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Rezensionen zu
Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Schon mit "Das kalte Reich des Silbers" konnte mich Naomi Novik 2019 in ihren Bann ziehen. Keine Frage, dass ich auch ihrem erfolgreichsten Roman "Das dunkle Herz des Waldes" eine Chance geben musste. Und WOWOWOWOW, mit so einer hochspannenden, gut durchdachten, atmosphärischen Geschichte hätte ich trotz allem nicht gerechnet. Zwar ist dieses High Fantasy Abenteuer keineswegs perfekt, der Geschichte wohnt jedoch eine berührende Andersartigkeit inne, die sie von anderen Fantasy-Romanen abhebt. Und sind wir doch mal ehrlich: die wirklich genialen Highlights sind doch nicht die, bei denen uns kein einziger Kritikpunkt einfällt, sondern die, bei denen wir haufenweise Dinge anders gemacht hätten, die aber trotzdem so perfekt sind, dass man sie einfach von ganzem Herzen lieben muss. Schon die wunderschöne Gestaltung hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Zusehen sind mehrere geheimnisvoll schimmernde Bäume, um deren Kronen Vögel aufflattern vor einem cremeweißen Himmel, der sich nach oben hin zu einem düsteren grün verdunkelt, als würde eine Wolke aus Elend über dem Wald schweben. Zu den Füßen der Bäume steht eine Frau in weitem wallenden Gewand, die wir zum Glück nur von hinten sehen. Da die düster-magische Gestaltung die Atmosphäre gut einfängt und auch alle wichtigen Hauptmotive zusehen sind, bin ich sehr zufrieden mit der Umsetzung, auch wenn für mich das englische Originalcover etwas die Nase vorn hat. Auch mit dem Titel, "Das dunkle Herz des Waldes" hat der deutsche Verlag eine gute Wahl getroffen, gegen die erste Wahl der Autorin, "Uprooted", kommt aber auch der deutsche Titel nicht heran. Unter dem Umschlag erwartet uns ein schlichtes Grün und die Kapitelanfänge sind jeweils mit Dornenranken verziert. Erster Satz: "Es stimmt nicht, dass der Drache die Mädchen, die er sich holt, verspeist." Schon mit dem ersten Satz spielt die Autorin mit den Erwartungen ihrer Leser, wohl wissend, dass keiner von uns weiß, worauf er oder sie sich beim Lesen dieser Geschichte eingelassen hat. Merkt Euch folgendes: Egal was Ihr Euch beim Lesen des Klapptexts ausgemalt habt - "Das dunkle Herz des Waldes" geht einen anderen Weg. Und das ist der erste Grund, weshalb dieser Roman in meine absoluten Top-10-Fanatsy-Bücher gerutscht ist: das sehr unvorhersehbare, dynamische Handlungskonzept. Auch wenn hier Grundstrukturen von vielen Fantasy-Romanen wiederzufinden sind (typische Grundstrukturen wie "Auserwählte erfährt von ihrer Besonderheit, wird ausgebildet und zieht in Kampf gegen das Böse" findet man nun wirklich in jedem Fantasy-Abenteuer), kann man der Geschichte definitiv kein stereotypes Schema überstülpen. Wie ein Fluss verändert die Handlung immer wieder ihre Richtung, wenn man gerade gedacht hat, man wüsste, worauf sie hinauslaufen wird. Naomi Novik führt auf falsche Fährten, lässt ihren Lesern wenig Unterstützung durch die Erzählerin zukommen und lässt sie ihren eigenen Weg durch die Geschichte kämpfen. Sie erzählt eine Geschichte voller Widersprüche - nicht unbedingt inhaltlich, sondern mehr atmosphärisch -, und das ist es, was die Geschichte so interessant macht. Um das genauer zu erklären, will ich einmal grob den Verlauf der Geschichte skizzieren. Wenn Ihr Euch auf keinen Fall spoilern wollt, überspringt einfach den nächsten Abschnitt. "Alles an ihm sprach eine deutliche Sprache: Ich bin keiner von euch und ich will es auch nicht sein." Zunächst setzt Naomi Novik einen starken Fokus auf das Tal, in dem unsere Protagonistin Agnieszka aufgewachsen ist und erzählt vom einfachen Leben der Menschen im Schatten des dunklen Waldes, beschützt von einem mächtigen Zauberer, der nur "der Drache" genannt wird und alle 10 Jahre ein Mädchen für seine Dienste fordert. Als der Drache entgegen allen Erwartungen ausgerechnet die tollpatschige, unscheinbare Agnieszka auswählt und zu sich in seinen Turm holt, erwartet man als in diesem Genre geübter Leser die Entfaltung eines "Beauty-and-the-Beast"-Trope. Die erste Überraschung ist jedoch, dass Naomi Novik sich hier eine Menge Zeit lässt, ein langsames Kennenlernen beschreibt, das von unbeholfener Zurückhaltung, zwischenmenschlicher Spannung und einem holprigen Entdecken der Magie geprägt ist, nur um die Geschichte dann von einer Seite zur nächsten zu einem spannungsgeladenen, teilweise brutalen Abenteuer zu wandeln, mit dessen Intensität man nicht gerechnet hätte. Doch dann, gerade als man sich dann nach der hochspannenden ersten Konfrontation mit dem dunklen Wald auf weitere Abenteuer freut, schaltet die Autorin wieder einen Gang zurück und lässt ihre Protagonistin an den Königshof in der Hauptstadt reisen, um sich den Intrigen der Zauberer und Höflinge zu stellen. In diesem Teil kommt der Drache dann auch überhaupt nicht vor. Dann erfolgt ein weiterer schneller Richtungswechsel mit einem sehr militärisch, blutigen Schlacht-Part, bevor die Geschichte erneut eine ganz andere Saite anklingen lässt und in einem verträumten, sanftmütigen und absolut perfekten Ende gipfelt, der Hintergründe des dunklen Waldes miteinbaut und diese facettenreiche, unvorhersehbare Geschichte wunderbar abrundet, mit dem ich aber niemals gerechnet hätte. "Sie hatte es nicht geschafft, Wurzeln zu schlagen. Sie hatte sich an die falschen Dinge erinnert und zu viel vergessen. Sie erinnerte sich daran, wie man tötete und wie man hasste, aber sie hatte vergessen, wie man wuchs. Alles, was sie am Ende hatte tun können, war, sich neben ihre Schwester zu legen: nicht wirklich träumend, nicht wirklich tot." Zum dynamischen Handlungskonzept gesellt sich Naomi Noviks einzigartiger (das schreibe ich nicht oft, da sich die Schreibstile im Jugendbuchbereich häufig stark ähneln, aber die Erzählweise der Autorin hat wirklich einen sehr hohen Wiedererkennungswert) Schreibstil. Angereichert mit sehr viele Tiefe, vielen Details und zwischen den Zeilen transportiertem kommt die Geschichte stellenweise eher schwerfällig daher. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Roman langweilig wäre, oder es keine Actionszenen gäbe. Das Erzähltempo wandelt sich genau wie die Handlung oft von Seite zu Seite, sodass man sich beim Lesen fühlt, als würde die Autorin einmal kurz das Gaspedal antippen, um einen langsamen Mitfahrer zu überholen, nur um danach wieder gemütlich über die Landstraße zu schleichen. Auch in den gemächlicheren Passagen ist der Spannungsbogen dabei so sorgfältig ausgearbeitet, dass es keine Durststrecken gibt. Ich kann dennoch nachvollziehen, wenn Leser mit diesem Wechsel ihre Probleme hatten und nicht genau wussten, was sie mit der Geschichte anfangen sollen. Mir persönlich hat aber genau das sehr imponiert. "Das dunkle Herz des Waldes" ist wie einer der aufwendigen Zaubersprüche des Drachens: Sie benötigt eine Weile, um hinter den Worten den Sinn zu erkennen und die Magie entfaltet sich erst, wenn man sich geduldig darauf einlässt. Und so habe ich mich in diese Geschichte verliebt. Erst sehr zurückhaltend und langsam, mit jeder Seite ein kleines bisschen mehr und dann so plötzlich, unaufhaltsam und heftig, dass sie definitiv zu einem Jahreshighlight geworden ist! "Ich danke dir - Sarkan." Sein Name schmeckte nach Feuer und Flügeln, nach sich kräuselndem Rauch, nach Raffiniertheit und Stärke und dem schabenden Rauschen von Drachenschuppen." Ebenfalls oft kritisiert wird die eher distanzierte Atmosphäre der Geschichte. Die Erzählweise ist nicht unbedingt gefühlskalt und emotionslos - die Gefühle der Figuren stehen nur einfach nicht im Vordergrund und wir bekommen sie oft nicht brühwarm vorgesetzt, sondern müssen sie selbst aus Gesagtem, Gedachtem oder Getanem herausziehen. Für die Hauptfiguren bedeutet das, dass wir eine Weile benötigen, um richtig mit ihnen warm zu werden. Agnieszka und der Drache sind keine Figuren, die einen sofort anspringen, denen man nach wenigen Seiten verfällt und die leicht zugänglich wären. Sie sind beide verschlossen, seltsam und nicht gerade leicht, doch das macht sie in Kombination einfach noch viel genialer. Wieder einmal steht eine wahnsinnig starke Frauenfigur im Vordergrund, die ihre Stärke jedoch erst mühsam finden, oder genauer gesagt, sie sich erarbeiten muss. Sie ist nicht mutig, macht sich alle zwei Minuten dreckig und hat eigentlich keine nennenswerte Begabung. Sie ist keine harte Kriegerin, keine sagenumwobene Schönheit, ihr fliegt nicht alles zu. Aber: ihr gelingt es, ihren eigenen Weg zu gehen und sich auch mal über Erwartungen und Vorschriften hinwegzusetzen und das macht sie zu einer viel solideren Hauptfigur als die vielen anderen perfekten Auserwählten mit viel Aufopferungswillen und Mut für eine ganze Armee. "Es gab auch in diesem Wald ein Lied, aber es war ein grausames Lied, das von Wahnsinn und vom Zerreißen und von Zorn erzählte." Für die Liebesgeschichte bedeutet der eher distanzierte Schreibstil, dass sie sehr stark im Hintergrund abläuft und nur zu wenigen ausgewählten Zeitpunkten zu Tage tritt. Doch diese Geschichte hat keine brennende Leidenschaft und knisternde Romantik nötig, um Leserherzen zu gewinnen. Dieser Roman lebt vielmehr vom krassen Wechselspiel zwischen kühler, berechnender Logik und mythischer, düsterer Fantasy und verblüfft immer wieder mit Wendungen, Intrigen und Gedankenspielen, die weitaus komplexer sind, als man das von Fantasy-Romanen erwarten würde. Wer braucht schon eine schnelllebige, temporeiche Geschichte mit überbordenden Emotionen, wenn man unterschwellige Konflikte, Tiefe und eine düstere Märchenatmosphäre mit undurchsichtigen Zauberern, bösartige Kreaturen, giftigen Pollen, tückischen Pflanzen und vergifteten Herzen haben kann....? Angelehnt sind die Märchen-Elemente in "Das dunkle Herz des Waldes" genau wie schon bei "Das kalte Reich des Silbers" an polnische Sagen, welche sie geschickt in ein mittelalterliches Fantasy-Setting eingebunden hat. Auch das Worldbuilding spielt in einer Top-Liga. Anstatt über altbekannte Wesen wie Vampire, Werwölfe, Fae, Elfen, Zwerge oder Hexen zu schreiben lässt sie ein mittelalterliches Volk, beschützt von einer Delegation aus Magiern auf einen sehr ungewöhnlichen Feind treffen: einen magischen, verderbten Wald. Zwischen Problemen und Grausamkeiten von dieser Welt mischen sich scheinbar mühelos magische Phänomene und Naomi Novik schafft es mit manchmal etwas sperrigen aber immer magischen Worten, eine spannende neue Welt zum Leben zu erwecken. Fazit: "Das dunkle Herz des Waldes" ist wie einer der aufwendigen Zaubersprüche des Drachens: Sie benötigt eine Weile, um hinter den Worten den Sinn zu erkennen und die Magie entfaltet sich erst, wenn man sich geduldig darauf einlässt. Doch wenn dann die komplexe Handlungsdynamik, der einzigartige Schreibstil und die langsame Figurenentwicklung ihr Übriges tun, ist es ein tiefgründiges, bewegendes, dunkles Erlebnis, das man nicht mehr so schnell vergisst.

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Der Dunkle Wald nimmt sich was er will, wann er will, breitet sich unaufhörlich weiter aus und bedroht die Dörfer am Rande des Waldes. Agnieszka lebt in so einem Dorf. Der einzige Grund warum der Dunkle Wald das Dorf noch nicht verschlungen hat, ist ein mächtiger Zauberer, der Drache genannt. Er nimmt sich alle zehn Jahre ein Mädchen, das ihm als Gehilfin dienen soll. Zu aller Überraschung holt er Agnieszka zu sich. Sie bereitet sich auf ein Jahrzehnt in den Diensten des Drachen vor und dass sie nie den Turm, in dem er haust, verlassen wird. Doch es soll alles ganz anders kommen. Auch wenn ich manche Taten und Entscheidungen der Charaktere nicht nachvollziehen konnte, hat die kreative Geschichte mich doch überzeugt.

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Inhalt Am Rande der Dörfer im Tal liegt der böse dunkle Wald, der nur von der Magie des Drachen aufgehalten werden kann. Alle zehn Jahre holt sich der Drache ein Mädchen aus den umliegenden Dörfern. Alle wissen, dass er sich dieses Jahr Kasia holen wird. Doch zur Überraschung aller nimmt er ihre Freundin Agnieszka mit. Eigene Meinung Naomi Novik entführt einen sofort in eine fantastische Welt voller Hexen, Zauberer und Fabelwesen. "Das dunkle Herz des Waldes" ist eine Mischung aus Märchen, Fantasy und Sagen der Baba Jaga. Es hat mir von Anfang bis Ende unglaublich gut gefallen, den einen Stern ziehe ich ab, weil mir für die volle Punktzahl noch ein bisschen was gefehlt hat. Das kann allerdings auch an mir liegen, da ich das Buch öfters unterbrechen musste, weil ich nicht so viel Zeit zum Lesen hatte. Agnieszka ist eine tolle Protagonistin. Sie wächst im Laufe des Buches über sich hinaus und selbst den griesgrämige Drachen schließt man ins Herz. Der Spannungsbogen flacht nie ab und bereitet mehrere Stunden Lesevergnügen. Am Ende ging es mir aber doch ein bisschen zu schnell. Das Finale hätte gut und gerne noch 100 Seiten länger dauern können. Vor allem der "Epilog", nicht als solcher betitelt, in dem die zukünftigen Ereignisse in kurzen Abschnitten zusammen gefasst wurden. Ich wäre gerne noch ein bisschen länger in Angieszkas Welt geblieben. Fazit Volle Leseempfehlung für diese tolle Fantasy-Geschichte. So viel Magie in nur einem Band.

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Das Herz des Waldes von Naomi Novik ist ein Jugend-Fantasy-Roman der den Leser in eine Welt voller Zauberer und düstere Mächte entführt. Ein dunkler Wald ist hier der Inbegriff des Bösen und das Böse fordert seine Opfer. Jeder, der dem Wald zu nah kommt, wird von einer unheilbaren Krankheit befallen, die sich ausbreitet. Nur einer kann die Macht des Waldes kontrollieren, ein Zauberer, doch sein Preis dafür ist das Leben eines Mädchens… Dieser Fantasy-Roman hat mich die erste Hälfte absolut gefesselt, dann hat meine Begeisterung jedoch stetig nachgelassen. Inhalt Agnieska lebt in einem beschaulichen Dorf am Rande eines düsteren Waldes. Der Wald ist ein Hort böser Mächte und Kreaturen und jedermann fürchtet die Schatten zwischen seinen Bäumen. Allein der Zauberer, auch „Drache“ genannt, kann die Macht des Waldes kontrollieren. Doch er fordert einen hohen Preis dafür: Alle 10 Jahre holt er sich ein Mädchen aus dem Dorf und sperrt es in seinen Turm – ein Schicksal, das Agnieska nicht für sich akzeptieren kann. Meine Meinung Das dunkle Herz des Waldes ist ein Jugend-Fantasy-Buch, das mich aufgrund seines unglaublich vielversprechenden Klappentextes in seinen Bann gezogen hat. Ein Zauberer, der sich alle 10 Jahre ein Mädchen holt und niemand weiß genau, was in den darauffolgenden Jahren mit ihnen geschieht… Spannend, oder doch nicht? Der Auftakt des Buches hat mich auf jeden Fall überzeugen können. Zu aufregend fand ich, was es mit der Entführung der Mädchen auf sich hat und wer der geheimnisvolle Zauberer ist, der sich „Drache“ nennt und die Macht des angrenzenden Waldes kontrollieren kann. Doch leider hat die Spannung nur bis ungefähr zur Hälfte des Romans angehalten. Schade, denn die Geschichte hatte durchaus Potenzial! Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht der jugendlichen Agnieska, die in einem Dorf am Rande des Waldes aufwächst und mit der ständigen Angst lebt, ihre beste Freundin an den Drachen zu verlieren. Denn üblicherweise werden die schönsten und klügsten Mädchen auserwählt, um 10 Jahre lang beim Drachen im Turm zu leben. Agnieska ist nichts von dem, weder hübsch noch besonders tapfer oder gewissenhaft. Sie ist tollpatschig, nimmt ihr Äußeres nicht allzu ernst und liebt es mit ihrer besten Freundin Kasia im Wald zu sein – den Ort, den andere fürchten. Agnieska überzeugt als Heldin der Geschichte bis zu dem Punkt, an dem sie ihre wahre Natur, die Zauberei, in sich entdeckt. Ab dem Moment konnte ich nicht mehr viel mit ihr anfangen, denn sie nimmt auf einmal alles, was sie verwirren müsste und was für sie neu sein sollte, als gegeben hin, was sie nicht wirklich authentisch gemacht hat. Ich versuche mal zusammenzufassen, was mich an der Geschichte gestört hat [Achtung Spoiler!]. Nicht nur, dass mir Agnieskas Verhalten irgendwann suspekt war, auch ihre Beziehung zum Drachen bleibt undurchsichtig und nicht wirklich einleuchtend. So stößt der Drache sie in jeder Situation von sich, macht sich über sie lustig und ist gehässig, trotzdem fallen beide plötzlich in einer Szene übereinander her, was dann für den Rest des Buches nicht mehr angesprochen wird. Dann wird die Handlung irgendwann nur noch von Kampfhandlungen dominiert, es gibt keine Atempause mehr, keine wirkliche Story, der man folgt. Irgendwann habe ich aufgehört verstehen zu wollen, wer auf wessen Seite steht, wer von dem Bösen befallen ist und gerade aus freien Stücken kämpft und wer nicht. Abgesehen davon fand ich zunächst die Idee von einem bösartigen Wald gut, der ein Eigenleben entwickelt hat und es schafft, die Welt Stück für Stück mit seiner Macht zu überziehen. Aber wie nachher das ganze Geheimnis um den Wald aufgelöst wurde, hat mich dann absolut nicht mehr überzeugen können. An sich hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen. Naomi Novik beschreibt Schauplätze sehr bildreich und detailliert und entwirft wunderbar abwechslungsreiche Settings. Ich hatte aber den Eindruck, dass sie irgendwann zu viel wollte, zu viel Fantasie hatte und zu viele Szenen in die Geschichte quetschen wollte, die dadurch einfach überladen war. Schade, denn so muss ich zugeben, habe ich die letzten 100 Seiten nur noch mit dem Blick auf die Seitenzahl gelesen. Fazit & Bewertung Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik ist ein Jugend-Fantasy-Roman, der leider nicht das hält, was er verspricht. Eine Hälfte des Romans ist spannend, abwechslungsreich, voller düsterer Begebenheiten und interessanter Charaktere, aber der andere Teil der Geschichte kann das leider nicht aufrecht erhalten. Keine Leseempfehlung daher von mir, obwohl die Geschichte durchaus Potenzial hatte. https://pantaubooks.wordpress.com/

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Ich liebe liebe liebe diesen Schreibstil. Naomi Novik schreibt so malerisch und fantastisch und einfach wundervoll. Sie baut ihre Storys sehr langsam auf, aber sie werden dadurch nur umso großartiger. Es entwickelt sich alles langsam, aber so hat man wirklich viel davon. Ich konnte alles immer sofort vor mir sehen. Ihr Ton ist einfach so wunderschön. Und die Story war einfach klasse. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich konnte sie gut verstehen. Den Drachen im speziellen fand ich unglaublich toll. Er war einfach zum dahin schmelzen. Der Punkt, wo sie nicht mehr bei ihm war, war deswegen für mich etwas blöd, aber die Story musste ja weiter gehen. Als sie wieder zusammen waren, war es dafür umso toller. Es war alles richtig gut durchdacht und hat Sinn ergeben. Die Welt, die sie aufgebaut hat, hat mir auch super gut gefallen. Alles in allem war dieses Buch wieder unglaublich toll. Mir hat ja "Das kalte Reich des Silbers" so toll gefallen. Dieses Buch steht ganz dicht dahinter. Ihre Charaktere, das Setting und ihr Erzählstil machen ihre Bücher so unglaublich toll. Sie ist damit zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Ich freue mich schon so sehr auf ihr nächstes Buch.

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Naomi Novik - Das dunkle Herz des Waldes Zu erst einmal muss ich sagen, dass das Cover ein absoluter Hingucker ist. Es passt so gut zur Story und lädt direkt zum eintauchen in eine andere Welt ein. Der Schreibstil von Naomi Novik ist sehr detailreich. Alles wird ganz genau beschrieben und lässt kaum freiraum für die eigene Fantasie. Dadurch habe ich für das Buch länger gebraucht als sonst. Die Story ist in der Ich-Perspektive geschrieben, welche mir persönlich eigentlich immer gefällt. Man ist gut reingekommen und die Spannung war für mich durchweg da. Es passierten immer wieder Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Die Protagonisten haben mir auch gefallen. Die Männliche noch einen Tucken mehr als die Weibliche. Was mir außerdem sehr gefallen hat, ist das die Story nicht so 0-8-15 schnulzig war. Wer auf detailreiche Fantasy steht, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Wer ein bisschen Fantasy für zwischendurch sucht, sollte lieber zu einem anderem Buch greifen. Mir hat es sehr gut gefallen 4 von 5 Sternen!

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Was für eine wahnsinns Geschichte!!! Nicht nur die Welt, die die Autorin hier aufgebaut hat, auch die Geschichte um Nischka ist der Hammer! Dazu kommt die ganz dezente Liebegeschichte die versteckt ist. Wie immer könnte ich mir eine Fortsetzung wünschen, wie es mit den Protas weitergeht *lach* Ich kann es nur jedem wärmstens empfehlen!

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Die ganze Rezension gibt es in Anna Salvatore's Bücherreich -> https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.com/2019/05/rezension-das-dunkle-herz-des-waldes.html MEINUNG Nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf die Umsetzung, da ich noch nicht zu 100% wusste, was mich erwartete. Und was soll ich sagen - es traf genau meinen Geschmack. Der Schreibstil ebenso. Aus der Perspektive von Agnieszka erleben wir diesen High Fantasy-Roman. Mit schönen Beschreibungen ohne langatmig zu werden bekommt man eine sehr gute Vorstellung davon, wie das Tal aufgebaut ist (sogar ohne Karte). Die Welt an sich ist dabei bis auf etwas Magie nicht großartig kompliziert. Die Charaktere waren schon eher ein kleiner Knackpunkt. Agnieszka war kein Problem, ich mochte sie sehr. Auch die anderen Nebenfiguren, wie ihre beste Freundin, die Leute aus dem Dorf oder die anderen Magier gefielen mir. Nur wirklich anstrengend war der Drache. Zu Beginn war er mir sehr unangenehm - man dachte, er wäre ein widerlicher Mann. Zum Glück wandelte sich diese Ansicht so ab S. 100 um und bei. Tatsächlich war er später eine meiner Lieblingsfiguren; Also man merke, man "muss" die ersten Seiten mit ihm durchstehen. Nun kommen wir mal zur Story: Mir persönlich hat sie unheimlich gefallen. Allerdings muss man sagen, dass sie größenteils eher ruhig und nicht allzu viel Action ist. Dennoch hat auch dieser Teil großen Lesespaß bereitet. Hier geht es besonders um die Magie; die Einfälle der Autorin haben mir sehr gut gefallen. In Richtung des letzten Drittels geht es dann auch Schlag auf Schlag mit der Action - und dies sehr gelungen. Sowohl im Tal, als im dunklen Wald, als in der Hauptstadt, als auch in einer Schlacht werden uns Szenen geboten. Der Spannungsbogen ist definitiv gut gemacht, aber noch besser ist die Atmosphäre. Ich habe die Geschichte einfach gefühlt. Ich kann es fast nicht besser beschreiben. Es war, als wäre ich dort aufgewachsen. Als wüsste ich ganz genau, wie es dort aussieht. Als wäre ich beim Drachen untergekommen. Als würde ich alles erleben - also genau das, was ich mir von einer packenden Geschichte wünsche. Teilweise war es fast schon gruselig, muss ich sagen. Der dunkle Wald... hat es definitiv in sich. Das Ende an sich war teilweise etwas schwer zu verstehen, zumindest für mich. Da musste ich mich gut konzentrieren, um genau zu verstehen wer wer ist und was genau gerade passiert. Dennoch fand ich es sehr gelungen. Es kommen nochmal einige Twists. Besonders gut gefiel mir, dass es kein direktes Happy End gibt - es kann eben mal nicht alles nach Klischee laufen, und dafür gibt es definitiv nochmal ein Realitätsbonus von mir. FAZIT Ein packender High Fantasy-Roman, der durch eine mystische Geschichte und eine super Atmosphäre überzeugt. Zu Beginn muss man einen Charakter zwar "ertragen", doch es lohnt sich! - 4 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

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