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Rezensionen zu
Vardo – Nach dem Sturm

Kiran Millwood Hargrave

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Spannend

Von: Theresa Giunta

28.01.2021

Emotionale Geschichte mit Gefühl spannend zu lesen

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Frauen und Macht

Von: Hailey

01.01.2021

Ein tolles Buch, was allgegenwärtige Themen anspricht, wie Frauen auch noch bis heute um Macht oder um ihre Stellung kämpfen müssen, aber wie stark sie auch sind.

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Spannender Krimi

Von: Sibylla

18.12.2020

Der Krimi ist zwischendrin etwas düster und hat eine etwas drückende Stimmung aber die Geschichte ist sehr interessant und ist gut zu lesen.

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Inhalt: Am Heiligabend 1617 tötet ein unvermittelt auftretender verheerender Sturm alle Männer der norwegischen Insel Vardø. Ihre Frauen müssen vom Land aus zusehen, wie die Fischerboote der Männer herumwirbeln und schließlich im Meer versinken. Die Trauer der Frauen ist groß, doch von nun an nehmen sie ihr Leben selbst in die Hand und tun alles um ihr Überleben zu sichern. Dafür müssen sie auch Aufgaben übernehmen, die bisher ihren Männern vorbehalten waren und die nicht in die gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit passen. Fast drei Jahre später soll Commissioner Absolom Cornet auf Vardø für Ordnung sorgen. Begleitet wird er von seiner jungen Frau Ursa. Schon bald nach seiner Ankunft gibt es in der Umgebung die ersten Hinrichtungen angeblicher Wetterzauberer. Meine Meinung: „Vardø - Nach dem Sturm“ ist ein fiktiver Roman, der auf wahren Ereignissen basiert. Es geht um das Thema Hexenverfolgung, das mich schon immer interessiert hat. Für einen Teil der norwegischen Bevölkerung -die Sámi - waren damals Runen, Wetterzauber, Gespräche mit Geistern oder gebastelte Knochenmännchen ganz übliche Praktiken. Die Geschichte der Frauen von Vardø ist sehr düster und wird in einem langsamen und eindringlichen Tempo erzählt. Ich brauchte etwas, bis ich mich an den Erzählstil dieser ungewöhnlichen Geschichte gewöhnt hatte, doch als sie mich schließlich gepackt hatte, konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen. Die ehemals enge Verbundenheit der zurückgebliebenen Frauen wird auf eine harte Probe gestellt, als Absolom Cornet einige von ihnen auf seine Seite zieht. Es entsteht Missgunst und Angst, daraus folgen Denunzierungen und Hexenprozesse. Die 20 jährige Maren ist eine der Frauen. Bei dem Sturm verlor sie Bruder, Vater und ihren Verlobten. Die bisher friedliche Lebensgemeinschaft mit ihrer Mutter und ihrer sámischen Schwägerin Diinna, gestaltet sich immer konfliktreicher. Ursa ist ein junges Mädchen, das trotz des frühen Todes der Mutter und der Sorge um ihre lungenkranke Schwester, bisher sehr behütet und umsorgt aufgewachsen ist. Doch ihr Vater hat immer mehr Geldsorgen und verheiratet sie kurzerhand mit dem durchreisenden Absolom. Vom ersten Tag an leidet Ursa sehr unter ihrem harten und gefühlskalten Ehemann. In Vardø begegnet ihr Maren, die ein völlig anderes, hartes und entbehrungsreiches Leben führt. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Frauen entsteht eine tiefe Freundschaft. Ich mochte beide Frauen sehr gern. Maren ist stark und eigenwillig und auch Ursa bekommt im Laufe der Zeit immer mehr Selbstvertrauen und Mut. Auch alle anderen Charaktere finde ich passend und authentisch. Fazit: Ein eindringlicher und berührender Roman, der unter die Haut geht.

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Wir schreiben das Jahr 1617. Weihnachtsabend. Ein Sturm wütet übers Meer und reißt nahezu die gesamt männliche Dorfgemeinschaft der Insel Vardo in den Tod. Zurück bleiben Frauen und Kinder. Kiran Millwood Hargrave, geboren 1990, erzählt diese bewegende Geschichte, die einen historischen Hintergrund hat, sehr einfühlsam, jedoch in einer eigenen Sprache, einem ganz eigenem Stil. Zunächst fiel es mir schwer auf den ersten Seiten, hineinzukommen, in das (langsame) Tempo, die zunächst abgehakt anmutenden Absätze, doch wer sich darauf einlässt, wird schon sehr schnell belohnt. Namen erhalten einen Charakter, werden langsam lebendig und vor allem authentisch. Da ist Maren, eine junge Frau, die – wie alle anderen – auch ihren Partner verloren hat. Kirsten, die selbstbewusste Frau, die scheinbar selbstverständlich das Kommando für die sich selbst überlassenen Frauen übernimmt. Sigfrid, die sofort spürbar, auf der „anderen“ Seite steht und viele mehr, die zunehmend ihre Position in dieser wunderbaren Geschichte einnehmen. Auf der anderen Seite ist Absalom, der vom Lensmann eingesetzte Commissar und seine jüngst „erworbene“ Ehefrau Ursa, die in die Handlung eintreten. Die Szenerie ist düster, kalt und nebelig. Die Lebensumstände äußerst trist und für alle Leser im gemütlichen Sessel im Jahr 2020/21 nur schwer vorstellbar. Doch Hargrave gelingt es, die Stimmung zu transportieren, den Leser mitzunehmen in diese dunklen Zeiten und Glaubensgrundsätze jener Zeit, über die man heute geneigt ist den Kopf zu schütteln. Es ist eine sehr intensive und liebevolle Geschichte, die einerseits eine Poesie in sich trägt andererseits kalt und grausam ist. Runen und Knochenfiguren erhalten plötzlich eine unheilvolle Bedeutung – Neid und Missgunst greifen um sich und kurz darauf gibt sich der Lensmann, eingesetzt vom König Christian IV, die Ehre und zwei Welten prallen auf einander. Das sich Mehrheiten um den kirchlich vorgegebenen Glauben bilden ist keine Überraschung. Absalom und seine Frau Ursa, nunmehr auf Varda niedergelassen, haben scheinbar eine gemeinsame Aufgabe, doch jede Figur in der Geschichte wahrt ihren Charakter und sorgt somit auch für die Spannung, die dieses 430 Seiten starke, gebundene Buch (mit Lesebändchen) so sehr lesenswert macht. Fazit: ein historischer Roman mit einer ganz eigenen, aber letztlich doch wunderbaren Sprache, spannend erzählt, niemals ermüdend, manchmal aber doch erschreckend. Prädikat: sehr lesenswert, perfekt für lange Winterabende, während das Feuer knistert und es draußen stürmt. ***** von 5 / (c) Udo Kewitsch, www.udomittendrin.de

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Der Roman beginnt auf eine ruhige, kalte, poetische Art und entwickelt sich zu einem intensiven, emotionalen und düsteren Lesevergnügen. Die Charaktere sind detailliert und authentisch ausgearbeitet, man bekommt einen intensiven Einblick in das harte Leben von Frauen auf der Insel im Jahr 1617. In einer Zeit wo Frauen den Männer unterwürfig waren, wo Hexenverfolgungen zur einer Normalität gehörten. Es ist erschreckend wie schnell eine starke Frau, oder eine, die es besser hat beschuldigt werden kann eine Hexe zu sein und welche Methoden es damals gab dies zu beweisen. Der Leser wird hier nicht verschont, da es auch noch auf wahre Begebenheit beruht ist es noch tragischer und grausam. „Vardø - Nach dem Sturm“ ist ein beeindruckendes Roman über Verlust, Trauer, Missgunst, Freundschaft und Liebe. Eine Geschichte die lange in Erinnerung bleibt. Absolute Leseempfehlung!

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Heilig Abend 1617, ein hälftiger Sturm fegt über Vardo der östlichsten Gemeinde Norwegens hinweg und versenkt die Fischerboote der Gemeinde. Alle erwachsenen Männer der Insel sterben dabei und zurück bleiben die Frauen die versuchen den Kampf ums überleben aufzunehmen und die Aufgaben der Männer untereinander aufzuteilen. Und als wäre dies nicht schon schwer genug wird ein Gesetze gegen Zauberei und Hexerei erlassen, das einem Teil der Gemeinde der nicht christlichen Glaubens sondern der Geisterwelt durch einen Schamanen angehört erschwert. Den zur Durchführung des Gesetzes wird Absalom Cornet der sich bereits einen Namen in der Hexenverfolgung gemacht hat nach Vardo geschickt. Der glaube an Zauberei und Hexerei treibt die Gemeinde immer mehr auseinander. Historisch gut recherchiert beschreibt Kiran Millwood Hargrave wie grausam die Hexenverfolgung im Jahr 1617 durchgesetzt wurde. Kiran Millwood Hargrave setzt mit Vardo ein Mahnmal damit niemand vergisst das es bis heute wichtig ist das Menschen ein Recht auf Ihre Meinungsfreiheit haben und selbst entscheiden können welchem Glauben sie angehören. Ein Roman den man so schnell nicht vergisst und von mir eine klare Leseempfehlung.

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Vardø, Norwegen, am Weihnachtsabend 1617: Ein unerwartet heftiger Sturm bricht über dem Meer aus und 40 Männer sterben. Die Frauen bleiben allein zurück und sich selbst überlassen. 18 Monate nach dem Sturm kommt Absalom Cornet, schottischer Kommissar, mit seiner norwegischen Ehefrau auf die Insel und soll für Ordnung sorgen - und die Insel von Zauberei sowie Hexerei befreien. Kiran Millwood Hargrave hat mit diesem Roman ein bedrückendes Portrait des 17. Jahrhunderts und der Rolle der Frau in dieser Zeit entworfen. Die Handlung ist nicht besonders spannungsgeladen, sondern schreitet eher bedächtig voran - es herrscht aber eine sehr fesselnde Atmosphäre, die den/die LeserIn in ihren Bann zieht. Themen wie Hexenverfolgung, Machtverhältnisse und Überlebenskampf werden authentisch geschildert. Zudem wird gezeigt, was ein "falscher" Glaube anrichten kann - und wie die Masse einzelne Personen mit sich reißt. LeserInnen erfahren zudem auch mehr über Norwegen - Essgewohnheiten, Landschaft, Völker (Sàmi). Nicht ganz überzeugen konnte leider die eingebaute Liebesgeschichte. Erzählt wird aus zwei Perspektiven, was durchaus ansprechend und packend ist. Die Stimmung in diesem Roman ist sehr düster und bedrückend, die Schreibweise poetisch. Besonders beeindruckend und zugleich verstörend ist, dass das Buch von wahren Begebenheiten inspiriert wurde und einen historischen Hintergrund hat - unter anderem ereignete sich im Jahr 1617 tatsächlich ein Sturm, der 40 Männern das Leben kostete. × Auf dem Klappentext des Buches steht, dass der Kommissiar erst 3 Jahre nach dem Sturm auf die Insel kommt - das stimmt allerdings nicht, da sich die ganze Handlung des Romans innerhalb von 3 Jahren abspielt: 1617-1620. ×

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