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Frieda von Richthofen

Eine Frau sprengt die Fesseln ihrer Zeit

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TaschenbuchNEU
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Die spektakuläre Geschichte der Frieda von Richthofen: »Eine kühne und starke Frau.« (Stylist).

Deutschland, 1907: Frieda von Richthofen, in Nottingham mit dem britischen Professor Ernest Weekley verheiratet und Mutter dreier Kinder, besucht ihre Schwestern in München. Sie taucht ein in die Schwabinger Bohème, in die Welt der Künstler, Freigeister und freien Liebe. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem Psychoanalytiker Otto Gross und entdeckt, dass sie mehr sein will als Mutter und Ehefrau.

England, 1912: Gefangen in ihrer Ehe, trifft Frieda den mittellosen, aber ehrgeizigen jungen Schriftsteller D. H. Lawrence. Ihre stürmische Liebe ist ein gesellschaftlicher Skandal. Und Frieda muss für ihren Mut, die Fesseln ihrer Zeit zu sprengen, einen hohen Preis zahlen.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Michaela Meßner
Originaltitel: Frieda A Novel of the real Lady Chatterley
Originalverlag: Two Roads
Taschenbuch, Klappenbroschur, 464 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71942-6
Erschienen am  12. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Interessante Romanbiografie über eine bemerkenswerte Frau!

Von: Susanne Probst

20.07.2021

Diese Romanbiographie, in der wir Frieda von Richthofen näher kennenlernen, ist nicht nur interessant und unterhaltsam, sondern auch literarisch ansprechend. Frieda von Richthofen ist eine Frau, die sich nicht an Konventionen hält und Grenzen sprengt, weil sie mehr will, als das, was das beginnende 20. Jahrhundert ihr zugesteht. Frieda von Richthofen ist die Frau, die den 1885 geborenen und 1930 verstorbenen englischen Schriftsteller D. H. Lawrence zu Werken wie „Lady Chatterley“ inspirierte. Mit 20 Jahren heiratet sie 1899 den um 14 Jahre älteren britischen Philologen Ernest Weekley. Das Paar wird in Nottingham sesshaft und bekommt drei Kinder. Der Alltag mit dem rigiden Professor, die theatralische, gekünstelte und letztlich biedere und spröde Gesellschaft, ihre Rolle als Mutter und die ereignislose englische Provinz erfüllen diese außergewöhnliche junge Frau nicht und man fragt sich, was aus ihr geworden wäre, hätte sie nicht eines Tages im Jahr 1907 ihre ältere Schwester in München besucht. In der Schwabinger Bohème fühlt sie sich erstmals frei und lebendig. Sie bekommt eine Ahnung davon, wer sie ist, was sie will und was alles sein könnte. Ihre Begegnung mit dem Psychoanalytiker Otto Gross stellt einen weiteren Wendepunkt dar. Sie stürzt sich nicht nur in eine leidenschaftliche Affäre, sondern sie wird inspiriert von seinen Gedanken und Ideen. Ihr inneres Korsett wird durch ihre Zeit in München und durch ihre Beziehung mit Otto Gross gesprengt. Es ist nach diesen Erfahrungen eigentlich kaum anzunehmen, dass sie sich jemals wieder in ihr Leben in der englischen Provinz einfügen wird. Zurück in England wird auch nichts mehr wie es war. 1912 begegnet sie dem unvermögenden und ambitiösen Schriftsteller D. H. Lawrence. Ihre heftige Liebe ist aufsehenerregend und ungeheuerlich. Sie erregt großen Unmut. Wir erleben in dem lesenswerten Roman von Annabel Abbs die innere und äußere Veränderung einer bemerkenswerten Frau mit, die mit ihren inneren Ambivalenzen zu kämpfen hat und letztlich nicht anders kann, als sich zu emanzipieren. Und wir erfahren sehr viel Wissenswertes über die Gepflogenheiten, Konventionen, Schwierigkeiten und Reformbewegungen der damaligen Zeit. Es gefiel mir, auch andere Perspektiven, nämlich die ihres Ehemannes Ernest und ihres Sohnes Monty kennenzulernen. Das brachte nicht nur Abwechslung, sondern erweiterte auch den Blickwinkel. Ich empfehle diese gut recherchierte, unterhaltsam, interessant und feinfühlig geschriebene Romanbiographie sehr gerne weiter.

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Die wahre Lady Chatterley

Von: YukBook

17.07.2021

D. H. Lawrence und sein berüchtigter Roman „Lady Chatterley“ sind sicher vielen ein Begriff, doch wer kennt seine große Liebe, die ihn zu dieser Figur und zu vielen weiteren berühmten Werken inspirierte? Von dieser besonderen Frau handelt dieser biografische Roman. Frieda fühlt sich in der prüden und affektierten Gesellschaft in Nottingham und in der Ehe mit dem verknöcherten Professor Edgar Weekley fehl am Platz. Wer weiß, wie lange ihr trostloses Leben noch so weitergegangen wäre, hätte sie nicht ihre Schwester in München besucht. In der Schwabinger Bohème fühlt sie sich das erste Mal lebendig und erkennt ihr wahres Wesen und ihre Bestimmung. Besonders die Begegnung und Affäre mit dem Psychoanalytiker Otto Gross und seine revolutionären Ideen von einem freizügigen Leben entfesseln Frieda und stellen die Weichen für ihre spätere Liebesbeziehung zum Schriftsteller D.H. Lawrence. Spannend ist nicht nur Friedas Wandlung, sondern wie diese von ihrer Familie wahrgenommen wird. Mit großer Sensibilität und viel Mitgefühl erzählt die Autorin das Geschehen auch aus der Sicht des Ehemannes Ernest und des Sohnes Monty. Am meisten litt ich natürlich mit Frieda, zerrissen zwischen der Liebe zu ihren Kindern und zu Lawrence, für den sie weit mehr als eine passive Muse ist. Wer sich nicht nur für die Emanzipationsgeschichte einer außergewöhnlichen Frau, sondern auch für die damaligen Reformbewegungen interessiert, kann sich auf ein großes Lesevergnügen freuen.

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Vita

Annabel Abbs

Annabel Abbs ist Schriftstellerin und Journalistin. Ihre Romanbiographie "Frieda" wurde als »Times Book of the Year« ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in London und Sussex.

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