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Die Sturlungen

Roman
Die große Isländer-Saga

(5)
Taschenbuch
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Das Zeitalter der Sturlungen – benannt nach dem mächtigsten Wikingerklan – war das blutigste und brutalste Kapitel der isländischen Geschichte. Es läutete gleichzeitig das Ende der Wikingerära ein. Dieser Epoche setzt Einar Kárason mit seiner imposanten Isländer-Saga – übersetzt von Bestseller-Autor Kristof Magnusson - ein einzigartiges Denkmal. Ein außergewöhniches Projekt, dem sich der vielfach ausgezeichnete größte isländische Gegenwartsautor über ein Jahrzehnt gewidmet hat.


Aus dem Isländischen von Kristof Magnusson
Originaltitel: Die Sturlungen
Originalverlag: btb HC
Taschenbuch, Broschur, 832 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71753-8
Erschienen am  14. January 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

mehr als nur Historie

Von: der Michi

26.08.2021

Die gut 800 Seiten des Vierteilers entwickeln schnell eine Sogwirkung, die vielen anderen Historienromanen völlig abgeht. Einar Kárason erzählt den blutigsten Konflikt der isländischen Geschichte nämlich nicht mit der Distanz des auktorialen Erzählers, sondern nahezu konsequent aus der Ich-Perspektive. Allerdings gibt es hier nicht nur einen Protagonisten, sondern gleich mehr als zwanzig (!) verschiedene Ich-Erzähler, die ihre Sichtweise der Geschichte wiedergeben. Das erfordert zum einen etwas Geduld, zum anderen gelingt es dem Autor aber damit exzellent, nicht nur eine historische Epoche nachzuerzählen, sondern der großen Frage nachzuspüren, was Menschen zu Taten wie den hier beschriebenen treibt. Denn, das geben einige der Figuren freimütig zu, der Anlass ist häufig banal und wächst sich in diesem Fall doch zur einem generationenübergreifenden Bürgerkrieg aus, in dem jemand nur aus persönlichem Ehrgefühl heraus ganze Großfamilien auszulöschen bereit ist. Warum, das kann sich nicht einmal ein Gelehrter wie der im letzten Teil ausführlich porträtierte Skalden-Sturla erklären. Auch wenn der Klappentext mit dem Modebegriff "Wikinger" wirbt, hat die Geschichte streng genommen weder damit noch mit der "Gründerepoche Islands" zu tun. Die Insel ist im Handlungszeitraum der vier Bücher längst umfangreich besiedelt und christianisiert, auch wenn das Verhalten der meisten Beteiligten häufig nicht sonderlich christlich ist sondern eher an die mordlüsternen Racheakte erinnert, die man Wikingern instinktiv zuschreiben würde. Das macht die Konflikte nicht weniger spannend, gerade auch die politischen Verflechtungen mit dem norwegischen Königreich verleihen dem Geschehen weitere Dynamik, denn die norwegischen Könige Magnus und Håkon würden Island gern in ihren Machtbereich eingliedern. Das letzte Buch "Skalde" erzählt die Geschichte von Skalden-Sturla, einem Schüler des berühmten Snorri Sturluson, und erweist sich gleichzeitig als Hymne an die Welt der isländischen Sagas, vor allem deren Tradition und Erzählkunst. Zudem fasst Kárason hier die Handlung der drei Vorgängerbände in einem einzigen kongenialen erzählerischen Rundumschlag zusammen und gibt durch die Augen der Hauptfigur Einblicke ins Seelenleben von Schriftstellern, die schon im Mittelalter mit mäkelnden Kritikern und Schreibblockaden zu kämpfen hatten. Wer meint, in Sachen Historienroman schon alles gelesen zu haben, findet in diesem Sammelband eine ganz neue Erfahrung, vor allem, wenn man so lange wie möglich am Stück liest. Neben dem Einblick in eine faszinierende Epoche gelingt vor allem der Einblick in die Ansichten und Beweggründe der Protagonisten, die dem Leser ein eigenes Urteil über die Geschehnisse ermöglichen und zeigen: damals wie heute ist es unmöglich irgendein Ereignis nur aus einer Sichtweise heraus verstehen zu wollen. Originaltitel: "Skálmöld" / "Óvinafagnaꝺur" / "Ofsi" / "Skáld"

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Die faszinierende Welt der Wikinger

Von: My book world

02.08.2019

Über die Wikinger, ihre Götter und Raubzüge lesen ich immer wieder gerne ein Buch. Aber besonders dieses Buch sticht hervor. Einar Kárason hat sich jahrelang mit den Texten über den berüchtigten Wikingerklan der Sturlungen beschäftigt und in diesem Buch findet sich ihre Geschichte. 🌸Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wodurch man immer wieder neue Einblicke und Sichtweisen mitbekommt. Die Handlung selbst ist wirklich filmreif. Schlachten, Kämpfe, Verrat, Familie, Liebe, Hass. Dabei habe ich schon bald mit den einzelnen Figuren richtig mitgefiebert und mitgelitten. Außerdem merkt man sofort, wie hart und grausam das Leben damals gewesen sein muss. Das Buch ist also auch nicht unbedingt etwas für Leute mit schwachen Nerven. 🌸Der Autor hat es wirklich geschafft den Text in eine gut verständliche und flüssige Sprache zu bringen. Das Buch liest sich so leicht und auch wenn es relativ dick ist, hatte ich es schnell gelesen. . 🌸Wer sich für die Wikinger interessiert und eine spannende, mitreißende Story lesen will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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Vita

Einar Kárason, geboren 1955, ist einer der wichtigsten Autoren der skandinavischen Gegenwart. Berühmt wurde er durch seine Trilogie »Die Teufelsinsel«, »Die Goldinsel« sowie »Das Gelobte Land«. Sein Roman »Sturmerprobt« stand auf der Shortlist des Nordischen sowie des Isländischen Literaturpreises. Für »Versöhnung und Groll« erhielt er den Isländischen Literaturpreis. Zuletzt erschien 2017 die imposante Isländer-Saga »Die Sturlungen«, an dem der Autor über ein Jahrzehnt arbeitete, bei btb. Für seinen neuesten Roman, »Sturmvögel« wurde er 2020 mit dem schwedischen Kulturhuset-Stadsteatern-Preis für internationale Literatur ausgezeichnet. Kárason lebt in Reykjavík.

Zur Autor*innenseite

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman "Zuhause" (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Romane "Das war ich nicht" und "Arztroman" waren Bestseller. 2011 erschien seine "Gebrauchsanweisung für Island". Die Verfilmung seiner Komödie "Männerhort" (mit Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M’Barek) kam im Oktober 2014 in die Kinos. Für seine Übersetzungen erhielt er 2016 den Jane-Scatcherd-Preis.

Zur Übersetzer*innenseite

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