Leserstimmen zu
GIER - Wie weit würdest du gehen?

Marc Elsberg

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Sehr geehrter Herr Elsberg, das Buch Gier wurde mir von einem Freund empfohlen. Ich habe es mit großer Begeisterung verschlungen. Genauso wie gleich daruf die drei anderen. Ich bewundere Sie für die Spannung die sie erzeugen können und für die penible Recherche mit der sie alle Ihre Themen bearbeiten. Vor allem liebe ich den positiven Grundtenor Ihrer Geschichten und ihr Menschen- wie auch Gesellschaftsbild. Jeder Ihrer Charaktere ist vollwertiges Mitglied der Menschheitsfamilie. Ich bedanke mich für die schönen Bücher und die schönen Stunden, die ich damit erleben durfte. Ich habe mich mit 5 Sternen der Bewertung entledigt, weil ich der Meinung bin, dass ich sagen kann ob mir etwas gefällt oder nicht. Doch ob es gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst herausfinden. Es gibt schon genug Menschen die meinen genau zu wissen, wie die Welt funktioniert. Machen sie weiter so. ich freue mich schon auf Ihr nächstes Buch obwohl ich mir kaum vorstellen kann worum es da gehen sollte. Bei Ihrem Buch Helix ist mir der Gedanke gekommen ob nicht ein Wettkampf zwischen einer digitalen künstlichen Intelligenz und einer biogenetisch geboosteten spannend sein könnte. Aber das ist nur so ein Gedanke dem ich selbst nachhänge. Auf jeden Fall vielen Dank und noch viele weitere spannende und gute Bücher. Beste Grüße von einem glücklichen Leser

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Jan Wutte ist gerade auf dem Weg nach Hause als sich direkt vor seinen Augen ein Autounfall ereignet. Dieser Autounfall war jedoch kein Unfall sondern kalkulierter Mord und Jan ist der einzige Zeuge. Im Auto saß der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson, dessen Ziel es war Wohlstand für alle zu ermöglichen. Die Mörder wollen nicht, dass Jan überlebt und alles der Polizei meldet. So beginnt eine spannende Verfolgungsjagd. Nachdem ich von „Blackout“ total begeistert war, habe ich beschlossen ein paar andere Bücher von Marc Elsberg zu lesen, in der Hoffnung, nochmal so stark in den Bann gezogen zu werden. Aber es kam leider anders. Die Idee, welche sich hinter „Gier“ versteckt, finde ich sehr gut und regt auch zum Nachdenken an. Allerdings hat mich die damit verbundene Geschichte nicht ganz überzeugt. Es wirkt alles eher gestellt und konstruiert. Es gibt für meinen Geschmack zu viele Zufälle, bei denen ich dachte, dass diese nicht möglich sind. Die Charaktere in dem Buch sind auch eher oberflächlich und bedienen zu viele Klischees. Das Buch kann leider nicht das Niveau von „Blackout“ nicht erreichen. Nachdem ich ein Buch gelesen habe, frage ich mich immer, ob ich daraus etwas mitnehmen kann. Bei diesem Buch war das leider nur sehr wenig. Deshalb gibt es von mir 2/5 Sternen

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Von: Irene Minge

27.09.2020

Hallo und guten Tag Herr Elsberg, gestern habe ich Ihr spannendes und zugleich interessantes Buch fertiggelesen. Ich bin zwar weder ein Mathe- noch Physikgenie, dennoch hat mich Ihre Bauernfabel fasziniert. Noch lange habe ich mit Ihrer These nicht abgeschlossen und werde mich noch mehr darüber informieren. Ihr Geschriebenes wird mich noch lange beschäftigen. Als Autor kann ich mir keine größere Anerkennung vorstellen, als dass sich Ihre Leser auch noch nach dem Lesen lange über Ihr Geschriebenes Gedanken macht. Danke! Herzliche Grüße aus der Nibelungenstadt Irene Minge

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Lieber Marc Elsberg, in all Ihren Werken ist man ohnehin gefesselt durch die spannende Storyline und die menschlichen, normalen Protagonisten. Sie sind aber der einzige Autor, dem es - von Frank Schätzing mal abgesehen - gelingt, sachbezogene und wissenschaftliche Hintergründe zu den Themen unserer Zeit auf verständliche Art und Weise zu transportieren. Dies gilt insbesondere für GIER, das aktuelle Werk, denn durch dieses Buch werden viele verstehen, dass ein "weiter wie bisher" keine Option mehr ist, wenn wir als Gesellschaft die aktuellen Krisen nicht nur irgendwie überstehen wollen, sondern daraus lernen müssen um in eine bessere Welt für alle zu gelangen. Die These: "Durch Kooperationswirtschaft erreichen wir mit weniger Aufwand mehr Ertrag" ist wahrscheinlich der elementare Ansatz für unser aller Zukunft. Herzliche Grüße Erich Hambach

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Dass Geld die Welt regiert, ist keine neue Erkenntnis. Ebenso wenig, dass wenige viel und viele wenig besitzen. Genau das ist die Grundlage, auf der die Geschichte aufbaut. Elsberg bauscht sein Setting für meinen Geschmack allerding etwas zu sehr auf. Denn wir befinden und vor dem Hintergrund eines Weltwirtschaftsgipfels in Berlin, bei dem es um nichts weniger als den Zusammenbruch der Weltwirtschaft aufgrund einer Finanzkriese geht. Alles geht den Bach runter, kann man aus den ersten Kapiteln herauslesen. Dann geschieht ein Mord an einem Nobelpreisträger, der nicht weniger als die Lösung für das desaströse Wirtschaftssystem gefunden hat. Ein unbeteiligter Zivilist wird Zeuge des Mordes und steht fortan als Verdächtiger ganz oben auf der Liste der Killer. Es entspinnt sich eine rasante Flucht resp. Verfolgungsjagd durch Berlin. Innerhalb von gerade einmal 24 Stunden hetzen wir mit den Figuren durch die Story vom Mord bis zur vermeintlichen (Finanz-)Weltrettung. Langeweile kommt da garantiert nicht auf. Eingestreut ist eine möglichst verständliche Erläuterung des Weltwirtschaftssystems, seiner Schwächen und nicht zuletzt des bahnbrechenden Lösungsansatzes. Bisschen viel? Das dachte ich mir auch. Für Laien verständlich? Bedingt. Es bedarf schon an Grundkenntnissen, um verschiedene Mechanismen nachvollziehen zu können. Umso einfacher und einleuchtender erweist sich hingegen die Lösung des Ganzen. Darum bleibt vor allem ein großes Unverständnis hängen: Wenn die Lösung so einfach ist, warum wird sie nicht längst angewandt? Macht es sich der Autor hier nicht etwas einfach? Das Ende kommt zudem etwas kurz daher. Lösung gefunden, nun können alle nach Hause gehen. Und was? Ihr Leben wie bisher weiterleben? Alles vergessen, was geschehen ist? Fazit: Spannende Verfolgungsjagd meets die Lösung all unserer (wirtschaftlichen) Probleme. Zu Ende gedacht wird das nicht und verpufft daher vermutlich genauso wie die vermeintliche Lösung im Nichts.

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Gute Idee, aber leider nicht neu...

Von: AlexR

30.08.2020

Lieber Marc, mit großer Leidenschaft habe ich gerade Dein neuestes Werk verschlungen, es wird mir mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Erinnerung bleiben. Dein Kerngedanke und die Grundaussage sind natürlich vollkommen richtig, dass Empathie und Kooperation das Leben aller reicher and lebenswerter machen würden. Wenn sie von allen gleichermaßen betrieben würden... theoretisch. In der Praxis hat das jedoch vor langer Zeit schon eine Gruppe von Menschen für sich erkannt und schöpfen den von Dir beschriebenen Mehrwert der Kooperation für sich selbst ab: Priester, Könige oder Kanzler zum Beispiel, die nichts selbst produzieren und statt dessen von dem gesellschaftlich geschaffenen Mehrwert der kooperativen Produzenten leben. Um ihren Status aufrecht zu erhalten benötigen Sie herrschaftssichernde Instrumente wie Polizisten und Beamte, was weitere Teile des Mehrwerts auffrißt, Armeen um ihre Einflußsphären gegeneinander abzusichern und Staatssicherheitsdienste um diese Instrumente der Macht kontrollieren zu können. Der real verfügbare Teil der Allmende schrumpft so weiter und weiter, je mehr je komplexer die staatlichen Systeme werden. Es geht also neben dem von Dir so genial geschriebenen Problem der kannibalistischen Konkurrenzwirtschaft gegenüber einer kooperativen Gemeinschaftlichkeit auch um die Reduktion dieses Wasserkopfes, den die Macht selbst geschaffen hat. Um weniger Staat und um mehr Selbstbestimmung, so wie schon von den alten Anarchisten wie Proudhon und Bakunin beschrieben, bevor sie sich auf die schnelle Herbeiführung ihrer Ideale mit gewaltsamen Mitteln versteiften. Die Gewalt meinten sie zu benötigen, weil die Menschen eben leider nicht alle von sich selbst heraus altruistisch und empathisch handeln, sondern das Leben als ein einziges Machtstreben (Nietzsche) interpretieren, was auch durch das Prinzip der individuellen Meinungsfreiheit moralisch gedeckt ist... Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden (Luxemburg). Diese Dilemma aufzulösen zu versuchen, neue Ansätze zu finden und gegen die aufziehende Sturmfront anzuschreiben, das hast Du mit deinem Roman "Gier" getan und dafür danke ich Dir aus ganzem Herzen. Sincerely Yours, AlexR

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Lieber Marc, Vielen Dank, dass Sie das hoch aktuelle Thema so spannend aufgegriffen haben, auch wenn bei mir beim Lesen das politische Thema überwogen hat. Ich beschäftige mich schon lange mit der Frage wie eine Gesellschaft gestaltet werden könnte, um allem gerecht zu werden, wobei ich gelegentlich wirklich gedacht habe, dass Sie versucht haben, die Ideen aus dem damaligen Osten umzu setzen, was nicht gelungen ist, da es an der Gier der "Mächtigen" gescheitert ist. (Und an vielem anderen mehr). Ich würde mir wünschen, über den fachlichen Inhalt zu diskutieren, alles habe ich nicht verstanden, und ich denke, so ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Nochmals herzlichen Dank, bin gepannt auf das nächste Buch. Ihre Petra Rode

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Ein Buch von Marc Elsberg ist für mich eigentlich immer ein Garant für einen gut recherchierten, spannenden Wissenschaftsthriller, der mich zumeist mit viel Stoff zum Nachdenken zurücklässt. Und da ich selbst einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund habe, fand ich sein gewähltes Thema für „Gier“ natürlich ganz besonders spannend. Wenngleich mich das Buch nicht wirklich enttäuscht hat, so genial wie „Blackout“ war es nicht. Damit konnten aber auch „Zero“ und „Helix“ nicht mithalten. Handlung Kurz gesagt: Die Geschichte ist ein ständiger Mix aus Verfolgungsjagd und ökonomischer Vorlesung. Charaktere Die Ausgestaltung der Charaktere dient der Lesbarkeit und Vereinfachung der Thematik. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Protagonist Jan Wutte, ein „einfacher“ Krankenpfleger, dient als Vermittlungshilfe komplexer Zusammenhänge. Er stellt die Fragen, die dem Leser durch den Kopf gehen. Beantwortet werden sie von der zweiten Hauptfigur, dem Millionär Fitzroy Peel, ein hochintelligenter Analyst mit Faible für ökonomische Konzepte und Mathematik. Unterstützt werden sie von einer Gruppe ökonomischer Widerstandskämpfer, gebildet und gut vernetzt – also alles andere als ein „chaotischer Demo-Haufen“. Ihnen gegenüber stehen zum einen zwei Söldner, angeheuert von dem großen Unbekannten, und zum anderen zwei Polizisten; die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sprachstil Marc Elsberg schreibt spannend und temporeich. Manchmal fühlte ich mich an Frank Schätzing oder Dan Brown erinnert, bei Ersterem wären jedoch vermutlich mehr Leute gestorben und Letzterer hätte die Verfolgungsjagd wohl mit einigen touristischen Highlights versehen. Das Buch eignet sich daher leider nicht für meine literarische Weltreise, da der Schauplatz Berlin beim Lesen wenig präsent erscheint. Ich muss gestehen, dass mir der Sprachstil manchmal etwas zu salopp war, wenn es um umgangssprachliche Dialoge ging. Thematik Grundgedanke des Buches ist der kürzlich erfolgte mathematische Beweis, dass Kooperation Wachstum und Wohlstand mehr fördert als Nicht-Kooperation. Um die Mathematik dahinter zu verdeutlichen, bedient sich der Autor der sog. Bauernfabel. Was mir dabei gut gefallen hat, sind die Graphiken zur Veranschaulichung der Theorie. Das hätte ich jetzt in einem Thriller nicht unbedingt erwartet. Doch leider wird die gezeichnete Bedrohung nicht so deutlich, wie bei Blackout, Zero oder Helix. Das Buch hat einfach nicht den gleichen schauderhaften Nachhall wie seine Vorgänger. Cover Das Cover passt für mich nicht wirklich zum Inhalt, das Containerschiff lässt zwar Handel und Export vermuten, nicht aber eine Debatte über Kommunismus versus Kapitalismus. Fazit Ich hoffe, die Rezension kommt nicht zu negativ rüber, denn mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Da die Thematik jedoch ausgesprochen komplex und voller Fachbegriffe ist, die nicht alle (ausreichend) erklärt werden, wäre eine Affinität zu Ökonomie und Mathematik sowie ein gewisses wirtschaftswissenschaftliches Grundverständnis sicher von Vorteil. „Gier“ bietet ein wissenschaftliches Rätsel, Konzepte und Theorien aus Wirtschaft und Mathematik, eine Verfolgungsjagd durch Berlin – dazu Intrigen, Macht und Politik sowie unfähige Polizisten und gut organisierte Rebellen. Hört sich doch spannend an oder?

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