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Rezensionen zu
Rachewinter

Andreas Gruber

Walter Pulaski (3)

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€ 11,00 [D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt Mehrere Männer werden grausam ermordet. Obwohl sie aus verschiedenen Städten kommen, haben sie scheinbar eines gemeinsam: Sie haben sich zuvor mit ein und derselben Frau getroffen. Doch diese scheint wie ein Phantom zu sein und es ist nicht klar, ob es diese Frau überhaupt gibt. Die Polizei glaubt zunächst an Unfälle. Doch Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski ist anderer Meinung und ermittelt auf eigene Faust weiter. Doch auch er stößt auf Probleme und benötigt die Hilfe von der Anwältin Evelyn Meyers aus Wien. Auf einmal sind sie beide in den Fall verwickelt, da sie erkennen, dass sie den Fall gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter und grausamer als sie denken und bringt sie in eine gefährliche Situation… Cover Das Cover gefällt mir sehr gut, weil das Design an den „Winter“ angelehnt ist. Somit passt es wunderbar zu den vorherigen Teilen und ist ein Hingucker im Bücherregal. Schreibstil Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen dadurch nur so dahin. Mit seiner permanenten, unterschwelligen Spannung und seinen eingebauten Cliffhangern, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Auch die verschiedenen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. So konnte man die Charaktere besser kennenlernen und ihr Handeln besser nachvollziehen. Charaktere Walter Pulaski ist ein schroffer und sarkastischer Charakter. Jedoch merkt man immer wieder, dass er auch weiche Seiten an, was ihn sehr liebenswert macht. Evelyn Meyers begeistert mich durch ihren Sinn für Gerechtigkeit. Sie scheint in ihrm Beruf als Anwältin noch etwas grün hinter den Ohren zu sein, jedoch hängt sie sich mit allem was sie hat rein und scheint so sehr ehrgeizig. Die Täterin hat mir auch gut gefallen, da ich das Gefühl hatte, dass diesbezüglich ganz gut recherchiert wurde. Meine Meinung Mir haben die Idee hinter dieser Geschichte und der Schreibstil von Herrn Gruber sehr gut gefallen. Das Buch hat 592 Seiten und doch kam es mir nicht so vor. Wenn ein Autor das schafft, ist es schon mal nicht schlecht. Ich liebe es, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und deshalb gibt es von mir auch hier ein großes Plus. Man wusste immer sofort in welcher Perspektive man sich gerade befindet und es war spannen zu verfolgen, wie die Geschichten nach und nach zusammen finden. Trotz den vielen positiven Aspekten, habe ich auch was auszusetzen. Die Darstellung  von Schutzpolizei und der Kripo inklusive deren Verhältnis zueinander war wie in Krimifilmen im Fernsehen. Dem ist in der Realität aber überhaupt nicht so. Ein so erfahrener Autor sollte das eigentlich wissen. Vielleicht sollten Pulaskis Charaktereigenschaften so mehr zur Geltung kommen, aber auch dann stört mich das sehr. Außerdem wirkten einige Zufälle zu abstrus und zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Die Geschichte beinhaltet viele solcher Geschehnisse und an manchen Stellen war es einfach zu viel des Guten. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte es vor allem gegen Ende gar nicht mehr weglegen. Also Empfehlenswert!

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Gören

Von: wal.li

28.10.2018

In Wien beobachten zwei Arbeiter etwas, das wie ein Mord aussieht. Einer der Beiden filmt den Vorgang. Kurz darauf meldet sich ein junger Mann bei der Anwältin Evelyn Meyers und bittet sie, das Mandat zu übernehmen. Nahezu gleichzeitig bekommt Kommissar Walter Pulaski von Kriminaldauerdienst in Leipzig die Aufgabe, einen Toten zu untersuchen, der in einem Hotelzimmer gefunden wurde. Überrascht muss Pulaski feststellen, er kennt den Toten. Es handelt sich um den Vater von Nina, der besten Freundin seiner Tochter. Zusätzlich machen einige Feststellungen, die er während seiner ersten Beschau trifft, ihn misstrauisch. Dennoch kann er nicht anders als festzustellen, dass alles nach einem Unfall aussieht. Bereits zum dritten Mal durchleben Meyers und Pulaski ihre Fälle. Dabei scheinen die Ereignisse zunächst so weit entfernt wie Leipzig und Wien. Wenn man die Beiden allerdings kennt, beginnt man natürlich sofort nach einem Zusammenhang zu suchen. Gespannt verfolgt man, wie Evelyn Meyers bei ihren Nachforschungen behindert wird. Ebenso gefesselt ist man von Pulaskis Bemühungen im Gedächtnis zu behalten, dass er nichts zu ermitteln hat und er außerdem seine Tochter und ihre Freundin daran hindern muss, selbst private Untersuchungen anzustellen, wobei er nicht allzu deutlich werden lassen darf, dass sich die beiden jungen Frauen erstaunlich geschickt anstellen. Meyers und Pulaski sind kein Team im eigentlichen Sinne, eher zwei Pole, die verschiedene Geschehnisse zusammenhalten. Genau das macht es so interessant, ihre Fälle zu verfolgen, nach Zusammenhängen zu suchen, einiges zu erahnen und mit anderem völlig daneben zu liegen. Mit seinem spannenden verschachtelten Krimi greift der Autor ein Thema auf, über das der Durchschnittsleser vielleicht nicht so informiert ist. Er weckt Verständnis für die Nöte der agierenden Personen. Mit Meyers und Pulaski hat er zwei Pole geschaffen, die zu einem echten Team werden, wenn sie sich endlich treffen. Mit diesem packenden Kriminalroman lässt sich die Zeit bestens vertreiben. Die Augen werden dafür geöffnet, dass die eigenen Probleme möglicherweise kleiner sind als gedacht. 4,5 Sterne

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Walter Pulaski, wird Routinemäßig zu dem Fundort einer Leiche gerufen, alles sieht nach einem Unfall aus, wenn da nicht ein paar Ungereimtheiten und eine verschwundene Begleiterin wären. Niemand hat sie gesehen, hat es sie überhaupt gegeben? Doch Pulaski kennt den Toten und kann die Zweifel nicht auf sich beruhen lassen. In seiner Raubein Manier geht er dem ganzen auf die Spur, doch diesmal ist jemand schneller als der Kriminalhauptkommisar. Das sorgt jedoch für mehr Schwierigkeiten als für Hilfe. Am Ende kann nur noch, Evelyn Meyers helfen, doch damit sind die Probleme noch lange nicht gelöst. Rachewinter ist Andreas Grubers 3.Teil, seiner Walter Pulaski Reihe. Der in Wien geborene Schriftsteller, ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und anderer erfolgreicher Thriller. In Rachewinter spielt Andreas Gruber wieder ein sehr perfides Verwirrspiel mit seinen Lesern. Walter Pulaski, Hauptkomissar beim Kriminaldauerdienst in Leipzig und Strafverteidigerin Evelyn Meyers aus Wien ermittelt auch in dieser Geschichte wieder. Doch zunächst jeder in seiner Heimat, an seinem eigenen Fall. Für beide sehen ihre neuen Aufgaben am Anfang nach Routine aus. Doch Pulaski wäre nicht Kriminalhauptkomissar wenn ihn nicht die leisesten Zweifel zum Grübeln bringen würden. Eher unfreiwillig bleibt er bei dem, als Unfall zu den Akten gelegten Fall dran. Denn Unterstützung gibt es diesmal von zwei ganz ausgebufften Mädels die zwar eine gute Spürnase haben, dafür jedoch noch sehr grün hinter den Ohren sind. Ob ihnen das zum Verhängnis wird? Auch Evelyns Fall eines Mannes der des Mordes verdächtigt wird, ist zunächst noch ein gewöhnlicher Fall. Doch nach dem ersten Gespräch mit ihrem Mandanten hat Evelyn mehr Fragen als Antworten. Gemeinsam mit ihrem angehenden Anwaltsgehilfen Flo, der mehr Detektiv-, Spionage- und Polizeitricks auf Lager hat als man ihm im ersten Augenblick zutrauen würde, versucht sie diese Ungereimtheiten zu lösen. Dabei kommt sie fiesen Machenschaften viel zu nahe. Ist sie dem ganzen überhaupt gewachsen oder ist ihre Karriere schneller zu Ende als sie gedacht hatte? Es war wirklich wahnsinnig unterhaltsam den beiden bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen zu dürfen und Haut nah in deren Geschehnisse verwickelt gewesen zu sein. Andreas Gruber hat hier sehr aufwendig eine Story konstruiert. Am Anfang ist es unmöglich den Zusammenhang des Ganzen zu überblicken, doch Stück für Stück laufen die Fäden der Geschichte zusammen und ergeben ein Bild. Einige Sachen ließen sich zwar erahnen, waren jedoch in ihrer Auflösung immer noch spannend und interessant gestaltet. Zu dem geizt Gruber weder mit Todesopfern noch mit Skurrilität. Sowohl sein Antagonist als auch die Todesarten waren wirklich nicht 0815. Wenngleich ich gestehen muss mir die Mordszenen etwas too much waren, nicht direkt in ihrer Brutalität, dafür mehr in ihrer Darstellung und Beschreibung. Das ist jedoch das einzige was ich an Rachewinter auszusetzen habe. Ich mag beide Charaktere sehr, Pulaski mit seiner sarkastischen Art und Evelyn die für Gerechtigkeit immer aufs Ganze geht. Sie sind meiner Meinung nach auch gut erdacht und haben trotz ihrer Stärken auch die menschlichsten Schwächen. Doch nicht nur Grubers Charaktere sind beachtlich, auch sein Schreibstil ist es. Er ist so leicht und Flüssig das der Leser förmlich über die Seiten gleitet. Das und die unterschwellig mit Spannung durchsetzte Handlung lassen die Kapitel nur so verfliegen. Dank der zunehmenden Cliffhanger und dem dramatischen Zuspitzen der Lage, fällt es vor allem gegen Ende des Buches immer schwerer, es aus der Hand zu legen. Fazit: Für Rachewinter kann ich eine klare Lese Empfehlung geben. Ein wirklich gutes, spannendes Buch. Nur vom Essen während einiger Szenen wurde ich abraten ;)

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Die Wiener Anwältin Evelyn Meyers soll einen jungen Transsexuellen verteidigen, dem vorgeworfen wird, seinen deutlich älteren Liebhaber getötet zu haben. Gleichzeitig wird in Leipzig der Polizist Walter Pulaski zu einem Todesfall gerufen, bei dem er das Opfer kennt, es ist der Vater einer Schulfreundin seiner Tochter. Während Evelyn nach dem Täter im Mordfall sucht und Pulaski die Hintergründe "seines" Todesfalls zu klären versucht, sterben in den verschiedensten Städten weitere Männer… Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Perspektive. Neben den beiden Ermittlern Evelyn Meyers und Walter Pulaski kommen auch Täter, Opfer, sowie Pulaskis Tochter und deren Freundin zu Wort. Zweifel, wer die Szene gerade erlebt, gibt es kaum, nur der Täter wird (logischerweise) lange im Dunkeln gelassen. Die Handlung folgt dem reihenüblichen Schema. Es gilt, einen Serienmörder zu fassen, wobei die Handlung zunächst in zwei Stränge aufgeteilt wird, von denen einer in Wien, der andere in Leipzig spielt. Für den Leser ist klar, dass die Geschehnisse irgendwie zusammenhängen müssen (sonst würden sie ja nicht im selben Buch vorkommen), aber die beiden Ermittler gehen über einen Grossteil des Buches davon aus, dass sie sich mit einem Einzelfall beschäftigen. Der Autor Andreas Gruber schlägt ein hohes Tempo an, das auch die Spannung hochhält. Minuspunkte gibt es allerdings dafür, dass etwas gar oft der Kommissar Zufall zu Hilfe eilt… Ich kann als cis-hetero nicht wirklich mitreden, aber ich glaube nicht, dass Andreas Gruber mit diesem Buch der LGBTQ-Community einen grossen Gefallen getan hat. Abgesehen davon, dass eine Transfrau konsequent das ganze Buch hinweg als "er" bezeichnet und Begriffe wie "umoperiert" und "Geschlechtsumwandlung" verwendet werden, erscheint mir die aufgestellte Behauptung, dass die meisten Hetero-Trans-Menschen zunächst denken würden, sie seien homosexuell, doch ziemlich abwegig. Wie erwähnt kann ich nur aus zweiter Hand berichten, aber ich hatte bisher immer den Eindruck, dass die allermeisten Trans-Menschen schon lange bevor Sexualität überhaupt ein Thema wird feststellen, dass sie von der Natur das falsche Geschlecht zugeteilt erhalten haben. Das Hörbuch wird, wie alle (oder zumindest die, die ich kenne) Andreas-Gruber-Hörbücher von Achim Buch gelesen. Man merkt, dass Herr Buch (ich finde den Namen so toll…) bereits viel Erfahrung mit dem Autor hat, seine Darbietung ist auch hier überzeugend. Die Morde werden teilweise recht graphisch beschrieben, weshalb ich die Reihe sensibleren Lesern nicht empfehlen würde. Mein Fazit Spannend, aber streckenweise etwas gar konstruiert

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Absolut empfehlenswert!

Von: MelaKel

20.10.2018

Ich bin mit großen Erwartungen in diese Lektüre gestartet, da ich ein großer Fan der Sneijder & Nemez Reihe von Andreas Gruber bin. Ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich die ersten beiden Teile dieser Reihe noch nicht gelesen habe, konnte ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden. (Die anderen beiden Bücher sind schon bestellt!) Mir gefällt es richtig gut, dass der Leser direkt "in Action" ist, ohne lange Einführung. Von Beginn an eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen. Die Ermittler waren für mich authentisch und besonders Walter Pulaski und "Anhang" haben Spannung hineingebracht. Achtung Spoiler: Zunächst dachte ich, dass die Demaskierung des Mörders etwas zu früh kommt und es nur noch um die Rache an dem gehassten Menschen geht, aber die überraschende Aufklärung der Familiengeschichte hat mich dann eines Besseren belehrt. Spannend bis zum Schluss!

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Thriller Highlight meines Jahres

Von: Michi von Bücher News Welt

15.10.2018

Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich von Anfang an überrascht! Kommissar Walter Pulaski ist ein kauziger und launischer Ermittler. Jedoch hat er einen wirklich witzigen und sehr sarkastischen Humor sodass mir beim Lesen der ein oder andere Lacher rausgerutscht ist und er mir sofort symphatisch war. Die junge Anwältin Evelyn Meyers ist mir trotz ihres Berufes sofort ans Herz gewachsen. Ihre hartnäckige und wissbegierige Art passte gut zu ihr und auch ihr Assistent bildete mit ihr ein wunderbares Duo. Der lockere Stil und die flüssige Schreibart lässt das Buch schneller Lesen als Anfangs gedacht. Die Geschichte und die Hintergründe der Morde sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover: Andreas Gruber Bücher haben dieses unverkennbare Merkmal das einem das Cover in die Augen sticht sobald man nur die Buchhandlung betreten hat. Es zieht mich förmlich immer in die Krimi/Thriller Abteilung und bestaune die wunderschönen Cover. Dieses hier ist wieder einmal sehr gut gelungen denn die hervorgehobene Blaue Distel ist genau in der Mitte des Wortes „Rachewinter“ platziert worden. Mir gefällt das Cover sehr gut und gar nicht zu übersehen ist der schöne Buchrücken. Hier hat sich der Verlag wieder große Mühe gegeben. Fazit: Trotz der grausigen Morde und der spannenden Familien Geschichte hatte ich noch nie so viel Spaß an einem Thriller wie diesen. Mir fiel es sehr schwer dieses Buch aus der Hand zu legen und ich werde mir demnächst die ersten Teile dieser Reihe holen.

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Thriller Highlight meines Jahres

Von: Michi von Bücher News Welt

15.10.2018

Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich von Anfang an überrascht! Kommissar Walter Pulaski ist ein kauziger und launischer Ermittler. Jedoch hat er einen wirklich witzigen und sehr sarkastischen Humor sodass mir beim Lesen der ein oder andere Lacher rausgerutscht ist und er mir sofort symphatisch war. Die junge Anwältin Evelyn Meyers ist mir trotz ihres Berufes sofort ans Herz gewachsen. Ihre hartnäckige und wissbegierige Art passte gut zu ihr und auch ihr Assistent bildete mit ihr ein wunderbares Duo. Der lockere Stil und die flüssige Schreibart lässt das Buch schneller Lesen als Anfangs gedacht. Die Geschichte und die Hintergründe der Morde sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover: Andreas Gruber Bücher haben dieses unverkennbare Merkmal das einem das Cover in die Augen sticht sobald man nur die Buchhandlung betreten hat. Es zieht mich förmlich immer in die Krimi/Thriller Abteilung und bestaune die wunderschönen Cover. Dieses hier ist wieder einmal sehr gut gelungen denn die hervorgehobene Blaue Distel ist genau in der Mitte des Wortes „Rachewinter“ platziert worden. Mir gefällt das Cover sehr gut und gar nicht zu übersehen ist der schöne Buchrücken. Hier hat sich der Verlag wieder große Mühe gegeben. Fazit: Trotz der grausigen Morde und der spannenden Familien Geschichte hatte ich noch nie so viel Spaß an einem Thriller wie diesen. Mir fiel es sehr schwer dieses Buch aus der Hand zu legen und ich werde mir demnächst die ersten Teile dieser Reihe holen.

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Ein komplexer Fall. Eine Sicht aus Deutschland. Eine Sicht aus Österreich. Das ist das Markenzeichen der Thriller von Andreas Gruber. In seinen beiden erfolgreichen Serien arbeiten jeweils eine deutsche und eine österreichische Hauptfigur an der Aufklärung einer Rihe von Verbrechen und stellen schließlich fest, dass sie denselben Mörder jagen. Die ursprünglich zusammenhanglosen Spuren erweisen sich erst in der Gesamtsicht als unterschiedliche Aspekte eines einzelnen Rätsels. Dieses Rätsel kann nur im Team gelöst werden, wenn beide Figuren ihr Wissen und ihre Stärken einbringen. So funktioniert auch "Rachewinter". Neue Figuren bringen frischen Wind Die kurzen Kapitel mit offenem Ende wechseln zwischen Leipzig und Wien, zwischen der Anwältin Evelyn Meyers und dem Kommissar Walter Pulaski. Zusätzlich zu dem hohen Tempo sorgen auch neue Figuren für frischen Wind. Pulaskis Tochter Jasmin ist ebenso schlau wie dickköpfig. Ihr Verantwortungsbewusstsein liegt in ständigem Wettstreit mit der Loyalität gegenüber ihrer Freundin Nina, die den Tod ihres Vaters aufklären will. Auf der anderen Seite fungiert der Konzipient Florian "Flo" Zock als Evelyns Sidekick. Er ist spontan bereit, für sie nächtelang zu recherchieren, nach Leipzig zu reisen, sogar sein Leben zu riskieren, ist nebenbei ehemaliger Polizeischüler und Profihacker ... und mit all diesen Attributen sehr nahe am Superhelden entworfen. So erklärt er beiläufig, wie er an die personenbezogenen Daten ihres Mandanten aus Meldeamt und Sozialversicherung gelangt: "(...) also ich knacke die Firewall, damit ich in die Netzwerke reinkomme. Mit einem Tool (...) fange ich die Administrator-Passwörter ab und habe damit Zugriff auf alle Server." (S. 266) Bedingt durch die personale Erzählperspektive finden sich zahlreiche umgangssprachliche Ausdrücke und Wendungen. Diese oft emotional gefärbten Formulierungen tragen außerdem zum Tempo der Geschichte bei. Dass jedoch Figuren aus Österreich in ihren Gedanken regionalspezifische Ausdrücke aus Deutschland (zB "Azubi", "Schubkarre") benutzen, dürfte am Ziepublikum liegen, auf das der Autor abzielt. Komplexität mit Konzept In Wien sucht Evelyns neuer Klient zunächst anwaltliche Hilfe, legt aber dann in Untersuchungshaft bereitwillig ein umfangreiches Geständnis ab. Die Anwältin und ihr Assistent stehen vor einem nahezu unlösbaren Rätsel. Auf der Suche nach einem Anhaltspunkt entwickeln sie in der hohen Kunst des logischen Schließens eine Fertigkeit, die Sherlock Holmes würdig wäre. Schließlich gelangen Evelyn und Flo zu einer Arbeitshypothese, die auf den ersten Blick unrealistisch und arg konstruiert wirkt. Dabei entsteht förmlich der Eindruck, als würde Andreas Gruber seinen Lesern ein verworrenes Knäuel aus dem Buch entgegenwerfen. Im weiteren Verlauf der Handlung wird dieses Knäuel aber vorsichtig entwirrt und geglättet, sodass am Ende ein einzelner reißfester Faden ausgerollt ist. Schließlich ist die innere Logik der Handlung erkennbar, die sich zuvor als unförmiges Durcheinander präsentierte. Ein Kammerspiel als Showdowm Auf der anderen Seite wollen Pulaskis Tochter Jasmin und ihre Freundin Nina den Mord an Ninas Vater aufklären. Als Kenner der Jugendbücher von Enid Blyton, Thomas Brezina und Co fürchtet man bereits, der Autor würde hier zwei mutige Jugendliche professionelle Polizeikräfte und abgebrühte Gauner überlisten lassen. Zum Glück sind die beiden verantwortungsvoll genug, rechtzeitig Pulaski ins Vertrauen zu ziehen - bis auf das letzte Mal. Für das obligate Finale müssen sich die beiden natürlich auf eigene Faust in Gefahr begeben. Dieses Finale ist wie ein Theaterstück sorgfältig choreographiert und gestaltet sich äußerst blutig und actionreich. Dabei wird das Kräfteungleichgewicht zwischen Helden und Schurken zu offensichtlich mit glücklichen Zufällen kompensiert, um das angepeilte Happy End zu erreichen. Bei öffentlichen Auftritten zum Vorgängerband "Racheherbst" streute der Autor gerne eine Anekdote über seine nicht ganz einfachen Recherchen in Nachtclubs ein. Seine unbeholfene Vorgangsweise entlarvte ihn dabei sogleich als das Gegenteil eines Stammgastes. Dass nun abermals eine Schlüsselszene in einem einschlägigen Etablissement spielt, lässt vermuten, dass Gruber sich abermals für Nachforschungen im Interesse seiner Leser aufgeopfert hat. Persönliches Fazit: Durch oft ausführlich geschilderte Sex- und Gewaltszenen richtet sich der Roman vorwiegend an eine Leserschaft mit Präferenz für das Thrillergenre. "Rachewinter" ist ein typischer Gruber: Hochspannung an Schauplätzen in Deutschland und Österreich.

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