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Rezensionen zu
Bird Girl - Wie mein Glück fliegen lernte

Sandy Stark-McGinnis

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

"Bird Girl" ist eine Geschichte, welche mich sehr berührt hat und die ich so schnell auch nicht vergessen werde. In dem Buch geht es um Dezmber, ein elfjähriges Mädchen, das schon oft die Pflegefamilie wechseln musste und die Hoffnung auf eine richtige langfristige Familie aufgegeben hatte. Dezember hat eine Narbe auf dem Rücken unter der sich laut Dezember Flügel befinden. Sie wartet nur darauf, die Flügel öffnen zu dürfen, um endlich zurück nach Hause zu fliegen. Die Herkunft ihrer Narbe auf dem Rücken erfährt man erst etwas später. Als Dezember jedoch zu einer neuen Pflegemutter kommt, fühlt sie sich wohl, da Eleanore, ihre Pflegemutter genauso fasziniert von Vögeln ist wie Dezember. Eleanor ist die Erste, die Dezember Aufmerksamkeit, Vertrauen und Liebe schenkt. "Bird Girl" ist eine wunderschöne und tiefsinnige Geschichte, die auf jeden Fall unter die Haut geht und die unter anderem auch Themen wie Familie, Freundschaft,, Akzeptanz und sogar Transgender thematisiert. Ein Buch, das auf jeden Fall lesenswert ist, weil es einfach berührt!

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EKZ Bibliotheks-Service GmbH

Von: Beatrice Fischer aus Reutlingen

09.08.2021

Dezember weiß alles über Vögel. Wann immer sie als Mensch an ihre Grenzen kommt, träumt sie davon, dass aus einer großen Narbe auf ihrem Rücken endlich ihre eigenen Flügel wachsen. Einschneidende Erlebnisse in ihrer frühen Kindheit sind der Grund, warum sie sich immer wieder in ihre Fantasiegeschichte flüchtet. Nach Aufenthalten in mehreren Pflegefamilien landet sie bei der tierlieben Eleonor, die so ganz anders ist als alle Pflegeeltern, die Dezember bisher erlebt hat. Eleonor begegnet dem in sich gekehrten Mädchen mit liebevollem Verständnis und gewinnt langsam ihr Vertrauen. Die Pflegemutter und das Transmädchen Charyllynn, dessen Geschichte sehr einfühlsam als Nebenstrang erzählt wird, bringen Dezember das Gefühl von Freundschaft, Vertrauen und einem liebevollen Zuhause näher. Die Themen Kindesmisshandlung und Transidentität werden poetisch beschrieben und kindgerecht behandelt. Eine poetische, sensible und stellenweise traurige Geschichte, die jedoch mit einem Happy End viel Hoffnung schenkt. Aufgrund der Schwere der Thematik und dem nötigen Verständnis der blumigen Sprache ab 12 Jahren empfohlen.

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Eine berühred wunderschöne Geschichte

Von: my.book.addict.world

28.07.2021

Ein Buch dessen Cover mich sofort in seinen Bann zog und als ich dann auch noch den Klappentext las, wusste ich, dass ich die Geschichte von Dezember lesen muss. Das Buch wird aus der Sicht von Dezember geschrieben, da es ein Kinder- und Jugendbuch ist, ist die Schreibweise locker, einfach, fließend und die Schrift etwas größer, so dass ich das Buch in 1,5 Tagen verschlungen habe. In den Buch geht es um Dezember, ein Mädchen das keinen Halt, kein Vertrauen und keine Freunde hat, da sie von einer in die nächste Pflegefamilie geschoben wird. Dezember liebt Vögel, über diese weiß sie einfach alles und glaubt selbst daran eines Tages ein Vogel zu werden. Auf ihrem Rücken ist eine Narbe und Dezember ist davon überzeugt, dass dort eines Tages Flügel wachsen. Sie hält ihre Gedanken und ihr Wissen über die Vögel in ihrem Tagebuch fest, welches sie immer bei sich hat. Eines Tages kommt sie zur neuen Pflegemutter Eleanor, diese hat eine Aufgangstation für Wildtiere und das ist was ganz neues für Dezember. Eleanor teilt das Interesse für Vögel und ist sehr geduldig und einfühlsam. Dazu bekommt Dezember Verantwortung für den verletzten Vogel Henrietta und langsam entsteht das Gefühl von Vertrauen. Einblicke in Dezembers Vergangenheit gibt es auch und eine neue Freundschaft entsteht auch noch dazu. Muss Dezember wieder wo anders hin? Ihr müsst das Buch unbedingt lesen, es ist so berühred und wunderschön.

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Inhalt: Die elfjährige Dezember hat in den letzten Jahren schon oft ihre Pflegefamilien wechseln müssen. So oft, dass sie die Hoffnung auf ein dauerhaftes neues Zuhause schon aufgegeben hat. Dezember hat eine Narbe zwischen ihren Schulterblättern und sie glaubt fest daran, dass aus dieser Narbe bald Flügel wachsen werden und sie als Vogel davonfliegen kann - nach Hause. Doch dann kommt sie zu Eleanor, einer neuen Pflegemutter. Auch sie liebt Vögel und weiß - genauso wie Dezember - sehr viel über sie. Wird es Eleanor gelingen, Dezembers Vertrauen zu gewinnen und ihr ein Zuhause zu geben? Meine Meinung: „Bird Girl“ ist ein Buch für Kinder ab 10 Jahren, aber als ich den Klappentext las, wusste ich sofort, dass es auch mir gefallen würde - und genauso war es. Dezember ist ein ungewöhnliches Mädchen und man muss sie einfach mögen. Ihre Verletzlichkeit und Unsicherheit gingen mir sehr nah. Durch ihre schlechten Erfahrungen fällt es ihr sehr schwer, sich auf neue Menschen einzulassen und sie geht davon aus, auch Eleanor bald wieder verlassen zu müssen. Dezember liebt Vögel und weiß wirklich alles über sie. Ja, sie ist sogar davon überzeugt, selbst ein Vogel zu sein und wartet sehnsüchtig darauf, dass ihre Flügel sich bald entfalten. Sie ernährt sich sogar größtenteils von Sonnenblumenkernen und überlegt, auch mal Regenwürmer zu probieren. Sie verbringt viel Zeit mit diesen Träumereien und schreibt alles in ein Tagebuch, das sie sicherheitshalber immer bei sich trägt. Auch Eleanor ist ein ganz toller Charakter. Mit ihrer einfühlsamen, geduldigen und unaufdringlichen Art, gelingt es ihr ganz langsam Dezembers Vertrauen zu gewinnen. Sie akzeptiert Dezember so, wie sie ist. Dann ist da noch Cheryllynn, die mit Dezember zur Schule geht und sich schnell mit ihr anfreundet. Obwohl sie auch ihre eigenen Probleme hat, verliert sie ihre Fröhlichkeit nicht und ist Dezember eine gute Freundin. Nur häppchenweise und auch nicht im Detail erfährt der Leser mehr aus Dezembers Vergangenheit und woher sie ihre Narbe hat. Das hat mir besonders gut gefallen, weil es sich um ein Kinderbuch handelt. Es ist sehr schön zu lesen, wie Dezember sich nach und nach immer mehr öffnet und weiterentwickelt. Man bekommt sehr sehr viele Informationen über Vögel, was mir persönlich ein klein wenig zu viel war. Das ist allerdings mein einziger kleiner Kritikpunkt an diesem wundervollen Kinderroman. Fazit: „Bird Girl“ ist ein warmherziges, tiefgründiges und sehr bewegendes Buch mit ganz besonderen Charakteren. Ich bin sicher, dass es nicht nur Kinder ansprechen wird, sondern auch ganz viele Erwachsene.

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Inhalt: Dezember wird von einer Pflegefamilie in die nächste geschickt und wartet nur darauf, dass aus den Narben auf ihrem Rücken Flügel durchbrechen. Dann kann sie endlich wegfliegen und ihr zu Hause finden. Als sie zu Eleanor kommt, plant sie nicht lange zu bleiben, doch Eleanor ist anders. Sie arbeitet in einer Vogelstation und übergibt Dezember die Verantwortung den Bussard Henrietta wieder zum Fliegen zu bringen. Zum ersten Mal fasst auch Dezember wieder Hoffnung, vielleicht findet sie ja doch noch ein liebevolles zu Hause. Meine Meinung: Kennt ihr diese Bücher, bei denen man anfangs ganz viele offene Fragen hat? Bird Girl ist so ein Buch: Ich habe anfangs Dezembers Verhalten nicht vollauf verstanden, denn Dezember glaubt fest, dass sie ein Vogel ist und bald Fliegen lernt. Dafür springt sie von Bäumen, isst Vogelfutter und weiß alles über die Tiere. Doch mit immer mehr Eindrücken und Einblicken in die Gefühlswelt und die Vergangenheit wird alles immer klarer. Dezember, aus deren Sicht das Buch erzählt ist ein missverstandenes und tief verletztes Mädchen, welches mit der Zeit und die Nähe zu Eleanor wieder Vertrauen lernt. Den Prozess den man begleitet von ich vertraue niemanden zu ich lass Nähe zu, werde akzeptiert und verstanden ist sehr ergreifend. Dezember habe ich ins Herz geschlossen, sie wirkt authentisch, ist so stark und lernt, dass man auch schwach und zerbrechlich sein darf. Das Bild von ich möchte wegfliegen, lass niemanden an mich heran und bin anders ist sehr prägnant und das sie dann Hoffnung und Vertrauen schöpft, wieder Lebensfreude empfindet hat mich zu Tränen gerührt. Die Pflegemutter Eleanor hat eine Verbindung zu Dezember und man merkt in jeder Handlung wie wichtig sie ihr ist. Sie kümmert sich liebevoll um sie, drängt sie nicht und nimmt sie ernst. Und auch wenn Dezember anfangs alles hinterfragt, gehören die beiden zusammen. Der Bezug zu den Vögeln ist sehr poetisch, bildgewaltig und ich habe einiges neues gelernt. Es wird nicht nur Dezembers Vergangenheit und ihre Beziehung zu Eleanor oder zu Vögeln thematisiert, sondern auch was Freundschaft bedeutet, Mobbing in der Schule, Transgender und Akzeptanz. Bird Girl ist eine tiefgehende, traurige, aber auch hoffnungsvolle und wunderschöne Geschichte über Dezember die ihr eigenes, warmes und schützendes zuhause und ihr Glück findet.

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Bei „Bird Girl – Wie mein Glück fliegen lernte“ wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch lesen muss. Von dem hübschen Cover habe ich auf den ersten Blick wie magisch angezogen gefühlt und der Klappentext klang nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Von Sandy Stark-McGinnis hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Bird Girl“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden. Die 11-jährige Dezember liebt Vögel. Sie weiß einfach alles über sie und ist überzeugt davon, dass sie bald selbst zu einem Vogel wird. Sehnsüchtig wartet sie auf den Tag, an dem ihre Flügel aus ihrer Narbe zwischen ihren Schulterblättern hervorkommen und sich ausbreiten werden. Bis dahin muss sie ihre Narbe auf ihrem Rücken aber geheim halten. Und ihre Biografie „Bird Girl“, die sie immer bei sich trägt, darf niemand außer ihr lesen. Gar nicht so leicht das Ganze, wenn man ständig von einer Pflegefamilie in die nächste wandert. Dezember wurde vor einigen Jahren von ihrer Mutter verlassen und ist seitdem schon so oft ungezogen, dass sie schon längst damit aufgehört hat mitzuzählen. Ein richtiges Zuhause, Menschen, bei denen sie sich sicher und geborgen fühlen kann, Freunde – all das hat Dezember schon lange nicht mehr. Aber dann kommt sie zu Eleanor. Eleanor, die in einer Wildtier-Auffangstation arbeitet und die so ganz anders ist als ihre bisherigen Pflegeeltern. Eleanor teilt ihre Liebe für Vögel und scheint die Eigenarten ihres neuen Pflegekindes zu akzeptieren. Sie ist freundlich und verständnisvoll und übergibt Dezember sogar die Verantwortung für einen verletzten Rotschwanzbussard namens Henrietta. Dezember bleibt trotz allem zunächst misstrauisch. Mit der Zeit schöpft sie aber doch Hoffnung und gewinnt zunehmend Vertrauen. Hat sie vielleicht doch endlich einen Ort gefunden, an den sie gehört und den sie nicht mehr verlassen muss? Als ich mir damals das erste Mal den Klappentext durchlas, war ich mir vollkommen sicher, dass zwischen den Buchdeckeln von „Bird Girl“ eine sehr bewegende und tiefsinnige Geschichte über eine außergewöhnliche Protagonistin schlummert. Da ich solche Erzählungen unglaublich gerne lese, habe fest damit gerechnet, dass mir Sandy Stark-McGinnis mit ihrem Kinderbuchdebüt großartige Lesestunden bereiten wird. Und wisst ihr was? Ich habe mit beiden Vermutungen goldrichtig gelegen! Die US-amerikanische Autorin Sandy Stark-McGinnis hat mit „Bird Girl“ einen ganz besonderen Kinderroman ab 10 Jahren geschrieben, der voller Tiefe, Herz und Poesie steckt, wunderschön geschrieben ist und auf eine überaus feinfühlige Weise wichtige und teils sehr ernste Themen behandelt wie das Verlassen werden und Enttäuschung, das Zurückgewinnen von Vertrauen, Selbstakzeptanz, Mobbing, Transgender und Freundschaft. Erzählt wird alles aus der Sicht der 11-jährigen Dezember in der Ich-Perspektive. Mit ihr hat die Autorin zweifellos eine sehr ungewöhnliche, aber auch ganz zauberhafte Romanheldin erschaffen. Dezember ist einzigartig, nachdenklich, sympathisch und klug – in mein Herz hat sie sich sofort geschlichen. Ich fand Dezember einfach nur wundervoll, allerdings muss ich gestehen, dass ich ihre Art zunächst recht wunderlich fand. Dezember ist der festen Überzeugung, dass sie in Wahrheit ein Vogel ist und wartet nur auf den Tag, an dem ihre Flügel endlich aus ihrer Narbe zwischen ihren Schulterblättern hervorkommen werden. Um ihrer Verwandlung ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, klettert Dezember immerzu auf hohe Bäume und springt von ihnen herunter – sie ist schließlich ein Vogel, sie wird nicht fallen, sondern fliegen. Zudem ernährt sie sich fast nur noch von Samen und Körnern. Ich habe Dezembers ständige Vergleiche mit sich und einem Vogel anfangs als etwas sonderbar empfunden, zugleich fand ich sie aber auch ungemein faszinierend. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir nach und nach ein wenig mehr über Dezembers Vergangenheit und es ergibt sich ein immer klareres Bild, sodass man zunehmend besser versteht, warum Dezember so ist. Es muss allerdings dazu gesagt sein, dass ihre Vorgeschichte trotz allem etwas uneindeutig bleibt. Über ihre Mutter beispielsweise, erfahren wir so gut wie gar nichts. Da ich persönlich aber finde, dass diese Unklarheiten absolut passend für die Handlung sind, hat mich dieser Aspekt nicht gestört. Ich finde das Buch in all seiner Einzigartigkeit einfach nur bezaubernd. Mich hat die Geschichte zutiefst bewegt und öfters sehr mitleiden lassen. Zu sehen mit wie viel Ablehnung und Misstrauen Dezember auf andere Menschen reagiert, hat mich richtig traurig gemacht. Unsere Protagonistin wird sich aber bewundernswert weiterentwickeln, sie wird lernen wieder Vertrauen zu anderen zu fassen und sich selbst zu akzeptieren. Sehr dabei helfen werden ihr ihre neue Pflegemutter Eleanor sowie Cheryllynn, ihre neue Klassenkameradin, die ebenfalls eine ganz besondere und starke Figur ist. Neben Dezember haben mir auch die Nebenfiguren total gut gefallen. Eleanor fand ich einfach nur klasse, sie ist so eine herzensgute, geduldige und tolle Frau – ich habe sie wahnsinnig liebgewonnen. Cheryllynn, mit ihrer aufgeweckten und fröhlichen Art, hat mein Herz ebenfalls im Sturm erobert. Sie wird sehr schnell Zugang zu Dezember finden und mit der Zeit entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden Mädchen. Über Cheryllynn würde ich euch liebend gerne noch mehr berichten, allerdings habe ich etwas Sorge, dass ich dann zu viel von der Handlung verraten würde. Nur so viel noch: Auch Cheryllynn hat ihr Päckchen zu tragen und weiß aufgrund ihrer eigenen Probleme nur zu gut wie wichtig Zugehörigkeit, Selbstakzeptanz und Aufgeschlossenheit ist. Meiner Ansicht nach wurden sämtliche Charaktere hervorragend ausgearbeitet. Sie sind echt und authentisch und machen das Lesevergnügen mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Besonderheiten absolut perfekt. Fazit: Zart, poetisch, ergreifend. Ein außergewöhnliches Buch über ein ganz besonderes Mädchen, das über sich selbst hinauswachsen wird. „Bird Girl“ war mein erstes Werk aus der Feder von Sandy Stark-McGinnis und es wird ganz bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Mir hat das Buch ein unvergessliches Leseerlebnis beschert. Die Erzählung ist traurig und herzzerreißend, zugleich aber auch wunderschön und hoffnungsvoll. Sie steckt voller Tiefgang, Vielfalt und Warmherzigkeit und vermittelt neben bedeutungsvollen Botschaften auch sehr viel interessantes Wissen über Vögel. Ich habe die vogelliebende Dezember nur zu gerne auf ihrem Weg begleitet. Mich hat ihre Geschichte tief berührt und nachdenklich gestimmt und einfach nicht mehr losgelassen. Egal ob Jung oder Alt – ich kann „Bird Girl – Wie mein Glück fliegen lernte“ jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Das Mädchen Dezember hat eine Narbe am Rücken, aus der - wenn die Zeit reif ist - ihre Flügel hervorkommen werden. Dezember weiß fast alles über Vögel und kennt den 1. Teil des Vollständigen Handbuchs der Vogelkunde auswendig. Bis ihre Verwandlung vollständig ist ernährt sie sich hauptsächlich von Körnern und springt von den höchsten Ästen, um schon mal das Fliegen zu üben. Ihre Pflegefamilien finden keinen Zugang zu ihr und sie hat schon lange aufgehört sich nach einem Zuhause zu sehnen ... deshalb baut sie sich in jeder Familie nur ihr kleines Nest aus den Lieblingssachen und versucht ihrer wahren Bestimmung, nämlich ein Vogel zu sein, immer wieder auf die Sprünge zu helfen. Ihre ganz persönliche Geschichte aus ihrer kindlichen Sicht heraus hält sie in ihrem Tagebuch BIRD GIRL fest, welches als ein berührender Mix aus Verarbeitung und Traum erscheint. Ihre aktuelle Pflegemutter Eleanor weiß auch viel über Vögel und betreibt eine kleine Tierrettungsstation. Besonders an ihr ist ihre Zurückhaltung, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Geduld. Ganz langsam beginnt Dezember ein Kind zu sein ... BIRD GIRL ist zart, aufwühlend, poetisch und vor allen Dingen eine ungewöhnliche Geschichte über ein Kind, dass verlassen wurde und erst wieder lernen muß, den Erwachsenen zu vertrauen. Dabei hilft ihr auch ihre Freundin Cheryllynn, die ein tolles, ganz unaufgeregtes Beispiel für ein starkes Transmädchen in einem Kinderbuch ist. Ich mag dieses ungewöhnliche Mädchen, das schon viel erlebt hat - aber nur in kleinen Andeutungen, ihre Liebe zu Vögeln und zum Fliegen und diese unglaubliche eindringliche Verbindung, die hier geschaffen wurde.

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Meinung Als ich die ersten Zeilen gelesen habe war mir klar, dass das Buch in eine andere Richtung gehen würde, als ich erwartet habe. Es beginnt mit Fragen, Träumen und einer Protagonistin, welche genau zu wissen scheint, wer bzw. was sie ist. Dezember möchte fliegen, an keinen Ort lange verweilen, keine Bindungen aufbauen, da sie schon oft enttäuscht wurde und vor allem frei sein. Sie möchte, dass ihre Flügel sie weit weg von den Orten tragen, an denen sie das Gefühl der Enttäuschung in ihren Herzen gefunden hat. Doch wie so oft hat das Leben so manche Überraschung parat und auch sie lernt bzw. muss lernen, dass nicht jeder Einzelne nur Böses für sie im Sinn hat. Sie muss lernen Vertrauen aufzubauen, lernen über sich und ihre Grenzen hinaus zu wachsen und vor allem lernen ihre Hand nicht immer ablehnend in eine Richtung zu strecken. Im Verlauf vergleicht sie ihr Dasein oft mit dem eines Vogels und ich muss gestehen, dass ich zunächst über ihre Art sehr verwundert war, doch je mehr über die Vergangenheit durchsickert und je näher man dem Kern der Thematik kommt, desto klarer und deutlich werden diese Aussagen. Für November beginnt in diesem Buch ein neuer Lebensabschnitt, ein Abschnitt voller Angst, aber eben auch gleichzeitiger Hoffnung. Man trifft als Leser auf Charaktere unterschiedlicher Art und auch wenn manche im ersten Moment blass wirken, wird schnell deutlich welche Rolle diese spielen und warum diese Personen zunächst oberflächlich wirken. Die Autorin entführt den Leser in die Welt von November - man nimmt alles über ihre Augen und Emotionen wahr , sodass nicht alles auf den ersten Blick eine Botschaft zu haben scheint, doch wenn man näher hinsieht oder einen zweiten Blick riskiert wird das ein oder andere facettenreicher und tiefer. Fazit Bird Girl ist ein besonderes Buch, welches mich auch als Erwachsene zum Nachdenken brachte. Zudem lernt man nebenbei so manches über Vögel und kann diesbezüglich seinen Horizont erweiteren, aber vielmehr geht es darum, dass Freiheit nicht immer das Gleiche bedeuten muss - manchmal ist man auch frei, wenn man jemanden an seiner Seite hat. 5 von 5 Sternen

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