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Rezensionen zu
Was so in mir steckt

Barry Jonsberg

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)

Der 13-jährige Rob ist eher ein schüchterner Vertreter. Er mag es nicht, vor Leuten zu sprechen, denn wenn alle Augen auf ihn gerichtet sind, steigt in ihm die Panik auf. Wie bei vielen Jugendlichen in diesem Alter schlägt auch sein Herz für ein Mädchen. Um Aufmerksamkeit zu bekommen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als aus sich herauszuwachsen. Robs Großvater und sein bester Freund Andrew begleiten ihn gerne auf seinem Weg und geben immer wieder Tipps und Ratschläge. Natürlich sind diese nicht immer hilfreich und da passiert noch etwas Merkwürdiges. Woher kommen plötzlich die anonymen SMS her? In den SMS wird er zu aufeinander folgenden Herausforderungen aufgefordert. An erster Stelle steht nicht das Ziel, Destry zu beeindrucken, sondern vielmehr sich selbst zu helfen. Kann er am Ende über seinen eigenen Schatten springen, Selbstvertrauen entwickeln und Destrys Herz erobern? In diesem Jugendbuch geht es um den 13-jährigen Jungen Rob, der auf dem Weg ist, sich selbst zu finden. Gerade in diesem Alter durchleben Teenager viel Neues, und dies hat der Autor Barry Jonsberg sehr gut in seinem Buch hervorgebracht. Die Geschichte ist humorvoll, witzig, aber auch tiefgründig. Der Charakter von Rob hat mit dabei sehr gefallen. Durch die erhaltenen Herausforderungen konnte man daran teilhaben, wie Rob aus sich heraus wuchs und sein Selbstbewusstsein dabei größer wurde. Auch wie Destry ihn immer mehr wahrnahm, er aber dabei merkte, dass dies nicht das Wichtigste ist. Ihm wurde viel mehr bewusst, dass es viel wichtiger ist, zu sich selbst zu stehen. Ich konnte mich sehr gut in Rob hineinversetzen, da auch ich früher schüchtern gewesen bin. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb mir das Buch so sehr gefällt. Ich denke, es werden viele Teenager aus dieser Geschichte Vergleichen mit ihrem Leben ziehen können und sich sehr gut mit dem Protagonisten identifizieren können. Der Schreibstil des Autors ist sehr jugendlich aufgebaut und somit genau richtig für die Zielgruppe. Die Geschichte liest sich leicht, locker und schnell. FAZIT Ein toller Jugendroman über Selbstfindung, dem Glauben an sich und seine Stärken. Sehr humorvoll geschrieben und wird bestimmt anderen Jugendlichen Mut machen können, mehr an sich zu glauben. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sterne

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Träume groß. Habe Mut. Und lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Inhalt: Der dreizehnjährige Rob Fitzgerald ist sich ganz sicher – er ist verliebt! Aber was nun? Irgendwie muss er die Aufmerksamkeit seiner Angebeteten erlangen. Doch leichter gesagt, als getan. Rob kann Destry Camberwick nämlich nicht einfach so ansprechen – daran hindern ihn leider die Schüchternheit und die Panikattacken, mit denen er zu kämpfen hat. Sein Großvater und sein bester Freund Andrew stehen ihm natürlich mit guten Ratschlägen und Tipps zur Seite, allerdings sind diese nur bedingt tauglich. Als Rob plötzlich merkwürdige Textnachrichten mit Aufgaben von einem anonymen Absender erhält, wird aus der Herausforderung, Destrys Herz zu erobern, etwas viel Größeres, denn Rob muss über seinen eigenen Schatten springen und der Welt zeigen, wer er eigentlich ist. Meinung: Diese Selbstfindungsgeschichte über die Identitätsprobleme eines Teenagers hat mich komplett begeistert. Die Story ist nicht nur witzig, sondern herzerwärmend und tiefgründig. Ich war tatsächlich emotional ergriffen. Der Autor hat mich mit seinem humorvollen und jugendlichen Schreibstil richtig überrascht. Langeweile kam an keiner Stelle auf. Mit Rob hat Barry Jonsberg einen absolut liebenswerten Charakter erschaffen. Mit viel Selbstironie lässt Rob uns ans seinen Gedanken teilhaben und erzählt uns seine Geschichte mit einem Augenzwinkern. Mein absoluter Lieblingscharakter der Geschichte war aber eigentlich der Großvater, der kein Blatt vor den Mund nimmt und alles, was er gerade denkt, auch ausspricht. Die Gespräche zwischen Ron und seinem Großvater haben mich zum einen sehr berührt, aber dann wiederum auch sehr zum Lachen gebracht. Diese Geschichte über Freundschaft, Mut und Akzeptanz war für mich das pure Lesevergnügen. Fazit: „Was so in mir steckt“ von Barry Jonsberg ist ein Jugendroman der Extraklasse. Diese humorvolle und liebenswerte Geschichte hat mein Herz erwärmt und deshalb empfehle ich das Buch nicht nur Jugendlichen ab 13 Jahren, sondern tatsächlich auch junggebliebenen Erwachsenen. Von mir gibt es wundervolle 5 von 5 Sternchen.

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Story: Rob Fitzgerald ist 13 und zum ersten Mal verliebt. Um das Herz seiner Angebeteten Destry zu gewinnen, ist er bereit es mit all seinen Ängsten und Panikattacken aufzunehmen. Unterstützung erhält er durch seinen besten Freund Andrew und seinen Großvater – beide stehen Rob bei seinem Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite. Zudem erhält er anonyme SMS mit Aufgaben, die erfüllen soll und obwohl er nicht weiß, wer ihm die Nachrichten schickt, stellt er sich den Herausforderungen. Schnell wir klar, dass es nicht nur darum geht Destry zu beeindrucken, sondern auch über seinen Schatten zu springen und der Welt zu zeigen, wer er ist. Eigene Meinung: „Was so in mir steckt“ stammt vom australischen Autor Barry Jonsberg, der sich bereits mit dem Roman „Das Blubbern von Glück“ einen Namen auf dem deutschen Jugendbuchmarkt gemacht hat und auch dieses Mal seine Leser mit einer humorvollen und liebenswerten Geschichte zu fesseln weiß. „Was so in mir steckt“ erschien im Herbst 2019 bei cbj und handelt von Akzeptanz, Freundschaft und Mut. Die Geschichte ist ungemein positiv, humorvoll und liebenswert umgesetzt – man ist schnell in der Handlung und fiebert mit Rob mit, der mit viel Ironie und Charme sein Leben meistert, obwohl er mit etlichen Problemen zu kämpfen hat, allen voran seine Schüchternheit, Ängste und Panikattacken. Nichtsdestotrotz ist er fest entschlossen, Destry auf sich aufmerksam zu machen, selbst wenn das bedeutet, aus den Schatten zu treten und sich seinen Ängsten zu stellen. Im Laufe der Zeit entwickelt sich Rob unweigerlich weiter, denn all die Herausforderungen, die er meistert, sorgen dafür, dass er stärker und selbstbewusster wird. Unterstützt wird er von seinem besten Freund Andrew, der für jeden Spaß zu haben ist und seinem Großvater, der im Altersheim lebt und mit seiner direkten, teils sehr harschen Wortwahl einen sehr direkten Draht zu Rob hat. Er ist der zweite Held der Geschichte, der in seinem langen Leben viel erlebt hat und mit entsprechend viel Erfahrung aufwarten kann. Die queere Komponente des Jugendbuches wird erst ganz am Ende ersichtlich und damit verbunden eine gelungene, inhaltliche Wendung im letzten Kapitel – da möchte ich nicht zu sehr vorweg greifen, denn es sorgt beim Leser in vielfacher Hinsicht für einen Aha-Effekt, wenn man am Ende erfährt, was es eigentlich mit Rob und seinem Leben auf sich hatte. Dieser Kniff am Ende ist dem Autor sehr gelungen, denn das letzte Kapitel wertet „Was so in mir steckt“ noch einmal merklich auf und sorgt dafür, dass man lange über Rob und seine Geschichte nachdenkt. Die Figuren sind sehr authentisch, handeln in sic schlüssig und wachsen dem Leser binnen weniger Seiten ans Herz. Gerade der Held der Geschichte ist ungemein sympathisch und sein Sinn für Humor ansteckend. Man begleitet ihn sehr gerne auf seinen Abenteuern und fiebert mit ihm mit, ganz gleich was er tut, um Destry zu gewinnen oder die anonymen Herausforderungen zu bestehen. Auch Robs Großvater, seine Eltern und sein bester Freund Andrew sind sympathisch – sie unterstützen Rob in all seinen Entscheidungen, wenngleich sie nicht immer von dessen Ideen überzeugt sind. Es macht Spaß, Rob auf seinem Weg zu begleiten und dabei zu sein, wenn er Stück um Stück seine inneren Ängste überwindet und immer mehr zu dem Jungen wird, der er eigentlich sein will. Stilistisch legt Barry Jonsberg einen gut geschriebenen, sehr humorvollen Jugendroman vor, der aus Robs Perspektive geschrieben ist. Man ist stets nah an den Figuren und Ereignissen und dank des lockeren Humors und der spritzigen Dialoge liest man das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen und einem angenehm warmen Gefühl in der Brust. Erst zum Ende hin schlägt er ernstere Töne an und zeigt auf, dass Robs Welt nicht ganz so unbeschwert ist, wie man es die meiste Zeit geglaubt hat. Das ändert nichts an der positiven Stimmung des Buches – „Was so in mir steckt“ bietet nur die Möglichkeit über einige wichtige Themen zu diskutieren, denn hinter Rob versteckt sich mehr, als ein schüchterner Junge, der über sich hinauswächst. Fazit: „Was so in mir steckt“ ist ein wundervoller, gut geschriebener und humorvoller Jugendroman, der durch eine tolle Sprache und charmante, liebenswerte Charaktere punkten kann. Barry Jonsberg spricht die Sprache der Jugend, weiß zu fesseln und zu unterhalten und hat einen tollen Helden erschaffen, der mehr als die üblichen Facetten aufweist. Wer unterhaltsame, witzige Geschichten mit starken Helden mag, der sollte unbedingt einen Blick riskieren. „Was so in mir steckt“ ist eines der schönsten und liebenswertesten Jugendbücher seit langem – unbedingt lesen.

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Wie gesteht man der ersten Schwärmerei die Liebe, wenn man mit Schüchternheit und Panikattacken zu kämpfen hat? Autor Barry Jonsberg begleitet in "Was so in mir steckt" zusammen mit uns den 13-Jährigen Rob, dessen Avancen bei Destry nicht so richtig punkten wollen. Humorvoll und emotional zeichnet der Autor hier ein Bild vom Erwachsenwerden und von der Reise zu sich selbst. 

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Schon das Blubbern von Glück von Barry Jonsberg fand ich klasse und so war ich gespannt auf Was so in mir steckt. Cover und Titel finde ich durchaus passend, doch leider sind beides keine Eyecatcher und dabei hätte das Buch so viel Aufmerksamkeit verdient. Rob ist 13 Jahr alt und das erste Mal verliebt. Also was nun, Destry einfach ansprechen geht nicht. Rob leidet an Panikattacken und außerdem ist er extrem schüchtern. Also muss ein Plan her. Dabei hilft ihm sein bester Freund Andrew und sein Großvater. Die Geschichte startet unheimlich humorvoll, schon auf den ersten 50 Seiten habe ich herzhaft gelacht und hatte einmal sogar Tränen in den Augen und dies, obwohl ich eigentlich schlechte Laune hatte. Doch wenn man dieses Buch liest, kann man einfach nur grinsen und gute Laune bekommen. Es hat so eine unheimlich positive Stimmung. Wer die Bücher von Barry Jonsberg kennt, weiß er hat eine Schwäche für eher ungewöhnliche Charaktere. Sie gleichen nicht der Breitenmaße, sondern sind besonders. Rob hat einen engen Bezug zu seinem Großvater, verbringt jede Menge Zeit im Senioren Zentrum. Und der alte Herr ist speziell, er flucht ohne Unterlass (was im Buch aber nicht direkt ausgeschrieben wird), schließt Wetten darauf ab, wer als Nächstes stirbt und nimmt auch so kein Blatt vor den Mund. Rob, der oft den Mund nicht auf bekommt, weil ihm die richtigen Worte fehlen, ist da ganz anders. Doch entwickelt er sich innerhalb der Geschichte weiter und wächst über sich hinaus. So geht es in Was so in mir steckt, nicht um einen Lovestory, sondern um Selbstfindung. Darüber, über den eigenen Schatten zu springen und mutig zu sein, zu sich selbst zu stehen und für das einzustellen, was einem wichtig ist. Geschickt werden auch Themen wie Klimawandel, Fleischkonsum und Krieg in die Geschichte mit eingebracht. Und wie toll Hunde sind, auch wenn diese einem wütenden Wischmop gleichen ;) Beim Lesen mag man denken, dass manches nicht so realistisch ist, doch lasst euch davon die Lesefreude nicht nehmen, am Ende ergibt alles Sinn. Auch wenn ich das Buch über fast immer ein Grinsen im Gesicht hatte und sehr stolz auf Rob war. So hat mich das Ende bewegt und vielleicht habe ich auch ein bisschen feuchte Augen bekommen. Manche mögen meinen, das Ende sei nicht nötig gewesen, doch ich fand es einen perfekten Abgang für dieses großartige Buch. Fazit: Eine Empfehlung von Herzen. Selten hat ein Buch meine Laune beim und nach dem Lesen so positiv beeinflusst. Ich habe Tränen gelacht und später dann auch welche aus Betroffenheit verloren. Viele wichtige Themen werden untergebracht und dabei genau richtig dosiert. Das Buch hat eine tolle Botschaft. Und die Entwicklung von Rob war klasse und fast schon ansteckend, wie er über sich hinaus wächst. Für mich ein Herzensbuch.

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Inhalt: Destry Camberwick ist für Rob die Projektionsfläche aller Sehnsüchte, allen Glücks an der Schule. Immer wenn Rob an ihr vorbeigeht, verschlägt es ihm die Sprache. Tagein, tagaus muss er an Destry denken. Zufällige Begegnungen, lassen den Mund offenstehen, richten das Nackenhaar auf und erzeugen kalte Schweißausbrüche. Die Indizien liegen klar auf der Hand: Rob ist verliebt. Die Panikattacken, die Rob in den ungünstigsten Momenten überkommen, machen es ihm nicht einfacher. Wie soll er Destry seine Gefühle gestehen. Ja, wie soll sie überhaupt erfahren, dass es ihn gibt, wenn er nicht mal in der Lage ist, ein einziges Wort mit ihr zu wechseln? Robs bester Freund Andrew und sein grießgrämiger Opa stehen dem Jungen sofort mit Rat und Tat zur Seite. Rob muss etwas tun, was Destrys Aufmerksamkeit auf ihn zieht. Zum Beispiel am Schulsport teilnehmen und sich dort hervortun, eine Passion zu haben, kann nicht schaden, auch ein Hund könnte helfen, um ganz beiläufig mit Destry, die selbst ein solches Haustier besitzt, ins Gespräch zu kommen. Letztlich fällt sogar der Vorschlag am Schultalentwettbewerb teilzunehmen und dort eine Begabung zu zeigen, von der bislang noch keiner etwas wusste. Rob ist von all diesen Ideen nicht begeistert. Im Sport ist er eine absolute Niete, er kommt sympathisch unambitioniert daher. Doch was tut man nicht alles für die Liebe? Im Detail: Mit Rob erschafft Barry Jonsberg einen Protagonisten, der – ähnlich wie Candice in „Das Blubbern von Glück“ - ziemlich unambitioniert, zugleich aber erstaunlich altersklug und liebenswert daherkommt. Gleich zu Beginn der Geschichte interviewt Rob zu „Studienzwecken“ seine Eltern zum Thema Verliebtsein. Er stellt Fragen wie: „Mum, weiten sich deine Pupillen, wenn du Dad anschaust? Strömt dein Blut in deine Epidermis und spürst du ein Flattern in der Magengrube?“. Klar, dass nach vielen Jahren Ehe die Antwort des befragten Elternteils eher ernüchternd ausfällt. Doch Rob lässt sich nicht unterkriegen. Die Ermittlungen in Sachen Liebe zeigen ihm nur viel deutlicher, dass das, was er für Destry Camberwick empfindet, mehr ist als eine harmlose Schwärmerei. Doch was tut man, wenn man sich seiner Gefühle zwar sicher ist, aber beim Anblick der Angebeteten in Schweiß ausbricht und keinen einzelnen Satz hervorbekommt? Rob sucht Hilfe bei seinem geliebten Großvater. Einem sehr griesgrämigen, ständig fluchenden alten Mann, der im Altersheim Wetten abschließt, wer wohl als nächstes ins Gras beißen wird. Rob weiß genau von den Schwächen seines Opas. Er weiß, dass andere Menschen sich erst einmal an diese raue Schale gewöhnen müssen. Gemeinsam mit Andrew, Robs bestem Freund, ist Opa jedoch gewillt, der großen Liebe seines Enkels ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Nicht immer sind Opas und Andrews Ratschläge jedoch praxistauglich. Rob ist kein großer Sportler und genießt es auch nicht im Rampenlicht zu stehen. Dennoch ist der Junge gewillt Opfer für Destry zu bringen. Während die Lage recht aussichtslos erscheint, stellt er sich der Herausforderung. Rob meldet sich auf die Stelle des Torwarts, die in der Schulmannschaft neu besetzt werden soll. Er wird von einem Tag auf den anderen Vegetarier, kettet sich vor dem Supermarkt ans Geländer, um gegen schlechte Tierhaltung zu protestieren, geht mit der Promenadenmischung von einem der im Altersheim lebenden alten Männer spazieren, er schreibt Gedichte und versucht sich als Theaterschauspieler. Nur hat das alles einen großen Haken: Rob ist absolut talentfrei, unsportlich und auch nicht gerade ein absoluter Glückspilz. Mit großem Geschick beschreibt der Autor das klägliche Scheitern seiner Hauptfigur. Nicht spöttisch, nicht herablassend, aber mit augenzwinkerndem Humor. Rob ist jemand, der sich nicht unterkriegen lässt, der alles gibt, was er kann, nur um seinem Ziel, Destry Camberwicks Aufmerksamkeit zu wecken, ein wenig näher zu kommen. Fazit: The Things We Do For Love ... Was tut man nicht alles für die Liebe. Barry Jonsberg ist es gelungen mit ,„Was so in mir steckt“, erneut eine Geschichte mit enorm viel Spannung, Herz und Humor zu schreiben. Die Überforderung und die gegenseitigen Beziehungen ihrer Figuren zueinander sind wieder fulminant niedergeschrieben; so viel Wortwitz und abgründiger Humor. Wer Herzenswärme und ein besonderes Gespür für die Komik und Tragik des Alltäglichen sucht, wird bei Barry Jonsberg immer fündig. Eine absolute Empfehlung. Buchzitate: „Schhhh“, machte er. „Ich denke nach und das ist schon im günstigsten Fall eine delikate Angelegenheit. Wenn du mich unterbrichst, verliere ich den Faden und spiele stattdessen Videospiele.“

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Rob Fitzgerald ist verliebt. In Destry Camberwick, das wohl schönste Mädchen der Welt. Doch Rob hat ein Problem: Alleine der Gedanke im Mittelpunkt zu stehen, führt bei ihm zu ernsthaften Panikattacken und dem Wunsch im Erdboden zu versinken. Wie soll er es so schaffen, Destrys Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen? Die Lage scheint aussichtslos, doch plötzlich erhält er eine mysteriöse SMS, die ihn zu aufeinander folgenden Herausforderungen auffordert. Ziel der Herausforderungen ist nicht an erster Stelle Destry zu beeindrucken, sondern Rob zu helfen zu sich selbst zu stehen und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Zunächst denkt Rob natürlich gar nicht daran überhaupt mitzumachen, aber schließlich fasst er sich doch ein Herz und nimmt die erste Herausforderung an.Diese und auch die folgenden Herausforderungen scheinen ihn wirklich zu verändern. Er beginnt sich selbst mehr zuzutrauen und sogar Destry scheint ihn endlich zu bemerken. Doch Rob lernt auch, dass es gar nicht so wichtig ist, ob Destry ihn jetzt mag oder nicht. Viel wichtiger ist, dass er zu sich selber steht und auf sein Können vertraut. Besonders gut an der Geschichte hat mir gefallen, dass Rob nicht der typische Heldencharakter ist, aber auch nicht der eingefahrene Loser. Er ist zu Beginn wahnsinnig schüchtern und wagt es nicht mal, seinen Eltern so wirklich zu wiedersprechen. Im Laufe der Geschichte mit all den Herausforderungen, denen er sich stellt, lernt er dann jedoch zu sich selber zu stehen und seine Meinungen zu vertreten. Diese Entwicklung ist wirklich wundervoll zu beobachten, da sie meiner Meinung nach sehr gut darstellt, dass jeder sich positiv verwandeln und selbstbewusster werden kann. Viele Jugendliche haben das Problem, dass sie extrem schüchtern sind und sich nicht trauen aus sich herauszukommen. Rob zeigt, dass es möglich ist, diese Schüchternheit zu überwinden und dass man dafür lediglich seine eigene Komfortzone verlassen muss. Neben Rob existieren noch weitere sehr interessante Charaktere, die dem Buch Leben und Farbe einhauchen. Zum Beispiel Robs bester Freund Andrew, der immer für ihn da ist, aber auch kein Problem damit hat, Rob mal eiskalt seine Meinung um die Ohren zu hauen. Und dann ist da noch Robs Großvater. Ein grantiger, fluchender, meist ziemlich unhöflicher alter Mann, der Rob aber dennoch ins Herz geschlossen hat. Gerade die Unterhaltungen zwischen den beiden, die immer wieder zwischen gegenseitigem Aufziehen und ernsteren Gesprächsthemen schwanken, machen die Beziehung zwischen den beiden sehr unterhaltsam und interessant. Insgesamt ist die Geschichte sehr leicht, farbenfroh und interessant geschrieben, wodurch es wirklich Spaß macht sie zu verschlingen. Ann-Kathrin Opiolka, 18 Jahre

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VORSICHT, DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER! Was so in mir steckt hat mich wahnsinnig überrascht. Wer nicht gezielt auf der Suche nach queerer Literatur ist, wird bei diesem Buch vorher keinen Hinweis darauf finden, dass Rob trans ist und in einem Mädchenkörper geboren wurde. Rob ist einfach ein Junge, der zwar unsicher ist und mit vielen, für andere selbstverständlichen, Dingen Schwierigkeiten hat, aber sehr begabt, unglaublich witzig und vor allem liebenswert ist und sich zum ersten Mal verliebt hat. Wir lernen ihn kennen, während er beginnt, die Liebe zu erforschen: bei seinen Eltern, seinem Großvater, und sonst auch bei jedem, den er trifft. Während er nebenbei versucht, die zauberhafte Destry auf sich aufmerksam zu machen, wird er der Umwelt zuliebe zum Vegetarier, versucht sich als Sportler, Schriftsteller und Schauspieler und bekommt die Nachwirkungen eines Krieges zu spüren. Bei jedem Schritt, den er geht, wächst er über sich hinaus, um am Ende eine Ahnung davon zu haben, was es heißt sich selbst zu lieben. Diese Geschichte ist eine der lustigsten und liebenswertesten, die ich seit Langem gelesen habe und hat mich gerade deshalb häufig an mein Lesegefühl bei Love, Simon (aka »Nur drei Worte«) erinnert. Der Protagonist ist supercharmant, naiv-liebenswert, verliert nie seinen Mut und hat dabei einen unschlagbar ironischen Humor. Dieser Humor zieht sich durch die gesamte Geschichte und sorgt für Leichtigkeit vor einem eigentlich ernsten Hintergrund. Ob es um den WWM aka »wildgewordener Wischmop« aka der kleine Hund Trixie geht oder die Superhelden-Lehrerin, die zufällig immer im richtigen Moment auftaucht, wo man sie nicht erwarten würde, mit Robs Beschreibungen werden die Worte zu Bildern, die sich in der Erinnerung festsetzen. Dass man beim Lesen ständig vor sich hinkichert, sorgt dafür, dass man die Lesestimmung nicht so schnell vergisst und fast schon enttäuscht ist, wenn man am Ende angekommen ist. Dass Rob trans ist, erfährt der Leser erst ganz am Schluss und plötzlich machen alle kleinen Hinweise Sinn. Diese Vorgehensweise sorgt gerade bei nicht betroffenen Menschen dafür, dass sie Rob als Jungen kennenlernen und am Ende gar nicht anders können, als ihn bedingungslos als diesen Jungen zu akzeptieren. Am Ende wird dem Thema auch die nötige Sensibilität und Aufmerksamkeit geschenkt, um dem Leser ein Verständnis dafür zu vermitteln, was es für junge Menschen bedeutet, trans zu sein. Dass nicht unbedingt jeder in der Umgebung sofort eine Akzeptanz dafür entwickelt und es ebenso ein harter Kampf sein kann, von seiner Familie als der Mensch wahrgenommen zu werden, den man selbst in sich sieht. Barry Jonsberg löst das mit viel Fingerspitzengefühl und überrascht den Leser am Ende in doppelter Hinsicht: mit der Offenlegung Robs Geburtsgeschlechts und der Auflösung der Geschichte selbst. Fazit: Was so in mir steckt ist eine Geschichte, die sehr viel mehr zu bieten hat, als es auf den ersten Blick scheint. Sie ist unglaublich witzig und liebenswert, sodass sie sich mindestens so sehr in mein Herz geschlichen hat wie Love, Simon (aka »Nur drei Worte«), wenn nicht sogar noch mehr. Rob muss man einfach lieben und begleitet ihn nur zu gern bei seinem Versuch, das Ziel seiner ersten Verliebtheit auf sich aufmerksam zu machen, aber viel wichtiger noch, auf dem Weg sich selbst lieben zu lernen. Das Ende überrascht den unwissenden Leser nicht nur mit der Offenbarung von Robs Geburtsgeschlecht, sondern auch mit der Auflösung der kompletten Rahmenhandlung, wodurch das Buch lange nachhallt. Mit viel Fingerspitzengefühl beschreibt Barry Jonsberg, was es für junge Menschen heißt, trans zu sein und lässt dabei auch die Schwierigkeiten nicht außer Acht, die die direkte Umgebung manchmal damit hat. Darüber hinaus ist es mit Abstand eine der witzigsten und liebenswertesten Geschichten, die ich bisher lesen durfte und ich kann es nur jedem ans Herz legen, egal ob queer-Leser oder nicht!

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