch nicht die "richtige" Religion. Zusätzlich verschweigt ihr Jakob etwas... Als Österreicherin und Skifahrerin hat mich das Thema rund um den Skisport sofort neugierig gemacht. Dazu kommt, dass ich nicht weit entfernt von Lilienfeld wohne, wo der Alpine Skilauf seinen Anfang nahm, denn Lilienfeld ist "die Wiege des Skisports". 1890 hat Mathias Zdarsky die Stahlsohlenbindung und die dazupassene Fahrtechnik entwickelt....ein Meilenstein zu dieser Zeit! Die Geschichte liest sich sehr flüssig. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Beate Maly hat für ihren Roman reale Figuren der damaligen Zeit miteinbezogen, die Geschichte selbst ist aber fiktiv. Kurz nach dem Jahrhundertwechsel und zur Zeit der k.u.k. Monarchie hat die Wiener Gesellschaft noch zu viele Standesdünkel und ist noch nicht wirklich bereit für Frauen, die Sport betreiben, selbst ein Geschäft führen oder Hosen tragen. Mizzi Kauba war eine Vorreiterin in Sachen Emanzipation und Sport. Der Bergsport war damals ausschließlich den Männern vorbehalten. Für uns ist es heute unvorstellbar, dass man vor hundert Jahren als Frau nicht einmal in den Bergen wandern durfte bzw. mit knöchellangen Kleidern und oftmals einem Korsett gar nicht die Möglichkeit hatte dies zu tun. Auch der Skisport hat sich seit dieser Zeit so extrem gewandelt, dass man sich heute gar nicht vorstellen kann mit nur einem Stock auf Holzbrettern ohne richtiger Bindung und ohne Lift Ski zu fahren. Beate Maly zeigt den großen Unterschied und die Kluft zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft der k.u.k. Monarchie sehr gut auf. Wir bewegen uns durch alle Gesellschaftsschichten Wiens. Auch die Anfänge des Skisports wurden perfekt recherchiert. Die Autorin greift aber nicht nur die Themen Skisport, dem Aufkommen der ersten größeren Kaufhäuser in den Städten, den Frauenrechten oder die riesige Kluft zwischen Arm und Reich auf, sondern widmet sich ebenfalls der gleichgeschlechtlichen Liebe, sowie der Kunst und Kultur. Durch den jüdischen Arzt Jakob Sonnstein, der mit Herzblut seinen Beruf ausübt und sich für die Kranken und Schwachen einsetzt, erhält man einen kleinen Einblick in die damaligen Zustände in den Krankenhäusern und der damaligen Volkskrankheit, der Tuberkulose. Für manche Leserinnen waren die vielen Themen für den ersten Band einer neuen Reihe zu viel, aber ich finde sie als gute Grundlage für die kommenden Bände. Die Charaktere sind wunderbar lebendig. Lotte ist eine starke und mutige junge Frau. Man muss sie einfach mögen. Allerdings fehlten mir die Ecken und Kanten. Trotzdem ist sie eine liebenswerte Hauptprotagonistin, deren Lebensweg man mit Spannung verfolgt. Der Roman beinhaltet neben sozialkritischen Themen auch viel Lokalkolorit und lässt sich sehr flüssig lesen. Einige Handlungen sind ein bisschen vorhersehbar und manches löst sich ein bisschen einfach auf - trotzdem hat es mich nicht wirklich gestört, denn ich wurde gut unterhalten. Der Titel ist meiner Meinung nicht ganz passend gewählt, aber das Cover finde ich bezaubernd. Der Schriftzug des Sportartikelgeschäftes mit den Namen von Mitzi Langer-Kauba befindet sich noch heute in der Kaiserstraße in Wien. Bei meinem nächsten Wien-Besuch weiß ich schon wohin ich gehen werde... Fazit: Ein leichter, aber sehr unterhaltsamer historischer Roman über den Beginn des Skisports und der (nicht vorhandenen) Rechte der Frauen. Weiters gibt die Autorin einen tollen Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der k.u.k. Monarchie und der Stadt Wien zur Zeit der Jahrhundertwende. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung, auch wenn für mich dieser Roman als Einzelband genauso passend wäre. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Vita

Beate Maly, geboren und aufgewachsen in Wien, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin und in der Frühförderung, bevor sie mit dem Schreiben begann. Neben Geschichten für Kinder und pädagogischen Fachbüchern hat sie inzwischen elf historische Romane geschrieben und fünf historische Krimis.

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