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Rezension zu
Die Schatten von London - In Memoriam

Ein düsterer, mystischer, romantischer Jugendthriller im Herzen von London.

Von: Lielan
26.10.2015

Maureen Johnsons "In Memoriam" ist der zweite Teil ihrer "Die Schatten von London" Trilogie. Diese mystische Jugendthriller Trilogie ist mir aufgrund der wunderschönen Cover und der Tatsache, dass die in London und in einem Internat handeln, aufgefallen. Die perfekte Mischung aus Krimi, Drama, Romantik und Internatsgeschichte habe ich bereits im ersten Band der Reihe genossen und geliebt. Maureen Johnson weiß genau, wie sie die perfekte englische Kulisse wirken lassen muss. Der Leser fühlt sich in den englischen Gassen und alten, wunderschönen Gebäuden gleich zu Hause. Und das trotz der Tatsache, dass eben diese Gassen bei Dunkelheit vor mysteriösen Tätigkeiten nur so wimmeln und die ein oder andere Angstschweißattacke nicht aus bleibt. Die grandiose englische Perfektion verkörpert das Internat Wexford, das mysteriöse, alte, wunderschön Bauwerk, besticht mit seinem typischen englischen Charme und ist das perfekte Setting für einen Jugendbuch-Thriller. "In Memoriam" glänzt im Vergleich zum Vorgänger mit mehr Gefühlsdramen. Nachdem die Protagonistin Rory, die furchtbar, traumatischen Erlebnisse der nahen Vergangenheit kaum verarbeitet hat, darf oder besser gesagt muss sie nach Wexford zurück kehren. Natürlich freut sie sich darüber wieder in der Nähe ihrer Freunde sein zu dürfen, allerdings bedeutet das, dass sie auch in der Nähe des Ortes an dem sie die größten Schreckensmomente ihres Lebens verbracht hat, sein muss. Die Freude über die Rückkehr ans Internat und in die Nähe ihrer Freunde von den "Shades", währt nur kurz, denn Rory weiß teilweise nicht in welchem Teil ihres Lebens nicht das totale Chaos herrscht. Ihre schulischen Leistungen sind aufgrund ihrer Abwesenheit und Regenerierung in den Keller gestürzt. Außerdem merkt Rory immer mehr, wie sie sich von ihrem Freund emotional entfernt. Auf der Gefühlsebene herrscht bei Rory absolute Gefühlsachterbahn und viel Drama. Leider bleibt aufgrund des vielen Dramas, die Spannung ein klitzekleines bisschen auf der Strecke. Im Vergleich zum Vorgänger, ist die Spannung nicht so gewaltig und beänstigend, aber dennoch ein wichtiges Element im Gesamtbild des Buches. Bei den super vielen, liebenswerten Charakteren, gefallen mir die drei Mitglieder der "Shades" besonders gut. Mein Herzchen im Sturm erobert hat vorallem der selbst ernannte Anführer der kleinen Gruppe. Stephen ist trotz seiner ruhigen, bestimmenden Art und Weise absolut herzerwärmend und liebenswert. Die Perspektivenwechsel, die der Leser bereits aus dem Vorgänger kennt, bleiben erhalten. Darüber habe ich mich besonders gefreut, denn sie haben eine ganz besondere Gänsehaut-erzeugende Spannung. Dies Perspektive wechselt zum Beispiel von der Protagonistin Rory zum nächsten Mord, sodass wir als Leser Augenzeuge eines weiteren, gruseligen, mysteriösen Mordes werden. Maureen Johnson weiß diese perfekt zu platzieren und zu inszenieren und fesselt den Leser an jede Zeile des Geschehens. Nun zum Ende von "In Memoriam". OH MEIN GOTT. Ich hasse dieses Ende! Es ist kein Cliffhanger, nein, es ist ein Schlag in den Magen. Nach diesem Ende habe ich ehrlich gesagt nicht die größte Lust den Abschlussband der Trilogie zu lesen. Irgendwie hoffe ich ja immer noch auf einen anderen Ausgang, auf eine grandiose Idee, die sich die Autorin einfallen lässt, um die Handlung noch zu verändern, allerdings denke ich fast, dass mein Leserherzchen noch mehr gebrochen wird.

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