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Anatol Regnier

Jeder schreibt für sich allein

Schriftsteller im Nationalsozialismus
Mit einem Nachwort von Michael Krüger

(1)
Taschenbuch
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War es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben?

Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität unter den Bedingungen der Diktatur. Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verknüpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich Kästner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von überraschender Widersprüchlichkeit, die das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden.

Neu in der Taschenbuchausgabe: Mit einem Nachwort von Michael Krüger.

»Ein wichtiges, kluges, vorzüglich recherchiertes, aber auch deprimierendes Buch (…) sein Bericht wird zu einer erschütternden Lektüre, weil er so eindringlich verdeutlicht, mit welcher Leichtigkeit die Macht den Geist zu überwältigen versteht.«

Wilhelm von Sternburg, Frankfurter Rundschau (03. August 2021)

Originaltitel: Jeder schreibt für sich allein. Schriftsteller im Nationalsozialismus
Originalverlag: C.H. Beck
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77183-7
Erschienen am  11. July 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Zwischen Widerstand und Anpassung

Von: mitkaffeeundkafka

25.08.2022

Der Titel dieses Buchs ist eine Anspielung an den bekannten Roman von Hans Fallada „Jeder stirbt für sich allein“. Fallada blieb wie viele andere SchriftstellerInnen und Kulturschaffende während des Nationalsozialismus in Deutschland. Auch Erich Kästner und Gottfried Benn sind geblieben und befanden sich in einem Zwiespalt zwischen künstlerischer Freiheit und Anpassung an die Bedingungen des Dritten Reichs. Anatol Regnier verknüpft in seinem Buch „Jeder schreibt für sich allein“ anhand von Publikationen, Tagebüchern und Briefen die vielen Schicksale und lässt eine beeindruckende Geschichte entstehen. Was bedeutete es, im Nationalsozialismus Schriftsteller zu sein? Welche Auswirkungen hatte die Machtergreifung Hitlers 1933? Wie frei waren die SchriftstellerInnen in ihrem Schaffen? Regnier geht diesen Fragen nach und entdeckt dabei nicht nur Widerstand sondern eben auch Widersprüchlichkeiten und Verrat. Für viele SchriftstellerInnen war es eine Gratwanderung zwischen Richtig und Falsch, Gut und Böse – mit verheerenden Auswirkungen, nicht nur auf ihr künstlerisches Sein sondern auf ihr Leben. Regnier hat ein beeindruckendes und wichtiges Buch geschrieben, welches sich fast schon wie einen Roman lesen lässt. Teilweise waren ein paar Kapitel für mich etwas langatmig. LiebhaberInnen deutscher Literatur und Geschichte kommen hier aber definitiv auf ihre Kosten.

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Vita

Anatol Regnier wurde 1945 als zweites Kind von Pamela Wedekind und Charles Regnier geboren. Schon früh lernte er das Gitarrenspiel. Er studierte am Royal College of Music in London und reiste dann als Gitarrist durch In- und Ausland. Lange dozierte er am Konservatorium in München. 1985 ging er mit seiner ersten Frau, der bekannten israelischen Sängerin Nehama Hendel, und seinen Kindern nach Australien. 1997 veröffentlichte er "Damals in Bolechow", ein Buch über das Schicksal einer jüdischen Familie aus Galizien. Zuletzt erschien bei Knaus die Familienbiographie "Du auf deinem höchsten Dach". Heute lebt Anatol Regnier in München und am Starnberger See.

Zum Autor

Events

06. März 2023

Lesung aus „Jeder schreibt für sich allein“

19:00 Uhr | München | Lesungen
Anatol Regnier
Jeder schreibt für sich allein

Pressestimmen

»Regnier beschreibt Scharmützel und Intrigen, Widerstand und viel Wegducken. Und arbeitet immer wieder Ambivalenzen heraus.«

Antje Weber, Süddeutsche Zeitung Extra (03. August 2021)

»Rundum gelungen.«

Werner von Koppenfels, Frankfurter Allgemeine Zeitung (03. August 2021)

»Lebendig erzählt (...) Und trotz der Düsternis seines Sujets ist seine Geschichte der Literatur im Nationalsozialismus ein pointenreiches Gruppenbild ohne Held.«

SPIEGEL (03. August 2021)

»Noch nie hat eine Literaturgeschichte über den NS die Braunschattierungen mit so viel Sinn für Zweifelsfälle, Merkwürdigkeiten, Skurrilitäten und Zwänge erklärt.«

Tilmann Krause, Literarische Welt (03. August 2021)

»Regnier gelingt ein beeindruckendes Panorama.«

Stefan Nölke, MDR Kultur (03. August 2021)

»Der Autor folgt den einzelnen Schicksalen mit gewissenhafter Einfühlsamkeit. Er sucht Nähe und wahrt Abstand.«

Irmtraud Gutschke, DER FREITAG (14. October 2022)

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