Interreligiöses Lernen

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Wie können unterschiedliche Menschen, Kulturen und Religionen in gegenseitigem Respekt zusammenleben? Was können sie voneinander lernen? Stephan Leimgruber zeigt Wege für den Dialog zwischen Christen, Juden, Muslimen, Hindus und Buddhisten auf.

Besonders nimmt diese Didaktik des interreligiösen Lernens den Religionsunterricht in den Blick. Grundlegende Informationen zu den verschiedenen Religionen münden in praktische Anregungen, wie Begegnung und gemeinsame Lernerfahrungen gestaltet werden können: Wer Gemeinsamkeiten und Unterschiede konkret erfährt, lernt die eigene Religion besser zu verstehen und die anderen Religionen zu achten.


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ISBN: 978-3-641-03710-9
Erschienen am  20. November 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Um eines vorwegzuschicken: Das Fazit habe ich dreimal umgeschrieben, es gäbe soviel zu loben.

Von: info@Stefan-Wichmann.de

17.12.2020

Um eines vorwegzuschicken: Das Fazit habe ich dreimal umgeschrieben. Ich konnte mich schlicht nicht für eine Hervorhebung entscheiden, so umfassend ist das Werk. Die Vielzahl an Kapiteln zeugt von der Umfassenheit des Themas. Dies möchte ich hier nicht wiederholen. Angesprochen werden Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, aber eigentlich zeigt es einen Weg für alle auf mit dem Ziel das gegenseitige Verständnis zu fördern und das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und unterschiedlicher Religionen zu fördern. Meine Meinung: Zugegeben mit etwas spitzen Fingern ging ich schon an das Thema heran: Interreligiöses Lernen - was soll das denn jetzt? Da ist von Ausländeranteil, von Globalisierungsgegnern, Antiamerikanismus und muslimischen Migrantenmilieu die Rede, davon, dass sich eine bestimmte Völkerbezeichnung als antisemitisches Schimpfwort eingebürgert hat und davon das Jugendliche heutzutage eher selten an negativen Kirchenerfahrungen oder eingetrichterte Moralvorstellungen leiden sondern vielmehr offen seien für neue spirituelle Erfahrungen. Bemängelt wird die Berichterstattung über Auseinandersetzungen die somit das Schüren eher einseitiger Eindrücke über Religionen. So werde eher über instrumentalisierte Gewaltanschläge und zuwenig über das Friedenspotential der Religionen berichtet. Damit werde auch die Chance vertan, das Vertrauen in verschiedene Religionen aufzubauen, so ein Eintrag im Buch. Weiter wird berichtet von der Vorreiterrolle einer Religionsgemeinschaft bei der Neubeurteilung der Weltreligionen, was in die Frage münden könnte, was sich da das Vatikanische Konzil herausnimmt, überhaupt zu beurteilen, doch das ist nicht das Thema des Buches. Eher ist es das Thema Religionsfreiheit mit dem Ziel, das Recht jedes einzelnen zu stärken, frei seinem Gewissen folgen zu dürfen und den Heilswillen Gottes für alle Menschen anzuerkennen, egal welcher Religion. Das Buch schreibt über veränderte gesellschaftliche und kirchliche Voraussetzungen, Multikulti und neuem Bewusstsein, nutzt teils Begriffe wie kopernikanische Wende und dem Ende des Exklusivismus, möchte aber insgesamt der Konkurrenz der Weltreligionen untereinander begegnen in Zeiten der Globalisierung und Migration und bietet am Ende eines jeden Kapitels eine Zusammenfassung. Verwiesen wird auf die missverständliche Äußerung des Papstes über den Propheten (2006) und somit indirekt auf die Notwendigkeit des interkulturellen Lernens für eine gedeihliche Zukunft aller Menschen. Was für ein weiter Weg von der Verfolgung der Christen über die Verfolgung anderer durch Christen bis hin zur religiösen Offenheit, die heutzutage von allen eingefordert wird. Bewertung ggf. Begründung: Das Buch fördert nach meinem Dafürhalten sachlich und neutral das Verständnis für ein besseres Verstehen der Angehörigen anderer Religionen und Kulturen. Dabei beleuchtet es auch Kennzeichen des Hinduismus, Neohinduismus, nutzt mancherorten Begriffe wie Hermeneutik oder Xenosophie, sodass manches zwar ggf überlesen wird, doch ist der Anhang umfangreich, bietet Materialhinweise für die Schule und den Religionsunterricht, um den Lehrauftrag hin zu mündigem und verantwortlichen Handeln zu erfüllen, der für alle gilt. Fazit: »Ohne Hintergrundwissen zu Bibel und Koran bleibt die Verständigung eher oberflächlich«, wird im Buch geschrieben, sodass dieser Lehrauftrag wohl für uns alle gilt. Das Buch ist hier ein guter Einstieg.

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Vita

Prof. Dr. Stephan Leimgruber, geb. 1948, war Professor für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität München. Langjährige Schultätigkeit und Seelsorgeerfahrung.

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