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T E Kinsey

Lady Hardcastle und der Tote im Wald

(9)
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Auf dem Land lässt sich gut morden – Lady Hardcastle ermittelt!
Der Auftakt der neuen Cosy-Krimi-Reihe aus England

England 1908: Ein geruhsames Leben fernab des Londoner Trubels … genau das ist es, wonach Lady Emily Hardcastle sich sehnt. Kurzerhand lässt die exzentrische Lady die Koffer packen und zieht mit ihrer tatkräftigen Zofe Florence „Flo” Armstrong in die malerischen Cotswolds. Doch kaum dort angekommen wird ihr Traum vom ländlichen Idyll rüde gestört: Bei einem Spaziergang stolpern die beiden über einen toten Mann im Wald. Die hiesige Polizei ist rasch vor Ort und ebenso rasch auf der falschen Fährte. Und Lady Hardcastle sieht sich gezwungen, ihren Ruhestand aufzugeben und sich selbst auf die Suche nach dem Übeltäter zu machen …

Der erste Fall für die exzentrische Lady & ihre tatkräftige Zofe – scharfsinnig, charmant und unglaublich clever!


Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus
Originaltitel: A Quiet Life in the Country (A Lady Hardcastle Mystery Book 1) (CreateSpace Independent Publishing Platform, 2014)
Originalverlag: Blanvalet
Hörbuch Download, Laufzeit: ca. 9h 17min
ISBN: 978-3-8371-5516-7
Erschienen am  01. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Ein englischer Wohlfühlkrimi

Rezensionen

Lady Hardcastle und das verstaubte Leben der anderen…

Von: Marlen Blume

18.11.2021

Emily Hardcastle ist eine richtige englische Lady, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1908, ihren Wohnsitz in ein beschauliches englisches Örtchen verlegt und dort vermeintlich das gute Landleben genießt. Doch schnell wird beim Lesen/Hören klar: diese Lady und vor allem ihre Zofe Florence Armstrong sind anders. Erzählt wird diese Cosy-crime-Geschichte aus der Sicht von Florence. Florence ist nur nach außen hin die Zofe, vielmehr jedoch eine ebenbürtige Gesellschafterin für Lady Hardcastle. So lässt sie in ihrer Erzählung durchaus die eine oder andere Spitze gegen ihre „Herrin“ los, wohl wissend, dass sie es sich erlauben kann. Sie ist von erstaunlicher Selbstsicherheit („ohne mich wäre Lady Hardcastle schon lange verhungert oder hätte sich versehentlich an ihrem Korsett erhängt“). Die Beziehung zwischen Florence und Emily ist durchaus spannend, allerdings wird sie so dermaßen mit dem Holzhammer darauf getrimmt, die „Andersartigkeit“ ihres Verhältnisses zu betonen, dass es mich ein wenig genervt hat. Dazu kam, dass der Titel des Buches (zumindest der deutsche) die Leser/Hörer ganz schön in die Irre führt meiner Meinung nach. Um den Toten im Wald geht es am Anfang mal und dann stirbt plötzlich während einer Gesellschaft im Ort ein Musiker und plötzlich hat man das Gefühl, das ganze Buch drehe sich nur um diesen Toten und die Aufklärung dieses Todesfalls. Der Tote im Wald wird erst kurz vor Ende des Buches wieder zum Thema. Für mich daher kein gelungener Titel für diesen Krimi. Ich hätte etwas gewählt, was näher am Orginaltitel ist, z. B. ein ironisches „Lady Hardcastle und das beschauliche Landleben“. Denn beschaulich ist, wie man schnell merkt, bei Lady Hardcastle so gar nichts… Auch nicht ihre Vorgeschichte, die ab und zu kurz erwähnt wird und die – für meine Begriffe – noch viel interessanter schien als die Todesfälle im neuen Wohnort. Mehr als einmal habe ich mich bei der Erwähnung gefragt, wieso man das nur so kurz anreißt. Soll heißen: ich hätte viel lieber etwas über Lady Hardcastles Zeit in China gehört als über ihre „Ermittlungen“ in den jüngsten Todesfällen. Für mich ein eher durchwachsener Start in eine neue Cosy-Crime-Reihe. Deshalb bin ich mir auch noch nicht sicher, ob sie weiterverfolgen werde.

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Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Von: Vanessa

24.09.2021

Im ersten Kriminalroman der Lady Hardcastle-Reihe Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey ziehen Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence „Flo“ Armstrong gerade von London aufs Land. In der Vergangenheit haben Lady Hardcastle und Miss Armstrong schon an den exotischsten Orten der Welt gelebt und unter anderem auch einige Zeit alleine in Indien, da zu diesem Zeitpunkt Lady Hardcastles Ehemann schon verstorben war. Beide haben wohl in der Vergangenheit schon einige Abenteuer zusammen erlebt, vor allem da sie schon seit über zehn Jahren gemeinsam unterwegs sind. Mit ihren Geschichten erfreut Lady Hardcastle mehr als einmal ihre Gesprächspartner. Während Lady Hardcastle studierte und sich mit Naturwissenschaften gut auskennt, sie also der Kopf des Detektiv-Duos ist, ist Miss Armstrong die durchschlagkräftige Kraft. Sie fungiert als Beschützerin für ihre Herrin, kann sich aber durch ihre Arbeit als Zofe in einem angesehenen Haus vor allem bei der einfachen Bevölkerung und bei den Hausangestellten unauffälliger umsehen als das Lady Hardcastle könnte. So ist Flo für die Befragungen der Zeugen zuständig, vor allem wenn sie aus den niedrigeren sozialen Schichten kommen, und Lady Hardcastle stellt sie Verbindungen zu ihren wohlhabenden Freunden und allen aus ihrer eigenen Schicht her. Emily Hardcastle und Flo haben ein einzigartiges Verhältnis zueinander. Weil sie sich schon so lange kennen und auch schon so viel zusammen durchgemacht haben und auch noch gemeinsam auf der Flucht waren, nennt Lady Hardcastle ihre Zofe bei ihrem Kosenamen Flo und bittet auch diese sie endlich beim Vornamen zu nennen, aber dazu kann sich Flo einfach nicht durchringen. Lady Hardcastle und Florence leben sich gerade in ihrem neuen Zuhause ein und genießen das ruhige Landleben. Sie machen einen Spaziergang über die angrenzenden Wiesen und Felder und stoßen auf ein Waldstück, durch das sie ebenfalls laufen. An einem der Bäume finden sie einen aufgehängten Mann und einen umgestoßenen Holzklotz. Sie benachrichtigen die Polizei und finden schnell heraus, dass es kein Selbstmord gewesen sein kann. Nach einigen Befragungen durch Flo stellt sich heraus, dass der Tote am Abend, an dem er ermordet wurde, noch einen Streit in einer Bar hatte und sein Kontrahent wird auch schnell verhaftet, aber kurz darauf geschehen auf einer Verlobungsparty ein Diebstahl und ein zweiter Mord und muss die Polizei beide Morde parallel untersuchen. Lady Hardcastle hält den Verhafteten für unschuldig und ermittelt weiter. Dabei kommt heraus, dass noch ein zweiter Mann mit dem Opfer gestritten hat und er kann sogar einige wertvolle Hinweise auf das eigentliche Motiv liefern. Lady Hardcastle erhält von ihrer alten Freundin den Auftrag den Diebstahl zu untersuchen, denn von diesem dürfe die Polizei nichts wissen, denn der Smaragd sei eine Sicherheit für ein Darlehen. Würde dieser verschwinden, wäre das Geld aus dem Darlehen sofort fällig und das können die Diebstahlopfer nicht bezahlen. Also müssen die Ermittlungen um den Stein auf heimliche Weise stattfinden. Gemeinsam mit dem Polizisten dürfen sie den Vernehmungen beiwohnen und freunden sich so mit diesem an. Obwohl sie ihn am Anfang für inkompetent hielten, stellt sich bald heraus, dass er doch recht gründlich arbeitet, aber zum Zeitpunkt der ersten Verhaftung im Falle des Toten im Wald einen anderen Fall abschließen musste und diesen erst später bearbeiten konnte. Da der Inspektor aber gründlich ist und das Wissen von Lady Hardcastle und die Qualitäten von Miss Armstrong zu schätzen weiß, freunden sich die drei an. Können Lady Hardcastle und ihre Zofe Flo herausfinden wer den Smaragd gestohlen und die beiden Männer ermordet hat? Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey ist der erste Roman der Lady Hardcastle-Reihe um Lady Emily Hardcastle und ihre Zofe Miss Florence „Flo“ Armstrong. Den Band habe als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde. Der Roman spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Lady Hardcastle war zwar verheiratet, ist aber seit einigen Jahren verwitwet. Nachdem ihr Mann ermordet wurde, reist sie weiter durch Asien und befindet sich zeitweilig auf der Flucht. Gemeinsam erleben die beiden Frauen einige Abenteuer, was sie nicht nur zusammenschweißt, obwohl sie aus unterschiedlichen Welten kommen, sondern auch die offene Art zeigt, die Lady Hardcastle an den Tag legt. Sie behandelt ihre Angestellte stets mit großem Respekt und eher wie eine Freundin als wie eine Dienerin, denn sie ist überzeugt, dass die Arbeiterbewegungen auf dem Vormarsch sind. Außerdem hat sie sich als junge Frau durchgesetzt, weil ihre Eltern sie natürlich nicht studieren lassen wollten, sie dies aber unbedingt wollte, obwohl sie keinen Abschluss machen durfte. Miss Florence Armstrong erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, wodurch wir sie ganz gut kennenlernen. Flo liebt Literatur und ist für eine Hausangestellte auch ziemlich gebildet. Sie ist abenteuerlustig und obwohl sie die Ruhe in Gloucestershire genießt, beschwert sie sich auch, dass ihr dort langweilig wird. So ist sie von den Mordermittlungen ihrer Herrin ganz begeistert und erst recht, nachdem sie auch noch den Auftrag erhalten haben nach dem Juwel zu suchen. Dass sie auch alleine am Tatort spionieren darf und Befragungen durchführen darf, gefällt ihr natürlich auch. Flo ist ziemlich gut in Selbstverteidigung und greift auch mal durch, wenn es notwendig ist. Lady Hardcastle und Miss Armstrong sind zwar sehr verschiedene Charaktere, aber es handelt sich bei beiden Frauen um sehr toughe Frauen, die klug sind und ihrer Zeit voraus. Ich mochte beide gerne und fand sie vor allem in der Kombination als Detektivinnen-Duo unglaublich cool. Die Geschichte selbst scheint am Anfang wenig plausibel, denn offenbar sind in kürzester Zeit in einem kleinen Ort zwei Morde verübt worden, aber der Inspektor spricht über die Wahrscheinlichkeit mit Miss Armstrong und es stellt sich heraus, dass so etwas gar nicht so unwahrscheinlich ist. Zwei Morde könnten durchaus von zwei Mördern unabhängig voneinander begangen worden sein, aber auch, dass ein Mörder für beide Opfer verantwortlich ist, lässt sich nicht ausschließen. Darüber hinaus ist die Geschichte wirklich spannend und passt gut in die damalige Zeit. Es gibt immer wieder Befragungen und Untersuchungen durch Lady Hardcastle und Miss Armstrong, aber sie dürfen zusätzlich auch bei den polizeilichen Befragungen anwesend sein, wodurch sie dem Täter immer näher kommen, eine Schmugglerbande auffliegen lassen, die Geheimnisse mancher Anwesenden aufdecken und den gestohlenen Smaragd finden. An der ein oder anderen Stelle machen die beiden Detektivinnen zwar Fehler, aber im Großen und Ganzen schlagen sie sich ganz wacker bei ihren Ermittlungen. Es handelt sich eben um einen typisch englischen Krimi dieser Zeit, wenngleich zwei Frauen ermitteln. Wie oben schon erwähnt, beschreibt Miss Armstrong die Ereignisse aus ihrer Sicht und sie scheint sie auch erst im Nachhinein irgendwann verschriftlicht zu haben, was an ein paar Stellen deutlich wird. Diese Erzählperspektive kennt man ja – bekanntermaßen – von Dr. Watson, der die Abenteuer mit seinem Freund Sherlock Holmes niederschreibt. Ich weiß nicht genau, wieso Miss Armstrong ihre Abenteuer mit ihrer Herrin aufschreibt, aber ich mochte diese Perspektive sehr, auch wenn die Erzählinstanz natürlich etwas unzuverlässig wird, weil sie nicht weiß, was Lady Hardcastle ermittelt und weil sie manchmal erst am Ende versteht, was die Pläne ihrer Herrin sind. Dennoch ergibt sich daraus eine gewisse Realitätsnähe, die mir gut gefallen hat. Julia von Tettenborn, die Sprecherin, hat ihre Sache gut gemacht. Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um mich an die seltsame Sprechweise von Lady Hardcastle und den befremdlichen Stil zu gewöhnen, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, waren die Stimme, die Sprechweise und der Stil ein rundes Gesamtpaket. An der ein oder anderen Stelle bin ich tatsächlich über die seltsame Ausdrucksweise von Lady Hardcastle gestolpert, aber das gab ihr für mich eine gewisse Originalität. Miss Armstrong klingt an der ein oder anderen Stelle etwas zu gefühlskalt und sarkastisch, wo es für mich nicht in die Handlung gepasst hat, aber grundsätzlich mochte ich es, wie die Sprecherin beiden Frauen einen eigenen Charakter mit ihrer Stimme verlieh. Meistens konnte man ganz gut auseinanderhalten, ob hier gerade Lady Hardcastle oder Miss Armstrong dachte und sprach. Ich finde es ja immer sehr beeindruckend, wenn eine Sprecherin so mit der Stimme spielen kann, dass jeder Charakter seine eigene Tonlage oder Stimmvariante bekommt. Da es sich auch um eine ungekürzte Lesung handelte, hatte ich auch nirgendwo den Eindruck dass irgendetwas fehlte. Insgesamt hat mir das erste Abenteuer Lady Hardcastle und der Tote im Wald verfasst von T. E. Kinsey um Lady Hardcastle und ihre Zofe Miss Armstrong ganz gut gefallen. An der ein oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht um den ersten Band handelte, denn sie verweisen immer wieder auf vergangene Abenteuer, die aber offenbar nicht niedergeschrieben wurden. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nachfolgenden Bände der Reihe und hoffe, dass Julia von Tettenborn auch diese einspricht, denn für mich gehört ihre Stimme einfach zu Lady Hardcastle dazu.

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Vita

T E Kinsey wuchs in London auf und studierte Geschichte an der Universität Bristol. Er schrieb einige Jahre lang als Journalist für Zeitschriften und Magazine, bevor er der glamourösen Welt des Internets verfiel und bei einer sehr bekannten Unterhaltungswebsite arbeitete. Nachdem er dabei half, drei Kinder großzuziehen, Tauchen lernte und sich beibrachte, Schlagzeug und Mandoline zu spielen, beschloss er schließlich, dass es an der Zeit ist, zum Schreiben zurückzukehren. Zum Glück – denn seine Reihe um die exzentrische Hobbydetektivin Lady Emily Hardcastle und ihre tatkräftige Zofe Florence Armstrong wurde ein Megahit.

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Julia von Tettenborn

Julia von Tettenborn, Jahrgang 1973, absolvierte ihre Schauspielausbildung in Berlin und war danach auf verschiedenen Bühnen zu sehen. Seit einigen Jahren ist ihre Stimme zunehmend in Hörbüchern, in Fernseh-, Radio- und Computerspiel-Produktionen zu hören. Julia von Tettenborn ist Mutter von drei Kindern und wohnhaft in Köln.

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