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Rezensionen zu
GIER - Wie weit würdest du gehen?

Marc Elsberg

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In Berlin steigen die Unruhen und Demonstrationen aufgrund einer bevorstehenden Wirtschaftskrise. Zur selben Zeit soll eben desshalb allerdings auch eine Gipfeltreffen von große Wirtschaftsbossen, Politikern aus aller Welt usw. abgehalten werden. Darunter der Nobelpreisträger Herbert Thomson, der einen Plan und Vorschläge hat, die die Welt veränden werden. Doch jene Limousine mit dem Nobelpreisträger kommt nie an, denn jene hat vor dem Ziel einen enormen “Unfall“, der von dem Krankenpflerger Jan Wutte beobachtet wird. Doch nicht nur dass, denn bei dem verunfallten Auto stehen einige vermummte Männer und versuchen den Wagen anzuzünden um die Insassen zu töten. Jan, läuft natürlich zu dem Wagen und versucht die Insassen zu retten, doch gelingt es ihm nicht ganz. Nur ein paar gehauchte Hinweise eines Assistenten kann er “retten“ bevor das Auto explodiert. Natürlich bekommen die vermummten Männer jenes mit und verfolgen Jan darauf, doch wird er von der Polizei geretten. Doch genau jene verdächtigen ihn jetzt, dies alles durchgeführt zu haben…….. Dieses Werk vom Autor Marc Elsberg, ist nach Blackout und Zero, eine nicht ganz so gelungene Lektüre wie gewohnt, wobei man hier das Wort “Leider“ hinzufügen muss. Denn die Werke von Marc Elsberg, sind stets absolut gekonnt und mit großem Potential versehen, was seine treuen Leser bestätigen werden. Zwar sind die ersten 100 Seiten mit viel Spannung zu lesen, was aber eben leider immer stetig abnimmt, da es dann eben nur noch mit Verfolgungsjagden weitergeht, die in jedem Krimi zu finden sind und eigentlich wirklich nicht die tatsächliche großartige Leistung des Autors wiederspiegeln, der er in anderen Romanen seinen Lesern offenbart. Wirklich gut ist eben wieder der Bezug zur Realität, in diesem Werk eben die Wirtschaft, der Kapitalismus, uvm. Welches wieder einmal mehr eben eine Kritik an jenem zeigt und dem Leser wieder einmal zum Nachdenken bringt und dem ein oder anderen Leser vielleicht die Augen öffnet. Dies aber eben leider doch in einer nicht so spannenden Geschichte wie sonst gewohnt aus der Feder des Autors. Zum Buch selbst ist zu sagen, dass er sehr schön und angenehm aufgeteilt ist, so dass es sehr schnell zu lesen ist und auch verständlich, sowie das Cover auch gut zum Buch passt, obwohl es zu seinen Vorgängern doch ein wenig abweicht vom Stil her und somit eben auch hier aus der Reihe sticht. Alles in allem ein Werk das man lesen kann und man weiterempfehlen kann, doch ist es dieses Mal leider kein gewohnter Marc Elsberg Roman wie man es aus seiner Feder gewohnt ist. Für Hardcorefans wird es vermutlich gut sein, für Neueinsteiger in die Werke des Autors eher ernüchternd.

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Sehr geehrter Herr Elsberg, das Buch Gier wurde mir von einem Freund empfohlen. Ich habe es mit großer Begeisterung verschlungen. Genauso wie gleich daruf die drei anderen. Ich bewundere Sie für die Spannung die sie erzeugen können und für die penible Recherche mit der sie alle Ihre Themen bearbeiten. Vor allem liebe ich den positiven Grundtenor Ihrer Geschichten und ihr Menschen- wie auch Gesellschaftsbild. Jeder Ihrer Charaktere ist vollwertiges Mitglied der Menschheitsfamilie. Ich bedanke mich für die schönen Bücher und die schönen Stunden, die ich damit erleben durfte. Ich habe mich mit 5 Sternen der Bewertung entledigt, weil ich der Meinung bin, dass ich sagen kann ob mir etwas gefällt oder nicht. Doch ob es gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst herausfinden. Es gibt schon genug Menschen die meinen genau zu wissen, wie die Welt funktioniert. Machen sie weiter so. ich freue mich schon auf Ihr nächstes Buch obwohl ich mir kaum vorstellen kann worum es da gehen sollte. Bei Ihrem Buch Helix ist mir der Gedanke gekommen ob nicht ein Wettkampf zwischen einer digitalen künstlichen Intelligenz und einer biogenetisch geboosteten spannend sein könnte. Aber das ist nur so ein Gedanke dem ich selbst nachhänge. Auf jeden Fall vielen Dank und noch viele weitere spannende und gute Bücher. Beste Grüße von einem glücklichen Leser

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Jan Wutte ist gerade auf dem Weg nach Hause als sich direkt vor seinen Augen ein Autounfall ereignet. Dieser Autounfall war jedoch kein Unfall sondern kalkulierter Mord und Jan ist der einzige Zeuge. Im Auto saß der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson, dessen Ziel es war Wohlstand für alle zu ermöglichen. Die Mörder wollen nicht, dass Jan überlebt und alles der Polizei meldet. So beginnt eine spannende Verfolgungsjagd. Nachdem ich von „Blackout“ total begeistert war, habe ich beschlossen ein paar andere Bücher von Marc Elsberg zu lesen, in der Hoffnung, nochmal so stark in den Bann gezogen zu werden. Aber es kam leider anders. Die Idee, welche sich hinter „Gier“ versteckt, finde ich sehr gut und regt auch zum Nachdenken an. Allerdings hat mich die damit verbundene Geschichte nicht ganz überzeugt. Es wirkt alles eher gestellt und konstruiert. Es gibt für meinen Geschmack zu viele Zufälle, bei denen ich dachte, dass diese nicht möglich sind. Die Charaktere in dem Buch sind auch eher oberflächlich und bedienen zu viele Klischees. Das Buch kann leider nicht das Niveau von „Blackout“ nicht erreichen. Nachdem ich ein Buch gelesen habe, frage ich mich immer, ob ich daraus etwas mitnehmen kann. Bei diesem Buch war das leider nur sehr wenig. Deshalb gibt es von mir 2/5 Sternen

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Biblisches Thema, interessant aktualisiert

Von: Andeu Ginestet

03.10.2020

Lieber Herr Elsberg, mit Interesse habe ich Ihren Roman gelesen. Ihren Roman als Dystopie zu bezeichnen ist kurz gegriffen, aber ich zolle Ihnen Anerkennung, weil Sie gekonnt der dunklen morbiden Wiener Tradition folgen, die ich aus den Cafes in Wien und nur allzu gut kenne. Die UNO Insel in Wien ist übrigens eine interessante Kulisse, ebenso wie die eine oder andere Villa in edlen Wiener Vierteln, in der the who is who sich trifft. Ihre Eingangsszene, die Ermordung des Wirtschaftsnobelpreisträgers, Herbert Thompson dem eigentlichen Helden, ist gut gewählt und interessant, weil der eigentliche Held langweilig wäre und so den Nebenschauspielern eine primäre Rolle zukommt. Den 18 jährigen angehenden Krankenpfleger als Leitfigur zu nehmen, der seiner Intuition folgt, finde ich gut. Wenigstens einer, der seiner Intuition folgt. Die erste Mordszene ist Realitätsnahe, wie einige andere Szenen. Politisch aktive Personen erleben oft genug ähnliche Szenen, und ich schreibe aus Erfahrung. Viele andere Elemente sind dem Genre Roman zuzuschreiben. Die Kopplung von Gier, Mathematik und Zukunftsentwicklung ist aktueller denn ja. Künstler und stille Diplomaten können Ihnen sicher viele Hinweise liefern, und aufzeigen, wie die Gedankenwelt von Intellektuellen synchron und in Resonanz gebettet zusammenpasst, und sie darin zu bestätigen weiter zu schreiben. Da Sie nicht nur ein Buch schreiben, sondern Themen in einzelnen Büchern abhandeln, finde ich es angemessen, dass sie das Thema Kooperation exemplarisch isolieren. Das Thema KI z.B. dürfte Ihnen auch sehr zusprechen, auch wenn es ein wenig ausgelutscht ist. In Zusammenhang mit dem Ausrollen von Industrie 4.0 dürfte es interessant werden. Andere Autoren arbeiten ebenso an diesen Themen und so werden wir spannende literarische Momente erleben, die in der Noossphäre zusammenkommen. Gehen wir davon aus, andere Personen liefern Ihnen Hinweise dazu, was in Zusammenhang mit ihrem Ansatz noch interessant ist und als Romanvorlage dienen kann. Das Novum besteht darin die Probleme von morgen spannend zu artikulieren. Ich wünsche Ihnen weitere kreative Impulse und eine gute Inspiration. Andreu Ginestet

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Von: Irene Minge

27.09.2020

Hallo und guten Tag Herr Elsberg, gestern habe ich Ihr spannendes und zugleich interessantes Buch fertiggelesen. Ich bin zwar weder ein Mathe- noch Physikgenie, dennoch hat mich Ihre Bauernfabel fasziniert. Noch lange habe ich mit Ihrer These nicht abgeschlossen und werde mich noch mehr darüber informieren. Ihr Geschriebenes wird mich noch lange beschäftigen. Als Autor kann ich mir keine größere Anerkennung vorstellen, als dass sich Ihre Leser auch noch nach dem Lesen lange über Ihr Geschriebenes Gedanken macht. Danke! Herzliche Grüße aus der Nibelungenstadt Irene Minge

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Lieber Marc Elsberg, in all Ihren Werken ist man ohnehin gefesselt durch die spannende Storyline und die menschlichen, normalen Protagonisten. Sie sind aber der einzige Autor, dem es - von Frank Schätzing mal abgesehen - gelingt, sachbezogene und wissenschaftliche Hintergründe zu den Themen unserer Zeit auf verständliche Art und Weise zu transportieren. Dies gilt insbesondere für GIER, das aktuelle Werk, denn durch dieses Buch werden viele verstehen, dass ein "weiter wie bisher" keine Option mehr ist, wenn wir als Gesellschaft die aktuellen Krisen nicht nur irgendwie überstehen wollen, sondern daraus lernen müssen um in eine bessere Welt für alle zu gelangen. Die These: "Durch Kooperationswirtschaft erreichen wir mit weniger Aufwand mehr Ertrag" ist wahrscheinlich der elementare Ansatz für unser aller Zukunft. Herzliche Grüße Erich Hambach

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Dass Geld die Welt regiert, ist keine neue Erkenntnis. Ebenso wenig, dass wenige viel und viele wenig besitzen. Genau das ist die Grundlage, auf der die Geschichte aufbaut. Elsberg bauscht sein Setting für meinen Geschmack allerding etwas zu sehr auf. Denn wir befinden und vor dem Hintergrund eines Weltwirtschaftsgipfels in Berlin, bei dem es um nichts weniger als den Zusammenbruch der Weltwirtschaft aufgrund einer Finanzkriese geht. Alles geht den Bach runter, kann man aus den ersten Kapiteln herauslesen. Dann geschieht ein Mord an einem Nobelpreisträger, der nicht weniger als die Lösung für das desaströse Wirtschaftssystem gefunden hat. Ein unbeteiligter Zivilist wird Zeuge des Mordes und steht fortan als Verdächtiger ganz oben auf der Liste der Killer. Es entspinnt sich eine rasante Flucht resp. Verfolgungsjagd durch Berlin. Innerhalb von gerade einmal 24 Stunden hetzen wir mit den Figuren durch die Story vom Mord bis zur vermeintlichen (Finanz-)Weltrettung. Langeweile kommt da garantiert nicht auf. Eingestreut ist eine möglichst verständliche Erläuterung des Weltwirtschaftssystems, seiner Schwächen und nicht zuletzt des bahnbrechenden Lösungsansatzes. Bisschen viel? Das dachte ich mir auch. Für Laien verständlich? Bedingt. Es bedarf schon an Grundkenntnissen, um verschiedene Mechanismen nachvollziehen zu können. Umso einfacher und einleuchtender erweist sich hingegen die Lösung des Ganzen. Darum bleibt vor allem ein großes Unverständnis hängen: Wenn die Lösung so einfach ist, warum wird sie nicht längst angewandt? Macht es sich der Autor hier nicht etwas einfach? Das Ende kommt zudem etwas kurz daher. Lösung gefunden, nun können alle nach Hause gehen. Und was? Ihr Leben wie bisher weiterleben? Alles vergessen, was geschehen ist? Fazit: Spannende Verfolgungsjagd meets die Lösung all unserer (wirtschaftlichen) Probleme. Zu Ende gedacht wird das nicht und verpufft daher vermutlich genauso wie die vermeintliche Lösung im Nichts.

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Gute Idee, aber leider nicht neu...

Von: AlexR

30.08.2020

Lieber Marc, mit großer Leidenschaft habe ich gerade Dein neuestes Werk verschlungen, es wird mir mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Erinnerung bleiben. Dein Kerngedanke und die Grundaussage sind natürlich vollkommen richtig, dass Empathie und Kooperation das Leben aller reicher and lebenswerter machen würden. Wenn sie von allen gleichermaßen betrieben würden... theoretisch. In der Praxis hat das jedoch vor langer Zeit schon eine Gruppe von Menschen für sich erkannt und schöpfen den von Dir beschriebenen Mehrwert der Kooperation für sich selbst ab: Priester, Könige oder Kanzler zum Beispiel, die nichts selbst produzieren und statt dessen von dem gesellschaftlich geschaffenen Mehrwert der kooperativen Produzenten leben. Um ihren Status aufrecht zu erhalten benötigen Sie herrschaftssichernde Instrumente wie Polizisten und Beamte, was weitere Teile des Mehrwerts auffrißt, Armeen um ihre Einflußsphären gegeneinander abzusichern und Staatssicherheitsdienste um diese Instrumente der Macht kontrollieren zu können. Der real verfügbare Teil der Allmende schrumpft so weiter und weiter, je mehr je komplexer die staatlichen Systeme werden. Es geht also neben dem von Dir so genial geschriebenen Problem der kannibalistischen Konkurrenzwirtschaft gegenüber einer kooperativen Gemeinschaftlichkeit auch um die Reduktion dieses Wasserkopfes, den die Macht selbst geschaffen hat. Um weniger Staat und um mehr Selbstbestimmung, so wie schon von den alten Anarchisten wie Proudhon und Bakunin beschrieben, bevor sie sich auf die schnelle Herbeiführung ihrer Ideale mit gewaltsamen Mitteln versteiften. Die Gewalt meinten sie zu benötigen, weil die Menschen eben leider nicht alle von sich selbst heraus altruistisch und empathisch handeln, sondern das Leben als ein einziges Machtstreben (Nietzsche) interpretieren, was auch durch das Prinzip der individuellen Meinungsfreiheit moralisch gedeckt ist... Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden (Luxemburg). Diese Dilemma aufzulösen zu versuchen, neue Ansätze zu finden und gegen die aufziehende Sturmfront anzuschreiben, das hast Du mit deinem Roman "Gier" getan und dafür danke ich Dir aus ganzem Herzen. Sincerely Yours, AlexR

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