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Wenn das Eis schmilzt, kommt die Wahrheit ans Licht

Schneeschmelze in den Bergen Lapplands. Die Leiche eines Mannes wird freigelegt. Erschossen – vor zirka 20 Jahren. Olivia Rönning nimmt die Ermittlungen auf. Auf dem Weg zur Fundstelle gerät ihr Hubschrauber in einen Sturm und stürzt ab. Als Olivia aufwacht, ist sie auf sich gestellt, das Funkgerät funktioniert nicht. Sie befreit sich aus dem Wrack und rettet sich in eine einsame Fischerhütte. Doch sie ist nicht allein an diesem unwirtlichen, von der Welt abgeschnittenen Ort, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über den Toten ans Licht kommt. Als Tom Stilton erfährt, was Olivia zugestoßen ist, gibt er sein ruhiges Leben in Thailand auf, um ihr zu helfen.


Aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm, Susanne Dahmann
Originaltitel: Fruset guld
Originalverlag: btb HC
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77226-1
Erschienen am  11. April 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Survival-Drama, Cold-Case-Krimi und Öko-Thriller in einem

Von: Büchermonster

05.05.2022

„Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt.“ Dieses berühmte Zitat des früheren Fußballmanagers Rudi Assauer lässt sich in gewisser Weise auch auf den sechsten Band der Rönning/Stilton-Reihe des Autorenpaares Cilla und Rolf Börjlind anwenden, nur ist es in „Kaltes Gold“ sogar eine alte Leiche, die vom geschmolzenen Schnee und Eis in den Bergen Lapplands freigelegt wird. Allerdings handelt es sich bei dem Toten offenbar nicht um einen zu wagemutigen Wanderer, der im Fjäll in Nordschweden verunglückte, denn die Schussverletzungen in Rücken und Kopf der Leiche deuten eindeutig auf ein kaltblütiges Gewaltverbrechen hin. Also wird Polizistin Olivia Rönning von ihrem neuen Vorgesetzten hinauf in den Ort Arleplog geschickt, um sich selbst einen Eindruck über den Fundort zu machen und Hinweise für die Aufklärung des offenbar rund 20 Jahre zurückliegenden Verbrechens zu machen. Wer ist die Leiche aus dem lappländischen Eis? Wer bereits Erfahrungen mit den Kriminalromanen von Cilla und Rolf Börjlind gemacht hat, weiß, dass es sich bei diesen Büchern nur auf den ersten Blick um typische Skandinavienkrimis handelt. Zwar finden sich auch hier die bekannten Elemente des Genres wie eine abgestürzte Ermittlerfigur, düstere Atmosphäre und grausige Verbrechen, das Autorenpaar ist aber immer schon auch einen ganz eigenen Weg gegangen. Das ist auch bei „Kaltes Gold“ nicht anders und zeigt sich unter anderem darin, dass die Geschichte sich schon nach wenigen Seiten zu einem dramatischen Survivaldrama entwickelt – nur um dann nur wenig später die Form eines „Cold Case“-Krimis anzunehmen. Doch dies wäre kein Börjlind-Roman, wenn es dabei schon bleiben würde… Mit vereinten Kräften und alten Bekannten Ähnlich unkonventionell geht es auch bei den Charakteren zu, denn auch bei diesem sechsten Band fährt das Paar wieder die gesamte Riege der bekannten Gesichter auf. In vorderster Linie ist das diesmal wieder die bereits erwähnte Olivia Rönning, die nach der Pensionierung ihrer langjährigen Chefin und Mentorin Mette Olsäter ihre erste eigene Mordermittlung leiten darf – und dabei gleich mit der scheinbar größtmöglichen Wucht ins kalte Wasser geworfen wird. Doch auch Mette selbst lässt sich vom Ruhestand (und ihrem Ehemann Marten) natürlich nicht daran hindern, selbst das ein oder andere gewichtige Wort in dem Fall mitzureden. Und so dauert es dann nicht lange, bis mit Ex-Ermittler und Weltenbummler Tom Stilton und sogar der messerwerfenden „Allzweckwaffe“ Abbas el Fassi wieder alle Mann (und Frau) mit an Bord sind. Typisch skandinavisch und doch komplett anders Wer bei Kriminalromanen aus dem hohen Norden lieber auf das klassische Schema setzt, der wird sich auch hier wieder an der ein oder anderen ungewohnten Ecke und Kante des Buches stoßen, andererseits ist aber auch gerade dieser muntere Mix aus Schauplätzen wie dem „klassischen“ Setting Stockholm, der unwirtlichen lappländischen Wildnis und sogar der nicht weniger abenteuerlichen Küste Gambias das, was diese Reihe neben dem bunten Potpourri an Charakteren auszeichnet. Über zu wenig Abwechslung kann man sich also kaum beschweren und den Börjlinds gelingt es meistens auch sehr gut, die häufig gegensätzlich wirkenden Zutaten zu einer packenden und überwiegend auch glaubwürdigen Handlung zu verpacken. Dass das Autorenpaar dabei manchmal zu sehr den Zufall bemüht ist zu verzeihen, störender ist da schon eher die reichlich aufgebläht wirkende Liebesgeschichte zwischen Protagonistin Olivia und ihrem neuen Freund Lukas, die immer wieder den Fluss der Erzählung unterbricht. Hier hätten sich Cilla und Rolf Börjlind gerne etwas kürzer fassen und die gewonnene Zeit der Gambia-Episode zugute kommen lassen, die sicherlich noch mehr zu bieten gehabt hätte als „nur“ einen hochdramatischen Einsatz auf hoher See. Survival-Drama, Cold-Case-Krimi und Öko-Thriller in einem Letztlich bekommt man im Großen und Ganzen also wieder das, was man von dieser Reihe erwartet: eine sympathische, vielschichtige und unkonventionelle Ermittlergruppe, eine spannende Geschichte, die sich diesmal irgendwo zwischen Survival-Drama, Cold-Case-Krimi und Öko-Thriller bewegt und auch wieder eine kleine Welt-Reise, damit es Krimi-erfahrenen Leser:innen in Stockholm nicht zu eintönig wird. Das funktioniert über weite Strecken auch erneut ausgesprochen gut, sodass Fans der Serie wieder voll auf ihre Kosten kommen sollten – denn langweilig wird es mit den Börjlinds garantiert nicht so schnell.

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Empfohlen!

Von: Goldwechselhaus Aachen aus Aachen

07.11.2021

Der sechste in der Reihe, aber der dritte, den ich gelesen habe. Guter Schreibstil, die Charaktere sind leicht verständlich und interessant. Es spielt in Skandinavien, wechselt aber manchmal auch in die wärmeren Länder, separat für einen skandinavischen Thriller. Lange Rede, kurzer Sinn, das Buch war spannend und hat meine Erwartungen erfüllt. Ich kann anderen Enthusiasten von ganzem Herzen empfehlen, dieses Buch zu lesen, es ist Ihre Zeit wert.

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Vita

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Ihre mittlerweile fünfbändigen Serie um Polizistin Olivia Rönning und Kommissar Tom Stilton wurde sehr erfolgreich für das ZDF verfilmt und sind Bestseller. Ihre Kriminalromane erscheinen in 30 Ländern.

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Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Ihre Serie um Polizistin Olivia Rönning und Kommissar Tom Stilton wurde sehr erfolgreich für das ZDF verfilmt. "Wundbrand" und "Kaltes Gold" standen wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Kriminalromane sind internationale Bestseller und erscheinen in 30 Ländern.

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Julia Gschwilm, geboren 1977, studierte Skandinavistik, Germanistik und Philosophie in München und Lund (Schweden). Nach einem Volontariat im Lektorat und einer Teilzeitstelle bei einer Buchagentur arbeitet sie seit 2008 in Vollzeit als freiberufliche Übersetzerin und Lektorin. Sie übersetzt Belletristik und Sachbücher sowie Dialogbücher für den Synchronbereich aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen. Julia Gschwilm lebt und arbeitet in München.

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Susanne Dahmann studierte Geschichte, Skandinavistik und Philosophie an den Universitäten Kiel und Freiburg im Breisgau. Nach dem Magisterexamen war sie in einem Stuttgarter Sachbuchverlag tätig. Seit 1993 übersetzt sie Bücher, hauptsächlich aus dem Schwedischen, aber auch aus dem Dänischen. Ihr Arbeitsbereich umfasst sowohl Belletristik als auch Sachbuch. Sie übersetzte unter anderem Henrik Berggrens Bücher über Olof Palme und Dag Hammarskjöld, sowie Lena Einhorns »Ninas Reise« und für das Fritz Bauer Institut in Frankfurt die schwedischen und dänischen Texte von Fritz Bauer. Susanne Dahmann lebt in Marbach am Neckar, wo sie zusammen mit anderen Kolleginnen ein Literaturbüro für Lektorat, Übersetzung und Kulturprojekte betreibt.

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