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Jonas Jonasson

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Roman

Hardcover
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Freuen Sie sich darauf, was diesem herrlich verrückten Autor für seine neue Protagonistin eingefallen ist!

Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander...

Spitzzüngig und mit viel schwarzem Humor rechnet Jonasson in seinem neuesten Roman mit dem Fundamentalismus in all seinen Erscheinungsformen ab. Eine grandiose Geschichte, die dem »Hundertjährigen« an überbordenden Einfällen, skurrilen Wendungen und unvergesslichem Charme in nichts nachsteht!

„Das Buch des Jahres.“

STERN (31. October 2013)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Analfabeten som kunde räkna
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2013
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-58512-2
Erschienen am  15. November 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Absurde Realität oder wahrhaftig Fiktion?

Von: jaytiii

07.06.2016

Früh fängt sie an zu arbeiten und früh wird sie Waise. Es deutet alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein für immer als Latrinentonnenträgerin im größten Slum Südafrikas fristen wird. Die junge Afrikanerin kann nicht lesen, dafür aber meisterhaft rechnen und der Zufall hat viel mit ihr vor: Sie hilft bei der Konstruktion atomarer Bomben aus und Verhandelt obendrein mit den Mächtigen der Welt. Schließlich begegnet sie sogar ihrer großen Liebe. Mit den skurrilen Folgen hat sie jedoch nicht gerechnet. Jonasson schafft es, Wirklichkeit und Fiktion gekonnt ineinandergreifen zu lassen. Dabei verzichtet der Autor auf eine direkte Wertung der Ereignisse. Die ernsthafte Schilderung tiefer Gefühle sucht man ebenso vergeblich. Stattdessen wird subtil eine gehörige Portion trockener Humor in die Geschichte gestreut. Der Roman sprüht förmlich vor intelligentem Witz und hat einen ganz eigenen Charme. Der Roman und der Schreibstil sind für mich definitiv originell und mit hohem Unterhaltungswert behaftet. An direkter Rede wird stilistisch oft gespart, was nicht von Nachteil ist. Vielmehr zeichnen sich die Charaktere, geprägt von Bedürfnissen und Ideologien, durch ihr Handeln aus. Dieses ist oft überzogen und treibt tiefe Furchen in die Grenze des Möglichen. Das passt gut in das Gesamtbild der Geschichte und hat mich nicht selten Schmunzeln lassen. Dem politischen Weltgeschehen fällt inhaltlich eine große Rolle zu. Das belebt die Geschichte jedoch vielmehr, als dass ich diese als trocken empfunden hätte. Die skurrile Kombination aus realen Persönlichkeiten und Ereignissen hin zum Fiktionalen hat Jonasson skurril und mit viel Biss gemeistert. Auf diese Weise bleibt auch ein Hauch von Gesellschaftskritik nicht aus. Am Ende steht die Frage im Raum, wie viele der geschilderten Ereignisse in ihrer Absurdität gar nicht so unwahrscheinlich sind. Den Debütroman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand habe ich nicht gelesen. Deshalb kann ich leider nicht beurteilen, ob sich die beiden Romane – was häufiger bemängelt wird – zu ähnlich sind oder nicht. Das Buch hat mir jedenfalls außerordentlich gut gefallen. Sicher werde ich zu weiteren Werken des Autors greifen.

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Die Analphabetin und die Atombombe

Von: Kerry aus Berlin

24.04.2016

Die kleine Nombeko muss schon als 5-jährige schwere Eimer voller menschlicher Exkremente im Soweto schleppen, denn so etwas wie eine funktionierende Kanalisation gibt es in der Townshipsiedlung nicht. Nombeko ist ein cleveres Mädchen, das vielleicht nicht lesen kann, dafür aber besser rechnen, als jeder Taschenrechner. Schnell steigt das Mädchen in der Hierarchie der Exkrementenbeseitigung auf und wird die rechte Hand des Chefs. Als dieser abgesetzt wird, übernimmt sie diesen Posten. Tatsächlich gelingt es ihr, die wenigen Geldern, die ihr zur Verfügung stehen, zu verwalten und dennoch sind ihre Tage gezählt. Als Nombeko genügend Geld zusammen hat, will sie ihr Glück in der großen Stadt versuchen. Doch kaum dort angekommen, wird sie von einem betrunkenen Ingenieur angefahren. Anstatt sie vor Gericht Schmerzensgeld zugesprochen bekommt, muss sie jahrelang beim Ingenieur arbeiten, um die Schäden an seinem Wagen abzubezahlen. Nombeko scheint einfach kein Glück zu haben - zumindest nicht, wenn es darum geht, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Beim Ingenieur lernt sie drei chinesische Schwestern kennen, die ihren Nutzen aus der Arbeit beim Ingenieur ziehen. Nachdem der Ingenieur, der mit dem Bau von einer Atombombe beauftragt wurde, bei der Regierung in Ungnade fällt, gelingt Nombeko schlussendlich die Flucht nach Schweden. Dort angekommen gelingt es ihr durch einen Trick, das Asylheim zu verlassen und unterzutauchen. Final trifft sie in Schweden auf Holger und dessen Zwillingsbruder Holger. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, gibt es da noch eine Kleinigkeit, die Nombeko mit im Gepäck hat - eine Atombombe, die es nicht geben dürfte ... Die Analphabetin und die Atombombe! Der Plot wurde herrlich skurril und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, wie unvorhersehbar der Plot erarbeitet war. Das einzige, was für mich von Anfang an feststand, ist, dass mich die Reise nach Schweden führen würde - vom Rest habe ich mich einfach überraschen lassen. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir der (intelligente) Holger, der einfach nur sein Herz auf dem rechten Fleck hat, jedoch leider in seinem Leben auch immer nicht so vorankommt, wie es ihm zustünde, da er wiederholt die Fehler seines Zwillingsbruders Holger ausbügeln muss. Den Schreibstil empfand ich sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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Vita

Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren in der Medienwelt hatte er Lust auf einen radikalen Neuanfang, verkaufte die Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: »Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand«. Sein Debüt wurde in Schweden - und danach weltweit - zum absoluten Bestseller und auch zu einem international erfolgreichen Kinofilm. Auch Jonassons weitere Romane wurden gefeierte Bestseller, zuletzt »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte«.

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Wibke Kuhn

Wibke Kuhn, Jahrgang 1972, arbeitete nach dem Studium der Skandinavistik und Italianistik zunächst im Verlag. 2004 machte sie sich als Übersetzerin selbstständig. Sie überträgt skandinavische, englischsprachige und niederländische Romane und Sachbücher ins Deutsche (u. a. Stieg Larsson, Hendrik Groen und Nell Leyshon) und lebt in München.

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Pressestimmen

„Klug, spannend und amüsant: Jonassons Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aufhebung von Grenzen – und ein hanebüchener Spaß, dessen Charme man aufgrund seiner Klugheit und Kurzweiligkeit innerhalb weniger Seiten erliegt.“

DIE ZEIT - Literatur (28. November 2013)

"Ein wundervolles Buch"

NDR Kultur (15. November 2013)

„Der neue Roman von Jonas Jonasson ist grandios."

Rheinische Post (12. November 2013)

"Witzig, charmant, eloquent - ein echter Jonasson eben."

Gala (19. December 2013)

„Mit der „Analphabetin, die rechnen konnte“ beweist Jonasson, dass er einer der großartigsten Erzähler der Gegenwart ist.“

stern.de (15. November 2013)

"Unterhaltung auf höchstem Niveau."

Brigitte (20. November 2013)

„Jonasson erweist sich mit seinem zweiten Roman als eines der großen Erzähltalente der Gegenwart, dessen frecher Blick auf die Welt ein neues Genre prägen kann – und den ‚schwedischen Humor’ zum Markenzeichen seines Landes macht.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (13. November 2013)

"Ein Feuerwerk skurriler Einfälle und schwarzen Humors!"

Cosmopolitan (15. November 2013)

"Weltpolitscher Roadmovie, Agententhriller, Entwicklungs- und Liebesroman in einem. 'Die Analphabetin, die rechnen konnte' ist ein hochexplosiver, witzig-ironischer Erzählcocktail: unkorrekt, flapsig, provokant, listenreich."

Antenne Brandenburg (15. November 2013)

"Was sich leicht liest und oft von spontanem Lachen begleitet wird, entpuppt sich als äußerst fein gesponnenes Geflecht mit reichhaltigem historischen Hintergrund. Das Wort Irrsinn hat mit ihm eine literarische Form gefunden."

Neue Osnabrücker Zeitung (20. November 2013)

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