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Rezensionen zu
Was im Verborgenen ruht

Elizabeth George

Ein Inspector-Lynley-Roman (21)

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€ 26,00 [D] inkl. MwSt. | € 26,80 [A] | CHF 36,50* (* empf. VK-Preis)

„Was im Verborgenen ruht“ ist der 21. Fall mit den Protagonisten Inspektor Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers von der US-amerikanischen Autorin Elizabeth George Nachdem die Polizistin Teo Bontempi bewußtlos in ein Krankenhaus eingeliefert wird und dort ihren Verletzungen erliegt, sieht nach der Autopsie alles nach einem Verbrechen aus. Sie hat in einer nigerianischen Gemeinde ermittelt und genau dort nimmt Inspektor Thomas Lynley nun seine Ermittlungen auf. Da das Privatleben von Inspektor Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers in jedem der Bücher eine große Rolle gespielt hat, war ich verwundert, wie lange es hier dauert, bis die beiden erstmalig auftauchen. Zunächst werden verschiedene Handlungsstränge mit den dazugehörigen Charakteren begonnen, so dass ich nach einem Viertel des Buches unzählige Fragezeichen im Kopf hatte. Thematisch geht es dieses Mal um Genitalverstümmlung und Beschneidung. Was die Autorin hier beschreibt ist wirklich grausam. Unter dem Vorwand von kulturellen Hintergründen und Ritualen werden Mädchen und Frauen auf brutalste und grausamste Weise verstümmelt. Die Autorin spart nicht an Details und auch wenn ich es wichtig finde, dass hier nichts beschönigt oder totgeschwiegen wird, diese Einzelheiten und stetigen Wiederholungen hätte ich nicht benötigt. Erstaunt haben mich Thomas Lynley und Barbara Havers. Ich habe die beiden immer sehr gemocht und fand es schön, dass ihr Privatleben niemals zu kurz gekommen ist, so dass ich im Laufe der Jahre das Gefühl bekommen habe, sie richtig gut zu kennen. Dieses Mal fehlte es ihnen an Profil und insbesondere Barbara Havers kam ungewöhnlich schlecht weg. Trotz der Kritikpunkte ist es wieder ein spannender Fall, indem sich die Puzzleteile nur nach und nach zusammenfügen, ich durchgehend miträtseln konnte und die Autorin ein wichtiges Thema aufgegriffen hat, das noch viel mehr in die Öffentlichkeit muss. Auch wer die Reihe der Autorin noch nicht kennt, kann dieses Buch problemlos lesen, da die einzelnen Fälle nicht aufeinander aufbauen. Natürlich ist es dennoch interessant zu erleben, wie sich die Protagonisten im Laufe der Jahre entwickelt haben. Dies war sicherlich nicht das beste Buch der Autorin, aber dennoch hat es mich gefesselt. Ich habe Inspektor Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers auch dieses Mal wieder gerne bei ihrem Fall begleitet und hoffe, dass der nächste nicht zu lange auf sich warten lässt.

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Die Polizistin Teo Bontempi wird bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden, sie wird ins Krankenhaus gebracht wo sie schließlich verstirbt. Alles deutet auf eine Gewalttat hin und somit werden direkt Ermittlungen eingeleitet. DS Thomas Lynley lernt eine Welt kennen mit der er vorher noch nie in Berührung gekommen ist. Doch warum und von wem wurde die junge Frau ermordet? Die Krimis von Frau George sind immer wieder ein Genuss. Sie setzt sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander und ihre Bücher werden gefühlt immer dicker. Dieser Krimi umfasst rund 800 Seiten, was den Lesegenuss keinesfalls schmälert. Die Spannung ist zum Greifen nah und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Während der Ersten 150 Seiten tauchen die Ermittler noch nicht auf, es werden aber verschiedene Personen vorgestellt, welche auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Nach und nach wird am Ende ersichtlich wie die Schicksale zusammenhängen und die Handlungsstränge fließen ineinander. In diesem Werk geht es um Genitalverstümmelung junger Mädchen und ich wäre gerne vorher gewarnt worden. Frau George hat jedoch das Ernste und viel zu unbekannte Thema gut in den Krimi integriert.

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Starker Krimi mit tollem Ermittlerteam

Von: Ellinor

10.05.2022

Die Inspector Lynley-Romane sind die Krimiserie, der ich am längsten treu bin. Ich mag das Ermittlungsteam, zu dem auch Barbara Havers und Winston Nkata gehören, einfach sehr. Auch wenn es zwischendurch ein paar schwächere Titel gab, freue ich mich doch immer auf die neuen Bücher. Elizabeth George lässt sich mit dem Schreiben Zeit, nur alle paar Jahre erscheint ein neuer Krimi. Das macht sich meistens an der Qualität der Handlung bemerkbar und auch an der Seitenzahl - hier waren es wieder 800. Anders als in einigen der letzten Romane ist der Schauplatz wieder London. Die Polizistin Teo Bontempi wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie ermittelte in der nigerianischen Community Londons mit dem Ziel, weibliche Genitalverstümmelung zu verhindern. Wie immer ist der Fall sehr verstrickt, es gibt einige Nebenhandlungen. Besonders spannend fand ich dabei die um Tani. Ich habe auch schon lange keine derartige Abscheu mehr gegen eine Romanfigur gehabt, wie gegen seinen Vater Tabeo. Unnötig fand ich dagegen den Handlungsstrang mit Mark Phinney, der mehr Verwirrung als nötig in den Fall brachte und von dem mir eigentlich immer noch nicht ganz klar ist, zu was er eigentlich gut sein sollte. Das Buch war wieder sehr spannend zu lesen, auch die privaten Entwicklungen des Ermittlerteams waren gelungen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, auch wenn ich wahrscheinlich wieder ein paar Jahre warten muss.

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Sprachlich leider nicht so brilliant

Von: Mona aus Düsseldorf

08.05.2022

Entweder es liegt an der Übersetzung oder am Original, was ich mir nicht vorstellen kann. Die Thematik ist spannend und natürlich lasse ich mir einen neuen Elisabeth George-Roman nicht entgehen, ich liebe die Krimis. Aber ich muss sagen, dass ich enttäuscht und irritiert bin weil der sprachliche Stil sich von den bisherigen Bänden doch sehr unterscheidet: teils umständlich und hölzern. Ich finde, dass Übersetzende einen großartigen Job machen, wenn sie gut übersetzen. Aber man merkt auch deutlich , wenn Übersetzende wechseln! Ich hoffe, der nächste Roman ist besser.

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Sprachlich leider nicht so brilliant

Von: Mona aus Düsseldorf

08.05.2022

Entweder es liegt an der Übersetzung oder am Original, was ich mir nicht vorstellen kann. Die Thematik ist spannend und natürlich lasse ich mir einen neuen Elisabeth George-Roman nicht entgehen, ich liebe die Krimis. Aber ich muss sagen, dass ich enttäuscht und irritiert bin weil der sprachliche Stil sich von den bisherigen Bänden doch sehr unterscheidet: teils umständlich und hölzern. Ich finde, dass Übersetzende einen großartigen Job machen, wenn sie gut übersetzen. Aber man merkt auch deutlich , wenn Übersetzende wechseln! Ich hoffe, der nächste Roman ist besser.

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Mittlerweile sind wir bei Band 21 der Reihe um Inspector Lylnley und Barbara Havers und die Romane haben ihre Spannung nie verloren. Was vielleicht auch daran liegen mag, daß Elizabeth George immer wieder aktuelle und erschreckende Themen verwendet. Im vorliegenden Fall geht es um eine ermordete Polizistin. Dabei geraten Inspector Lynley und sein Team in eine ihnen bisher unbekannte Welt, in der es um ein brisantes Thema geht: die Beschneidung von Frauen. Eine Tat, die in Europa strafbar ist. Dennoch wird sie im Geheimen durchgeführt, zumeist unter katastrophalen Umständen. Die Opfer sterben oder leben danach mit furchtbaren Qualen. Je tiefer man in dieses Thema eintaucht, desto dunkler werden die Fakten. Die ermordetet Polizistin war selbst ein Opfer dieses Rituals und hat ihre Ermittlungen mit allen Mitteln durchgeführt. Wurde ihr das zum Verhängnis? Am Ende gibt es wieder, wie meistens, eine überraschende Aufklärung. Spannend und mitreissend, aber auch erschütternd.

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Die Polizistin Teo Bontempi wird von ihrem Vorgesetzen Detective Chief Superintendent Mark Phinney bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Krankenhaus erwacht sie nicht mehr aus dem Koma und verstirbt. Bei ihrer Obduktion wird festgestellt, dass die farbige Polizistin erschlagen wurde. Sie arbeitete in der Abteilung, die FGM (Female Genital Mutilation) bekämpft und was keiner weiß, sie wurde als kleines Mädchen beschnitten. Fast 800 Seiten benötigt Elizabeth George für Inspector Lynleys 21. Fall, aber ich möchte keine Seite davon missen. Anfänglich war ich etwas irritiert, viele verschiedene Handlungsstränge und im ersten Teil bis Seite 147 keine Zeile über Lynley und Havers. Frau George hat in diesem Krimi oder sollte man besser Gesellschaftsroman sagen, ein Thema aufgegriffen, dass uns Europäer zu wenig bewusst und präsent ist. Sie macht es sich dabei nicht leicht. Sie beleuchtet das Problem, in Großbritannien ist es eine Straftat, aus verschiedenen Perspektiven. Die Mütter, die selbst beschnitten wurden, die Väter, die Schwiegermütter und Großmütter, die noch in Afrika leben, die Brüder und auch die seit Generationen in London Lebenden, alle haben verschiedene Sichtweisen, aber überwiegend die gleichen Vorstellungen ihrer jahrtausendalten Bräuche. Die Polizei und Justiz kämpfen gegen Windmühlen und nicht wenige Praktizierende verdienen sich eine goldene Nase am Elend der Mädchen. Elizabeth George hat die Problematik detailliert und klar dargestellt. Aber wie Barbara Havers es treffend formuliert „Wieso freu ich mich nicht darüber, wie’s ausgegangen ist?“ Solange selbst die Mütter immer noch von der Notwendigkeit der Beschneidung überzeugt sind, wird es kein Ende geben, für uns Europäerinnen ist das unglaublich und nicht nachzuvollziehen. Es zieht sich auch noch eine weitere Thematik durch diesen Roman. Thomas Lynleys Unfähigkeit eine zu ihm passende Partnerin zu finden. Ihm begegnet das Außergewöhnliche, Geheimnisvolle, Andere. Das zieht ihn an. Wenn sich eine Beziehung entwickelt, versucht er seine neue Partnerin nach seinen Vorstellungen zu formen, natürlich unbewusst. Daidres Verhalten und Trennungsabsichten zwingen ihn jetzt zu der Erkenntnis, dass er ähnlich wie sein Freund Simon St. James dieses Verhalten an den Tag legt. Deborah St. James ist im Gegensatz zu Daidre selbst genug gefestigt und bietet ihrem Mann Paroli. Daidre hingegen versucht die Beziehung zu beenden, weil sie Thomas Lynley nie genug sein kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es behandelt sozialkritische Themen, FGM, PoC in einen Kriminalfall verwoben. Es ist ein neuer, guter, aktueller, gesellschaftskritischer, lesenswerter Roman von Elizabeth George und ich freue mich schon auf den 22. Fall.

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Lesenswerter Krimi voller Spannung

Von: SternenstaubHH

23.04.2022

Die Krimis der Autorin Elizabeth George lese ich nun schon seit einigen Jahren immer wieder gerne. Voller Vorfreude habe ich daher auch diesen, ihren neuesten Krimi, gelesen und wieder einmal konnte mich die US-Amerikanerin mit ihrem Schreibstil und ihrem gelungenen Handlungsstrang begeistern. Ich habe mich auf einen Krimi mit dem Superintendent Thomas Lynley und seiner Kollegin Barbara Havers gefreut und das lange Warten auf ein Wiedersehen hat sich wirklich gelohnt. Elizabeth George schreibt, trotz ihrer Nationalität, hervorragende englische Krimi, die mitreißen, packen und den Leser richtig fesseln. Dieses Buch entführt in eine andere Welt, neben der baknnten englischen Gesellschaft, die manche vor allem aus Film, Fernsehen und Büchern kennen. Daher fand ich nicht nur die Handlung spannend, sondern auch sehr interessant. Was mich wieder einmal begeistert hat, war zum einen der Aufbau der Handlung. Langsam steigert sich die Spannung und offenbart nach und nach die Rätsel, Geheimnisse und Abgründe. Einfach perfekt, wer gerne einem clever durchdachten Kriminalroman liest. Selbst nach 21 Bänden ist die Lynley/Havers-Buchreihe immer noch großartig und sehr zu empfehlen. Wer gerne richtig gute Krimis lesen möchte, dem kann man diese Buchreihe nur weiterempfehlen. Auch der neueste Fall hat es so richtig in sich und bietet viele Überraschungen, die einen nicht so schnell loslassen. Krimileser haben hier einen Fall bei dem sie bis zum Ende miträtsel können und der bis zur letzten Seite gut unterhält. Die knapp 800 Seiten ziehen sich beim Lesen schon etwas, aber das Durchhaltevermögen wird definitiv belohnt. Fazit: Perfekter englischer Krimi mit packender Spannung!

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