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Rezensionen zu
ONE OF US IS LYING

Karen M. McManus

Die ONE OF US IS LYING-Reihe (1)

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)

Handlung Fünf Schüler*innen müssen nachsitzen. Wer hätte gedacht, dass einer von ihnen den Raum nie wieder lebend verlassen wird? Simon ist dank seiner Gossip-App, auf der er berüchtigte Nachrichten über die Schüler*innen der Bayview High veröffentlicht, nicht besonders beliebt – insbesondere, weil sich seine Nachrichten bisher immer als wahr herausgestellt haben. Beim Nachsitzen bricht er plötzlich zusammen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Die Polizei fängt an, wegen Mord zu ermitteln und die vier anderen Schüler*innen stehen im Rampenlicht: Bronwyn ist eine vorbildliche Schülerin, der niemand einen Mord zutraut. Addy, die typische Homecoming-Queen, scheint ebenfalls nicht in der Lage dazu zu sein. Nate, der etwas von der Bahn abgekommen ist und Cooper aus dem Baseball-team scheint es eher zuzutrauen zu sein, obwohl sie eigentlich zu nett sind. Doch dann zeigt sich, dass alle vier ein Motiv haben. Und, dass alle vier dazu in der Lage gewesen wären, einen Mord zu begehen. Meine Meinung Ich liebe es einfach, wenn mich ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite fesseln kann. One of us is lying hat genau das geschafft! Das Buch ist einfach in vielerlei Hinsicht genial. Die Geschichte ist undurchschaubar. Nachdem Simon plötzlich gestorben ist, will man als Leser*in natürlich unbedingt wissen, wer dahintersteckt. Ist es wirklich einer der vier Schüler*innen und wenn ja, wer? War es doch der Lehrer? Oder ein Unfall? Ich habe meine Meinung im Laufe des Romans oft geändert. Zu keiner Zeit war ich mir sicher, wer es war, obwohl ich zwischendurch starke Vermutungen hatte. Gelegentlich war ich völlig aufgeschmissen und wusste gar nicht mehr, was ich glauben soll. Das Ende war zwar eine der Möglichkeiten, die ich zwischendurch kurz in Betracht gezogen habe, aber eher unwahrscheinlich fand. Daher war ich doch ziemlich überrascht. Die Figuren erschienen mir allesamt unschuldig. Sie schienen teilweise sogar an dem Druck zu zerbrechen – oder doch an ihren Schuldgefühlen? Ich war mir bis zum Schluss unsicher. Jede*r hätte es sein können. Obwohl ich alle von ihnen unter Mordverdacht gestellt habe, sind mir die Charaktere unheimlich schnell ans Herz gewachsen. Mich hat es gefreut, dass man so viel über ihren Hintergrund erfahren hat. Jede*r war auf seine Art liebenswert und unverwechselbar. Trotzdem hatte ich meine Lieblinge, z.B. Bronwyn, und habe die ganze Zeit gehofft, dass sie nichts mit dem Mord zu tun haben. Gerade, weil mir alle so ans Herz gewachsen sind, muss ich nun unbedingt wissen, wie es weitergeht und die Fortsetzung lesen. Der Stil des Romans hat mich sehr an die Fernsehserie Pretty Little Liars erinnert, die ich übrigens auch sehr mag. Falls ihr auch Fans von Pretty Little Liars seid, dürft ihr dieses Buch auf keinen Fall verpassen! Das Cover Mir gefällt das Cover ausgesprochen gut! Die vier „Puzzleteile“, die nicht recht zusammenpassen wollen; die vier Figuren im Mittelpunkt der Ermittlungen und dazu die roten Großbuchstaben – es ist einfach stimmig. Ich finde das Cover sogar schöner als das der englischsprachigen Originalausgaben mit dem gleichen Titel. Fazit Ich kann dieses Buch ausdrücklich weiterempfehlen! Es ist spannend, gut geschrieben und beinhaltet neben einer tollen Geschichte auch super Charaktere. Ihr solltet nur gewarnt sein, dass das Risiko besteht, dass ihr das Buch nicht wieder aus der Hand legen werdet, bis ihr auf der letzten Seite angekommen seid.

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Amerika. Die Geschichte führt uns in eine Highschool. In den Vordergrund rücken fünf Charaktere, die an einem Nachmittag zum Nachsitzen eingeladen werden. Nate, der immer noch als Drogendealer betitelt wird; Cooper, der Baseballspieler; die wunderschöne Addy; das Superhirn Brownyn und zu guter Letzt Simon, der eine Gossip-App entwickelt hat, mit der er viele Geheimnisse der Schüler*innen der Highschool offenbart. Beim Nachsitzen läuft es doch dann anders als geplant, auf dem Schulgelände stoßen zwei Autos zusammen, und kurz danach bricht Simon zusammen. Im Krankenhaus kann Ihm niemand mehr helfen, und Simon stirbt. Die Polizei geht von einem Mord aus. Warum? Das Opfer wollte am nächsten Tag einen Post, der Wahrheiten über die anderen „nachsitzenden“ Schüler*innen offenbart, posten. Jeder der vier Charaktere hat was zu verbergen und steht somit im Fokus der Polizei. Ich fand es gut, dass wir direkt mit der Rahmenhandlung und dem Todesfall ins Geschehen starten. Die Geschichte wird jeweils aus der Perspektive jedes Verdächtigen geschildert. Dies ist abwechslungsreich und man kann jeden Charakter besser kennenlernen. Es entsteht ein vielschichtiges Konstrukt jedes Charakters, da man tiefe persönliche Geheimnisse und Gedankengänge erfährt. Man fiebert mit, man hinterfragt: „Wer ist am Tod von Simon Schuld?“ Und danach ging es wie aus dem Nichts bergab. Das Buch wurde zu sehr in die Länge gezogen. Monotonität und Langweile kam auf. Der Spannungsbogen hat sich dann wieder im letzten Drittel gefangen. Man erkennt zum Schluss wie einzelne Stellen zusammenhängen und meiner Meinung nach, konnte man den weiteren Verlauf der Handlung vorausahnen. Trotzdem haben sich die letzten Seiten gut gelesen. Die Charakterentwicklung insbesondere die Selbstfindungsprozesse der einzelnen Personen stellen für mich ein Highlight in diesem Buch dar. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der sich leicht liest. „One of us is lying“ ist auf jeden Fall ein Buch, welches sich zu lesen lohnt. Trotz einer gewissen Monotonität im Mittelfeld, konnte mich das Jugendbuch noch fesseln könne. Eine Leseempfehlung für die Leser, die wenige Thriller lesen. Thrillerliebhaber können hier eventuell enttäuscht werden.

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Weltklasse

Von: Falk Fink aus Deutschland

01.05.2020

Wir mussten es (im Original natürlich) in unserem Englischkurs (EF) lesen. Erste Schullektüre überhaupt die ich in zwei Tagen verschlungen habe. Ich konnte absolut nicht aufhören zu lesen und hatte bis kurz vor Ende keine Ahnung wer denn nun wirklich der Mörder ist.

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Cover Das Cover finde ich passend zum Buch und auch sehr ansprechend. Die Fotos der Personen passen sehr schön zu den vier Hauptprotagonisten. Inhalt Bronwyn, Nate, Addy, Cooper und Simon werden zum Nachsitzen verdonnert, weil sie mit Handys in der Schule erwischt wurden. Das dubiose ist jedoch, dass die Handys ihnen jemand untergeschoben hat, denn sie gehören ihnen gar nicht. Irgendjemand muss also gewollt haben, dass ausgerechnet diese fünf Personen sich alleine in einem Klassenzimmer aufhalten. Und dann geschieht etwas unfassbares. Draußen gibt es einen leichten Autounfall, worauf der Aufsicht führende Leher das Klassenzimmer verlässt. Während alle abgelenkt sind und aus dem Fenster schauen muss jemand Simon Erdnussöl in sein Getränk gemischt haben, denn dieser bricht kurz nachdem er etwas trinkt zusammen und stirbt schließlich an einem allergischen Schock. Simon war ein sehr unbeliebter Schüler, denn er hat eine App geschrieben, auf der er regelmäßig unschöne, aber wahrheitsgemäße, Geschichten über seine Schulkameraden postet. Und am Tag seines Todes wollte er etwas über Bronwyn, Nate, Addy und Cooper schreiben. Der Post wurde bereits von ihm vorbereitet, aber noch nicht veröffentlicht. Somit sind alle vier plötzlich Verdächtige in einem Mordfall und somit ein gefundenes Fressen für die Presse und manche Schüler. Simons Tot droht daher nun auch das Leben der vier sehr unterschiedlichen Schüler zu zerstören. Meine Meinung Also "Liebe auf den ersten Blick" war es bei mir und dem Buch nicht. Nach einem guten Start fand ich, dass sich viele Seiten wie Gummi zogen. Es hat wirklich eine Weile gedauert, bis endlich etwas Spannung in die Geschichte reinkam. Wobei man aber sagen muss, dass der Schreibstil der Autorin es zulässt, schnell zu lesen, so dass man durch die langweiligeren Stellen auch schnell durchfliegen kann. Teilweise fand ich es auch sehr vorhersehbar. Zum Beispiel was mit Cooper los war, war für mich keine Überraschung und auch die Überführung der Mörderin bzw. des Mörders (ich will ja nichts verraten ;-) ) war keine Überraschung. Aber man muss sagen, so wie das alles durchdacht und aufgebaut war, war es dann wiederum genial. Die Auflösung der Geschichte fand ich somit richtig gut. Bronwyn spielt oft das schlaue Naivchen, das war manchmal recht anstrengend. Genauso wie Addy, die aber wiederum mehr zu bieten hat, als sie sich zutraut. Die Entwicklung ihres Charakters fand ich wirklich sehr gelungen, genauso wie die Entwicklung von Coole. Nate hat mir von Anfang bis Ende am besten gefallen und er ist für mich auch am authentischsten. Fazit Vor allem am Anfang war ich ein bisschen enttäuscht von dem Buch, was sich im Verlauf der Geschichte aber Gott sei Dank legte. Denn es wurde doch noch sehr unterhaltsam und abwechslungsreich, weswegen ich mich jetzt auch sehr auf die Fortsetzung freue. Wer gerne Jugendbücher liest, wird das Buch sicher mögen.

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Inhalt: Simon ist nicht sonderlich beliebt, eher gefürchtet, denn er gibt auf seinem Blog die schlimmsten Geheimnisse seiner Mitschüler preis. Als er eines Tages beim Nachsitzen einen allergischen Schock erleidet und danach stirbt, steht für die Polizei fest: es war Mord. Infrage kommen genau die vier Mitschüler, die mit ihm nachsitzen mussten, denn Simon wollte einen Skandalpost auf seinem Blog veröffentlichen und Bronwyn, Addy, Cooper und Nate hatten etwas zu verbergen und somit ein Motiv… Meinung: Ich hatte bereits viel von diesem Jugendthriller im Vorfeld gehört, viel Gutes und davon wollte und musste ich mich selbst überzeugen. Allein das Cover machte mich schon neugierig und kaum hatte ich mit dem Lesen angefangen, wurde ich von der spannenden Story mitgerissen. Die Geschichte wird abwechselnd aus vier Perspektiven erzählt, somit erhält man als Leser einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Jugendlichen. Ich habe mit Bronwyn, Addy, Cooper und Nate mitgefiebert und mitgelitten und die ganze Zeit mitgerätselt, wer denn tatsächlich zu solch einer Tat fähig wäre. Jeder von ihnen hat gelogen und seine Fehler gemacht. Authentisch und glaubhaft stellt die Autorin die Entwicklungen der Figuren in eine wahnsinnig spannende Rahmenhandlung. Das Ganze wird durch einen tollen, leicht zu lesenden, aber auch fesselnden Schreibstil untermauert. Für mich war das eine spannende Story mit überraschendem Ende. Fazit: Mit „ONE OF US IS LYING“ ist Karen M. McManus ein grandioser Reihenauftakt gelungen. Eine fesselnde Story mit großartigen Protagonisten macht dieses Buch zu einem Lesehighlight. Diesen Jugendthriller empfehle ich Lesern ab 14 Jahren und vergebe liebend gerne 5 von 5 Sternchen.

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Als großer Thriller-Fan war ich umso erfreuter darüber, ein Jugendbuch aus diesem Genre zu lesen. Das Cover mit dem hervorstechen Titel ist ein Blickfang und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Baynview, Kalifornien, an einem warmen Sommertag werden 5 Jugendliche zum Nachsitzen verdonnert. Doch ein Schüler kommt bei einem „Unfall“ ums Leben. Als dann ein Post 4 Gründe für den Tot des Schülers liefern, geraten die 4 Nachsitzenden ins Visier der Polizei. So verbünden sich die Schüler, um ihre Unschuld zu beweisen… Als ich das Buch beendete, blieben mir die Protagonisten mit all ihren Sorgen, lange in Erinnerung. In der Geschichte fehlt es an nichts. Im ersten Moment wurde es spannend und mitreißend, im nächsten war es humorvoll, emotional und dramatisch. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und mitreißend. Die Protagonisten waren authentisch und sympathisch, so dass mir kein Charakter einfällt, der mich nicht berührte. Alle waren auf ihre Art einzigartig und lagen mir am Herzen. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive und in der Gegenwart jeweils von einem der 4 Schüler berichtetet. Simon versucht mit seiner App „About That“ nicht nur die Aufmerksamkeit aller Schüler zu erlangen, sondern auch ihre schlimmsten Geheimnisse an Tageslicht zu bringen. So macht er sich zum Feind der gesamten Schule. Als ausgerechnet er während des Nachsitzens durch einen allergischen Schock ums Leben kommt, kommen nun Bronwyn, Addy, Cooper und Nate als Rächer ins Visier. Bronwyn ist eine Streberin wie im Bilderbuch. Wäre da nicht ein Vergehen, das sie ihre gesamte schulische Laufbahn und Zukunft kosten könnte. Ausgerechnet Simon ist derjenige, der ihr Geheimnis kennt und es kurz nach seinem Tod an die Öffentlichkeit bringt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die nur ihre Zukunft in Yale vor Augen hat. Ich mochte sie sehr, denn sie wusste stets, wie sie sich in welchen Situationen zu verhalten hat. Ihre hartnäckige und fürsorgliche Art schätzte wusste ich sehr zu schätzen. Die 17jährige Addy führt mit ihrem Freund an ihrer Seite eine schöne Jugend, wäre da nicht ein kleines Geheimnis, welches niemals an Licht kommen darf. Besonders ihre Abneigung gegen einen gewissen TJ, bei dem ihr speiübel wurde, weckte besonders mein Interesse. Da stellte ich mir die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden und dem Post gab. Sie brachte unter den Schülern die größte Veränderung mit. Zum einen war sie sich bzgl. ihrer Beziehung nun unsicher und zum anderen zählte sie nicht mehr zu den Beliebten, so dass sie nun lernen musste, wer ihre wahren Freunde sind. Sie tat mir sehr leid, denn sie konnte nicht mit den Anschuldigungen und dem Getuschel umgehen. Cooper ist mit seinem Südstaatenakzent nicht nur ein Frauenschwarm, sondern ein talentierter Spieler, dessen Karriere durch den Post von Simon ruiniert wird. Aber es ist nicht das einzige, was er verbirgt. Cooper hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern. Er ist eine herzensgute Person, die loyal und hilfsbereit ist. Nate führt ein gefährliches Leben. Als Drogendealer ist er auf Bewährung draußen, daher darf er sich keinen Fehler erlauben. Wäre da nicht Simon, der mit seinem Post ein direktes Ticket für eine Gefängniszelle liefert. Anfangs versucht er alles locker zu sehen, bis er als einziger ins Visier gerät. Von da an schließt sich Nate den anderen an, um nicht zu Unrecht verhaftet zu werden. Er stellt den Bad-Boy da, der sich nichts aus den Tuscheleien macht. Ich konnte sowohl seine gleichgültige als auch die weiche Seite sehr gut leiden. Das Buch war einfach großartig. Es gab keinen Moment, an dem ich mich langweilte. Im Gegenteil: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mit jedem Kapitel und Charakter wirft die Autorin dem Leser kleine Geheimnisse zu, die mich neugieriger machten, so dass ich unbedingt weiter lesen musste. Die Spannung baute sich von Kapitel zu Kapitel immer weiter auf. Das Ende war unvorhersehbar und gut abgerundet. Fazit: Ein Jugendthriller für jede Altersgruppe. Die Autorin liefert dem Leser spannende, emotionale und humorvolle Momente. Großartige Umsetzung der Grundidee und Ausarbeitung der Protagonisten. Große Leseempfehlung.

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Normalerweise lese ich das gedruckter oder elektronische Buch. Bei diesem Exemplar bin ich nach langer, langer Zeit mal wieder auf ein Hörbuch umgestiegen. Ich habe mir die Daten auf mein iPhone geladen und höre mir auf der Fahrt zur und vom Dienst die wirklich spannende Geschichte an. Worum es geht, verrät und der Klappentext. Das Hörbuch besteht aus 208 Kapitel mit einer durchschnittlichen Länge von drei Minuten. Auf dem iPhone wird eine Gesamtlänge von 11 Stunden und 8 Minuten angegeben. Die einzelnen Kapitel werden dabei aus der Sicht der einzelnen Protagonisten in der "Ich-Perspektive" erzählt. Meist sind vier Kapitel hintereinander von einem Protagonisten. Die Sprecher der vier Protagonisten haben sich schon bei Hörspiel und Hörbuch Produktionen, als Synchronsprecher, im Radio und im Theater bzw. Schauspiel einen Ruf gemacht. Weitere Informationen zu den Sprechern finden sie hier. Die Stimmen haben einen guten Wiedererkennungswert und hören sich angenehm an. Am Anfang brauchte es ein wenig Zeit, sich in die Geschichte reinzuhören. Das lag aber wohl eher daran, dass ich schon lange kein Hörbuch mehr gehört habe. Meist habe ich auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause mehrere Kapitel gehört. Am Ende war ich ein wenig traurig, da ich mich die vergangenen Tage immer wieder auf die kommenden Kapitel und die damit verbundene Entwicklung der Geschichte gefreut habe. Jetzt läuft halt wieder Musik. Die Geschichte handelt von Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Vier Jugendliche einer amerikanischen Highschool, die unter Verdacht geraten ihren Mitschüler Simon ermordet zu haben. Die vier Protagonisten können nicht unterschiedlicher sein, was auch den Reiz der Geschichte und die sozialen Aspekte ausmacht. Der Hörer lernt auch Simon kennen, der mit seiner Nachrichten App an niemanden ein gutes Haar lässt. Und dazu gehören auch die vier Protagonisten. Als Simon dann beim Nachsitzen mit seinen vier Mitschülern plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus verstirbt, beginnt einen "Hexenjagd" nach dem Mörder, der unter den vier Protagonisten vermutet wird. Der Hörer wird langsam an die Geschichte herangeführt und erfährt bekommt aus der Sicht von Bronwyn, Addy, Nate und Cooper einen immer tieferen Einblick in die Geschehnisse. Dabei wird es von Kapitel zu Kapitel immer spannender, was bei mir dazu geführt hat, dass ich eigentlich noch im Carport Weiterhören wollte. Jeder der Protagonisten hat ein Geheimnis, welches Simon auf seiner App an die Öffentlichkeit bringen wollte. Geheimnisse, die das Leben der Personen verändern würde, falls diese an die Öffentlichkeit gelangen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten wollen. Meiner Meinung nach ist es eine typische amerikanische Story. In Deutschland wären einige Abläufe und Inhalte nicht umsetz- bzw. denkbar. Der sozialkritische Aspekt und die Rolle der Familien, Freunde, Mitschüler, der Ermittler, den Anwälten, der Presse und des Fernsehens in dieser Geschichte könnten aber auch auf Deutschland übertragen werden. Da zeigt sich ein Blick in die Abgründe der menschlichen Seele und der Macht der Medien. Schnell werden die Protagonisten in Schubladen gesteckt und haben ihren Ruf weg. Und so habe ich mich selber auch dabei ertappt, einen Protagonisten zum Hauptverdächtigen zu machen. Karen McManus versteht es aber geschickt die ein oder andere Wendung in die Geschichte zu bringen, was den Hörer zum Umdenken auffordert. Ich habe dabei oft eine andere Perspektive eingenommen und versucht, die Geschichte aus anderem Auge zu sehen. Je näher ich die Protagonisten kennengelernt habe, desto mehr habe ich auch den Menschen hinter der "Maske" oder "Fassade" kennengelernt. Ein Thriller, der es bis zum Ende hin in sich hat! Die Nominierung zum "Deutschen Jugendliteraturpreis" kann ich voll und ganz nachvollziehen und auch unterstützen. Das Hörbuch ist aber definitiv nicht nur für Jugendliche gedacht. Auch ich habe mich in meinem Alter spannend unterhalten gefühlt und denke mal, dass ich da nicht der einzige sein werde. Einzig der Schluss war ein wenig zu überzogen und führte zu einem "Happy End mit Sahnehäubchen".

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Dieses Buch hat mich in jeglicher Hinsicht völlig überrascht. Niemals hätte ich gedacht, dass mich ein Jugendbuch doch so mitreißen und fesseln kann, aber es war von Beginn an gleich spannend und aufregend. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die unterschiedlichen Perspektiven, welche die Geschichte erzählten. So hatte man immer einen anderen Blickwinkel auf die gesamte Situation und hat nach jedem Kapitel jemand anders als Mörder im Verdacht gehabt. Karen McManus hat mich von Anfang an, an der Nase herumgeführt. Zwar hatte ich immer wieder Ideen, wie denn nun der Ablauf tatsächlich geschehen sein könnte, doch ich habe viele hiervon schnell als Hirngespinst wieder abgetan. Auch wenn sich am Ende dann herausstellte, dass ich mit einer meiner vielen allzu verrückten Vermutungen gar nicht so daneben lag. Mir wurde relativ schnell klar, dass dieses Buch keine alltägliche Story beinhaltet, die man in unterschiedlichsten Formen schon oft gelesen hat. Diese Geschichte war etwas ganz neues und frisches und konnte mich allein deshalb schon begeistern. Neben den Spannungs- und Krimieffekten, fand ich die Selbstfindungsprozesse und die Entstehung der unterschiedlichsten Beziehungen der Jugendlichen sehr prägend. Hier wurde nicht, wie in vielen Bücher dieses Genres, versucht mit allen Mitteln, fast schon erzwungene Spannung aufzubauen, sondern es gab sogar eine Botschaft hinter dem Ganzen. All die Geheimnisse, welche Stück für Stück immer weiter aufgedeckt wurden, vermittelten endlich einmal das Bild, dass niemand perfekt ist, egal wie es für die Außenstehende scheint. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse, welches er am liebsten für immer für sich behalten würde, denn niemand macht in seinem Leben alles richtig oder Jedermann mit seinem Verhalten glücklich. Man darf auch einmal nicht perfekt sein. Man kann auch einmal so sein wie man wirklich ist. Und dann kann man feststellen, dass die Welt sich ja gar nicht von einem abwendet. Auch wenn die Enthüllung erst einmal einen schmerzhaften Prozess darstellt, so fühlt man sich danach doch befreiter und leichter. Und genau diesen Vorgang konnte man bei jedem einzelnen Protagonisten sehr gut miterleben und nachvollziehen. Vor allem der Verlauf zwischen Bronwyn und Nate ging mir zum Teil sogar ein wenig unter die Haut. Die beiden haben sich auch recht schnell zu meinen beiden liebsten Protagonisten entwickelt. Ich habe mich immer wieder aufs Neue auf ihre Kapitel gefreut, was natürlich nicht heißt, dass Addy oder Cooper weniger interessant waren. Allerdings haben sich Nate und Bronwyn einfach einen Platz in meinem Herzen erkämpft. Alles in Allem: Ein gelungener Jugendbuchroman, der einen von Seite eins fesselt und an so einigen Stellen erstaunt zurücklässt. Eine Empfehlung für jeden, der auf der Suche nach etwas Neuem ist!

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