Die Schauspielerin

Roman

Hardcover
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Ein großer Roman über die unstillbare Sehnsucht nach Anerkennung

Kann man seine Mutter wirklich kennen? Norah blickt zurück auf das Leben ihrer Mutter, der einst gefeierten Schauspielerin Katherine O’Dell, die es von den irischen Dorfbühnen bis nach Hollywood geschafft hat. Doch mit zunehmendem Alter verblasste ihr Stern, sie betäubte sich mit Alkohol und Tabletten, bis es eines Tages zu einem bizarren Skandal kam: Ohne Vorwarnung schoss sie auf einen Filmproduzenten. Jeder Augenblick in Katherines Leben war große Geste, und Norah war ihr Publikum. Wer aber war diese Frau, die alles für die Kunst gab, deren Beziehungen kalt waren – und warum erzählte sie Norah nie, wer ihr Vater ist?

»Die Schauspielerin« ist ein eindringliches Buch über die so starke und doch auch so verwundbare Beziehung zwischen Mutter und Tochter - frappierend ehrlich, scharfzüngig und augenzwinkernd erzählt.« SWR-Bestenliste Juli/August 2020.

»Enrights Verständnis von den vielfältigen Schattierungen eines Charakters ist umfassend, und ihr blitzender Stil (den Eva Bonné hervorragend ins Deutsche übertragen hat) lässt einen beim Lesen manchmal regelrecht aufjubeln.«


Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: Actress
Originalverlag: Cape
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60134-0
Erschienen am  23. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Dublin, Irland

Leserstimmen

Der Blick hinter den Vorhang ...

Von: Diane Jordan

13.10.2020

Solange ich denken kann, liebe ich Kunst, Kultur, Bücher, Tanz, Gesang und ganz besonders Schauspiel. Der Roman „Die Schauspielerin“ von Anne Enright passt daher perfekt in mein Lesebeuteschema und zog daher just bei mir ein. Das Cover ist interessant gestaltet. Es sieht in den changierenden Grüntönen und dem vorwitzigen, angeschnittenen Porträt einer Frau mit Rotschopf, faszinierend aus. Sofort schießen mir bei dem Anblick zig Fragen durch den Kopf. Der Klappentext liest sich zudem spannend und zack fange ich gebannt an zu lesen. Die Protagonisten sind vortrefflich erdacht und gut von der „Ich-Erzählerin“ beschrieben. Ein Roman-Porträt vom Feinsten. Ungewöhnlich und fein und bestimmt kein „Aller-Welt-Roman“, wie ich finde. Die Charaktere haben vielfältige Schattierungen, wie von einem Makeup-Artisten aufgetragen, kunstvoll von der Autorin mit Worten beschrieben, was mir für eine Schauspielerin und deren Tochter ausnehmend gut gefällt. Ich bin zwar etwas enttäuscht, dass die beiden nur fiktiv sind, denn ich hatte irgendwie mehr eine „echte Schauspielerin“ erwartet und natürlich insgeheim ;-), etwas „sensationsgeil“, darauf gehofft. Nichtsdestotrotz merkt man dies nicht, wenn man es nicht weiss! Der Plot hingegen hat es in sich. Fragen nach dem Sinn des Lebens, der Herkunft, dem sozio-kulturellem und dem biologischen überhaupt. Und natürlich auch den zwingenden Fragen: Wo komme ich her? Was sind meine Wurzeln? Und werde/wurde ich geliebt? Es enthüllt gnaden- und teils schonungslos, der Blick hinter die Fassade, wird gekonnt dargeboten. Die fiktive Geschichte wirkt wie ein gekonnter Paukenschlag. Die Fassade bröckelt, wie bei einem alten Gebäude und Strukturen werden nach und nach erkennbar. Nichts ist wie es scheint oder auf den ersten Blick aussieht. Mütter und Töchter haben meist keine unkomplizierten Verhältnisse. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es zahlreiche Fälle gibt, wo enttäuschte Erwartungen, sei es zur Schulausbildung, Berufs- oder späteren Partnerwahl oder Ähnliches gibt. Mit zunehmendem Alter kommen dagegen bestimmt auch gegenseitige Schuldgefühle dazu. Bei den Töchtern, ob sie sich genug um die „alte“ Mutter kümmern. Aber auch, was in der eigen Kindheit nicht gut gelaufen ist, wird hin und wieder von den Töchtern der Mutter vorwurfsvoll auf dem Silbertablett präsentiert. Grins ☺, mit dem Zeigefinger auf andere, sei es hier die Mutter zu zeigen, bringt hingegen außer Krawall und Entfremdung gar nichts! Die Romanfiguren zeigen daher meines Erachtens einen Blick hinter die Kulissen. Im Buch wird der glamourösen Aufstieg der Schauspielerin Katherine O’Dell, deren Leben, Beziehungen insbesondere zu ihrer Tochter Norah und der dramatische Bühnen-Abgang fein geschildert. Spannend gemacht, wie es sich für ein Bühnenwerk gehört, kommen „Leichen aus dem Keller“ (Verbrechen) ebenso an die Oberfläche, wie die Fragen nach der Existenz und dem Erzeuger der Tochter. Und kunstvoll wie bei einem Spinnennetz werden die einzelnen Erinnerungen, Gesprächsfetzen gesponnen und zu einem beeindruckenden Lesespass zusammengeführt. Abschließend fällt mir eine Lebensweisheit von Gandhi ein, die mir persönlich sehr gut zu diesem Thema zu passen scheint: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Inhalt: Ein großer Roman über die unstillbare Sehnsucht nach Anerkennung Kann man seine Mutter wirklich kennen? Norah blickt zurück auf das Leben ihrer Mutter, der einst gefeierten Schauspielerin Katherine O’Dell, die es von den irischen Dorfbühnen bis nach Hollywood geschafft hat. Doch mit zunehmendem Alter verblasste ihr Stern, sie betäubte sich mit Alkohol und Tabletten, bis es eines Tages zu einem bizarren Skandal kam: Ohne Vorwarnung schoss sie auf einen Filmproduzenten. Jeder Augenblick in Katherines Leben war große Geste, und Norah war ihr Publikum. Wer aber war diese Frau, die alles für die Kunst gab, deren Beziehungen kalt waren – und warum erzählte sie Norah nie, wer ihr Vater ist? »Die Schauspielerin« ist ein eindringliches Buch über die so starke und doch auch so verwundbare Beziehung zwischen Mutter und Tochter - frappierend ehrlich, scharfzüngig und augenzwinkernd erzählt. SWR-Bestenliste Juli/August 2020. Die Autorin: Anne Enright, 1962 in Dublin geboren, zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde 2015 zur ersten Laureate for Irish Fiction ernannt. »Das Familientreffen« wurde unter anderem 2007 mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet, ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller. Für »Anatomie einer Affäre« (2011) erhielt sie die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und für »Rosaleens Fest« (2015) den Irish Novel of the Year Prize. »Die Schauspielerin« ist ihr siebter Roman; er wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert. Weitere Bücher: Das Familientreffen, Anatomie einer Affäre, Rosaleens Fest, usw. Fazit: ***** Sterne. Der Roman “Die Schauspielerin“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 304 Seiten, die durchaus Potential für ein Bühnenstück hätten und auch die Hass-Liebe zwischen Mutter und Tochter gut aufzeigen.

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Eine dramatische Familiengeschichte zwischen Mutter und Tochter!

Von: RoxysPodcast

04.10.2020

Das beste Beispiel dafür, dass der schöne Schein nicht alles ist! Anne Enright zeigt uns mit Ihrem Meisterwerkt "Die Schauspielerin" wie viel Lug und Trug es bei den Stars und Sternchen gibt, und wie das Privatleben darunter leidet. Wir lernen den Hollywood Star Katherine O'Dell kennen und ihre Tochter Norah. Norah blickt auf das Leben Ihrer Mutter zurück. Während Sie dies tut erlebt man sehr viele innere Konflikte und kummer mit. Mutter und Tochter lieben sich aber können auch nicht miteinander. Warum? Dass erfahrt Ihr wenn Ihr das Buch lest! Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Vita

Anne Enright, 1962 in Dublin geboren, zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde 2015 zur ersten Laureate for Irish Fiction ernannt. »Das Familientreffen« wurde unter anderem 2007 mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet, ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller. Für »Anatomie einer Affäre« (2011) erhielt sie die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und für »Rosaleens Fest« (2015) den Irish Novel of the Year Prize. »Die Schauspielerin« ist ihr siebter Roman; er wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert.

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Pressestimmen

»Es ist Anne Enrights Meisterschaft, all diese Motive so organisch zu verschmelzen, dass das Ganze nie wie ein feministischer Konzeptroman wirkt. Sondern wie die vielstimmige Sinfonie dessen, was zwischen Menschen an Schäbigkeit und Zärtlichkeit möglich ist.«

Kölnische Rundschau, Hartmut Wilmes (25. März 2020)

»Enright ist eine Spezialistin für schwierige Familienangelegenheiten, für unter der Oberfläche schwelende Konflikte, Heimlichkeiten, Minenfelder. ›Die Schauspielerin‹ handelt von einer komplexen Mutter-Tochter-Beziehung und erzählt davon, was der Erfolg aus einer Frau in einer Zeit macht, in der Frauen nicht für den Erfolg vorgesehen waren.«

SWR-Bestenliste Juli/August 2020 - Platz 8 (30. Juni 2020)

»Eine große Begabung der Erzählerin, zwiespältige Gefühle zwischen Anziehung und Ablehnung zu erforschen und sie oft mit einem Bild oder Vergleich wie in einem Schraubstock zusammenzuzwingen.«

DIE WELT, Literarische Welt, Eva Schäfers (06. April 2020)

»Diese Stimme kann zum Lachen bringen und selbst lachen: über Mütter, Männer und Sex, sie kann gnädig sein mit denen, die ihren Verstand oder Freundlichkeit verlieren.«

»Ein brillantes Roman-Porträt. ... Fein und präzise, mit einem leisen Hauch von Ironie.«

WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Britta Heidemann (22. April 2020)

»Ein Happy End wird kaum einer vermissen, wenn er so wie hier reihenweise Sätze liest, die in typischer Enright-Manier pointiert blitzen und beglücken.«

»Alle Mütter sind verrückt - zumindest nach Ansicht ihrer Töchter. Die irische Autorin Anne Enright setzt dies immer wieder grandios in Szene. In kurzen Geschichten oder in ihrem neuen Roman ›Die Schauspielerin‹.«

BRIGITTE, Angela Wittmann (06. Mai 2020)

»Und viel brillanter formuliert! Denn Anne Enright, einer der besten Autorinnen englischer Sprache, glaubt man sofort, dass ihre Erzählerfigur schreiben kann.«

Tages-Anzeiger (CH), Martin Ebel (15. Mai 2020)

»›Die Schauspielerin‹ ist nicht nur ein schillernder, vom Glanz und Elend der Titelheldin handelnder Künstlerroman, sondern auch das nicht minder faszinierende Selbstporträt der Erzählerin.«

NZZ Neue Zürcher Zeitung, Thomas David (20. Juni 2020)

»In der Wärme, der Klugheit UND der klarsichtigen Zugewandtheit dieser Beziehung findet die Schriftstellerin Anne Enright zu dem Thema, mit dem sie in all ihren Romanen spielt und für das sie berühmt geworden ist: die Familie.«

WDR 3 Mosaik/Resonanzen, Jutta Duhm-Heitzmann (15. Juni 2020)

»Unermüdlich schreibt sich Anne Enright in den literarischen Olymp unserer Tage. ... Dringende Empfehlung.«

Die Presse (A), Gabriel Rath (19. Juli 2020)

»Unmittelbar neben der Gewalt steht bei Anne Enright aber die Zärtlichkeit und Wärme, die ebenfalls in diese gesellschaftliche Urzelle gehören.«

»Neben dieser quasi cineastischen Fertigkeit beherrscht Anne Enright ganz unglaubliche Vergleiche und schlagkräftige Sätze.«

Süddeutsche Zeitung, Claudia Tieschky (26. Juni 2020)

»Enright läuft in ›Die Schauspielerin‹ zur Höchstform auf. ... Sie erweist sich einmal mehr als psychologisch brillante Erzählerin.«

Lesart. Das unabhängige Journal für Literatur, Tatjana Schmidt (01. Oktober 2020)

»Eine hellsichtig-wütende Liebeserklärung an die Mutter.«

Der Tagesspiegel, Franziska Wolffheim (03. Mai 2020)

»Mit Schwung, Ironie und einem unbestechlichen, unsentimentalen Blick zeichnet Anne Enright ein Porträt – oder vielmehr zwei Porträts.«

Landshuter Zeitung, Günter Keil (18. April 2020)

»Schillernd, rasant, klug.«

FÜR SIE (15. April 2020)

»Anne Enrights Roman einer Mutter, die eine Zeit lang ein Star war, ist die schmerzensreiche Erzählung einer nachgetragenen Liebe.«

Die Furche (A), Rainer Moritz (18. Juni 2020)

»Anne Enright ist die wichtigste literarische Chronistin des zeitgenössischen irischen Lebens.«

The Observer

»Ein großartig zu lesendes Porträt, weil Enright in geschliffener Sprache davon erzählt, wie sich inszeniertes und wahres Leben überlappen.«

Ausburger Allgemeine, Stefanie Wirsching (27. April 2020)

»Bewegend und unsentimental zugleich.«

»Anne Enright ist eine großartige Autorin literarischer Prosa und gleichzeitig ... eine scharfe und satirische Aphoristin, die häufig mehr verbirgt, als sie zu zeigen bereit ist.«

James Wood im The New Yorker

»Anne Enrights Stil ist so scharf und brillant wie Joan Didions; ihr Verständnis vom Menschsein so umfassend wie Alice Munroes; ihre Vision von Irland so mutig und originell wie Edna O'Briens.«

Colm Tóibín

»Anne Enright zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren.«

The Times

»Enrights Kunst besteht darin, Lebensgeschichten zu erzählen und Lebenslügen zu entlarven.«

Wetzlarer Zeitung (15. Dezember 2016)

»Aufsehenerregend. Anne Enright zementiert ihren Ruhm mit ›Die Schauspielerin‹.«

The Irish Times (19. März 2020)

»Ein packendes Drama.«

Daily Mail (19. März 2020)

»Eine kluge Betrachtung von Intimität und Ruhm.«

The Guardian (19. März 2020)

»Anne Enright leistet ganze Arbeit darin, den Leser glauben zu lassen, ihr Roman sei nicht mehr als eine altmodische Familiensaga mit Pailletten und besserer Beleuchtung … Das Ergebnis ist ein schleichendes Gefühl der Beunruhigung, während Familiengeheimnisse enthüllt und Erinnerungen zu einem Netz aus Wahrheit und Lügen verwoben werden … Ein Satz reiht sich an den nächsten wie Ziegelsteine einer stabilen Wand und verwandelt das gewöhnliche Leben in etwas Schönes und Seltsames … Jedes Wort fühlt sich richtig an.«

The Times (19. März 2020)

»Ein Juwel. Seine Brillanz ist komplex und vielschichtig und doch völlig klar… ›Die Schauspielerin‹ ist ein zutiefst menschlicher, oft dunkel komischer Roman über die Ausübung von Macht auf sexuell attraktive Frauen. Das düstere Thema wird durch Enrights ausgeprägtes sprachliches Feingefühl beleuchtet. Enright beweist einmal mehr ihre Genialität.«

The Spectator (19. März 2020)

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