Rezensionen zu
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn

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Der Anfang vom Hörbuch ging schnell, entweder habe ich das so empfunden oder es war wirklich so. Die Geschichte fing fesselnd an und hört auch nicht auf. Unfassbar was Anna Fox erlebt hat, mit ihrer Krankheit Argo Phobie und Ihrem Leben. Es ist sicherlich nicht einfach sich unter vier Wände dauernd aufzuhalten, nicht raus gehen zu können und mit Alkohol oder Drogen zu versinken. Sie beschließt ihre Nachbarn zu beobachten, was ich sehr lustig aber auch beängstigend fand. Keiner würde gerne mit einer Kamera beobachtet werden oder wenn sogar Fotos gemacht werden. Vielleicht kann sie nicht anders? Vielleicht braucht sie ein Ankerpunkt wo sie sich festhalten könnte, dass war tatsächlich immer meine Frage bei dem Hörbuch. Dadurch das ich das Hörbuch gehört habe, konnte ich mich wirklich in das Geschehen eintauchen, sage nur GÄNSEHAUT pur. Jetzt in diesen Zeiten wo Corona gerade das Machtwort hat und wir tatsächlich auch eingesperrt sind, kann man sich das viel mehr vorstellen was eine Argo Phobie auslösen kann. Und dann glaubt dir keiner, weil wer glaubt einer Person die nicht raus geht und nur auf das basiert was man für Fotos macht oder erzählt ohne Beweise. Es folgt ein Psychisches Spiel wo Anna Fox wirklich alles versucht damit man ihr glaubt, was natürliches nicht so leicht ist.. ohne Beweise. Das Ende hat mich schockiert, dass es plötzlich so eine Wendung genommen hat, wird sicher keiner denken oder Vermuten. Der Schock sitz tief und das wird er sicherlich noch eine ganze Weile. Die Stimme von Nina Kunzendorf war extrem angenehm, sogar so angenehm, dass ich 5 Stunden durch hören kann ohne Pause zu drücken. Die Charaktere waren unterschiedlich, Anna Fox war krank, dass erwähnt sie Indirekt durch ihre Halluzinationen und übermäßigen Alkoholkonsum. Die Frage ist, hat sie aufgehört am Ende? Die Nachbarn Russels, der Vater ist irgendwie überfordert mit der ganzen Situation, irgendwas läuft in der Familie falsch. Alles merkwürdig.

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Die Kinderpsychologin Dr. Anna Fox hat ihr Haus in New York seit zehn Monaten nicht mehr verlassen, da sie unter Agoraphobie leidet. Sie wohnt alleine mit einem Untermieter und ihr Mann und ihre Tochter halten in täglichen Telefongesprächen Kontakt. Wenn sie gegen Mittag aufsteht ist ihr erster Gang ans Fenster, um ihre Nachbarn auszuspionieren. Interessantes hält sie mit der Kamera fest. Ansonsten bestimmt ihr Alltag der Griff zum Weinglas, Tabletten und die umfangreiche Sammlung DVD's mit alten Filmen. Als gegenüber eine neue Familie einzieht, wird sofort Anna's Interesse geweckt. Wenig später beobachtet sie, wie im gegenüberliegenden Fenster eine Frau erstochen wird. Doch niemand glaubt ihr, denn es wird kein Opfer gefunden und aufgrund ihrer Erkrankung soll sie sich alles nur eingebildet haben. Ein interessanter Psychothriller zum Thema Agoraphobie.

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Es gibt wirklich extrem viele Bücher dieser Thematik. Jemand hat ein Verbrechen beobachtet aber da es sich bei dem Zeugen um eine labile Person handelt, wird er nicht ernst genommen. Hier ist das genauso der Fall. Und es frustriert mich jedes Mal zu Tode, wenn ich weiß, dass die betroffene Person vor den Kopf gestoßen wird, weil sie als unglaubwürdig gilt. Der Plot ist schlüssig, alle Enthüllungen und Wendungen nachvollziehbar. Anna ist ein facettenreicher, interessanter Charakter, über den es viel zu erfahren und verstehen gibt. Sie hat mit heftigen Angststörungen zu kämpfen und nimmt dementsprechend viele Medikamente, die ihre Wahrnehmung trüben, sodass man als Leser selbst manchmal an dem Geschehen zweifelt. Passiert das nun wirklich oder sind die Medikamente schuld? Das Buch ist ein Mysterium und das ist toll daran. Man hat zwar seine Vermutungen aber in meinem Fall wurden alle an einem gewissen Punkt widerlegt und durch schlüssigere ersetzt. Fazit: Für Thriller-Fans, die auf Klassiker wie Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“ stehen, ein absolutes Muss. Spannend erzählt – ein echter Pageturner.

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Es gibt sicherlich schönere Geburtstagsüberraschungen, als am eigenen Ehrentag die Nachricht zu bekommen, dass man unter einer bipolaren Störung leide. Für Daniel Mallory ist diese Diagnose aber fast eine Art Befreiung, denn zu diesem Zeitpunkt kämpfte der Journalist bereits seit rund 15 Jahren gegen schwere Depressionen, die trotz einer Vielzahl an ausprobierten Behandlungsmethoden massiv das Leben des jungen Mannes prägten. Durch die Korrektur der Diagnose und damit verbundene neue Medikamentierung verbesserte sich der Zustand Mallorys innerhalb von wenigen Monaten jedoch enorm, sodass dieser losgelöst ein kreatives Projekt angehen wollte. Aus der Depression zum Bestsellerautor Unter dem Pseudonym A.J. Finn verarbeitete er dabei seine eigenen Erfahrungen mit den Depressionen in einem Roman, denn oft versteckte sich Mallory wochenlang in seinem Haus und mied völlig den Kontakt mit anderen Menschen. Während dieser Rückzugsphasen beobachtete er ausgiebig sein Umfeld und kannte nach einer Weile selbst intimste Details aus dem Leben seiner Nachbarn – damit war die Idee zu einem Thriller geboren. Keine drei Jahre später stürmte „The Woman in the Window“ noch vor Veröffentlichung weltweit die Bestsellerlisten, wurde in rund 40 Sprachen übersetzt und wird im Herbst 2019 sogar mit Hollywoodstars wie Amy Adams, Julianne Moore oder Gary Oldman als Buchverfilmung in die Kinos kommen. Das Fenster zum Hof 2.0 A.J. Finns Debütroman weckt sicherlich nicht nur aufgrund des Titels Assoziationen zu Alfred Hitchcocks weltberühmten Thriller-Klassiker „Das Fenster zum Hof“, auch inhaltlich sind die Parallelen unübersehbar – und vermutlich sogar bewusst gewollt. Anna Fox, die Protagonistin in „The Woman in the Window“ ist dabei zwar nicht durch einen Beinbruch in den eigenen Wänden gefangen wie der im Film von James Stewart verkörperte Fotoreporter L.B. Jeffries, sondern leidet an an einer schweren Form von Agoraphobie – der im Volksmund als „Platzangst“ bezeichneten Angst vor weiten Plätzen oder größeren Menschenansammlungen. War Anna vor dieser Angststörung noch eine erfolgreiche Kinderpsychologin, so prägen seitdem die immer gleichen und überwiegend eintönigen Abläufe ihren Alltag: Schachpartien im Internet, der Austausch mit Leidensgenossinnen und -genossen in Chatforen, alte Hollywood-Klassiker, zu viele Gläser Wein und das Ausspionieren ihrer Nachbarn. Letzteres beschert Anna eines Tages ein äußerst verstörendes Erlebnis, als sie plötzlich Zeugin wird, wie in der Wohnung der erst kurz zuvor eingezogenen Russells plötzlich der Ehemann seine Frau Jane ermordet. Daraufhin wählt sie den Notruf und versucht selbst trotz ihrer Phobie, der Frau zur Hilfe zu kommen, wobei sie bei einer schweren Panikattacke schließlich das Bewusstsein verliert. Als sie nach einer Weile wieder aufwacht, kann die Polizei keine Hinweise auf ein Verbrechen finden und Mr. Russell präsentiert sogar seine äußerst lebendige Ehefrau – die für Anna jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit der scheinbar getöteten Mrs. Russell hat… Gefangen in den eigenen vier Wänden und im eigenen Kopf Wer sich schon einmal in irgendeiner Form näher mit Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“ auseinandergesetzt hat, für den dürfte dieses Ausgangssituation trotz kleinerer Unterschiede zunächst wenig originell klingen. Allerdings ist „The Woman in the Window“ weit mehr als ein billiger Abklatsch, sondern viel eher eine Hommage an das Meisterwerk des berühmten Regisseurs – das lässt sich schon daran ablesen, dass Anna Fox selbst großer Fan derartiger Schwarz/Weiß-Klassiker ist und viele davon in diesem Buch Erwähnung finden. Was A.J. Finns Thriller aber vor allem lesenswert macht, ist der äußerst detailliert und realistisch ausgearbeitete Charakter der Hauptfigur. Dem Autor gelingt es hier – vermutlich begünstigt durch die eigenen Erfahrungen – auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, die schwere Angststörung der Protagonistin glaubwürdig zu vermitteln und die Agoraphobie zugleich sinnvoll in die Handlung einzubauen. Für Außenstehende dürfte es nämlich vermutlich zunächst schwer sein, diese Angst vor weiten Räumen und Menschengruppen nachzuvollziehen, doch wenn Finn schildert, wie Anna Fox beim Verlassen ihrer sicheren vier Wände nahezu im wahrsten Sinne des Wortes der Himmel auf den Kopf fällt, dann kann man sich sehr gut vorstellen, welch dramatische Auswirkungen eine solche Störung auf das eigene Leben haben kann. Durch ihren labilen Zustand zum einen und den übermäßigen Alkoholkonsum zum anderen wird die Protagonistin zugleich auch zu einer äußerst unzuverlässigen Erzählerin, sodass sich die Zweifel an Annas Wahrnehmungen wie ein roter Faden durchs Buch ziehen und diese Ungewissheit bezüglich der tatsächlichen Realität viel zur Spannung der Geschichte beiträgt. Packendes Kammerspiel, starkes Debüt „The Woman in the Window“ ist sicherlich nicht unbedingt der spektakulärste Thriller, was alleine schon durch das sehr einfach gehaltenen Setting bedingt ist, da sich ein Großteil der Handlung in Annas Wohnung bzw. ihrem Kopf abspielt. Trotzdem ist es bemerkenswert, wie viel A.J. Finn aus diesen begrenzten Mitteln herausholt. Durch kurze Kapitel und immer wieder neue Wendungen erzeugt das Buch einen stetig höher werdenden Suchtfaktor und wird gerade in der zweiten Hälfte zum wahren Pageturner. Dabei nimmt sich der Autor sicherlich die ein oder andere künstlerische Freiheit, trotzdem bleibt die Geschichte durch die gut dargestellten Charaktere weitestgehend glaubwürdig. Auch der Schlusstwist ist gelungen, wenngleich man als routinierter Thriller-Leser von der Auflösung vielleicht nicht völlig überrascht wird – packend ist das Finale dennoch. Somit hat A.J. Finn mit „The Woman in the Window“ insgesamt einen hervorragenden Debütroman hingelegt, der dem weltweiten Hype absolut gerecht wird und die hohen Erwartungen voll erfüllen kann – vorausgesetzt man mag Kammerspiel-artige und eher dialoglastige Psychothriller.

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Gutes Debüt

Von: Betty

27.12.2018

Cover und Titel: Titel und Cover passen wirklich wunderbar zusammen. Das Cover spiegelt eine Jalousie wieder bei der einige Streben nach unten gebogen sind, so als würde gerade jemand hindurch sehen. Beides passt auch hervorragend zum Inhalt. Meine Meinung: Da ich wirklich unwahrscheinlich gerne Thriller lese hat mich dieses Buch sofort angesprochen. Und es ist wirklich sehr sehr gut umgesetzt. Wir lernen Anna, eine Psychologin mit schwerer Angststörung sehr gut, aus ihrer Sicht kennen. Wir bekommen einen sehr guten Eindruck von ihr und ihrem Leben - und ihren Wahrnehmungen. Als Leser kennt man erst einmal nur ihre Wahrheit. Nach einiger Zeit geschehen seltsame Dinge und alle denken Anna sei verrückt.... Vielleicht ist sie das wirklich, denkt sie sich nicht nur selbst, sondern natürlich auch irgendwann der Leser... Da ich diese Art vom Büchern kenne und sehr gerne lese, war mir klar, dass alles anders ist als es scheint... daher war das Buch wirklich super spannend zu lesen und herauszufinden was wirklich dahinter steckt. Auf diesen Ausgang wäre ich niiiiemals gekommen. Auch Annas Vorgeschichte ist spannend zu lesen und auch hier gibt es einige Überraschungen. Fazit: Ein wirklich sehr gelungener Thriller für alle die gerne Thriller lesen und mitfiebern, was wirklich passiert ist.. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt ob es eine Verfilmung geben wird und wie diese umgesetzt werden wird. ♥

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Fantastisch!

Von: Ebooktalk

05.12.2018

Aus dem Klappentext: Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre Wohnung nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert ... Über den Autor / Sprecherin ( Auszug Random house Audio / CD) "The women in the window" ist der Debütroman von A.J. Finn Der Titel wurde bis jetzt in 38 Sprachen übersetzt und Der Fernsehsender Fox sicherte sich auch schon die Filmrechte. Der Autor lebt in New York und hat schon für einige Zeitungen und Zeitschriften geschrieben, u.a. New York Times. Nina Kunzendor ist eine mehrfach ausgezeichnete Tv- und Filmdarstellerin, die auch als Sprecherin absolut erfolgreich ist. Für Random House Audio hat sie bereits und "Endgültig" und "Niemals" von Andreas Pflüger eingelesen. Mein Fazit Da ich dieses Buch als Hörbuch gehört habe, möchte ich erstmal ein paar Worte dazu sagen: Das Hörbuch ist eine gekürze Lesung mit einer Gesamtspielzeit von ca. 9 Stunden und 15 Minuten auf 2 mp3-Cds. Ich liebe die Stimme von Nina Kunzendor. Sie bringt alle Gefühle und Facetten der Hauptcharaktere so detailgetreu rüber und lässt den Hörer denken, sie wären mit dabei. Einfach super. Nicht viele Sprecherinnen haben mich so schnell so sehr überzeugt.  Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, mich einfach mal zurück legen zu können und einfach nur hören zu können, ohne mir große Gedanken zu machen. So jetzt aber zum Buch. Ich will hier nicht zu viel verraten zum Inhalt, aber es ist so spannend und ich habe echt viel mitgefiebert und mich nicht nur einmal gefragt, was ich nun glauben soll und besonders, wem ich jetzt glauben soll. Es ist ein Thriller, wie er im Buch steht. Ich verstehe den Hype um dieses Buch absolut.  Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Man erkennt sofort die Rolladen die etwas zur Seite gezogen sind, eine Anspielung auf Anna, die ihre Nachbarn durch das Fenster beobachtet. Anna ist , meiner Meinung nach, etwas verunsichert und kann sich manchmal nicht selbst trauen. Durch die Darstellung ihrer Krankheitsgeschichte, fängt auch der Leser / Hörer irgendwann an, ihr nicht mehr zu trauen. Ein wirklich gut gelungener Hauptcharakter für einen spannenden Thriller. Dieses Buch / Hörbuch ist eine absolute Kaufempfehlung. Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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Anna nimmt nach einem traumatischen Ereignis nicht mehr richtig am Leben teil. Sie verlässt das Haus nicht, leidet unter anderem unter Depressionen und sucht einen Teil der Normalität im Internet, wo sie anderen Menschen in ihrer früheren Tätigkeit als Kinderpsychologin hilft. Sie trinkt viel zu viel und erlebt die Außenwelt durch ihre Fenster, indem sie ihre Nachbarn beobachtet. Als nebenan die Russels einziehen passiert wieder etwas vor Annas Fenster. Als sie bei ihren Beobachtungen eines Tages Zeugin eines gewalttätigen Überfalls wird überwältigen sie die Gefühle und sie wagt den Schritt nach draußen. Kurz darauf wacht sie im Krankenhaus wieder auf. Anna ist nun auch nicht die typische Protagonistin. Ihrem hohen Alkoholkonsum und der scheinbar wahllosen Einnahme von Medikamenten ist es wohl zum einen zu schulden, das ihr im Krankenhaus niemand glaubt. Zum anderen fing ich als Leser aber auch an zu zweifeln, ob das, was ich da lese nicht vielleicht doch nur ein Hirngespinst aus Alkohol und Medikamenten ist. Letzteres macht die Geschichte allerdings recht spannend und interessant. Man denkt hin und her und versucht zwischen den Zeilen die passenden Hinweise zu finden. Auch wenn ich finde, hier und da haben sich ein paar Längen eingeschlichen, welche den Spannungsbogen zu sehr gezogen haben, hat der Autor gute Arbeit geleistet. Mir hat gefallen, wie er eine fast schon unsympathische Protagonistin schafft, mit der man trotzdem irgendwie mitfiebert, die man verstehen kann und die trotz ihrer vielen Probleme menschlich wirkt. Sie ist nicht wie aus dem Bilderbuch und auch nicht so, wie ich eine Hauptperson gerne hätte und hat mich doch fasziniert. Vielleicht weil sie eben genauso ist, wie sie ist. Auch sprachlich muss sich Finn nicht verstecken. „The woman in the window“ liest sich gut und flüssig und macht bis auf die Längen an einigen Stellen wirklich Spaß. Fazit A.J. Finn hat ein ordentliches Debüt geschrieben, das mit einer vielschichtigen Protagonistin und einer guten Geschichte überzeugen konnte. Freunde von spannenden Romanen können hier definitiv schöne Lesestunden finden.

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Endlich bin ich mit diesem Buch fertig und kann meine Meinung dazu an euch weitergeben! Ja, wie es sich anhört, habe ich ziemlich lange dafür gebraucht das Buch durchzulesen, naja eigentlich durchzuhören. Ich habe das Audiobuch von Random House Verlag bekommen (vielen Dank an sie für die Unterstützung! :) ). Es ist von Nina Kunzendorf gelesen. Ihr denkt bestimmt; naja, eigentlich hast du keine Ausrede um so lange dafür zu gebrauchen. Hörbücher kann man immer hören und mit andere Tätigkeiten kombinieren. Jein . . . Ich fliege normaler Weise tatsächlich durch Hörbücher durch, aber das hier war anders. Es war eine CD, das heißt, ich brauchte immer mein Laptop dafür und konnte es jetzt nicht nach draußen mitnehmen (außer ich ziehe die ganze Datein auf dem Handy, was mein Speicher sicher nicht verkraftet hätte.) Also ziemlich umständlich Sache. Verglichen mit den Hörbüchern, die man auf Youtube zum Beispiel findet, war das ein bisschen nerviger jedes mal den ganzen Gerüst aufzubauen. Das schon mal zum Format des Hörbuchs. Inhaltlich kommen mehrere Faktoren bei der Bewertung ins Spiel. Zum einen das Lesen von Nina Kunzendorf. Ihre stimme hat das Erlebnis lebhafter gemacht. Sie konnte viele Emotionen und Stimmlagen durch das Lesen vermitteln und schaffte es differenzierte Charaktere dem Zuhörer vorzustellen. Das Buch hören zu können und nicht lesen zu müssen war auf jeden Fall eine Erleichterung und hat Spaß gemacht. Zum anderen kommt der Inhalt: Es geht um Anna Fox, die ihr Zuhause nicht verlassen kann und dadurch gestaltet sich automatisch ihre Erzählung entweder durch Beobachtungen des Außenfeld, was ich persönlich sehr spannened fand, oder Erzählung von Erinnerungen aus der Vergangenheit, was ich nicht unbedingt als fesselend empfunden habe. Die erste Hälfte des Buches ungefähr handelt von der Vergangenheit von Anna. Der Leser ist am Anfang verwirrt, weil er einzelne Scenfetzen und Gefühle hat, die er im Kontext nicht wirklich einordnen kann. Das musste man durchkauen, bevor man eigentlich zum spannenden Teil kommt. Der Spannungsbogen fängt an, als Anna diesen Überfall sieht und dem entsprechend agiert. Doch niemand in ihrem Umfeld glaubt ihr und alle werfen ihr vor, dass sie fantasiert oder auf Grund ihren Medikamente hallusziniert. Der Leser wird hier mitgenommen und weiß selber nicht, wen er glauben soll und was wirlich real ist. Alles in allem möchte ich dieses buch Thriller-Lovers empfehlen. Es hat auch viel mit Trauma, psychische Krankeit und Familie zu tun. Das Ende ist sehr spannend und unvorhersehbar! Also, gutes Buch für die winterliche Atmosphäre. ;)

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