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Ein frommer Mörder

Kriminalroman

(3)
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Der Täter unter uns

Glasgow, 1969. Ein brutaler Serienkiller versetzt die Stadt in Angst. Als die Behörden beschließen, die Öffentlichkeit in die Suche einzubeziehen, gerät die Lage vollends außer Kontrolle. Während die Bürger in Panik geraten, versinkt die Polizei in nutzlosen Hinweisen. Ein Hilferuf erreicht den talentierten Ermittler DI McCormack. Er soll die Ermittlungen wieder in geordnete Bahnen lenken. Doch die Beamten aus der Stadt stehen dem Neuankömmling aus den Highlands ablehnend gegenüber. Gegen alle Widerstände kämpft McCormack für die Wahrheit.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Sabine Lohmann
Originaltitel: The Quaker
Originalverlag: HarperCollins
Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-44093-7
Erschienen am  12. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Glasgow, Großbritannien

Rezensionen

Liam McIlvanney und der Serienmörder von Glasgow

Von: Detlef Knut aus Düsseldorf

21.07.2021

Der Krimi von Liam McIlvanney führt die Leser in das Glasgow von 1968. Freunde und Fans von Inspector George Gently (TV-Serie) kommen hier auf ihre Kosten. Sie lernen das Gämngstermilieu der 1960er Jahre kennen. Ein Serienmörder treibt sich um. Er holt sich Mädchen bzw. junge Frauen aus dem Clubs, vergewaltigt und tötet sie. Der Polizist McCormack wird geholt, nachdem die örtlichen Behörden mehr als ein Jahr im Dunkeln tappen und keine Ermittlungserfolge vorweisen können. Die Politik und die Medien drängen. Parallel dazu erlebt der Leser, wie ein paar Gangster einen Einbruch planen. Der wichtigste Mann dafür wird aus London geholt. Er kehrt für diesen Job nach zehn Jahren in seine alte Heimatstadt zurück. Der Kriminalroman zeichnet sich durch einen angenehmen, ruhigen und detailreichen Schreibstil aus. Liam McIlvanney legt viel Wert auf die Details der 1960er Jahre in Schottland. Immer wieder wird das Leben der Menschen zur damaligen Zeit, deren Umfeld und Lebensverhältnisse eingeflochten. Als Leser bekommt man ein Gefühl davon und hat keine Probleme damit, Parallelen zu damaligen Fernsehserien (Die Gentlemen bitten zur Kasse) oder zu heutigen in der damaligen Zeit spielenden (Inspector George Gently) zu finden. Die Figuren selbst sind Liam McIlvanney eine wichtige Sache. Deshalb kriecht er in die Köpfe der Figuren, um den Lesern deren gefühl, deren Empfinden und Gedanken näher zu bringen. Dies treibt er dabei soweit, dass er sich nicht scheut, eine No-Go-Regel für Romane sehr geschickt einzusetzen: Er lässt die toten Opfer erzählen. Das geschieht in ausgewählten Zwischenkapiteln, in denen die Opfer aus ihrer Sicht schildern, wie sie zum Opfer geworden waren. Der Protagonist McCormack ist ein sehr stiller Ermittler, der immer wieder aufs Neue über seine Situation und den Fall nachdenkt. Damit reiht er sich in die Riege von Maigret und Lacroix ein. Den mit dem schottischen Krimipreis ausgezeichneten Roman »Ein frommer Mörder« empfehle ich sehr gerne wegen seiner ruhigen Art und der ständig schwirrenden Spannung bis der Täter gefasst wird. Er bietet beste Unterhaltung. © Detlef Knut, Düsseldorf 2021

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detailreicher Schreibstil

Von: Detlef Knut

21.07.2021

Der Krimi von Liam McIlvanney führt die Leser in das Glasgow von 1968. Freunde und Fans von Inspector George Gently (TV-Serie) kommen hier auf ihre Kosten. Sie lernen das Gämngstermilieu der 1960er Jahre kennen. Ein Serienmörder treibt sich um. Er holt sich Mädchen bzw. junge Frauen aus dem Clubs, vergewaltigt und tötet sie. Der Polizist McCormack wird geholt, nachdem die örtlichen Behörden mehr als ein Jahr im Dunkeln tappen und keine Ermittlungserfolge vorweisen können. Die Politik und die Medien drängen. Parallel dazu erlebt der Leser, wie ein paar Gangster einen Einbruch planen. Der wichtigste Mann dafür wird aus London geholt. Er kehrt für diesen Job nach zehn Jahren in seine alte Heimatstadt zurück. Der Kriminalroman zeichnet sich durch einen angenehmen, ruhigen und detailreichen Schreibstil aus. Liam McIlvanney legt viel Wert auf die Details der 1960er Jahre in Schottland. Immer wieder wird das Leben der Menschen zur damaligen Zeit, deren Umfeld und Lebensverhältnisse eingeflochten. Als Leser bekommt man ein Gefühl davon und hat keine Probleme damit, Parallelen zu damaligen Fernsehserien (Die Gentlemen bitten zur Kasse) oder zu heutigen in der damaligen Zeit spielenden (Inspector George Gently) zu finden. Die Figuren selbst sind Liam McIlvanney eine wichtige Sache. Deshalb kriecht er in die Köpfe der Figuren, um den Lesern deren gefühl, deren Empfinden und Gedanken näher zu bringen. Dies treibt er dabei soweit, dass er sich nicht scheut, eine No-Go-Regel für Romane sehr geschickt einzusetzen: Er lässt die toten Opfer erzählen. Das geschieht in ausgewählten Zwischenkapiteln, in denen die Opfer aus ihrer Sicht schildern, wie sie zum Opfer geworden waren. Der Protagonist McCormack ist ein sehr stiller Ermittler, der immer wieder aufs Neue über seine Situation und den Fall nachdenkt. Damit reiht er sich in die Riege von Maigret und Lacroix ein. Den mit dem schottischen Krimipreis ausgezeichneten Roman »Ein frommer Mörder« empfehle ich sehr gerne wegen seiner ruhigen Art und der ständig schwirrenden Spannung bis der Täter gefasst wird. Er bietet beste Unterhaltung. © Detlef Knut, Düsseldorf 2021

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Vita

Liam McIlvanney

Liam McIlvanney stammt aus der schottischen Region Ayreshire. Er studierte in Glasgow und Oxford. Für seine Thriller wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt. McIlvanney ist Professor für Schottland-Studien an der Universität von Otago, Neuseeland.

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