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Carla Buckley

Mondscheinjunge

Roman

eBook epub
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Umgeben von Dunkelheit bringt er ein grausames
Geheimnis ans Licht.

Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber noch immer weiß er nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen – denn er kann nur leben, wenn es dunkel ist. Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu und kann sogar tödlich sein. Er verbringt seine Tage in einem verschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift. Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter, die sich unermüdlich um sein Wohlergehen kümmert, scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Was war in dem sonst so ruhigen Wohnviertel passiert, dass Amy nicht mehr nach Hause zurückkehrte? Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt …

"Lesenswert."

Münchner Merkur (27. November 2015)

Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné
Originaltitel: The Deepest Secret
Originalverlag: Random House
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-15565-0
Erschienen am  14. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

"Mehr als nur ein psychologischer Spannungssroman"

Von: Petra Donatz aus Solingen

23.04.2016

Meine Meinung Story Der 14 jährige Tyler ist ein XP Kind. Nicht nur seine Familie, auch die Verwandten, Freunde und Nachbarn müssen versuchen Rücksicht zu nehmen, denn UV haltiges Licht ist für Tyler tödlich. Doch während Tyler von allen, insbesondere seine Mutter, behütet wird, kommt er mit seiner Krankheit recht gut zurecht. Nachts wenn alle schlafen schleicht sich Tyler aus dem Haus und geht seinem großen Hobby, der Fotografie nach. Als das Nachbarsmädchen Amy verschwindet, macht sich Tyler auf die Suche nach Antworten. Dabei weiß er nicht, dass die Antwort viel näher liegt als er zunächst geglaubt hat. Anmerkung XP-Krankheit Menschen mit XP-Krankheit sind allergisch gegen UV Strahlen. Nicht nur die Sonne auch Glühlampen, oder Autoscheinwerfer geben UV licht ab. Die Krankheit wird meist erst dann entdeckt wenn es schon zu spät ist. Es gibt kein Heilmittel, die meisten Patienten werden nicht älter als 20 Jahre. Schreibstil Die Geschichte wird aus der Sicht der einzelnen Charaktere erzählt. Der Leser bekommt so sehr anschaulich vermittelt wie jeder einzelnen mit der Situation umgeht. Insbesondere die Eltern werden sehr anschaulich dargestellt. Das Wissen, das ihr Sohn möglicherweise die nächsten sechs Jahre nicht überleben wird, die Schwester die zurückgestellt wird, aber auch Taylor, der so gar nicht unter seiner Krankheit und deren Einschränkungen leidet, sondern sich eine Welt geschaffen hat in der er erstaunlich gut klarkommt. Mein Fazit Psychologischer Spannungsroman steht auf dem Cover. Ich finde es ist eher ein Familiendrama. Die Umstände des Todes der kleinen Amy sind nur ein Thema des Buches. Der Leser erfährt bereits auf Seite 73 wer den Tod verschuldet hat , also 400 Seiten vor dem Ende. Es geht vielmehr darum, wie die einzelnen Protagonisten damit umgehen. Einen ebenso großen Teil des Buches nimmt die Krankheit von Taylors ein, welche Auswirkungen und Einschränkungen so eine Krankheit für alle hat . Das Buch stellte für mich ein Novum da. Noch nie habe ich erlebt, dass sich ein Charakter für den man zunächst Bewunderung empfindet in genau das Gegenteil verwandelt. Die Autorin veranschaulicht dem Leser sehr gut das Leben mit einem XP Kranken. Für die Umstände des Todes der kleinen Amy nimmt sie auch ein z.Z sehr aktuelles Thema auf. Sie versucht das durch einen weiteren Erzählstrang zu relativieren. Alles im allem ein sehr gut geschriebenes Buch. Das Thema XP-Kinder fand ich sehr gut und ich denke auch ohne Todesfall wäre das Buch genauso interessant gewesen . Ich vergebe fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung

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Vielmehr ein Drama als ein psychologischer Spannungsroman

Von: Peters

16.12.2015

Erzählt wird die Geschichte einer Nachbarschaft, die einen ganz besonderen Bewohner hat: Tyler Lattimore. Tyler leidet an der Krankheit Xeroderma pigmentosum, kurz XP genannt. Menschen, die an dieser unheilbaren Erkrankung leiden, können die Schäden, die Sonnenlicht bei jedem von uns anrichten, nicht reparieren. Sie verbrennen, sobald sie mit UV-Strahlung in Kontakt kommen und aus diesen schlimmen Sonnenbränden wird sich bei ihnen zügig Hautkrebs entwickeln. Die Sonne ist daher sehr schmerzhaft und tödlich und muss unter allen Umständen vermieden werden. Tyler ist 14, seine Pubertät setzt ein und ihm wird immer mehr bewusst, wie sehr ihn seine Erkrankung am Leben hindert. Ewig in Dunkelheit verbannt und immer mit der Angst vor unerwarteten Strahlen versucht er sein Leben zu meistern und ist sich doch bewusst, wie sehr seine Familie unter seiner Erkrankung leidet und seinen wahrscheinlich frühen Tod fürchtet. Tyler lebt mit seiner Familie in einer Straße, die ihm größtenteils sehr wohlgesonnen ist. Alle Nachbarn vermeiden künstliche Leuchtmittel, die UV-Strahlung abgeben könnten und unterstützen die Familie soweit es geht. Die Lattimores sind besonders mit einer anderen Familie aus dieser Straße befreundet, deren kleines Mädchen Amy eines Tages spurlos verschwindet. Mit diesem Verlust wird das Leben von jedem in dieser Straße verändert und Tyler ist mittendrin. Anders als nach dem Klappentext von mir vermutet bietet “Mondscheinjunge” weniger Spannung als vielmehr ein intensives Drama rund um das Verschwinden eines kleinen Mädchens und um die seltene Erkrankung eines Jungen. Es geht um Schuld und Sühne, die Konsequenzen von Gerüchten. Es geht um übertriebene und ausbleibende Mutterliebe, um Angst, Verantwortung und das Loslassen. Ziemlich früh im Buch ist bereits klar, was mit der kleinen Amy passiert ist und wer dafür die Verantwortung trägt. Ein klassischer Spannungsbogen, wie man ihn aus Thrillern etc. kennt fehlt daher. Vielmehr ruht der Reiz dieses Buches auf dem psychologischen Untereinander in dieser Nachbarschaft und in der Familie Lattimore. Die verschiedenen Handlungsstränge und Gedankenansätze werden dabei von Buckley realistisch, erschreckend und gut verknüpft und es ist erstaunlich zu sehen, was kleine Taten für Auswirkungen nach sich ziehen können. Dies ist wirklich interessant, aber eben nicht spannend. Das Buch selbst wird kapitelweise aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben und zeigt dabei eine flüssig und leicht zu lesende Schreibweise, die jedoch in meinen Augen etwas zu schlicht ist. Zudem wird mir die Erkrankung von Tyler als etwas zu dramatisch geschildert. Nach dem Beenden des Buches habe ich mich über diese Erkrankung weiter erkundigt. Sie ist wirklich schrecklich und sehr lebensbeschneidend für die Betroffenen, doch gibt es heutzutage Mittel und Möglichkeiten den Patienten das Leben wenigstens etwas zu erleichtern und sie nicht in kompletter sozialer Isolation zu belassen. Ich habe etwas ganz anderes erwartet, als ich “Mondscheinjunge” zu lesen begonnen habe und war zwar interessiert, aber auch etwas enttäuscht und durch die vorhandenen Längen im Lesefluss etwas gehemmt. Leser, die jedoch stark interessiert in ein Drama rund um eine Familie und deren Nachbarschaft sind, bei der es um viele psychologische Feinheiten geht und darum, wie sich das Verhalten von uns selbst auf andere auswirkt und was dies auch für uns selbst bedeutet, werden begeistert von diesem Buch sein.

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Vita

Carla Buckley

Carla Buckley kommt ursprünglich aus Washington, D.C., wo sie unter anderem für einen Senator und das renommierte Smithsonian-Institut arbeitete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Chapel Hill, North Carolina.

www.carlabuckley.com

Zur Autorin

Eva Bonné

Eva Bonné, 1970 geboren, studierte amerikanische und portugiesische Literaturwissenschaft in Hamburg, Lissabon und Berkeley. Seither übersetzt sie Literatur aus dem Englischen, unter anderem von Rachel Cusk, Anne Enright, Michael Cunningham und Abdulrazak Gurnah. Sie lebt in Berlin.

Zur Übersetzerin

Pressestimmen

"eine fesselnde Geschichte mit hervorragend ausgearbeiteten Figuren"

Hamburger Morgenpost (Beilage) (17. December 2015)