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Zum Fluss

Eine Reise unter die Oberfläche

(7)
Hardcover
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Über sechzig Jahre nachdem Virginia Woolf in der Ouse ertrunken ist, macht Olivia Laing sich an einem hellen Mittsommermorgen auf den Weg durch Südengland, um dem Lauf des magischen Flusses von der Quelle bis zur Mündung zu folgen. In von Kreidefelsen milchig-grün gefärbten Windungen, an Ufern auf dem Weg Richtung Meer sucht sie nach den Geheimnissen, die Flüsse tragen, verbergen, preisgeben. Herauskommt eine große, kluge und poetische Erzählung davon, wie Geschichte sich in eine Landschaft einschreibt – und davon, wie Geister nie von den Orten verschwinden, die sie lieben.

»Olivia Laing blickt weit, gräbt tief – und schreibt alles hinreißend auf.«

Frankfurter Rundschau (02. July 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: To the River
Originalverlag: Canongate
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 9 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75865-4
Erschienen am  13. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Yorkshire, Großbritannien

Rezensionen

mehr als eine Reiseerzählung

Von: überalldiewörter

06.08.2021

Im Juni 2009 reist Olivia Laing nach High Weald im Süden von England. Eine Woche hat sie sich Zeit genommen, um von dort aus durch Sussex bis zum Meer zu wandern – immer am Fluss Ouse entlang, von der Quelle bis zur Mündung. Laing steckt in einer Krise: Im Frühling verliert sie ihre Arbeit, kurz darauf trennt sich ihr Freund von ihr. Sie stürzt sich deshalb in Vorbereitung in die Recherche, beschäftigt sich mit der Geschichte des Landes und liest sich einmal quer durch das Werk und die Tagebücher von Virginia Woolf – denn die hat vor 60 Jahren nahe der Ouse gelebt, viel über den Fluss geschrieben und sich 1941 schließlich darin das Leben genommen. All ihr Wissen verpackt Laing auf diesen knapp 350 Seiten und schreibt dabei über alles von Natur und Geologie über Mythologie bis hin zu Autor:innen, die eine besondere Verbindung zur Ouse hatten. Die Erzählungen sind dicht, voll von Informationen, dabei aber gepaart mit den Bildern und Zitaten trotzdem wunderbar kurzweilig zu lesen. Zwischen den kleinen Reisen in die Vergangenheit des Flusses steht der Reisebericht von Laing mit vielen Naturbeschreibungen, Anekdoten über kürzere und längere Begegnungen mit anderen Wander:innen und ihren Gedanken zu Kunst, Liebe und Leben – alles ein bisschen philosophisch, dabei aber trotzdem immer lebensnah. Dank der entschleunigenden Erzählweise war das Buch für mich eine perfekte Flucht aus dem Alltag. Vermutlich muss man sich auf das Ganze mit den vielen unterschiedlichen Themen wirklich einlassen, aber wenn man das macht, wird man auf eine richtig schöne Reise mitgenommen – mir hatʼs gefallen.

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Zum Fluss

Von: Frau Lehmann

12.07.2021

Olivia Laing erwandert sich die Ouse von der Quelle bis zur Mündung und lässt die Gedanken mit dem Wasser mäandern. Herausgekommen ist dabei ein wunderbar kluges und feinsinniges Buch über den Fluss, die Natur, das Leben und Literatur. Die Ouse ist der Fluss, in dem Virginia Woolf ertrank, an dem sie jahrelang lebte und schrieb. Olivia Laing knüpft Verbindungen, referiert über die Geschichte einzelner Landstriche und Dörfer, sinniert über ihr eigenes Leben, porträtiert Tiere und Pflanzen und findet dabei immer wieder zur Literatur, zum Schreiben. Ich ertappe mich beim Lesen immer wieder dabei, selbst abzuschweifen, über mein Leben an der Nordsee nachzudenken, im Zweistromland zwischen Weser und Elbe, geprägt vom Wasser und den Gezeiten oder mich an vergangene Urlaube an Flüssen zu erinnern, finde aber immer mühelos zurück in den Text, folge wieder eine Weile, um dann die nächste Anregung zu einer Gedankenreise aufzugreifen oder an die Bücherregale zu gehen, um nach einer Textpassage zu suchen, die mir im Zusammenhang mit dem Buch eingefallen ist. Das ist kein einfaches Lesen, das ist fast ein Austausch von Gedanken, wenn auch einseitig, weil die Impulse immer aus Laings Text kommen. Ich fühle mich direkt angesprochen als Leser, eingeladen und nicht verborgen mitreisend. Eine wunderbare Leseerfahrung, die aber ihre Zeit brauchte. Für einen Schnell-Leser wie mich ungewohnt und darum umso nachhaltiger in Erinnerung bleibend.

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Vita

Olivia Laing, geboren 1977, ist eine der renommiertesten Kulturkritikerinnen Großbritanniens und Autorin. Sie studierte Englische Literatur an der Universität von Sussex, brach ihr Studium ab, um Umweltaktivistin zu werden, auf einem Baum in der Wildnis zu leben und ein Diplom in Pflanzenheilkunde zu erwerben, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Ihre Bücher sind in fünfzehn Sprachen übersetzt. Sie schreibt unter anderem für den Guardian und New Statesman und ist Kolumnistin für Frieze. Für »Zum Fluss« war sie für den Ondaatje-Preis und den Dolman Best Travel Book Award nominiert, 2018 erhielt sie für ihre Sachbücher den Windham Campbell-Preis.

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Pressestimmen

»Ein furioses, mutiges Debüt.«

emotion (03. May 2021)

»Ihr Buch eine fluide, zuweilen fast pointillistische Meditation über Evolution, Zivilisation, Barbarei, Schöngeistigkeit und Betörung, kongenial eingefangen durch ihren deutschen Übersetzer Thomas Mohr.«

SR2 KulturRadio (24. April 2021)

»In der stil- und wortsicheren Übertragung von Thomas Mohr wird hier eine wichtige Stimme und Wegbereiterin des modernen britischen „Nature Writings“ den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern zugänglich gemacht.«

Tanya Lieske, Deutschlandfunk „Büchermarkt“ (29. June 2021)

»Ihr Buch entfaltet eine übergroße Wucht: radikal im Inhalt, in seiner Stilistik dagegen zart und stets rastlos kreisend um die existentiellen Fragen des Lebens, wobei jede Gedankenbewegung eine Art Demut und Dankbarkeit birgt.«

Alexandra von Poschinger, Passauer Neue Presse (20. April 2021)