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John Niven

Gott bewahre

Roman

Taschenbuch
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»Da kommt Gott – tut so, als wärt ihr beschäftigt.«

Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: The Second Coming
Originalverlag: Heineman
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67633-6
Erschienen am  12. November 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

- skurrile und utopische Geschichte über Jesus Wiederkehr -

Von: Janko / LACK OF LIES aus Fischbachtal

03.06.2022

Als Gott von einem 7-tägigen Kurzurlaub - was in etwa 400 Erdenjahren entspricht - in das Zentralbüro des Himmels zurückkehrt, ist auf der Erde nichts mehr so wie es einstmals war. Während der Allvater bei zwei Finger breit Whiskey und einem Joint den verpassten Geschehnissen der letzten Woche Aufmerksamkeit schenkt, sieht er sich zu seinem Entsetzen mit den Schrecken des 20. Und 21. Jahrhunderts konfrontiert. Da hat sein Sohn - wir kennen ihn alle (wenn vielleicht auch nicht persönlich) - während Gottes Abwesenheit ganze Arbeit geleistet. Jesus hat sich einfach nicht gut genug um die Menschen gekümmert. Nun gibt es Umweltsünden noch und nöcher, ein Loch ziert die Ozonschicht und die Moral der Menschheit ist, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Teufel gegangen. Also beruft Gott eine Konferenz der leitenden Heiligen Petrus, Matthäus, Andreas und Johannes ein und fährt anschließend mit seinem Sohn hinab in den 10. (!) Höllenkreis, um sich mit Satan höchstpersönlich zu treffen. Es sind stets intelligente, aber auch infame, teils gar räudige Gedankenkonstrukte, die John Niven, der im Jahre des Herrn 1966 das grelle Neonlicht des Kreißsaals in Irvine, Schottland erblickte, für seine Romane entwirft. Niven nimmt kaum einmal ein Blatt vor den Mund, sagt, was gesagt werden muss und bereut dabei nichts. So erhält der Leser auch Einblicke in die, zugegebenermaßen etwas skurrilen Machenschaften und Bestrafungen in der Hölle. Und der Schöpfer fragt sich völlig zu Recht: Wie konnte auf Erden alles so dermaßen aus dem Ruder laufen? Also beschließt Gott seinen Sohn Jesus Christus abermals auf die Erde zu schicken, um geradezurücken, was eigentlich nicht mehr geradezurücken ist. Im New York, des beginnenden 21. Jahrhunderts ist Jesus mittlerweile zu einem gutaussehenden, jungen Mann herangewachsen. Er teilt sich mit seinen beiden Bandkollegen Kris und Morgan ein Zwei-Zimmer-Apartment und wundert sich immer wieder über die Spezies Mensch, in all ihren sinnlosen Facetten. Von allen nur JC genannt, wird der Überlebenskünstler Jesus Christus in seinem Alltag auf Erden immer wieder von den Widrigkeiten des Lebens in einem Amerika der Neuzeit ausgeknockt. So landet JC im Knast, beim Pfandleiher, im Supermarkt-Container, feiert mit Freunden, raucht Joints, trinkt Bier, jamt mit ihnen auf der Gitarre und meldet sich bei "American Pop Star" an. Gemeinsam mit seinen Bandmitgliedern und ein paar Freunden begeben sie sich auf eine abenteuerliche, stets von Geldnot geprägte Reise durch ein herzloses, verruchtes und vom Mammon regiertes Amerika. Die 400 Seiten umfassende, skurrile und im Präsens verfasste Gesellschaftssatire "Gott bewahre" stammt aus dem Jahre 2011 und ist so richtig schön politisch unkorrekt. Sie ist eine fiese Persiflage, nein eher eine gerechte und gerechtfertigte Abrechnung mit der heuchlerischen Doktrin und dem dogmatischen Gehabe nahezu aller Religionen. Hier kriegt jeder sein Fett weg. Vom frauenunterdrückenden Ehemann, der burkatragenden Muslima bis zum heiligen Papst im Vatikan. Aber auch Politik, Wirtschaft, Musikindustrie und die Menschheit im Allgemeinen, die sich zum Sklaven ihres eigenen Systems gemacht hat, wird in die Mangel genommen. Das alles verpackt der schottische Autor John Niven, der heute in Buckinghamshire in der Nähe von London lebt, in warme Gewänder aus beißendem Sarkasmus, tiefschwarzem Humor und unliebsamen Wahrheiten, mit einem äußerst differenzierten und authentischen Blick auf das Weltgeschehen. In dem ständigen Perspektivwechsel zwischen JC, seinen Freunden, sowie der großartigsten Show der USA ever, geht es um Verantwortungsbewusstsein, (Un-)Moral, lächerliche TV-Formate oder besser gesagt Freakshows, Zusammenhalt, Altruismus, (Nächsten-)Liebe, positives Denken, aber auch um Machtmissbrauch, Skrupellosigkeit, Rassismus, Mobbing, Anmaßung, die bereits angesprochene Heuchelei der Kirche und ihrer Anhänger, sowie das herzlose Musik- und TV-Geschäft...

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Ein tiefsinniger Roman voller Witz, skurriler Figuren und vor allem voller beklemmender und nackter Wahrheit - ein typischer Niven

Von: Pink Anemone

07.03.2019

Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?... (Klappentext) ✞✞✞✞✞ ">>Aber....aber, das sind Tiere da unten. Sie werden den Jungen in Stücke reißen. Beim letzten Mal war es ja schon schlimm genug. Aber heutzutage? Dagegen werden die Römer Sozialarbeiter aussehen<<" (S. 69) Stellt Euch vor, um Gott und den Himmel ist es ganz anders bestellt als wir bisher dachten, bzw. als uns weis gemacht wurde. Gott ist ein alter Hippie, trinkt gerne Scotch und raucht auch gerne mal einen Joint. Die 10 Gebote sind einzig alleine auf dem Mist von Moses gewachsen, da er mal wieder übertreiben musste und Gott hält von dem ganzen Religionsmist so gar nichts. Gott liebt alle Menschen, egal welcher Farbe oder sexueller Orientierung. Tja, wenn er gewusst hätte wie sich die Menschheit entwickelt, hätte er wohl keinen Urlaub genommen, um angeln zu gehen und schon gar nicht hätte er alles in die Hände von Jesus gelegt. Dieser zupft lieber mit Jimi Hendrix auf der Gitarre herum und zieht sich dabei einen Joint nach dem anderen rein. Kein Wunder, ist er seit der Sache mit den Römern nicht allzu gut auf die Menschen zu sprechen. Als Gott 2010 vom Urlaub zurück kommt, trifft ihn fast der Schlag. Was wurde nur aus seiner Welt? Religionskriege, Intoleranz wohin man nur blickt und dieses Fernsehen und die Sucht nach Fame...grauenhaft! Am besten wäre es einen Meteoriten auf diesen Misthaufen von Erde zu werfen und nochmals von vorne anzufangen. Doch Jesus ein weiteres Mal auf die Erde zu schicken, um die Menschen zur Vernunft zu bringen scheint dann doch eine bessere Idee zu sein. Und schwups...wandelt Jesus wieder auf der Erde und versucht Gutes zu verkünden. Als Gitarrist und Sänger einer Indie-Rockband geht das am besten und zwar bei einer so vertrottelten Castingshow, der Millionen von Menschen gebannt folgen. Seid bereit für die wahre Geschichte und höret auf den Propheten, der ein weiteres Mal seine Jünger um sich schart. ">>Ich sag Ihnen mal was<<, fährt die Frau entrüstet fort. ICH SAG IHNEN MAL WAS ist in der Regel ein ziemlich guter Indikator dafür, dass man kurz davor steht, sich einen Haufen Blödsinn anhören zu müssen. >>Ich bete jeden Morgen und jeden Abend zu unserem Herr....<< >>Wissen Sie was Lady?<<, seufzt Jesus, >>Sie können auch jeden Abend einen Hund als Superman verkleiden. Der kleine Scheißer wird trotzdem nicht herumfliegen und die Welt retten.<<" (S. 188) Das Buch ist in 6 Themen-Kapitel unterteilt. Man beginnt im Himmel, blickt dabei hinter die Kulissen und was Gott von all dem hält, dann begleitet man Jesus auf Erden, lernt ihn dabei näher kennen und begibt sich mit ihm und seinen Freunden auf einen abgefahrenen Roadtrip und schließlich in die Welt der Castinshows. Hierbei treffen John Niven-Leser auf einen bekannten Protagonisten. Wer sonst könnte der macht- und geldgeile Boss der Castingshow sein als Steven Stelfox? Diesen kennen manche bereits aus "Kill your friends". Er ist natürlich immer noch der Arsch wie wir ihn kennen und jetzt stellt Euch vor er trifft auf Jesus. "Die beiden Männer reichen sich die Hände - Stelfox' Griff ist kalt, unmenschlich, und sehen sich einen Moment lang an: Stelfox blickt in Augen, blau wie Kornblumen, die auf dem Pazifik treiben. Jesus dagegen blickt in Augen, die schwarz sind wie das All, bodenlose Löcher des Nichts, Fledermäuse kreisen in den Brunnen der Pupillen, stürzen in das Vakuum der Seele. Ein kalter Schauer läuft Jesus über den Rücken. Auch Stelfox empfindet etwas Ungewohntes [...] Er spürt die Gegenwart eines Widersachers. (S. 221) Im nächsten Teil begeben wir uns mit Jesus in das weite flache Land Texas, wo sie Land und eine Ranch kaufen, um als Selbstversorger zu leben und die Welt zumindest dort etwas besser zu machen. Irgendwo muss man ja anfangen. Das so eine Hippie-Kommune im streng konservativen Amerika nicht gern gesehen ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Wieder hat Jesus zu kämpfen, wieder läuft alles aus dem Ruder und es droht sich alles zu wiederholen. John Niven hat mit diesem Buch wieder eine total abgefahrene Story kreiert. Die Werke dieses Autors beinhalten immer Gesellschaftskritik und Milieustudie in einem, doch hier hat er die ganze Menschheit im Visier. Diese kommt hier nicht allzu gut weg. Tja, und recht hat er. Doch wer sonst als Niven kann einem während des Lesens zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken bringen? Ja, es ist sowohl beklemmend und auch traurig uns Menschen einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es ist aber auch absolut zum Schreien komisch. Diese Story enthält so viel Witz und noch viel mehr nackte Wahrheit und einmal mehr wird einem klar, dass ein Meteorit nicht unbedingt die schlechteste Idee wäre. Der Roman könnte auch als 2. Teil der Stelfox-Reihe gelten, kann jedoch durchaus eigenständig gelesen werden. Fazit: Hier liegt wieder ein Niven vor mir, der mich begeistert, aber auch nachdenklich zurück lässt. Kein anderer Autor schafft es Humor, skurrile Figuren und die bittere Wahrheit an den Leser zu bringen wie er. Derb, direkt und doch mit einer Sprachgewalt die einem mitreißt, zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt. Schottische Literatur vom Feinsten! © Pink Anemone (inkl. Leseprobe, John Niven über das Buch, passendem Sound und Autoren-Info)

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Vita

John Niven arbeitete mehrere Jahre als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich dem Schreiben widmete. Nach seinem ersten Buch, der halbfiktionalen Novelle Music from Big Pink, gelang ihm mit Kill Your Friends ein Welterfolg. Mit den Romanen Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male, Old School, Alte Freunde und Kill 'em all konnte er diesen Erfolg wiederholen. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er lebt in der Gegend von London.

Zum Autor

Stephan Glietsch

Stephan Glietsch, geboren 1967, war lange Jahre Redakteur bei den Musikmagazinen Intro und Spex. Als freier Autor und Literaturübersetzer lebt und arbeitet er in Köln. Neben den Romanen von Irvine Welsh übersetzte er u.a. sämtliche Bücher von John Niven.

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