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Rezensionen zu
Abgründe

Josef Wilfling

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klare Empfehlung

Von: Suse

09.05.2021

Das Unfassbare war bei ihm der Normalfall: Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling hatte es tagtäglich mit Menschen zu tun, die Ungeheuerliches getan oder erlebt haben. In Abgründe erzählt er seine spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi. Der Autor: Josef Wilfling, Jahrgang 1947, war 42 Jahre lang im Polizeidienst tätig, 22 davon bei der Münchner Mordkommission. Der Vernehmungsspezialist klärte spektakuläre Fälle wie den Sedlmayr- und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter wie den Frauenmörder Horst David und verhörte Hunderte Kriminelle. Josef Wilfling ist verheiratet und lebt in München. Meine Meinung: Ich lese solche Sachbücher immer mal wieder ganz gerne. Der Autor ist mir bereits aus anderen Büchern bekannt und ich mag den Aufbau und den Schreibstil sehr. Was ich beim Autor immer sehr ansprechend finde, das er uns auch die Hintergründe aufzeigt und erklärt was den Täter motiviert haben könnte. Er äußerst sich nicht als Richter sondern sieht die Fälle sachlich und gibt gut wieder was sich ereignet haben könnte. Natürlich haben wir auch in diesem Buch wieder Fallbeispiele. Die Taten sind mir teilweise noch unbekannt gewesen. Ich habe immer die Befürchtung das ich die Fälle bereits kenne, wenn man so viel in diese Richtung liest wäre es nicht untypisch. Aber der Autor schafft es auch hier wieder Fälle aufzuzeigen die mir unbekannt waren. Erschreckend und ehrlich gibt er die Tat wieder. Zeigt aber auch das Opfer. Was ich immer als sehr wichtig empfinde. Die Stimmung in diesem Buch ist angespannt. Die Taten sind nicht für jeden geeignet und man sollte sich selbst überlegen, ob man so tief in die Psyche eines Täters abtauchen möchte. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Es wird hier aufgezeigt wie sich einzelne Ereignisse zugetragen haben. Wie der Täter tickt und was ihn motiviert hat. Ein Buch was jeden Interessenten sehr begeistern wird. Man sollte sich den Autor wirklich mal anschauen, wenn man True Crime mag. Klare Empfehlung auch wieder für dieses Buch.

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Im Buch "Abgründe-Wenn aus Menschen Mörder werden" erzählt uns der Mordermittler Josef Wilfling aus München über seine unfassbaren Kriminalfälle. Da ich bisher immer nur Dokus über die berühmtesten Serienmörder, Kriminalfälle... angeschaut habe war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und aus der Ich-Perspektive, also aus der Sicht von Josef Wilfling. Der Mordermittler erläutert sehr interessante Fälle. Die meisten Kapiteln waren mega erschreckend, brutal und teilweise auch eckelhaft. An manchen Stellen hat man auch einiges über Morde oder Straftaten auf juristische Ebene erfahren. Durch das Buch habe ich ein paar neue Begriffe gelernt, die mir davor unbekannt waren. Es war sehr erschreckend zu sehen was Menschen z.B. für die Liebe tun und wie geblendet sie sind, obwohl die Liebe meistens nicht mal erwidert wird. Außerdem erklärt der Autor auch ob Frauen anders töten als Männer. Zudem habe ich mich hin und wieder auch total geekelt durch die Taten der Täter. 🤯 Was mich etwas gestört hat ist, das ein paar Kapitel sehr lang waren und ich nicht ein großer Fan von langen Kapitel bin. Außerdem finde ich die Ausdrucksweise des Autors oftmals auch nicht passend wie z.B farbigen Kollegen oder auch das die Nationalität der Täter genannt wird finde ich nicht angebracht, da die Nationalität eines Menschen nichts zur Sache tut. Insgesamt wirklich ein sehr interessantes aber zugleich auch erschreckendes Buch. 📖 Fazit: Falls euch das Genre True Crime interessiert, kann ich es definitiv weiterempfehlen! 🥰

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Josef Wilfing (*1947) begann 1966 seinen Dienst bei der bayrischen Polizei und ging 2009 als Kriminaloberrat in Pension. Einige seiner Erfahrungen bei der Münchner Mordkommission hat er in diesem Buch aufgeschrieben. Es ist in 10 Kapitel unterteilt: Je einen Fall schildert er ausführlich unter den Überschriften • Grausamkeit • Heimtücke • Gemeingefährlich [sic] • Verdeckung Drei Tatmotive stellen • Mordlust • Wollust [sic] • Habgier dar. In den jeweiligen Kapiteln beschreibt der Autor Fälle aus der Gruppe der niederen Beweggründe. Allgemeine, mit vielen Beispielen angereicherte Ausführungen finden sich zu • Töten Frauen anders als Männer? • Perversitäten • Leichenzerstückelung Resümee: Der Autor möchte seine Ausführungen moralisch, psychologisch und juristisch wertfrei verstanden wissen und beleuchtet bewusst kaum die Ursachen, w a r u m Menschen zu Mördern werden. Stattdessen erzählt er anhand der Fälle vor allem von der Arbeit der Mordkommission, indem er Auffindesituation von Leichen, Ermittlungstätigkeit, Rekonstruktion des Tathergangs, Festnahme, Zeugenbefragung und Verhör genau beschreibt. Gelegentlich bekommen dabei insbesondere Juristen, Gesetzgebung und Staatsanwaltschaft einen Seitenhieb verpasst - Wertfreiheit hin oder her. Wenn der Leser manchmal die tiefenpsychologischen Ursachen, die zu den Taten geführt haben, erahnen kann, ist das der Detailgenauigkeit bei der Beschreibung des Täterprofils zu verdanken. Besonders interessant waren für mich die Ausführungen zu Delikten, bei denen der Täter keine verwertbaren Spuren am Tatort hinterlassen hat, es keine Zeugen gibt und auch das Opfer - sofern es überlebt hat - so gut wie keine sachdienlichen Hinweise geben kann. Es war für mich unter diesen Voraussetzungen jedes Mal erstaunlich, dass und wie der betreffende Fall dennoch aufgeklärt und ein Täter dingfest gemacht werden konnte. Die Schilderungen sind allesamt spannend und lebendig geschrieben, wenngleich der Autor nicht der Sprachgewandteste und der Schreibstil daher manchmal ein wenig holprig ist. Das durchschaubare Bemühen, einen interessanten Plot anzulegen, geht gelegentlich ein wenig zulasten des Verständnisses. Ein paar inhaltliche Unstimmigkeiten sind lässlich. Ich hatte bei der Lektüre oft den Eindruck, dass der Autor das Buch eigentlich nicht für eine bestimmte Leserschaft geschrieben hat, sondern um der eigenen Verarbeitung willen und um sich selbst ein Denkmal zu setzen. Fazit: trotz einiger "Schönheitsfehler" eine interessante, spannende Lektüre.

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Im Buch schildert Josef Wilfling die verschiedensten Mordfälle, die ihm in seiner Polizeilaufbahn begegnet sind. Er bringt hinsichtlich der unterschiedlichen Mordmotive (wie z.B. Heimtücke, Mordlust, Wolllust) verschiedene Beispiele, die so wohl auch passiert sind, bei denen aus datenschutzrechtlichen Gründen aber wohl Name, Beruf, örtliche und zeitliche Begebenheiten geändert wurden. (Durch fiktive Anteile wurden die Fälle unkenntlich gemacht und auch anonymisiert.) Ja, ich war durchaus gespannt darauf das Buch zu lesen, da ich mich gerade generell wieder mehr mit dem Thema Rechtsmedizin etc. auseinander setze. Von Josef Wilfling hatte ich schon gehört und gelesen, bislang aber eben keines seiner (wohl zwei) Bücher gelesen. Nun denn... :) Die Art und Weise wie er die Geschichten eingeteilt hat, hat mir gut gefallen, so findet man eben zu den unterschiedlichen Mordmotiven jeweils ein Beispiel aufgeführt - das dann aber auch durchaus ausführlich. (Zumal nicht jeder Mord so einfach aufzuklären ist.) Durch seine lange Berufserfahrung schildert er da auch mal Fälle, die schon einige Jahre zurück liegen, so dass man damals noch nicht auf die heutigen Methoden (DNA, etc.) zurück greifen konnte - da sieht man im Vergleich dann sehr deutlich, wie "einfach" bzw. komfortabel manches heutzutage funktioniert (wenn es denn geht!). Er schildert die Fälle recht anschaulich, lässt aber auch keine (teilweise grausamen) Details weg, greift aber auch nicht weiter in die Tiefe wenn er selbst einen Fall als extrem brutal, pervers oder sonst wie abartig empfand. Wobei ich bei manchen geschilderten Fällen dennoch schlucken musste, obwohl ich eben mit der Thematik durchaus vertraut bin und mich eigentlich nichts mehr so arg schocken können sollte... Der Erzähl- bzw. Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen, man merkt, wie er aus seinem Alltag plaudert, manche Dinge vielleicht auch lieber einmal mehr erzählt als zu wenig, was ich aber nicht schlimm finde. Sprachlich ist alles soweit gut nachvollziehbar, es kommen keine großartigen Fachbegriffe vor, wenn doch erklärt er diese auch direkt. Ich fand die Schilderungen von Josef Wilfling durchaus interessant, natürlich würde es mich interessieren, welche "echten Fälle" hier zugrunde gelegt wurden, vielleicht recherchiere ich das zukünftig noch ein wenig für mich selbst. Wer an dieser Thematik generell interessiert ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, es ist durchaus unterhaltsam, interessant und auch spannend, gelegentlich gibt es auch kurz humorvolle Schilderungen aus den Ermittlungsarbeiten zu lesen, manche Szenen hingegen sind dann auch wieder recht ergreifend. Von mir gibts 5 von 5 Sternen.

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