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Ellen Sandberg

Die Schweigende

Roman

Taschenbuch
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Manche Erinnerungen hinterlassen tiefe Narben auf der Seele ...

München, 2019. Im Garten der Familie Remy verdorren langsam die Rosenbüsche, die zur Geburt der drei Töchter gepflanzt wurden. Imke, Angelika und Anne sind längst erwachsen und gehen ihrer Wege – bis zu dem Tag, an dem ihr Vater beigesetzt wird. Denn auf dem Sterbebett nimmt er Imke ein Versprechen ab, das schnell eine zerstörerische Kraft entfaltet – und das sie alles hinterfragen lässt, was sie über ihre Mutter zu wissen glaubt.

1956. Im Nachkriegsdeutschland wächst eine neue Generation heran. Die lebenslustige Karin spart für ihre erste Jeans, träumt von Elvis Presley und davon, später Ärztin zu werden. Sie ahnt nicht, dass die Schatten der Vergangenheit lang und mächtig sind – und welch verheerenden Folgen eine spontane Entscheidung haben wird. Nicht nur für sie.

»Ein Familienroman voller psychologischer Abgründe um Ereignisse aus der Vergangenheit.«

BILD der FRAU

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originalverlag: Penguin Verlag, Müchen 2020
Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10809-2
Erschienen am  08. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Realität kann Albtraum sein

Von: Nadine Schmidt

17.06.2022

Selbst im Taschenbuchformat ist der Roman “Die Schweigende” von Ellen Sandberg mit seinem Umfang noch etwas einschüchternd. Doch sobald man die ersten Seiten gelesen hat, kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen und wünscht ihn sich nur noch dicker. Das liegt zum einen daran, dass die Geschehnisse auf wahren Begebenheiten beruhen und zum anderen daran, dass die Bestsellerautorin ein beeindruckendes Geschick hat uns die Geschichte aus mehreren Perspektiven und auf unterschiedlichen Zeitebenen zu erzählen, sodass man sofort gefangen wird. Inspiriert von Colson Whitehead Bestseller “Die Nickel Boys” berichtet Sandberg von den Erziehungsheimen der Fünfzigerjahre, dem furchtbaren Schweigen, die Rolle der Kirche und welche Auswirkungen dieser Horror auf das Leben der Betroffenen und die nachfolgenden Generationen hat. Versprechen am Sterbebett “Die Schweigende” startet mit dem Tod von Jens Remy, der seine Tochter Imke noch am Sterbebett das Versprechen abnimmt, nach einem gewissen Peter zu suchen. Niemand weiß, wer genau das sein soll und auch die Mutter Karin, deren Verhältnis zu ihren insgesamt drei Töchter sowieso immer schwierig war, stellt sich unwissend. Nach und nach erfahren wir mehr über die komplexe Familienkonstellation, die sich nach durch das Fehlen des Vaters natürlich auch nochmals verändert. Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein, tragen alle Komplexe und emotionale Wunden mit sich spazieren, aus denen sich ihre Handlungen von außen aber gut nachvollziehen lassen. Skurril und geheimnisvoll wirkt die Mutter, die mit dem plötzlichen Alleinsein überfordert scheint und sich von niemandem bevormunden lassen möchte. Ein erschütternder Alptraum Es fällt schwer, “Die Schweigende” von Ellen Sandberg zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten. Was aber wie eine harmlose Familiengeschichte an einem dunklen Punkt startet, wandelt sich nach und nach zu einem erschütternden Alptraum, der von der Vergangenheit in die Zukunft reicht. Ellen Sandberg beschreibt alles so detailliert, dass man sich die Schauplätze und handelnden Personen sofort genau vorstellen kann, lässt aber auch genug Freiraum für Interpretationen und verfängt sich nicht in übertriebenen oder abstoßenden Schilderungen. Wenn man bedenkt, dass Ellen Sandberg früher in der Werbebranche arbeitet und dort sicherlich grell und auffallend texten musste, ist das umso beeindruckender. Wer ein Normalmaß an Empathie besitzt, wird von “Die Schweigende” geschockt sein. Dieses Gefühl verfestigt sich noch, wenn man parallel dazu die Suchmaschine bemüht und massive Überschneidungen zwischen Realität und Fiktion findet. Was am Ende bleibt, ist Betroffenheit und aufrichtiges Verständnis für vermeintlich gefühlskalte Menschen, sowie Dankbarkeit für ein Aufwachsen in einem verhältnismäßig freien und offenen Umfeld. “Die Schweigende” von Ellen Sandberg lässt sich locker in zwei bis drei Tagen verschlingen, da einem die Geschichte sowieso nicht aus dem Kopf geht und man für sein Seelenheil eine Auflösung haben möchte.

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Ein Buch das man erstmal verarbeiten muss

Von: Miriprobiertdiewelt

02.05.2022

Nachdem ich ja bereits die Bücher ‚Das Erbe‘ und ‚Das Geheimnis‘ von Ellen Sandberg gelesen habe, stand für mich fest das ihr neustes Werk auch zu mir finden muss. Und so stelle ich Euch heute ‚Die Schweigende‘ von Ellen Sandberg vor, erschienen im Penguin Verlag. Eigentlich ist die Familie Remy eine Bilderbuchfamilie. Vater Jens, der vor ein paar Jahren verstorben ist, Mutter Karin, die ihr Leben lang den Kindern und auch ihrem Mann gegenüber keine Gefühle zeigen und auch nicht annehmen kann, und die erwachsenen Töchter Imke, Angelika „Geli“ und Nesthäkchen Anne. Aber wie so oft trügt der Schein und in der Familie sieht es ganz anders aus. Karin hat nie über ihre Vergangenheit gesprochen, wollte immer nur nach vorne sehen, was sich bis in die heutige Zeit negativ auswirkt. Ellen Sandberg beschreibt hier am Beispiel von Karin ein ganz dunkles Thema der deutschen Nachkriegszeit, dass viel zu lange von der Kirche totgeschwiegen wurde. Erst in 1970er Jahren wurde hierauf die Aufmerksamkeit gelenkt und eine Änderung in Angriff genommen. Wie viele Kinder bis dahin seelisch und körperlich misshandelt und gebrochen wurden, wagt man sich nicht vorzustellen. Ellen Sandberg hat sich eines sehr traurigen Kapitels über Kindererziehung und Missbrauch in kirchlichen Heimen angenommen, was es leider zu der damaligen Zeit nicht nur hier in Deutschland gegeben hat. Für mich ist dieses Buch eines der Lesehighlights in diesem Jahr.

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Vita

Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Das Erbe« und »Die Schweigende«. Auch unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Krimis.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Perspektivwechsel und die Nähe zur deutschen Geschichte machen dieses Buch so lebendig, als wäre man ein Teil davon. Unbedingt lesenswert.«

Kieler Magazin

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich bei dieser Autorin mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

»Ein Buch, das Geschichte auf geradezu erschreckend spannende Weise lebendig werden lässt. Ein absolutes Muss.«

WDR5 über »Die Vergessenen«

»Dieser super recherchierte München-Krimi erzählt leise und eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie über »Die Vergessenen«

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten, die berühren, überraschen und aufwühlen.«

Bayern 2 über »Die Vergessenen«

»Drei Schwestern, ein Mord und jede Menge Lügen. Die fein gezeichneten Figuren machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.«

stern über »Der Verrat«

»Schuld, Rache oder Vergebung? Psychologisch tiefgründig, absolut lesenswert!«

Hamburger Morgenpost über »Der Verrat«

»Eine unglaubliche Geschichte von Schuld, Hass und einer unvorstellbaren Lebenslüge. Das Ganze ist absolut lesenswert. Die Idee ist einzigartig.«

hr1 buchtipp über »Der Verrat«

»Sandberg erzählt meisterhaft, wie Naziverbrechen nachwirken und wie Gier die Moral zerstört.«

Gong/Hörzu über »Das Erbe«

Weitere Bücher der Autorin