Sie haben sich erfolgreich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Das Erbe

Roman

TaschenbuchNEU
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Der große Spannungsroman über Familie, Schuld und Verbrechen, die uns alle angehen

Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Das Erbe
Originalverlag: Penguin Verlag, München 2019
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10635-7
Erschienen am  08. Februar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein toller Roman von Ellen Sandberg

Von: djs.bookjournal

12.04.2021

In dem Buch spielt die Thematik der Nachkriegszeit und der Judenverfolgung eine große Rolle. Erzählt wird hier immer abwechselnd zwischen den Perspektiven der Protagonisten Mona, Sabine und Klara. Mona und Sabine leben in der heutigen Zeit während Klaras Kapitel überwiegend in der Kriegszeit spielen. Vor allem Klaras Sicht war sehr interessant beschrieben und stellenweise auch ein wenig emotional. Die Handlung hat mich allerdings erst nach den ersten 150 Seiten so richtig gefesselt. Danach hab ich die Geschichte der Personen sehr gerne gelesen. Die Autorin erzählt sehr lebendig und genau. Wodurch es sehr angenehm ist das Buch zu lesen. Die historischen Hintergründe sind auch sehr gut recherchiert. Das Buch war mein zweites Buch der Autorin und mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Gestört haben mich aber ein wenig die langen Kapitel. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen. Eine wirklich tolle und berührende Geschichte.

Lesen Sie weiter

Spannende Spurensuche

Von: Maike P.

27.03.2021

Mona ist ein „Gutmensch“ – an Obdachlosen kann sie nicht vorbeigehen, ohne ihnen ein paar Euro zuzustecken und zum 70. Geburtstag ihres Vaters kommt sie zu spät, weil sie auf dem Bahnhof ein gut gefülltes Portemonnaie gefunden hat und dieses zunächst einem Sicherheitsmann übergeben möchte. Weil sie daraufhin den Anschlusszug verpasst, macht sich ihre Familie über ihr Gutmenschentum lustig. Aber auch Klaras Freund Bernd fällt in die Lästereien ein. Als Bernd von Monas Erbe und dem Haus erfährt, gesteht er ihr eine Affäre und trennt sich von ihr. Daraufhin zieht Mona von Berlin zurück in ihre Heimat München und macht es sich in Klaras Wohnung gemütlich. So sehr sie den neu gewonnenen Reichtum genießt, so unwohl fühlt sie sich dabei. Sie ahnt, dass hinter dem Haus eine Geschichte steckt, die es aufzudecken gilt, die ihr aber möglicherweise gar nicht gefallen wird. So wird das Buch zu einer fast schon kriminalistischen Spurensuche. Da Großtante Klara ein ziemliches Chaos in ihrer Wohnung hat und keinerlei Unterlagen am rechten Ort liegen, findet Mona nur nach und nach die Briefe von Mirjam und kann so auch nur recht langsam die Geschichte rekonstruieren. Durch den Briefwechsel und auch durch Rückblenden in die 30er- und 40er-Jahre erfährt der Leser sukzessive, was Mirjam und ihrer Familie geschehen ist. Als Juden planten sie nach Machtergreifung der Nazis und Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, nach Amerika auszuwandern. Alles war vorbereitet: Die Schiffspassagen gebucht, die Parfümerie verkauft, und auch das schöne Schwanenhaus in Schwabing an den Nachbar verkauft. Doch dann werden Mirjams Eltern von den Nazis verhaftet und Mirjam muss alleine nach England fliehen. Mirjam und Klara halten über die Jahre den Kontakt. Doch sehen sie sich jemals wieder? Und was ist aus Mirjams Eltern geworden? Wie kam es damals zum Verkauf des Hauses? Dies sind die Fragen, um die sich das ganze Buch dreht. Ellen Sandberg erzählt mit vielen Perspektivwechseln und Zeitsprüngen die Geschichte des Schwanenhauses und dessen Bewohnern. Und obwohl das Buch kein Krimi ist, kann man es schon bald nicht mehr aus der Hand legen, weil man unbedingt herausfinden muss, was damals geschehen ist und wer die rechtmäßigen Eigentümer des Hauses sind. So fiebert man gespannt mit und fliegt nur so über die Seiten. Das Gutmenschentum Mona Lang ist als Gutmensch bekannt, doch als sie droht, das Haus zu verlieren, erkennt sie, wie bequem der neu gewonnene Reichtum ist und dass sie sich eigentlich gar nicht von dem Haus trennen möchte. Kann ihre gute Seite trotzdem gewinnen? Sie befindet sich in einer Zwickmühle – und der Leser ist stets an ihrer Seite, wenn sie die wichtigen Entscheidungen treffen muss. Der einzige Kritikpunkt sind aus meiner Sicht die allzu sehr schwarz-weiß gezeichneten Charaktere: Da wäre auf der einen Seite Mona Lang, die es in ihrem Leben nicht leicht gehabt hat, die im ständigen Zwist mit ihrer Familie liegt, die dann noch von ihrem langjährigen Freund betrogen und schlussendlich verlassen wird, und die aber trotzdem an das Gute im Menschen glaubt. Auf der anderen Seite steht die gierige Familie, die nur deswegen wieder auf Mona zugeht, weil sie sich dadurch finanzielle Vorteile erhofft. Diese Gegensätze waren mir zu stark und zu wenig differenziert, um wirklich glaubwürdig zu sein. Mitunter erscheint Mona Lang auch allzu naiv, da irgendwann schon klar ist, dass ihre Familie sie nur ausnutzen möchte. Schlussendlich erfährt man dann auch noch ein pikantes Detail aus ihrer Vergangenheit, das eigentlich auch nicht mehr notwendig gewesen wäre. Mir was das zu viel Drama, zumal der Fokus des Buches ja gar nicht auf Mona, ihren Geschwistern und Eltern liegt, sondern auf Klaras und Mirjams Leben und auf der Geschichte des Hauses. Haus mit Vergangenheit Unter dem Strich ist „Das Erbe“ dennoch ein unglaublich spannendes Buches, das man schon nach wenigen Kapiteln kaum noch aus der Hand legen mag und das einen vollkommen in den Bann zieht. Die Geschichte des Hauses überrascht natürlich am Ende niemanden mehr, auch wenn Ellen Sandberg dennoch ein paar Überraschungen parat hat, mit denen man nicht gerechnet hat. Der Spannungsbogen sowie der Wechsel zwischen Zeiten und Perspektiven sind sehr gut gelungen und auch die Geschichte des Schwanenhauses konnte mich überzeugen. Mir hätten etwas differenziertere Charaktere besser gefallen, aber das trübt den Gesamteindruck nur minimal.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Ellen Sandberg ist das Pseudonym der erfolgreichen Münchner Autorin Inge Löhnig. Ihre Krimis und Romane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach dem sensationellen Erfolg von »Die Vergessenen« wurde auch ihr groß angelegter Spannungs- und Familienroman »Das Erbe« sofort zu einem gefeierten Bestseller.

Zur Autor*innenseite

Videos

Pressestimmen

»Sandberg erzählt meisterhaft, wie Naziverbrechen nachwirken und wie Gier die Moral zerstört.«

Gong/Hörzu

»Die Autorin hat sich keinen leichten Stoff vorgenommen, daraus jedoch einen spannenden Roman gemacht, der eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet.«

Bücher Magazin

»Dieser super recherchierte München-Krimi erzählt leise und eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie über »Die Vergessenen«

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten, die berühren, überraschen und aufwühlen.«

Bayern 2 über »Die Vergessenen«

»Ein Buch, das Geschichte auf geradezu erschreckend spannende Weise lebendig werden lässt. Ein absolutes Muss.«

WDR5 über »Die Vergessenen«

»Eine unglaubliche Geschichte von Schuld, Hass und einer unvorstellbaren Lebenslüge. Das Ganze ist absolut lesenswert. Die Idee ist einzigartig.«

hr1 buchtipp über »Der Verrat«

»Drei Schwestern, ein Mord und jede Menge Lügen. Die Ahnung, dass sich das Lügennetz aufrollen wird, hält die Geschichte spannend, die fein gezeichneten Figuren machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.«

stern über »Der Verrat«

»Schuld, Rache oder Vergebung? Psychologisch tiefgründig, absolut lesenswert!«

Hamburger Morgenpost über »Der Verrat«

Weitere Bücher der Autorin