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Vardo – Nach dem Sturm

Roman

TaschenbuchNEU
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Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück.

»(...) ein literarisches Denkmal.«

BRIGITTE (11. March 2020)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Carola Fischer
Originaltitel: The Mercies
Originalverlag: Picador
Taschenbuch, Klappenbroschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36105-8
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Vardo, Norwegen

Rezensionen

Überlebenswille versus Verblendung

Von: Helga Hensel aus Herzogenrath

20.08.2021

Vardø, eine nord-norwegische Insel Heiligabend 1617: Ein furchtbarer Sturm verwandelt die Bucht vor der Insel in ein tödliches Inferno, in welchem die Fischer des Dorfes allesamt ihr Leben lassen. Den trauernden Frauen des Dorfes bleibt nichts anderes zu tun, als baldmöglichst ihre Schockstarre und Trauer zu überwinden. Gefangen in Aberglauben und christlichen Regeln verharrt die Mehrheit der Frauen in ihren „üblichen“ Rollen. Zwei Frauen jedoch krempeln die Ärmel hoch und organisieren die anstehenden „Männerarbeiten“, damit sie überleben können und ihr Dorf eine Zukunft haben kann. Überlebenswille und Verstand überzeugen nach und nach auch die meisten, großen Zweifler, so dass die Erfolgsgeschichte einer „Insel von Frauen“ ihre Runde macht. Dies ruft mächtige Männer auf den Plan. Frauen, die allein – lediglich von einem Pfarrer betreut – ihr Schicksal in die Hand genommen haben, stellen eine Ungeheuerlichkeit, Unmöglichkeit und mit Sicherheit Hexenwerk dar. Dies zu überprüfen, ruft einen raubeinigen, im christlichen Glauben gefestigten, schottischen Inspektor auf den Plan, welcher die Lage vor Ort einer kritischen Überprüfung unterziehen soll. Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen in Hexenprozessen, findet Absalom Cornet bald „seine“ Hexen in Vardø, welche im Rahmen eines grausamen „Prozesses“ überführt und schließlich hingerichtet werden. Das Buch nimmt mich schnell für sich ein, während ich miterleben muss, wie die Protagonistinnen versuchen, ihrem Leben ein Stück Normalität zurückzugeben, in der kargen nordnorwegischen Landschaft zu überleben und das Beste aus ihrem Schicksal zu machen. Sie kämpfen, sie arbeiten hart und können schließlich die Früchte ihrer Arbeit ernten und die existenziellen Sorgen hinter sich lassen. Was für großartige Frauen! Umso mehr lehne ich mich gegen den Schotten auf, welcher auf der langen Anreise nach Vardø quasi im Vorbeigehen eine Ehefrau gefunden hat und nun die „Ordnung“ auf der Insel um jeden Preis wiederherstellen will. Und damit stehe ich nicht allein. Einige Frauen von Vardø sind nicht bereit, die erlangte Selbstbestimmtheit aufzugeben. Basierend auf wahren, historischen Begebenheiten hat Kiran Millwood Hargrave einen großartigen, aber auch atmosphärisch dichten Roman geschrieben. Die Haupt-Protagonistin Maren wächst mir ans Herz, ich freue mich, dass sie mit Hilfe der resoluten Kirsten aus ihrem eigenen Schatten heraustreten kann und ungeachtet ihrer äußeren Stärke zart und verletzlich bleibt. Der Plot lässt mich gefesselt von Seite zu Seite voranstreben und trägt mich dem unvermeidlich nahenden Ende entgegen. Ein Zeitzeugnis aus dem 17. Jahrhundert, wo Mann sich für die Krönung der Schöpfung hält, Frauen jegliche Fähigkeiten jenseits von Haushalt und Bett abgesprochen werden, gepaart mit vermeintlich christlicher, gefährlicher Verblendung. Kiran Millwood Hargrave, Vardø – Nach dem Sturm, Roman, eBook, Diana Verlag, 15,99 €, 432 Seiten in der Print-Ausgabe, Erscheinungstermin 02.03.2020

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Athesia Buch GmbH

Von: Barbara Pernter aus Bozen/Bolzano

05.07.2021

Nicht nur die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre macht diese Geschichte zu einem besonderen Leseerlebnis. „Vardø“ erzählt auch von starken, eigenständigen Frauen, die nach dem Tod ihrer Männer allein in einem rauen kargen Land überleben müssen. Solche Frauen geraten in dieser Zeit allzu leicht in den Verdacht Hexen zu sein. Ich habe diese Geschichte zwar als kaum spannend empfunden, aber sie hat eine Faszination auf mich ausgeübt, die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch immer wieder zur Hand nehmen musste und auch wenn ich es nicht in einem Atemzug gelesen habe, wollte ich doch immer auch wieder weiterlesen. 4 von 5 Sternen.

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Vita

Kiran Millwood Hargrave wurde 1990 in Surrey geboren. In ihrem ersten Jahr an der Universität begann sie Lyrik zu verfassen und veröffentlichte drei Gedichtbände und ein Theaterstück. Ihre Kinderbücher wurden in England sofort zu Bestsellern, sie gewann den Waterstones Children's Book Prize und den British Book Awards für das Children's Book of the Year. »Vardø. Nach dem Sturm« ist ihr erster Roman für Erwachsene, der von der deutschen Presse hoch gelobt wurde. Mit ihrem Mann Tom und der Katze Luna lebt die Autorin in Oxford direkt am Fluss.

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Pressestimmen

»(...) Ein universeller Roman über Mut und Unabhängigkeit. Berührend.«

FÜR SIE (18. March 2020)

»Die Autorin hat diesen Frauen eine ganz tolle Stimme gegeben, und ich kann es wirklich jedem nur empfehlen.«

BRIGITTE Podcast (24. March 2020)

»Kiran Millwood Hargrave erzählt eine packende Geschichte über Tragik, Liebe, Macht und Machtmissbrauch und über die Menschlichkeit, die dazwischen zerrieben wird. (…). Stark!«

EMOTION (04. March 2020)

»Jetzt habe ich einen historischen Roman gelesen, der hat mich wirklich völlig umgehauen.«

Angela Wittmann, BRIGITTE Podcast (24. March 2020)

»Eine starker Roman (...) rund um Themen, die auch heute noch große Bedeutung für Frauen haben: den Kampf um Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben.«

FREUNDIN (04. March 2020)

»Fans von historischen Romanen wie „Der Report der Magd“ werden dieses Buch lieben. Eine Geschichte über Gefahr, Liebe und Stärke – kraftvoll wie Desfred selbst«

Cosmopolitan (28. February 2020)

»Roman über unabhängige Frauen mit historischem Vorbild. (...) Die Schicksale der Protagonistinnen machen gleichermaßen betroffen und wütend. Und die Frage, was ignorante Engstirnigkeit und falsche Behauptungen bewirken können, ist hochaktuell.«

Westfälische Nachrichten/Münstersche Zeitung (12. February 2020)