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Rezensionen zu
Tod in der Kaisergruft

Beate Maxian

Die Sarah-Pauli-Reihe (8)

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Soweit ich mich erinnere war #TodInDerKaisergruft der erste #WienKrimi rund um #SarahPauli von #BeateMaxian für mich, und trotz meiner eigentlich anhaltenden Thrillerflaute, konnte er mich gut unterhalten! Nach einem zweifachen Mord sowie Selbstmord in der Wiener #Kaisergruft macht sich die Journalistin Pauli auf die Suche nach dem Motiv und möglichen Komplizen. Für den geneigten Krimifan ist recht schnell klar, wer da wohl der geheimnisvolle Gesuchte ist (eigentlich schon mit seiner ersten oder zweiten Erwähnung), und die gelegten falschen Fährten zünden nicht so richtig, was dazu führt, dass einige Erzählstränge im Nachgang recht sinnlos erscheinen. Nichts desto trotz tut dies dem Lesevergnügen kaum Abbruch, denn gerade auch die private Geschichte der Journalistin fand ich sympathisch und flüssig zu lesen - auch ohne die Vorgeschichte aus früheren Bänden zu kennen. Es war zudem angenehm zu beobachten, wie sich das Bild für Pauli immer mehr zusammensetzt, welches der Leser durch unterschiedliche Sichtweisen bereits kennt. Die Stimmung im sommerlichen Wien war sehr schön beschrieben, ich war einige Male in der Stadt und konnte das Flair gut nachvollziehen. Wien hat ja schon was herrlich Morbides und eignet sich als Setting für einen Krimi sehr gut - weshalb ich durchaus nicht abgeneigt bin, in den ein oder anderen Krimi von @beatemaxian reinzulesen, wenn meine Krimi-/Thrillerflaute abgeebbt ist! 😉

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Bewertung: 3 1/2 Sterne Der 8. Fall rund um die Journalistin Sarah Pauli, die mit ihrer exzellenten Spürnase schon einige Kriminalfälle lösen konnte, führt uns diesmal in die Kapuzinergruft, auch Kaisergruft genannt. Diese ist die letzte Ruhestätte vieler bedeutender österreichischer Monarchen. An diesem Ort hat ein unbekannter Mann Geiseln genommen, welche mit drei Toten, inklusive dem Täter, endet. Eine der Opfer ist die Teilhaberin eines renommierten Wiener Modehauses. Die einzige Überlebende ist eine Studentin, die am Ticketschalter der Kassa der Kapuzinergruft sitzt. Diese zweifelt jedoch an der Tötungsabsicht des Schützen, was Sarah Pauli zum Nachdenken bringt. Der Gedanke, dass der Schütze einen Kompliuzen hatte, lässt sie nicht los. Während die Konkurrenzblätter reißerische Geschichten über die Geiselnahme bringen, möchte Sarah für den Wiener Boten einen gut recherchierten Artikel bringen. Wie immer führt sie ihre Spürnase auch an die richtige Quellen.... In einem anderen Strang bewegen wir uns in der glitzernden Modewelt von Wien. Das Modehaus "Modewelt Schönegg" steht für Tradition und Qualität, die besonders von Isabella Schönegg-Braun gelebt wird, der Schwester der Toten. Während diese auf alteingessene Traditonen besteht, wollte ihre Schwester eine eigene Modelinie mit zeitgemäßer Kleidung für jedes Alter hinzufügen. Isabella war allerdings nicht wirklich damit einverstanden. Im dritten Handlungsstrang lernen wir Maria Baldauf kennen, die Mutter des Schützen. Diese klammerte sich nach dem Tod ihres Mannes an ihrem einzigen Sohn. Der arbeitslose junge Mann wurde bemuttert und war in ihren Augen immer ein guter Junge. Sie kann nicht glauben, dass er der Schütze ist, wo er doch zu diesem Zeitpunkt ein Vorstellungsgespräch in der Firma, in der auch ihr Freund Otto arbeitet, gehabt hätte. Alle drei Handlungsstränge konnten mich fesseln. Die Autorin versucht durch kleine Hinweise den Leser in die falsche Richtung zu locken. Bei mir gelang es allerdings nicht wirklich, denn ich hatte sehr früh einen Verdacht, der sich auch bestätigte. Trotzdem blieb der Roman weiterhin interessant, denn ich war neugierig auf die Hintergründe und wie Beate Maxian diese lösen und zu einem logischen Schluss führen wird. Ich finde es immer wieder schön mit der quirligen Sarah auf Mörderjagd zu gehen. Neben den packenden Nachforschungen der Journalistin und weiteren Einblicken in die Redaktion des Wiener Boten, stehen diesmal auch einige Änderungen im privaten Bereich bei Sarah an. Die Kolumne über Aberglauben und Bräuche kommt auch diesmal etwas zu kurz. Nur betreffend den Totenköpfen, die der Schütze in der Gruft hinterlassen hat, werden einige Gedanken zu ihrer Bedeutung gewälzt. Das ist schade, weil ich gerne über alte Bräuche lese, die viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Schreibstil: Der Schreibstil von Beate Maxian ist gewohnt flüssig und kurzweilig. Die bildhaften Beschreibungen vermitteln wieder viel Wiener Flair und Lokalkolorit. Die Charaktere sind authentisch und haben Ecken und Kanten. Die Kapitel sind kurz gehalten und datiert. Fazit: Für Liebhaber der Reihe ein weiterer Krimi mit viel Lokalkolorit und einer einzigartigen "Ermittlerin". Wer den Krimi als Einzelband liest, vermisst eventuell etwas Spannung, da der Kriminalfall diesmal sehr in den Hintergrund tritt und der Täter für mich sehr bald identifiziert war. Trotzdem freue ich mich auf weitere Wiener Krimis der Autorin und gebe gute 3 1/2 Sterne.

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