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Das legendäre Meisterwerk jetzt neu übersetzt

Red Shewhart ist ein Stalker, ein Glücksritter, der illegal immer wieder in die Sperrzone eindringt, in der einst die Aliens gelandet sind. Dort spürt er die Hinterlassenschaften der Außerirdischen auf, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Niemand weiß, wie diese Artefakte funktionieren und wozu sie einmal gedient haben. Manche von ihnen bergen tödliche Gefahren, während andere die Unsterblichkeit versprechen. Red und sein Freund Kirill suchen nach einem ganz besonderen Gegenstand, der sie so reich machen wird, dass sich die Stalker nie wieder ins Sperrgebiet wagen müssen. Doch die Zone gibt ihre Geheimnisse nicht so einfach preis ...

Die Romanvorlage zum gleichnamigen Film-Klassiker von Andrei Tarkowski, neu übersetzt und mit umfangreichem Bonusmaterial!


Aus dem Russischen von M. David Drevs
Originaltitel: Пикник на обочине
Originalverlag: Verlag Sidorowich
Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32101-4
Erschienen am  13. December 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ruhige, melancholische Dystopie. Ein Meisterwerk der Science-Fiction.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

25.01.2022

Aliens haben die Erde besucht, aber niemand hat sie je gesehen, bevor sie auch schon wieder verschwunden sind. In den Gebieten, in denen sie gelandet sind, den sogenannten Zonen, haben sie Gegenstände und unerklärliche Erscheinungen zurückgelassen, die eine Herausforderung an die Wissenschaft darstellen. Jäger und Schatzsucher, bekannt unter dem Namen Stalker, dringen in diese Zonen ein, um diese Dinge zu bergen. . „Stalker“ der Gebrüder Strugatzki, ursprünglich unter dem Titel „Picknick am Wegesrand“ erschienen, ist ein Science-Fiction-Klassiker, den man meiner Meinung nach gelesen haben sollte. Abgesehen davon, dass der Originaltitel viel besser zur Geschichte passt, entführen uns die beiden Autoren in eine dystopische Welt, die voller melancholischer Gedankengänge ist und eine ganz besondere Atmosphäre in den Köpfen der Leser erschafft. „Stalker“ ist ruhig, im Grunde genommen vollkommen unspektakulär, und dennoch ein Roman, der unweigerlich im Gedächtnis haften bleibt. Man findet in diesem Werk natürlich viele Anspielungen auf die damalige politische Lage in der Sowjetunion, kann es aber auch völlig unabhängig davon genießen, denn es sind die philosophischen Gedankengänge und Fragen, die das Autorenduo aufwirft, die einen in erster Linie beschäftigen. Die Strugatzkis benutzen einen außergewöhnlichen Schreibstil, der, nachdem man sich erst einmal dran gewöhnt hat, eine Mischung aus salopper Umgangssprache und literarisch hochwertigen Texten ist. Diese Mischung ist es wahrscheinlich, die diesen Roman zu etwas Außergewöhnlichem macht und dessen Sog man sich nur schwer entziehen kann. Die sehr einfache Handlung zieht an einem vorüber wie ein Film, was Regisseur Andrei Tarkowsky auch kongenial mit seiner cineastischen Adaption „Stalker“ geschafft hat. Die Verfilmung hält sich aber nur bedingt an die Romanvorlage. Womit ich auch schon zu einem großen Pluspunkt der vorliegenden Ausgabe aus dem Heyne Verlag komme: Im Anschluss an den Roman gibt es nicht nur Nachwörter und Analysen des Werkes, sondern auch die extra als Filmvorlage geschriebene Kurzgeschichte der Autorenbrüder. Diese wirkt in der Tat wie eine Erweiterung und Vertiefung in den Originalroman. Beide Storys ergeben ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk und machen auf die weiteren Titel der beiden Gebrüder neugierig. Auch das Vorwort von Wladimir Kaminer ist absout lesenswert und aufschlussreich. Aus meiner Sicht kann ich bestätigen, dass „Stalker“ ein Kultroman der Science-Fiction-Literatur ist. Unbedingte Leseempfehlung für Freunde philosophischer, ruhiger Science-Fiction. . Fazit: Ruhige, melancholische Dystopie. Ein Meisterwerk der Science-Fiction. ©2022 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Geheimnisvolle Zone

Von: Morgenschnecke

13.01.2022

Die Brüder Arkadi und Boris Strugatzki haben 1971 mit „Picknick am Wegesrand“ einen Klassiker erschaffen. Der Titel der Neuübersetzung lautet „Stalker“ und bezeichnet, anders als ein Stalker der uns gegenwärtig ist, einen Schatzsucher, der sich in eine gefährliche Zone begibt. Der Protagonist Redrick Shewhart ist so ein Stalker. Die Zonen sind Gebiete, die vor unbestimmter Zeit von Außerirdischen besucht wurden. Ein längerer Aufenthalt ist in diesen Zonen für Menschen lebensgefährlich, es lauern gefährliche physikalische Phänomene und Fallen. Redrick und seine Kollegen schmuggeln außerirdische Artefakte aus der Zone um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Es geht jedoch das Gerücht um, daß es ein besonderes Artefakt gibt, das alle Wünsche desjenigen erfüllen kann, der es findet. In dieser Ausgabe wurde „Stalker“ neu übersetzt und wie ich finde, sehr gelungen. Redrick ist ein cooler Draufgänger, die Sprache ist modern und zeitgemäß. Außerdem bietet diese Ausgabe einige sehr interessante Zugaben. Zum einen, das großartige Vorwort von Wladimir Kaminer, welches auf der Seite von diezukunft.de nachgelesen werden kann. Zum anderen einen Kommentar von Boris Strugatzki, Aufzeichnungen der Brüder zur Entstehung des Romans, sowie die Erzählung „Die Wunschmaschine“, die Grundlage für den Film „Stalker“ von Andrei Tarkowski. Stalker ist eine spannende, teilweise philosophische Geschichte, in der man jedoch nie alle Fakten über die Zone erfährt. Vieles bleibt nebulös und geheimnisvoll, doch der einzige Schwachpunkt ist die Länge. Ich würde gerne mehr über die Zone erfahren, mehr über die Phänomene und die außerirdischen Besucher, für die die Erde nur ein Rastplatz war, ein Ort für einen kurzen Aufenthalt. Zum Glück sind die Ideen der Strugatzki Brüder in die Popkultur übergegangen, so daß es heute zahlreiche Bücher, Filme und Spiele gibt, welche auf dieser Thematik basieren.

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Vita

Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Etliche ihrer Texte durften in der Sowjetunion nicht erscheinen. Inzwischen hat die Gesamtauflage ihrer Werke die fünfzig Millionen überschritten, sie wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – Andrei Tarkowskis Adaption von »Picknick am Wegesrand« unter dem Titel »Stalker« gehört zu den Klassikern der Filmkunst.

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Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Etliche ihrer Texte durften in der Sowjetunion nicht erscheinen. Inzwischen hat die Gesamtauflage ihrer Werke die fünfzig Millionen überschritten, sie wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – Andrei Tarkowskis Adaption von »Picknick am Wegesrand« unter dem Titel »Stalker« gehört zu den Klassikern der Filmkunst.

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