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Kimberly Jones , Gilly Segal

Als die Stadt in Flammen stand

Ab 14 Jahren
(9)
Als die Stadt in Flammen stand
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Ein schwarzes und ein weißes Mädchen. Eine Stadt in Flammen. Nur gemeinsam können sie überleben.

Lena hat Stil, einen coolen Freund und einen Plan. Campbell dagegen will einfach nur das Jahr an der neuen Schule schaffen. Als die Mädchen ein Footballmatch besuchen, geraten sie plötzlich in eine Masseneskalation. Eine Eskalation, die von Hass und Gewalt getragen ist und bei der sich beide unverhofft Seite an Seite wiederfinden. Lena und Campbell sind nicht befreundet. Doch das ist unwichtig, wenn die Stadt in Flammen steht und man aufeinander angewiesen ist, will man die Nacht überleben ...

Ein aufwühlender und hochaktueller Roman von Autorenduo Kimberly Jones und Gilly Segal, der ein Schlaglicht wirft auf Rassismus und ethnische Beziehungen.

»Ein absoluter Pageturner, ein mitreißender und kraftvoller Roman, der mit Sicherheit einschlagen wird.«

New-York-Times-Bestsellerautorin Angie Thomas (19. December 2020)

Aus dem Amerikanischen von Doris Attwood
Originaltitel: I'm not dying with you tonight
Originalverlag: Sourcebooks
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-27708-6
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Hochaktuell, wichtig und spannend

Von: Heidelperle

21.10.2021

Fangen wir mit was leichtem an, nämlich dem Klappentext. Vielleicht weiß ich meine Gedanken in Worte zu fassen, wenn ich ihn eingeblendet habe: Lena hat Stil, einen coolen Freund und einen Plan. Campbell dagegen will einfach nur das Jahr an der neuen Schule schaffen. Als die Mädchen ein Footballmatch besuchen, geraten sie plötzlich in eine Masseneskalation. Eine Eskalation, die von Hass und Gewalt getragen ist und bei der sich beide unverhofft Seite an Seite wiederfinden. Lena und Campbell sind nicht befreundet. Doch das ist unwichtig, wenn die Stadt in Flammen steht und man aufeinander angewiesen ist, will man die Nacht überleben … “Ein aufwühlender und hochaktueller Roman von Autorenduo Kimberly Jones und Gilly Segal, der ein Schlaglicht wirft auf Rassismus und ethnische Beziehungen.” Damit hat dieser Untertitel mehr als nur Recht. Dieses Buch macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie schwerwiegend die Reaktion auf Rassismus sein kann und wie verzweifelt Menschen dagegen vorgehen müssen, um wenigstens etwas Gehör zu finden. Themen wie Polizeigewalt, Armut und Black Lives Matter finden hier großes Gehör und werden auf eindrucksvolle Weise geschildert. Rassismus exisitiert an jeder Ecke auf der Welt. Da braucht man sich nichts vormachen. Und wer sich da etwas vormacht, der ist blind für das Geschehen und die Belange anderer Menschen. Das zeigt dieses Buch mehr als deutlich. Aktueller geht es meiner Meinung nach nicht. Durch die beiden Protagonistinnen werden Vorurteile beleuchtet und Reaktionen aufgezeigt, die viele weiße Menschen haben, wenn schwarze Menschen sie auf ihre Privilegien aufmerksam machen. Unverständnis. Unglaube. Empörung. Wut. Diese ersten Reaktionen kennt wahrscheinlich jeder mit weißem Teint. So hat Campbell auch erst reagiert. Dennoch zeigt auch Lena, dass sie nicht vorurteilsfrei ist. Das finde ich wichtig zu erwähnen, denn sie bezeichnet Campbell mehrmals als reich. Reich an Privilegien vielleicht, ja. Aber nicht materiell reich. Man sollte nicht über Menschen urteilen, die man nicht kennt, ihnen vorwerfen, reich und weiß und privilegiert zu sein, wenn man die Verhältnisse nicht kennt. Genauso wenig sollten weiße Menschen mit Wut und Empörung darauf reagieren, wenn man ihnen aufzeigt, was für Privilegien sie haben. Wir haben. Ich bin ja auch weiß. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, noch mehr, als ich mir sowieso schon Gedanken um das Thema Rassismus mache. Es ist nämlich der Alltagsrassismus, der alles so schlimm macht. Der Menschen in die Verzweiflung treibt. Wenn ein Kind sagt, gib mir mal die Hautfarbe, wird es zu 100% Wahrscheinlichkeit einen hellrosa Stift erhalten, der das weiß der “normalen” Hautfarbe imitieren soll. Damit wird schon im Kindesalter beigebracht, dass andere Hautfarben unnormal sind und (vielleicht auch unwissend) zum Alltagsrassismus beigetragen. Was passiert, wenn die Menschen die Schnauze voll haben, zeigt dieses Buch. Zunächst friedliche Demonstationen. Doch die bringen selten was. Man findet kein Gehör, wenn man sanft und leise auf die Straße geht, vielleicht ein paar Schilder hochhebt. Dann ein langsames aufbauschen. Die Situation eskaliert langsam. Doch anstatt den Menschen jetzt Gehör zu schenken, wird auf sie eingeprügelt, sie sollen klein gehalten werden. Sie fangen an zu plündern, zu brandschatzen. Um ihre Meinung zu sagen. Weil sie es nicht anders können. Und dennoch wird man wieder nur klein gehalten. Anstatt zuzuhören, wird die Polizeit alarmiert, die mit Gewalt auf die Demonstranten losgeht. Die Situation gerät außer Kontrolle, Menschen sterben, Autos brennen, Schüsse fallen, keiner nimmt mehr Rücksicht auf den anderen. Wie schnell so eine Situation eskalieren kann, zeigen die beiden Autorinnen sehr eindrucksvoll und nachdrücklich. Deshalb finde ich dieses Buch so wichtig zu lesen. Gerade weiße Menschen können hier sehr gut sehen, wie wichtig es ist, anderen Menschen Gehör zu schenken und toleranter zu sein. Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wieso man da überhaupt ein Theater draus macht. Für mich ist Mensch Mensch, egal ob mit Kopftuch oder ohne, weiß oder schwarz, jüdisch oder islamisch und was weiß ich noch alles. Und deshalb ist es umso wichtiger, das Menschen, die meine Meinung teilen, immer wieder auf das Problem aufmerksam machen, darüber reden und für die Rechte weniger privilegierter Menschen kämpfen. Lest dieses Buch. Das ist schonmal ein guter Anfang. Es verdeutlicht die Probleme sehr gut, sehr authentisch und mit sehr spannenden Charakteren. Mit einem guten Spannungsbogen und interessanten Entwicklungen der Charaktere. Doch nicht nur die Themen, die angesprochen werden sind wichtig und gut zum Ausdruck gebracht, auch das Buch ist sehr gut. Mit einem soliden Schreibstil und jeder Menge sehr einprägender Beschreibungen vermittelt es den Eindruck eines Sachbuches in Romanform. Ist dabei jedoch keineswegs trocken, sondern von Seite 1 an bis zum Schluss spannend. Es hielt mich sehr in Atem und ich habe es an einem Abend durchgelesen. Ganz klar ein wichtiges Herzensbuch, das ich jedem ans Herz legen möchte.

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„Ich kann nicht sagen, wer auf wessen Seite steht. Gibt es überhaupt Seiten?“

Von: _spiegelkind

16.10.2021

Es ist gar nicht so leicht, meine Gedanken zu „Als die Stadt in Flammen stand“ von Kimberley Jones und Gilly Segal in Worte zu fassen. Hier geht es um gesellschaftliche Probleme, um Rassismus, um Armut und Black Lives Matter. Um Polizeigewalt, aber auch um kriminelle Strukturen und Riots. Die beiden Protagonistinnen, Lena und Campbell, sind weder miteinander befreundet, noch verbindet sie mehr, als die Tatsache, dass sie auf dieselbe Schule gehen und zur falschen Zeit gemeinsam am falschen Ort sind. Als bei einem Sportfest Unruhen ausbrechen, müssen sie gemeinsam ihren Weg hinaus finden. Zu dem Zeitpunkt ahnt jedoch keine der beiden, dass das erst der Anfang ist. Und so sind sie dazu gezwungen, sich auf ihrer Flucht durch die Stadt mit ihren Vorurteilen, aber auch ihren Ängsten auseinander zu setzen. Ich habe beide Protagonistinnen nicht als sympathisch wahrgenommen und finde es deshalb umso erwähnenswerter, dass die Autorinnen es geschafft haben, die beiden trotzdem so zu schreiben, dass ich wissen wollte wie es weiter geht. Obwohl ich in der Geschichte streng genommen nur einen einzigen Charakter - Lenas Cousin - wirklich mochte, konnte ich mich darauf einlassen, weil sie eben nicht blass und gefällig oder erzwungen aufsässig waren, sondern realistisch. Ohne den streng erhobenen Zeigefinger wurden aktuelle gesellschaftliche Probleme aufgezeigt und immer und immer wieder geriet ich als Leser in Szenen, in denen ich für einen Moment innehalten musste, um zu reflektieren. Wer hat gerade Recht? Wer nicht? War das rassistisch? Wir haben keine klare Abgrenzung zwischen den moralischen Instanzen. Es gibt Fatshaming, Spottnamen, auch eine Harry Potter Referenz. Armut, Hochmut, Waffen. Links. Rechts. Und vollkommen fließende Grenzen in einem furchtbar realen Konflikt und in brandaktuellen Themen. Keiner der Momente in denen ich meine eigenen Privilegien hinterfragt habe, wirkte erzwungen, sondern glaubwürdig - und das hat das Buch für mich trotz anfänglicher Startschwierigkeiten wirklich gut gemacht. Auch wenn es kurz ist, bietet „Als die Stadt in Flammen stand“ zwischen den Zeilen unglaublich viele Ansätze um die Themen zu reflektieren. Es ist keine leichte Kost, darüber sollte man sich als Leser:In im Klaren sein. Man muss sich definitiv darauf einlassen und damit umgehen können, keine klaren Feindbilder präsentiert zu bekommen.

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Vita

Kimberly Jones ist die Co-Autorin des New-York-Times-Bestsellers »Als die Stadt in Flammen stand«. Sie arbeitet heute in der Unterhaltungsindustrie und wohnt in Atlanta, Georgia. Ihre Rede zu den Protesten nach dem Tod von George Floyd ging auf YouTube um die Welt. 2020 wurde ihr die Auszeichnung »Voice of the Year« verliehen.

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Gilly Segal ist die Co-Autorin des New-York-Times-Bestsellers »Als die Stadt in Flammen stand«. Sie ist in Florida aufgewachsen, studierte in Israel und arbeitet heute als Anwältin in einer Werbeagentur. Wenn sie nicht gerade schreibt, macht sie mit ihren Kindern Städtetouren oder probiert verschiedene Sorten Makronen durch.

gillysegal.com

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Doris Attwood ist Diplom-Übersetzerin. Nach ausgedehnten Reisen durch Neuseeland und Kanada arbeitet sie nun seit vielen Jahren als freiberufliche Übersetzerin. Am liebsten übersetzt sie Kinder- und Jugendbücher, aber auch Filmuntertitel und Drehbücher, Fantasy-Romane und Reiseführer. In ihrer Freizeit liest sie gerne, genießt auf Trekkingtouren mit ihrem Mann die Natur und testet mit Freunden neue Backrezepte.

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Pressestimmen

»Ein unverzichtbarer Beitrag im Jugendbuch-Kanon zum Thema ethnische Beziehungen.«

New-York-Times-Bestsellerautorin Nic Stone (19. December 2020)

»Eine überragende Leistung. Diesen Roman muss man in einem Rutsch durchlesen und dann auf Jahre hinaus darüber sprechen.«

Autor Mark Oshiro (19. December 2020)

»Ebenso zeitgemäß wie süchtig machend.«

Autor David Arnold (19. December 2020)

»Bücher wie dieses, sind enorm wichtig um weiter Bewusstsein zu schaffen für den andauernden Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung!«

»Ich finde die Thematik unglaublich interessant und gleichzeitig auch sehr schockierend, vor allem, weil das Thema nach wie vor so aktuell ist.«

»Das Buch ist wirklich aufregend. […] Man fühlte sich teilweise hautnah dabei.«

»Kann ich […] sagen, dass ich das Buch sehr gemocht habe und ich es jedem nur ans Herz legen kann.«

»Das Buch ist emotional, wirkt real und ist spannend. Es nimmt schnell an Fahrt auf und ist kurzweilig geschrieben.«

»Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. […] Mir hat es sehr gut gefallen!«