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Cory Doctorow

Little Brother – Aufstand

Roman

(2)
eBook epubNEU
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Marcus Yallow ist smart, schnell und im Netz zu Hause. Als Terroristen einen Anschlag auf San Francisco verüben, sind er und seine Freunde jedoch in einem illegalen Onlinegame unterwegs. Agenten der Homeland Security nehmen ihn fest und verhören ihn tagelang. Als Marcus endlich wieder freigelassen wird, hat sich seine Heimatstadt in einen Überwachungsstaat verwandelt. Marcus und seine Freunde schwören, dass sie Homeland Security aus ihrer Stadt vertreiben werden – es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel …

»Großartig und spannend – Cory Doctorows ›Little Brother‹-Romane sollten von allen gelesen werden!«

Neil Gaiman (21. January 2021)

Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Originaltitel: Little Brother
Originalverlag: Rowohlt
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-28021-5
Erschienen am  01. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Restlos begeistert

Von: readinginravka

08.11.2021

„Little Brother“ von Cory Doctorow erschien zuerst im Jahre 2008. 13 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung erscheint der Roman im Heyne Verlag nun in neuem Gewand und mit einem Vorwort von Edward Snowden. Nach wie vor weiß der Roman zu begeistern und ist heute vielleicht sogar noch aktueller als je zuvor. Man kommt nicht umhin „Little Brother“ mit George Orwells „1984“ zu vergleichen und das nicht nur aufgrund des Titels, welcher eine offensichtliche Anspielung auf den britischen Klassiker darstellt. Doctorow schafft es die Thematik der totalen Überwachung in einen neuen Kontext zu setzen und sie unserer heutigen Zeit anzupassen. Zwar wird das Buch als Science-Fiction Roman vermarktet, doch als Leser wird schnell klar wie erschreckend nah die Handlung an unsere Realität kommt. Der Roman fällt in die Kategorie der Jugendbücher und liest sich dementsprechend leicht weg. Ich war von Anfang an von der Welt Marcus Yallows gefesselt und flog nur so durch die Seiten. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass dieser Roman das Potenzial hat jeden zu begeistern. Ob Jugendliche oder Erwachsene, diesem Buch kann sicherlich jeder etwas abgewinnen, der Interesse an dieser Thematik hat. „Little Brother“ dreht sich um den 17-jährigen Marcus Yallow. Er wächst in einer Welt nach dem schicksalshaften Anschlag von 9/11 auf. Ein Ereignis, das sich durchgehend in seinem Leben bemerkbar macht. An der High-School muss ein jeder mit Laptops arbeiten, die regelmäßig kontrolliert werden. Bibliotheksbücher sind mit RFID-Chips ausgestattet, deren Aufenthaltsort jederzeit abgefragt werden kann und Überwachungskameras verfolgen die Schüler Schritt für Schritt. Der technikaffine Marcus weiß besagte Hindernisse jedoch zu umgehen und handelt sich dafür gerne einmal Ärger ein. Als es in San Francisco jedoch zu einem Anschlag kommt, verändert sich einfach alles. Marcus und seine Freunde geraten ungewollt in den Fokus der Homeland Security und als Folge dessen werden sie nicht nur ihrer Freiheit und Rechte, sondern auch ihrer Würde beraubt. Nach und nach entwickelt sich die USA immer mehr in einen Überwachungsstaat, doch Marcus ist nicht bereit dies einfach kampflos hinzunehmen. Doctorow schafft es ein hochaktuelles Thema aufzugreifen und dieses einfach zugänglich zu machen. Themen wir Überwachung, moderne Technologie und inwiefern der Staat in die Privatsphäre und Rechte der Bürger eingreifen darf, werden nicht nur gestreift, sondern ausgiebig abgewogen und diskutiert. Faktisch ist der Roman gut recherchiert und es ist offensichtlich, dass Doctorow weiß wovon er hier redet. Einige Stellen des Romans widmen sich Erklärungen über Technologie und Informatik, was für jemanden wie mich der nur ein begrenztes Wissen zu besagten Themen hat, nicht nur hilfreich, sondern auch höchst interessant war. Alles in allem ist „Little Brother“ ein spannender, actionreicher, zum Teil erschreckender Roman und für mich seit langem mal wieder ein Buch, das mich restlos begeistern konnte.

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Little Brother – Aufstand

Von: gosureviews

13.10.2021

Ich werde nicht die erste sein, die Little Brother – Aufstand mit 1984 vergleicht (Doctorow selbst tut es, indem er seinem Protagonisten den Namen w1n5t0n gibt und den Titel des Buches selbst verwendet), aber es ist ein sehr treffender Vergleich. Little Brother ist 1984, aktualisiert im Hinblick auf den 11. September, das Internet und das amerikanische Homeland Security Department. Doctorow möchte seine Leser über moderne Sicherheitsmaßnahmen und Möglichkeiten, diese zu vereiteln, aufklären. Ich diesem Buch fünf Sterne, weil es es geschafft hat, mich zu unterhalten und all die Gefühle zu vermitteln, die ich empfinde, wenn ich an die Reaktion der Vereinigten Staaten auf den Terrorismus der letzten acht Jahre denke. Little Brother trifft einen mitten ins Herz, denn man liest es und denkt: "Das ist meine Welt" und fragt sich, was als Nächstes noch passieren könnte, nicht im Buch, sondern in der Realität. Die meisten von Doctorows Antagonisten sind ziemlich gewöhnliche Figuren (die sogar generische Namen bekommen!) und sind zweidimensionale Versatzstücke, gegen die sein Protagonist antritt. Der stellvertretende Schulleiter der Chavez High School ist zum Beispiel ein uncooler Angeber, der " The Man " und Marcus' Wunsch, die Institution zu untergraben, repräsentiert. Er ersetzt schließlich die Lehrerin, die mit Marcus' Ethik der freien Meinungsäußerung sympathisiert, was natürlich der erste Schritt ist, um Bildung in Indoktrination zu verwandeln. Doctorows Konflikte sind alles andere als organisch. Vielmehr liest sich Little Brother wie ein Actionfilm, bei dem die Actionszenen zuerst ausgearbeitet und die Übergänge erst danach eingeflochten wurden. Obwohl ich nicht davon überzeugt bin, dass es als Film taugt, fühlt es sich so an, wenn man das Buch liest (und das ist keine schlechte Sache). Es handelt sich nicht um ein Werk der großen Literatur, und obwohl Doctorow ein unterhaltsamer Schriftsteller ist, ist er keineswegs ein vollkommener Schriftsteller. Was er jedoch ist, ist ein guter Geschichtenerzähler. Er lässt Sie mitfiebern. Das Geniale an Little Brother ist, dass es zwar Science-Fiction ist, aber nicht in der Zukunft spielt. Es geschieht hier und jetzt. Und im Großen und Ganzen halte ich die von Doctorow geschilderten Situationen für recht plausibel. Zwischen seinen versteckten Predigten und Argumentationen über Meinungsfreiheit und die Auswirkungen des Terrorismus auf eine freie Gesellschaft zeigt Doctorow, wie die Versuche der Regierung, Terroristen zu finden, letztlich den Terroristen helfen, indem sie Angst säen und echte Ermittlungen behindern. Vor allem hebt er hervor, wie die Regierung die Technologie nicht nur nutzen kann, um uns zu verfolgen, sondern auch, um Profile von uns und unseren Gewohnheiten zu erstellen. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der gegen Sie ermittelt wird, nicht weil Sie etwas Illegales tun, sondern weil Ihre Bewegungen im Vergleich zu den Aktivitäten der letzten Monate einfach "abnormal" sind. Es handelt sich auch nicht um Panikmache; Doctorow spricht echte Bedenken über die aufdringliche Natur neuer alter Technologien an. Little Brother hat mich begeistert; es hat mich so bewegt, wie es nur ein gutes Buch kann, und deshalb gebe ich ihm fünf Sterne.

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Vita

Cory Doctorow, 1971 in Toronto geboren, ist Schriftsteller, Journalist und Internet-Ikone. Mit dem Blog boingboing.net und seinem Kampf für ein faires Copyright hat er weltweite Bekanntheit erlangt. Seine »Little Brother«-Romane wurden internationale Bestseller. Cory Doctorow ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Los Angeles.

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Uwe-Michael Gutzschhahn studierte Anglistik und Germanistik. Er arbeitete viele Jahre als Verlagslektor und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in München. Für sein Gesamtwerk als Übersetzer wurde er 2018 mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

www.gutzschhahn.de

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Pressestimmen

»Spannend, aktuell und aufrüttelnd – Cory Doctorow ist die Stimme der neuen Generation!«

The New York Times

»Der Vordenker der Internet-Generation: Cory Doctorows Einfälle skizzieren eine Zukunft, die in vorstellbarer Nähe zu liegen scheint.«

KulturSPIEGEL

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