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Heidis Lehr- und Wanderjahre

Nostalgie für Kinder

Gekürzte Lesung mit Martina Gedeck
Mit Illustrationen von Max Meinzold
Ab 06 Jahren
(6)
Hörbuch CD (gekürzt)
15,00 [D]* inkl. MwSt.
15,50 [A]* | CHF 21,90 * (* empf. VK-Preis)
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Heidi – das Naturkind mit dem großen Herzen, eine zeitlose Kinderheldin

Heidi zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Kinderbuchheldinnen und hat selbst über 100 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen nichts von ihrem Charme verloren: Zu Beginn der Geschichte wird Heidi von ihrer Tante zu ihrem Großvater auf die Alm gebracht, da sie ein Waisenkind ist. Mit ihrer Natürlichkeit und Warmherzigkeit erobert sie dort das Herz des kauzigen „Alm-Öhi“ und verbringt erlebnisreiche Tage mit dem Geissenpeter und seinen Ziegen auf den Alpweiden. Um Heidi eine Schulbildung zukommen zu lassen, holt die Tante sie jedoch schließlich zu sich in die Stadt, wo Heidi als Spielgefährtin der gelähmten Clara Unterricht im Lesen und Schreiben erhält. Die Sehnsucht treibt sie jedoch zurück in die Berge, wo beim Besuch ihrer neuen Freundin ein kleines Wunder möglich wird ...


Mit Illustrationen von Max Meinzold
Hörbuch CD (gekürzt), 4 CDs, Laufzeit: 4h 36min
ISBN: 978-3-8371-5270-8
Erschienen am  19. October 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein toller Klassiker neu aufgelegt

Von: Mattis Bücherecke

09.06.2021

Heidis Lehr-und Wanderjahre von Johanna Spyri ist ein zeitloser Kinder-und Jugendbuch-Klassiker, der von der bekannten, deutschen Schauspielerin Martina Gedeck neu eingelesen wurde. Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom CBJ Audio Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Sprecherin Martina Gedeck gehört für mich seit den 1990er Jahren zu den besten deutschen Schauspieler*innen, und umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie diesen Klassiker neu vertont hat. Meine Meinung Natürlich bin auch ich mit Heidi aufgewachsen. Ob als Realverfilmung oder Zeichtrick-Serie, ich habe die Geschichten rund um das kleine Mädchen und ihrem Großvater, dem Alm-Öhi sehr geliebt. Dementsprechend großartig finde ich es, dass der CBJ Audio Verlag dieses Buch gemeinsam mit anderen Klassikern mit bekannten Schauspieler*innen neu vertont hat. Ich liebe es, wie Martina Gedeck ihre angenehme Stimme einsetzt, um diesen tollen Klassiker einer neuen Generation näher zu bringen. Fazit Auch Heidi ist ein wunderbarer Klassiker, der kurzweilig und mitreißend ist, und der Generationen miteinander verbindet. Es macht einfach Spaß, dem zu folgen.

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Heidis Lehr- und Wanderjahre von Johanna Spyri

Von: Vanessa

01.02.2021

In dem Kinderbuchklassiker Heidis Lehr- und Wanderjahre von Johanna Spyri geht es um die heranwachsende Schweizerin Adelheid, genannt Heidi. Heidi wird mit etwa 5 Jahren von ihrer Tante Dete zu deren Großvater gebracht. Dete ist die Schwester von Heidis Mutter Adelheid und Tobias, dem Sohn des Almöhi. Adelheid und Tobias heiraten sehr junge und sind nur kurz verheiratet als beide sterben. Die 1-jährige Heidi kommt zu Dete und deren Mutter und lebt dort bis Dete nach dem Tod ihrer Mutter in Frankfurt eine Stellung angeboten bekommt. Da sie die kleine Heidi nicht mitnehmen kann, bringt sie sie zum Großvater auf die Alm. Heidi lebt von nun an mit ihrem Großvater auf der Alm und genießt das offene und unbeschwerte Leben dort. Sie geht mit dem Geißenpeter und den Geißen mit und weidet diese, sie bewacht sie und achtet auf sie und genießt die Sonne, die Natur und die Tiere zu beobachten und Zeit mit ihnen zu verbringen. Außerdem liebt sie es, Zeit mit der Großmutter zu verbringen, wobei damit Peters Großmutter gemeint ist. Heidi wird von ihrem Großvater, der von allen sehr kritisch beäugt wird, sehr gut behandelt. Er sorgt für das Kind, kümmert sich darum, dass es immer in sauberer Kleidung herumläuft und er gibt ihr zu essen. Der Almöhi liebt seine Enkeltochter sehr und überrascht so alle Bewohner im Dörfli. Allerdings weigert er sich, Heidi in die Schule zu schicken, denn sie könne ja schlecht den ganzen Weg von der Alm jeden Tag in die Schule laufen und er werde auch nicht im Winter zurück ins Dörfli ziehen, sodass sie von dort aus in die Schule gehen könnte. Als einige Jahre später Dete wieder auf der Alm auftaucht und das Kind mitnehmen möchte, wehrt sich der Almöhi praktisch nicht dagegen. Sie möchte Heidi als Gesellschafterin für eine im Rollstuhl sitzende reiche Tochter in Frankfurt mitnehmen. Klara Sesemann lebt in einer großen Wohnung mit einigen Bediensteten darunter Fräulein Rottenmeier, die sich um die Wohnung, die Ordnung der Bediensteten und Klara kümmert. Klara ist etwa 12 Jahre alt und ein liebes, nettes Mädchen, aber sie langweilt sich, weil sie keine Freunde hat und ständig nur Zuhause ist. Heidi soll also nun eine Freundin für Klara sein, allerdings ist sie deutlich jünger. Dete lässt das verwirrte Mädchen einfach in der Wohnung der Sesemanns stehen und verschwindet. Nun muss sich Fräulein Rottenmeier um Heidi kümmern, die sich mit den ganzen Konventionen der gehobenen Gesellschaft nicht auskennt und nicht einmal lesen kann. Vor allem fällt es Heidi schwer, ihre anderen Namen anzunehmen, denn sie wird von Fräulein Rottenmeier Adelheid gerufen, da dies ihr Taufname ist. Außerdem vermisst sie den Ausblick ins Tal und das Rauschen der Tannen, und die Menschen, die ihr in ihrer Heimat so wichtig sind und natürlich auch die Geißen. Einmal macht sich Heidi heimlich auf den Weg um von irgendwo auf die Stadt herunterzugucken, dabei werden ihre einige Kätzchen vom Turmwärter geschenkt. Da Fräulein Rottenmeier panische Angst vor kleinen Katzen hat, müssen Heidi und Klara diese verstecken, allerdings nicht bevor die hysterische Frau diese nicht entdeckt hat. Als Heidi das Lesen einfach nicht lernen will, zweifelt Fräulein Rottenmeier schon am Verstand des Kindes, zumal dieses ständig irgendwelche abenteuerlichen Geschichten erzählt. Vollkommen verzweifelt wendet sie sich an Herrn Sesemann, der sofort nach Frankfurt kommt um sich das sonderbare Geschöpf näher anzusehen. Als Klara ihrem Vater versichert, dass Heidi ein ganz feines Mädchen ist, und er sich selbst davon auch überzeugt hat, ist er beruhigt. Einige Tage später kommt Klaras Großmutter, die Heidi sehr ins Herz schließt und sich viel mit dem Mädchen beschäftigt. Zwar mag Heidi die Großmutter, Herrn Sesemann und vor allem Klara ganz gerne, aber sie kriegt immer größeres Heimweh. Allerdings traut sie sich nicht, dies zu äußern, da sie nicht undankbar wirken möchte. Ihr Unglück äußert sich irgendwann darin, dass sie anfängt, Schlafzuwandeln und dabei immer die Haustür öffnet und zurück ins Bett geht. Als herauskommt, dass Heidi der Geist ist, der nachts herumgeht, wird sie vom Arzt untersucht, der herausfindet, dass Heidi zurück nachhause möchte, was Herr Sesemann auch sofort veranlasst. Zurück in den Bergen nimmt ihr Großvater sie überglücklich wieder auf. Sie verbringt wieder Zeit mit dem Geißenpeter, mit der Großmutter und vor allem mit ihrem Großvater. Sie liebt es, wieder ins Tal hinuntersehen zu können und den Sonnenuntergang von den Bergen aus beobachten zu können. Heidis Lehr- und Wanderjahre von Johanna Spyri habe ich als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde. Die Charaktere in Heidi sind meistens recht nett. Sowohl Peters als auch Klaras Großmutter sind beide unglaublich freundliche und nette ältere Dame und entsprechend ziemlich genau dem, was man sich unter einer Großmutter vorstellt. Der Großvater ist zu Heidi sehr nett, wird von den Dorfbewohnern zwar sehr kritisch gesehen und ist sich mit diesen auch nicht ganz grün, liebt aber seine Enkelin offenbar sehr. Seltsam fand ich nur, dass er gar nicht darauf reagiert hat als Dete ihm Heidi gebracht hat, denn schließlich hätte er ja durchaus Argumente wie Ist das überhaupt meine Enkelin? Oder Ich weiß gar nichts über Kindererziehung und ähnliches hervorbringen können. Klara scheint gar nicht zu ahnen wie sehr ihre Freundin unter dem Heimweh leidet, das sie kurz nach ihrer Ankunft schon befällt. Ich denke aber nicht, dass es bei Klara Kaltschnäuzigkeit oder etwas derartiges ist, sondern vermute, dass diese sich einfach nicht in Heidi hineinversetzen kann. Peter ist ebenfalls ein netter Kerl und obwohl er ein ganz anderes Leben führt als Heidi, verstehen sich die beiden von Anfang an gut und werden schnell gute Freunde. Heidi ist von der so anderen Welt in Frankfurt verwirrt und kann sich dort nicht einfügen, ansonsten ist sie aber ein sehr offenherziges, nettes und freundliches Mädchen. Etwas verwundert hat es mich als sie von ihrer Tante auf die Alm ihres Großvaters gebracht wird, weil sie sich dagegen überhaupt nicht wehrt, obwohl sie doch eigentlich eine gute Beziehung zu ihrer Tante haben sollte; schließlich hat sie dort mehrere Jahre gewohnt und kann sich an ihre Eltern nicht einmal mehr erinnern. Hinzu kommt noch, dass sie den Almöhi ja gar nicht kennt und von nun an dort leben soll, zumal es sich um eine ganz fremde Umgebung handelt. Das hat mich irgendwie befremdet. Es gab für mich aber auch zwei ziemlich negative Figuren: Dete und Fräulein Rottenmeier. Dete bringt ihre Nichte einfach zu einem Mann, den diese nicht kennt, damit sie eine Stellung in Frankfurt annehmen kann. Das kann man vielleicht noch nachvollziehen, aber dass sie Heidi dann auch einfach aus ihrer Umgebung wieder herausreißt um sie als Gesellschafterin mit nach Frankfurt zu nehmen, fand ich seltsam. Zumal sie ihrer Nichte Versprechungen macht, von denen sie genau weiß, dass sie nicht haltbar sind. Hierzu gehört etwa, dass Heidi zurück zur Großmutter möchte und Dete meint, dass sie ja schon am nächsten Tag zurückfahren könne wenn sie Frankfurt nicht mag. Außerdem fand ich es seltsam, dass sie sich – zumindest im Hörbuch – gar nicht mehr nach dem Kind erkundigt. Sie bringt ihre Nichte in einen mehr oder weniger fremden Haushalt und schaut dann gar nicht mehr nach ihr. Natürlich ergibt es nur so Sinn, dass Heidi so lange dort bleibt, denn sonst hätte sie ihrer Tante vielleicht ihr Leid geklagt und wäre schon früher nachhause zurückgekehrt, aber gerade deshalb finde ich das Verhalten von Dete einfach nur scheußlich. Auch Fräulein Rottenmeier ist so eine Person. Sie behandelt Heidi ständig schlecht und von oben herab. Sie stellt sie als schreckliche Person da, die Tiere ins Haus holt und ständig für Radau sorgt, außerdem weiß sie sich nicht zu benehmen, lügt und scheint auch noch dumm zu sein. Dass sie selbst überhaupt keinen Blick für das Kind hat und ich absolut nicht verstehe wieso Herr Sesemann dieser Person seine geliebte Tochter anvertraut, kann ich nicht begreifen. Aber natürlich ist die Figur genau so angelegt und sie soll den Aufenthalt in Frankfurt für Heidi ja offenbar so schrecklich wie möglich machen, damit diese zurück nachhause kehren kann. Die Handlung selbst hat mir gut gefallen, wenngleich es sich hier natürlich um die mittleren Kindheitsjahre von Heidi handelt. Wie ich oben schrieb ist Heidi am Anfang etwa fünf und wird am Ende des Romans ungefähr neun Jahre alt sein. In diesen Jahren erlebt sie viele Abenteuer und findet einige neue Freunde. Sie lernt und wird erwachsener, hat aber auch noch viel zu lernen, denn schließlich wird sie erst am Ende des Romans eingeschult. Das Hörbuch ist gekürzt und ich weiß leider nicht genau wo, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Fokus im Original eher noch auf den Jahren bei ihrem Großvater liegt. Hier hätte ich mir noch mehr Abenteuer gewünscht, denn schließlich wird nur der Beinaheabsturz einer Geiß und das Essen mit Peter und die wunderschöne Natur beschrieben, aber ich bin sicher man kann in den Bergen noch mehr Abenteuer erleben. Hier weiß ich leider nicht, ob nicht das ein oder andere davon weggelassen wurde. Das Booklet, das den CDs beiliegt, ist nicht so hilfreich, schafft es aber dennoch einige Begriffe von früher zu erklären, außerdem gibt es ein Geleitwort der Sprecherin, Martina Gedeck, eine Inhaltsangabe und eine Einordnung des Textes. Diese hat mir besonders gut gefallen. Martina Gedeck, die Sprecherin, sagte mir vom Namen her nichts, aber ich finde sie hat ihren Job ganz gut gemacht. Der Text ist teilweise in Dialekt geschrieben und mit vielen älteren Begriffen gespickt, die wir teilweise nicht mehr verwenden. Sie hat es gut geschafft die Atmosphäre des Buchs rüberzubringen und mir hat auch ihr Dialekt gefallen. Er wirkte nicht gekünstelt oder zu modern, sondern hat wunderbar zur Sprache des Buchs gepasst. Alles in allem hat mir Heidis Lehr- und Wanderjahre von Johanna Spyri ganz gut gefallen und ich würde gerne den nächsten Band ebenfalls als Hörbuch hören. Von mir gibt es also eine Empfehlung für dieses Hörbuch von cbj audio.

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Vita

Johanna Spyri

Johanna Spyri (1827 - 1901) war eine Schweizer Jugendschriftstellerin. Sie ist die Schöpferin der bekannten Romanfigur Heidi. Kurz vor Weihnachten 1879 veröffentlichte sie ihre Erzählung „Heidis Lehr- und Wanderjahre“, die sofort zu einem großen Erfolg wurde. 1881 folgte der zweite Band „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“. Die Geschichte der kleinen Schweizer Heldin wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt und inzwischen bereits mehrfach verfilmt.

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Martina Gedeck

Martina Gedeck, geboren in München, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Universität der Künste, Berlin. Ihre Filmographie umfasst über 100 Produktionen in nahezu allen Filmgenres im In- und Ausland (u. a. „Das Leben der Anderen”, „Die Wand”, „Bella Martha”). Sie wurde mit 30 Filmpreisen ausgezeichnet. Als Schauspielerin gibt sie auch Konzerte mit namhaften Musikern und Orchestern.

Zur Sprecher*innenseite

Max Meinzold, geboren 1987, ist freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy und der Kinder- und Jugendliteratur. Für seine moderne, innovative Buchgestaltung wurde er bereits für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt und arbeitet in München.

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