Klaras Schweigen

Roman

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Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-36047-1
Erschienen am  08. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

"Alles bleibt ein Teil von uns"

Von: Tanja Rothert aus Velbert

04.03.2021

Mit den ersten Zeilen des Buches war ich sofort gefangen. Beide Zeitstränge sind sofort extrem fesselnd, einmal die Nachkriegszeit ab 1949 und aktuell das Jahr 2018. Welch tiefe Erinnerungen kommen plötzlich zu Tage, als Klara nach dem Schlaganfall plötzlich anfängt französisch zu sprechen und wer ist Pascal? "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können." Miriam, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen als sie 2 war, kümmert sich liebevoll um Ihre Oma und setzt alles daran, ihren Erinnerungen auf die Spur zu kommen. Nachdem Miriam einen Brief ihres Großvaters Eduard aus dem Jahr 1951 findet stößt Sie auf ein 70 Jahre verschwiegenes Familiengeheimnis um muss sich neu finden. Wir erfahren von Karas schwieriger Jugend unter der Hand ihres strengen Vaters Friedrich, der mit seiner Einstellung und seinen Prinzipien die ganze Familie tyrannisiert hat. Sein Hass auf die Franzosen war grenzenlos und dass Klara in einem französischen Supermarkt arbeitete ein gewaltiger Dorn im Auge. Überhaupt waren deutsch-französische Bindungen verboten. Als der Vater sie rauswirft, schafft es Klara mit Hilfe ihres Onkels und dessen Familie einen Neuanfang in Konstanz, durch die Heirat mit Eduard und ihre Tochter Henriette scheint ihr Glück vollkommen. Bis zu einem schicksalhaften Abend im Jahr 1977, wo sich durch einen unbedachten Satz von Lotte, Klaras Schwester, und den Folgen alles verändert. Schrittweise kommt Miriam dem Familiengeheimnis auf die Spur, welches Klara und sie in die Bretagne führt. „Am Ende geht nichts verloren“ „Alles bleibt ein Teil von uns“ Fazit: Ein Buch, das noch lange in mir nachklingen wird. Es hat mir das Leben der Nachkriegszeiten mit allen Einschränkungen bildhaft dargestellt. Wie schwierig und umstritten deutsch-französische Verbindungen waren, eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Erinnerungen sind etwas, dass man uns niemals nehmen kann und mag sie noch so klein sein, sie bleibt ein Teil von uns – in unserer Seele, unserem Herzen. Bettina Storks schafft es, uns mit ihren Büchern tief im Herzen zu berühren. Dies ist ihr mit diesem Buch mehr als gelungen. Ich bin dankbar für den Einblick in Klaras bewegtes Leben und die Stunden, die ich mit ihr und Miriam verbringen durfte. Tief glücklich blicke ich auf den smaragdgrünen Atlantik vor dem Fischerhäuschen an der Küste von Saint-Malo und trockne meine Tränen.

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Ein erneuter und mehr als gelungener Roman aus der Feder von Bettina Storks!

Von: Monika Schulte

03.03.2021

Was für ein Geheimnis umgibt die Großmutter, die nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch spricht? Miriam, die ihre Eltern schon im Alter von 2 Jahren bei einem Unfall verloren hat und die bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, begibt sich auf Spurensuche. Eine Spurensuche, die ihre bisher gekannte Familiengeschichte komplett auf den Kopf stellen wird und die sie nach Saint Malo in die Bretagne führen wird. "Klaras Schweigen" - eine bewegender Roman über eine unerfüllte Liebe in unruhigen Zeiten. Handlungsorte der Geschichte sind Freiburg, Konstanz und Saint Malo. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelingt Bettina Storks wieder einmal hervorragend. Dieser Roman, der in der französischen Besatzungszeit angesiedelt ist, wurde von ihr aufwändig recherchiert. Mühelos taucht man in eine vergangene Welt ein und erfährt hier ganz nebenbei viel Wissenswertes über eine Zeit der Entbehrungen. Es ist der Roman über eine Frau. die sich über die damalige Norm hinwegsetzt, die ihren eigenen Weg geht. Es ist Klara, die ihre erste große Liebe auch im hohen Alter nicht vergessen hat. "Klaras Schweigen" - eine wunderbar fesselnde Geschichte. Ein erneuter und mehr als gelungener Roman aus der Feder von Bettina Storks! Und wieder ein Roman, der mich von einer Reise in die Bretagne träumen lässt!

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Vita

Bettina Storks, geboren bei Stuttgart, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war viele Jahre als Redakteurin tätig, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. Die Leidenschaft für Familiengeheimnisse und die Faszination für die deutsch-französische Geschichte vereint Bettina Storks immer wieder in ihren vielschichtigen Romanen. Die Autorin lebt und arbeitet am Bodensee.

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