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Brigitte Benkemoun

Das Adressbuch der Dora Maar

(5)
Taschenbuch
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»Eine kunstvolle Schatzsuche« – L‘Express

Dora Maar, lange Zeit nur als »Muse und Geliebte« von Pablo Picasso bekannt, erhält mit dieser außergewöhnlichen Künstlerbiografie endlich ein eigenes Gesicht. Brigitte Benkemoun rekonstruiert während ihrer zwei Jahre andauernden Recherche anhand eines zufällig entdeckten Adressbüchleins das Leben und Lieben dieser rätselhaften Frau, die zu den großen Fotografinnen ihrer Zeit gehörte. Unterwegs erfährt man nicht nur von Dora Maars ereignisreichem und geheimnisvollen Lebensweg, sondern erhält auch intime Einblicke in eine der spannendsten Epochen der Kunstgeschichte.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Alexandra Baisch
Originaltitel: Je suis le Carnet de Dora Maar
Originalverlag: Editions Stock
Taschenbuch, Klappenbroschur, 288 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77012-0
Erschienen am  09. August 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Reise durch ein Adressbuch

Von: Alexia

29.11.2021

Während Autoren immer auf der Suche nach interessanten Themen für ihr nächstes Buch sind, bekam es Brigitte Benkemoun per Ebay geliefert. Ein Adressbuch, welches in einer Kalenderhülle gesteckt hat gefüllt mit Namen berühmter Menschen. Durch leidenschaftliche Detektivarbeit entdeckt sie schnell die wahre Besitzerin: Dora Maar - Fotografin, Malerin und Modell - aber allen besser bekannt als Pablo Picassos Muse. Man hätte den Lebensweg dieser interessanten Persönlichkeit auch einfach chronologisch erzählen können, aber Brigitte Benkemoun wählt eine grandiose Art. Frei Nach dem Motto: "Zeige mir deine Freunde, ich sage dir wer du bist" - hinterfragt die Autorin jeden Namen im Adressbuch und möchte verstehen was er im selbigen und somit in Dora Maars Leben für eine Rolle gespielt hatte. Das große Repertoire an Künstlern, Galeristen, Freunden und Bekannten war zwischenzeitlich etwas umfangreich. Aber der sehr unterhaltsame und lockere Schreibstil konnten mich fesseln. Die Malerin war brillant, kultiviert, intelligent, leidenschaftlich, radikal und kämpferisch. Aber sie vereinte in sich auch Leid, Bitterkeit und Misanthropie. Wie kam sie von der Liebe zu Picasso und den Petitionen gegen Faschismus zu einem widerwärtigen Hass? Hat dieser Kummer sie in den Wahnsinn getrieben? War Sie antisemitisch, weil sie das Buch "Mein Kampf" las, oder konnte man ihr einfache Neugier unterstellen? Diesen und vielen anderen Fragen geht die Autorin akribisch auf der Spur und animiert den Leser trotzdem ständig inne zu halten und selbst Namen, Bilder und Ereignisse zu den dazugehörigen Namen zu recherchieren. Definitiv für mich die spannendste genialste Reise durch ein Adressbuch. Dora Maar stand für das berühmte Gemälde Picassos "Die weinende Frau" Modell, dieses Buch zeigt noch eine ganz andere Perspektive dieser faszinierenden Frau.

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Weinende Frau …

Von: Diane Jordan

18.11.2021

Das Adressbuch der Dora Maar Kunst ist facettenreich und spannend. Ich zum Beispiel mag, solange ich zurückdenken kann: Dichtkunst, Musik und Theater. Darstellenden und reproduzierenden Künsten bin ich zudem zugetan, denn die faszinieren mich immer aufs Neue. Mein neuestes Buch „Das Adressbuch der Dora Maar“ von Brigitte Benkemoun passt daher perfekt zu meinem Lesebeuteschema. Der Klappentext begeistert mich sofort. Ein ereignisreicher und geheimnisvoller Lebensweg der es in sich hat. Die Protagonistin Dora Maar war eine erfolgreiche Mode- und Werbefotografin, was mir außerdem was mir sofort gefällt, da ich ja selber eine begeisterte Fotografin bin und auch diese Thematik liebe. Zudem wurde sie später Pablo Picassos Geliebte. Dessen umfangreiches Gesamtwerk umfasst zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Grafiken die ich mag und die mir etwas vertraut sind. Um so schöner finde ich es jetzt, einen kleinen Blick hinter die Kulissen werfen zu können und etwas mehr über diesen bemerkenswerten Menschen zu erfahren. Auf Trödelmärkten oder aber auch auf Ebay entdeckt man manchmal wahre Raritäten. So auch hier gelingt es doch der Autorin Brigitte Benkemoun auf dem uns bekannten „1,2, meins-Portal“ ein antiquarisches Notizbuch zu ersteigern. Als das Zuhause bei ihr ankommt, entdeckt sie Namen vieler hochkaratiger Künstler. Darunter Cocteau, Chagall, Paul Éluard, Cartier-Bresson, Breton oder Lacan. Aus diesem Adress-Büchlein, viel Recherche und den zahlreichen Namen, die darin zu finden waren und die Verbindungen zur Fotografin entstand dann das “Adressbuch der Dora Maar“. Für mich ein „Kunstwerk in Schriftform“. Eine schillernde Künstlerbiografie mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Selbstverständlich bleiben auch Liebeskummer und Depressionen nicht aus. Seitenweise blitzt für mich allerdings auch der Verdacht auf, dass in diesem speziellen Fall „Genie und Wahnsinn“ nahe beieinander liegen. Dies ist insbesondere der von der Protagonistin zugerechneten Bedeutung von spirituellen Werten und Mystik über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit geschuldet. Der Plot ist spannend aufbereitet. Die Wortwahl und der Schreibstil unterhaltsam und treffend. Als Leser erfährt man einiges über die Kunst der damaligen Zeit. Sei es Kubismus oder auch Surrealismus, als Richtung für moderne Kunst, Träume und Visionen. Das gefällt mir als kunstbegeistertes Menschlein sehr, ebenso wie die ganze Thematik und der gezielte und fokussierte Blick auf Dora Maar. Und das Zitat von Pablo Picasso am Anfang des Buches: „Ich suche nicht, ich finde!“ Kicher, passt auch zu mir und diesem Taschenbuch, denn es passt hervorragend zu mir und meinen Vorlieben. Eine kunstvolle Schatzsuche« – L‘Express Dora Maar, lange Zeit nur als »Muse und Geliebte« von Pablo Picasso bekannt, erhält mit dieser außergewöhnlichen Künstlerbiografie endlich ein eigenes Gesicht. Brigitte Benkemoun rekonstruiert während ihrer zwei Jahre andauernden Recherche anhand eines zufällig entdeckten Adressbüchleins das Leben und Lieben dieser rätselhaften Frau, die zu den großen Fotografinnen ihrer Zeit gehörte. Unterwegs erfährt man nicht nur von Dora Maars ereignisreichem und geheimnisvollen Lebensweg, sondern erhält auch intime Einblicke in eine der spannendsten Epochen der Kunstgeschichte. Die Autorin: Brigitte Benkemoun, geboren 1959 in Oran/Algerien, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin. Sie war lange Zeit Chefredakteurin eines großen französischen Radiosenders und arbeitet regelmäßig für das französische Fernsehen. Als Autorin beschäftigte sie sich zunächst mit der bewegenden Lebensgeschichte ihres Onkels Albert, bevor ihr aus purem Zufall das Adressbüchlein von Dora Maar in die Hände fiel. Fazit: ***** „Das Adressbuch der Dora Maar“ von Brigitte Benkemoun ist im btb Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 288 Seiten die Lust auf einen Besuch im Kunstmuseum machen oder auch selbst mal wieder etwas zu malen.

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Vita

Brigitte Benkemoun, geboren 1959 in Oran/Algerien, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin. Sie war lange Zeit Chefredakteurin eines großen französischen Radiosenders und arbeitet regelmäßig für das französische Fernsehen. Als Autorin beschäftigte sie sich zunächst mit der bewegenden Lebensgeschichte ihres Onkels Albert, bevor ihr aus purem Zufall das Adressbüchlein von Dora Maar in die Hände fiel.

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