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Johan de Boose

Das Fluchholz

Roman

(7)
eBook epub
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Ein Stück Holz erzählt seine Geschichte: Einst gehörte es zu einem alten Olivenbaum in Palästina, der dem Propheten Jeschua und seinen Freunden Schatten spendete, dann wird es zum Kreuz, an dem der Prophet endet. Und als der Direktor eines Wandertheaters einen Klotz mitnimmt und in seine Bühne verbaut, beginnt eine abenteuerliche Reise. Das Holz trifft auf den römischen Kaiser Nero, orthodoxe Mönche, den russischen Zaren, islamische Gelehrte, den Papst, Faschisten und Kommunisten, Erfinder und Terroristen – und verfolgt mit Ironie und Skepsis, was der Mensch durch die Jahrhunderte so treibt …


Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten
Originaltitel: Het vloekhout
Originalverlag: De Bezige Bij
eBook epub (epub), ca. 240 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-25129-1
Erschienen am  09. August 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Sehr originell und unverfroren

Von: Mirjam Lutter

28.05.2022

Dieser außergewöhnliche Roman wird aus der Perspektive eines Stückes Holz erzählt. Zuerst ist es ein Olivenbaum im Gelobten Land, dann ein Kreuz auf dem Berg Golgatha und schließlich eine Ikone. Im Laufe von über zweitausend Jahren macht es unter anderem Bekanntschaft mit Jeschua und Maryam, Kaiser Nero und Stalin sowie Terroristen, islamischen Gelehrten und Kosmonauten und gelangt so zu sehr weisen, spirituellen Erkenntnissen. Dieses Buch ist durch seine unverfrorene, bissige und gleichzeitig sehr packende Sprache sowie den Mix aus geschichtlichen Fakten und wildem Fabulieren ein sehr origineller Lesespaß - quer durch die halbe Welt und 2000 Jahre Zeitgeschichte. Der Protagonist in Form des Holzstückes war mir richtig sympathisch - und das als Autor zu schaffen, verlangt einiges an Talent. Eine Leseempfehlung für alle, die dem Autor die eine oder andere Ungeheuerlichkeit nachsehen 😊.

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Makaber und böse, aber auch sehr tiefschürfend und treffend!

Von: MarcoL

06.03.2022

Auf der Rückseite steht in großen Lettern: „Brillant. Originell. Witzig. Klug. Respektlos. Eine Mischung aus philosophischem Traktat, Schelmenroman und Geschichtsbuch.“ Das kann ich alles zu 100% unterschreiben. Für mich ist es noch viel mehr: Ein Aufschrei gegen all die Ungerechtigkeiten auf der Welt, gegen Krieg, gegen Macht, gegen all diese sinnlosen und verrückten Geschehnisse, welche nur Leid erzeugen. Es richtet sich in erster Linie gegen den religiösen Wahn, und hier vor allem gegen die katholische Einmischung in alle Belange des Lebens. Es ist stellenweise sehr makaber und bitter böse, aber sind wir uns ehrlich, die Welt war und ist so. Ein Tummelplatz für machtgeile Patriarchen, ganz egal ob sie weltlichen oder religiösen Interessen nach gingen oder gehen. Herrliche Dialoge darüber und Dispute, inwiefern Wissenschaft als Teufelswerk angesehen kann, und deswegen die Religionen, christliche wie islamische, in der Geschichte oder Vergangenheit alles daran setzten, Wissenschaftler mundtot zu machen. Fürchteten sich die Kleriker doch zu sehr von der Vorstellung, dass das Streben nach Wissen die Existenz eines vermeintlichen Gottes, oder was auch immer, advabsurbum geführt. Und das geschieht hier auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise. Denn: Das Buch erzählt ein Stück Olivenholz. Einst war er ein Baum auf einer kargen Anhöhe in Palästina vor 2000 Jahren. Es begegnete Maryam (also DIE Maria) – und wurde Beobachter der Zeugung Jesus – und es war ganz bestimmt keine unbefleckte Empfängnis. Ca. 30 Jahre später wurde der Baum gefällt, um aus ihm einen Balken für das Kreuz Jesus zu machen. Und danach wird es weiterverarbeitet, scheint magische Kräfte zu haben, denn jeder, der dieses Stück Holz berührt, durchfährt ein eigenartiger Schauer. Die Jahrhunderte vergehen, das Holz nimmt eine Reise auf durch die Zeit, trifft auf verschiedene historische Persönlichkeiten und endet schließlich als rätselhafte Ikone. Das mag erstmal wirr, verstörend und auch in manchen Belangen makaber wirken. Aber glaubt mir, das Buch hat es in sich und entwickelt einen Sog, ähnlich wie das Stück Holz auf seine Besitzer. Absolute Leseempfehlung für diesen sehr außergewöhnlichen Roman (und für mich ein Lesehighlight) S. 178: „Die Menschheit hört nicht auf, sich zu vernichten, neu zu erfinden und wieder zu vernichten, immer wieder und wieder, im Bann eines dumpfen Dranges nach Zerstörung und Tod.“

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Vita

Johan de Boose

Johan de Boose wurde 1962 in Gent geboren, hat Slawistik studiert und sich intensiv mit Osteuropa beschäftigt. Er hat Romane, Sachbücher, Gedichte und Theaterstücke verfasst. Für sein bisheriges Werk wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a dem Halewijn-Preis, dem Henriette-Roland-Holst-Preis und dem Cutting Edge Award. »Das Fluchholz« kam auf die Shortlist des Libris-Literaturpreises und erhielt den Preis für das beste spirituelle Buch.

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