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Eva Eberwein

Der Garten von Hermann Hesse

Von der Wiederentdeckung einer verlorenen Welt

(3)
Hardcover
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Hermann Hesse ist nicht nur einer der meistgelesenen deutschen Autoren weltweit, er hat auch einen starken Bezug zur Natur und zum Garten, aus dem er schöpfte und der als Nährboden seines Wirkens unerlässlich war. Hesses Garten in Gaienhofen am westlichen Bodensee ist der einzige, den er nach eigenen Vorstellungen angelegt und gestaltet hat. Dort lebte er nach dem Prinzip der Selbstversorgung – schon damals, lange vor dem Kult um das »Leben auf dem Lande«. Er wollte damit ein Zeichen setzen für eine gesellschaftspolitische Haltung gegen den allgemeinen Trend der Industrialisierung, Verstädterung, Entfremdung und Entmenschlichung.

Sein Garten wurde von Eva Eberwein restauriert und wiederhergestellt. Heute ist er Anziehungspunkte für Literaturfans und Gartenfreunde aus aller Welt. Das Buch nimmt uns mit in die damalige Welt Hermann Hesses, schildert lebendig und einfühlsam seine Beweggründe, den Garten genau so anzulegen, seine Erlebnisse darin und sein Wirken in dieser Zeit.

»Ein persönliches, nachdenkliches Buch, dem man anmerkt, dass da jemand mit profunden Botanikkenntnissen schreibt.«

Süddeutsche Zeitung, Stil-Ressort (17. September 2016)

Hardcover, Pappband, 160 Seiten, 23,0 x 25,0 cm
Mit 103 Farbfotos, 23 s/w-Fotos und 10 Plänen
ISBN: 978-3-421-04034-3
Erschienen am  03. October 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Verfall und Auferstehung

Von: Thomas Lawall

19.11.2016

"Der Duft der Kindheit" sei schuld, schreibt Diplom-Biologin Eva Eberwein im Zusammenhang mit ihrer Entscheidung, das ehemalige Haus von Hermann Hesse zu kaufen und zu restaurieren. Ihr Entschluss sei schon kurz nach dem Betreten des maroden Gebäudes, "zwischen Haustür und Windfang", getroffen worden. Im Rheinland wohnend verbrachte sie als Kind die Sommerferien bei ihren Tanten in Gaienhofen. Das Haus, welches Hesse dort 1907 gebaut hatte, war ihr bekannt, doch als Heranwachsende verlor sie es aus den Augen, nicht zuletzt auch aus beruflichen Gründen. Immer wieder jedoch zog es sie nach Gaienhofen, auch wenn die jetzt im Haus lebende Malerwitwe Leonore Waentig, bei welcher sie mit ihrer Mutter in den 1970er Jahren häufig zu Gast waren, sie bei ihren Spaziergängen gar nicht mehr erkannte. Nach dem Tod von Frau Waentig stand das Haus leer und war zunehmendem Verfall ausgesetzt, bis es schließlich 2003 abgerissen werden sollte. Jetzt erkannte Eva Eberwein den Ernst der Lage und kaufte kurzentschlossen Grund und Haus. Ihre beruflichen Verpflichtungen kündigte sie auf, um sich fortan, gemeinsam mit ihrem Mann, der Renovierung des Hauses und Wiederherstellung des Gartens zu widmen. Als klassische Hesse-Leserin und -Verehrerin sieht sich die Autorin nicht. Der Funke sprang erst nach jahrelangem Studium seiner Aufzeichnungen und Briefe über. Fasziniert von seiner feinfühligen Art und Weise, die Natur zu beobachten und zu beschreiben, setzte sie sich somit selbst "auf die Spur des Gärtners Hesse". Damals war ihr Wissen rund um Nutzgärten und deren Bewirtschaftung "Mittelmaß". Für Eva Eberwein aber kein Hinderungsgrund, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Schließlich war Hesse "sogar Gartenanfänger". Nach jahrzehntelangem und stetigem Verfall des Gartens ist es selbstverständlich unmöglich, den Originalzustand wiederherzustellen, was die Autorin ohne Umschweife zugibt, indem sie bestätigt, dass es "längst nicht mehr Hesses Garten ist". Dennoch handle sie sicher in seinem Geiste, sich so weit wie möglich dem Original zu nähern und "die Essenz von Hesses Garten wiederaufleben und sichtbar werden zu lassen". Eine Hilfe waren ihr zahllose Aufzeichnungen und ein Plan aus Hesses Feder, den sie nach einer abenteuerlichen Suche fand. Nicht zuletzt auch eine Art Seelenverwandtschaft, die sich weniger aus Bewunderung seines literarischen Schaffens ergab, sondern aus seiner Verehrung der Natur gegenüber und allen damit verbundenen Sinneseindrücken, die er so nachhaltig zu formulieren imstande war. Diese Faszination teilt Eva Eberwein bedingungslos, und sie war und ist ihre Motivation sowie der Motor für ihr mutiges Projekt und ihre Lebensaufgabe. Jener Gleichklang, die vollkommene Übereinstimmung und ihr Glück über das Geleistete ist auf jeder Seite und in jeder Zeile dieses Buches deutlich zu spüren. Diese außergewöhnliche Leseerfahrung wird von Ferdinand Graf von Luckners eindrucksvollen Fotografien kongenial unterstrichen. Somit vermittelt das Werk mehr als eine Ahnung vom Geist jenes Mannes, der einst dieses Haus baute und diesen Garten anlegte.

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Der Garten von Hermann Hesse

Von: Silke Böttcher

02.11.2016

Ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes Buch, in dem es nicht nur um Hermann Hesse und sein Anwesen am Bodensee geht, sondern auch um die Autorin Eva Eberwein, die Haus und Garten aus Kindheitstagen kannte. Sie hat beides vor der Zerstörung gerettet und mit großer Ausdauer wieder hergerichtet. Wer Hesse und Gärten liebt und am liebsten selbst einmal einen Garten "retten" möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Vita

Eva Eberwein stammt aus einer Familie, die in Gaienhofen/Bodensee ansässig war. Ihre Kindheit und die Schulzeit verlebte sie im Wesentlichen in Krefeld im Rheinland, wo sie auch geboren wurde. Ihre Sommerferien aber verbrachte sie stets in Gaienhofen bei den dort lebenden Tanten. Die Bodensee-Landschaft und die schönen bäuerlichen Gärten dort prägten ihr Naturverständnis derart, dass sie Diplom-Biologin wurde. Das dortige Hermann-Hesse-Haus und den Garten, den einzigen, den Hesse selbst plante und gestaltete, kennt sie noch aus ihrer Kindheit.

Als das Haus im Jahr 2003 abgerissen und das Gartengelände überbaut werden sollte, kehrte sie kurzentschlossen ihrem Beruf als Unternehmensberaterin und Leiterin eines Forschungslabors einer großen Pharmafirma den Rücken und kaufte Haus und Grundstück. In jahrelanger mühevoller Kleinarbeit und Recherche renovierte sie anschließend zusammen mit ihrem Mann das Haus, legte den verwilderten Garten frei und verhalf beiden zu neuer Blüte. Sie erweckte damit diesen einmaligen historischen Ort zu neuem Leben, ein Ort, an dem der Geist Hermann Hesses immer noch spürbar ist. Zudem gründete sie einen Hesse-Förderverein und hält heute zahlreiche Führungen und Seminare ab.

www.mia-und-hermann-hesse-haus.de

Zur Autorin

Ferdinand Graf Luckner verbrachte nach dem Abitur ein Jahr in Afrika, studierte dann Fotografie und Film-Design an der FH Dortmund und schloss mit dem Diplom als Fotodesigner ab. Danach war er drei Jahre lang Assistent bei Wulf Brackrock in Hamburg und arbeitet seitdem selbstständig für europäische Zeitschriften und Buchverlage im Bereich Interior und Garten.

www.graf-luckner.de

Zum Fotografen

Pressestimmen

»Eberwein schildert schön und anschaulich, wie sie sich dem ursprünglichen Dichter-Garten [...] angenähert und ihm so zu neuer Blüte verholfen hat.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (02. October 2016)

»Mit historischer Kenntnis und im Wissen um Hesses Werke dringt die Biologin bis in die hintersten Winkel des Gartens vor. Für Hesse-Fans ein Muss.«

Nürnberger Nachrichten, 10.12.2016

»Es sind stille Fotos, Momentaufnahmen, die auch die gärtnerische Handschrift der Autorin in schönster Weise festhalten.«

Neue Westfälische, Beilagen, 07.01.2017

»Gartentor auf, Gartentor zu – und plötzlich ist die Welt eine andere.«

Stuttgarter Nachrichten, Ressort Haus + Garten (17. September 2016)

»Das Schöne daran: Es ist sowohl ein Garten- als auch ein Lesebuch.«

Kleine Zeitung (A), 11.12.2016

»Wer dem literarischen Atem Hesses in dessen eigener Welt nachspüren möchte, dem sei Eberweins Buch empfohlen.«

Der Tagesspiegel, 01.10.2016

»Eva Eberwein erzählt farbig, mit Freude und wunderbar leichter Hand.«

Neues Deutschland, 05.01.2017

»Ein Buch für Leseratten.«

Märkische Allgemeine – Potsdamer Tageszeitung, 09.12.2016

»Zwischen historischen Fotos und Zitaten entspinnt die ehemalige Unternehmensberaterin ein vielschichtiges Bild des Dichters.«

Kurier (A) (23. November 2016)

»Eberwein hat nicht nur diesen einmaligen historischen Ort wieder zum Leben erweckt. Der Geist des bedeutenden deutschen Schriftstellers lebt auch in ihrem Buch zum Garten.«

Nordwest-Zeitung – Oldenburger Nachrichten, 30.09.2016

»Man bekommt ein Ziehen in der Herzgegend, […] wegen der Idyllik, die aus jedem Detail einen anlächelt, ohne in die Nähe von Kitsch zu geraten.«

Der Freitag, 01.12.2016

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