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Volker Hage

Schriftstellerporträts

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Taschenbuch
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21 Begegnungen mit Autoren und Autorinnen der Weltliteratur.

Volker Hage versammelt in diesem Band Leben und Werk der großen literarischen Stimmen der vergangenen Jahrzehnte: Günther Grass, Christa Wolf, Philipp Roth, Imre Kertész, Joyce Carol Oates und v.a. mehr. Als Literaturredakteur der »Frankfurter Allgemeinen«, der »Zeit« oder dem »Spiegel« hat er während seiner beruflichen Karriere viele Schreibende persönlich getroffen. Immer wieder geht es Hage in diesen Porträts um die Frage des autobiografischen Hintergrunds, der Mühsal des Schreibens und der Freude am fertigen Werk, der Krisen, Brüche und des Selbstverständnisses. Ihm gelungen sind so »Texte voller Leichtigkeit, die Lust und Leid der Schreibenden ausloten« (Die Presse).


Originaltitel: Schriftstellerporträts
Originalverlag: Wallstein
Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77095-3
Erschienen am  08. February 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

21 spannende Begegnungen mit Literaturgrößen

Von: YukBook

24.03.2022

Namhafte Autoren und Autorinnen zieren das Cover dieses Buches: Peter Handke, Franz Kafka, Christa Wolf, Philip Roth ... Viele von ihnen traf Volker Hage als Literaturredakteur verschiedener Zeitungen und Magazinen persönlich und hat 21 Porträts zusammengestellt. Besonders gern habe ich die Passagen gelesen, in denen er die Begegnungen ausführlich beschreibt, zum Beispiel sein Interview als Student mit Walter Kempowski, der in Bautzen als politischer Häftling einsaß. John Updike, den er in dessen prächtigen Villa in Beverly Farms nahe Boston besuchte, lernte er als unsicheren und bescheidenen Autor kennen, der mit 50 seinen schriftstellerischen Erfolg immer noch nicht ganz fassen konnte. Von vielen bekannten Werken hört man, sie seien autobiografisch gefärbt, doch was heißt das genau? Volker Hage gibt Antworten darauf, verrät biografische Hintergründe und die Entstehungsgeschichte verschiedener Romane, zum Beispiel dass "Tadellöser & Wolff" von Kempowski als rein private Familienchronik geplant war. Amüsiert hat mich die kuriose "On-Off-Beziehung" zwischen Peter Handke und seinem Verleger und das Porträt von Wolfgang Koeppen, der stolz eine Vielzahl von Manuskripten "kurz vor der Vollendung" vorweisen konnte – ein Schicksal, das er sicher mit nicht wenigen Schriftstellern teilt. Als Fan französischer Exitenzialisten las ich mit großem Interesse Details über die Rivalität zwischen Camus und Sartre und erfuhr, warum die "Blechtrommel" von Günter Grass zum Inbegriff einer neuen deutschen Literatur wurde. Keine leichte Aufgabe, in derart kompakter Form Literaturgrößen zu porträtieren, doch Volker Hage gelingt es, uns ihren Charakter, ihre Schreibgewohnheiten, wichtige Stationen in ihrem Leben und die Rezeption ihrer Werke eingebettet in den jeweiligen politischen Hintergrund sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und lebendig näherzubringen.

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Vita

Volker Hage, geb. 1949 in Hamburg, arbeitete rund vier Jahrzehnte als Literaturredakteur bei der »Frankfurter Allgemeinen«, der »Zeit« und beim »Spiegel«. Zuletzt hat er zwei Romane publiziert: »Die freie Liebe« (2015) und »Des Lebens fünfter Akt« (2018), eine Romanbiografie über den späten Arthur Schnitzler. Er ist Autor von Monografien und literaturtheoretischen Werken sowie Herausgeber von zahlreichen Anthologien und Auswahlbänden. An deutschen und amerikanischen Universitäten war er als Gastprofessor tätig.

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