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Die Sache mit meiner Schwester

Roman

(2)
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Du kannst dir deine Familie nicht aussuchen, aber du kannst probieren, sie auf deine Seite zu ziehen ...

Es ist Rillas Hochzeitstag – der schönste Tag in ihrem Leben. Doch warum ist die junge Londonerin dann fast erleichtert, als noch vor der Trauung ein Polizist auftaucht, um sie wegen Ladendiebstahls abzuführen? Irgendwie läuft in Rillas Leben alles schief, und wenn sie darüber nachgrübelt, warum, landen ihre Gedanken immer bei ihrer älteren Schwester: Rose, die verschwand, als Rilla noch ein Kind war. Rilla beschließt, endlich herauszufinden, was damals mit Rose geschah, doch sie hat ihre Rechnung ohne die GIF gemacht – ihre “Große Indische Familie”, deren Einmischungsversuche sie schon ihr Leben lang auf Schritt und Tritt begleiten. Wie gut, dass es Simon gibt, Rillas liebenswerten Verlobten, und ihre Cousine Jharna, die sie vor den Spontanbesuchen der GIF warnt. Doch auf der Suche nach ihrer Schwester und nach sich selbst erkennt Rilla schon bald, dass man manche Wege allein gehen muss, um am Ziel anzukommen.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Babette Schröder
Originaltitel: The Trouble with Rose
Originalverlag: HarperCollins UK, London 2019
Paperback , Klappenbroschur, 384 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-7645-0695-7
Erschienen am  19. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: London, Großbritannien

Rezensionen

Wenig durchdachte Geschichte mit noch weniger überzeugenden Charakteren. Aus der tragischen Romanidee hätte mehr herausgeholt werden können.

Von: schnäppchenjägerin

31.07.2021

Kurz vor dem Traualtar wird Rilla wegen Diebstahls verhaftet. Statt in Panik zu geraten, ist sie geradezu erleichtert, dass sie nun einen Grund hat, nicht heiraten zu müssen. Ihre GIF ("Große Indische Familie") ist dagegen alles andere als begeistert und versucht auf liebenswert aufdringliche Art zu retten, was zu retten ist. Rilla kann selbst nicht ganz verstehen, was in ihrem Leben schief läuft und warum sie privat und beruflich nichts auf die Reihe bekommt. Nach der geplatzten Hochzeit wird ihr jedoch bewusst, dass sie immer noch unter ihrem Kindheitstrauma leidet, denn als sie sieben Jahre alt warn ist ihre geliebte, zwei Jahre ältere Schwester einfach si aus ihrem Leben verschwunden und in der Familie wurde kein Wort mehr über sie verloren. Rilla glaubt nicht, dass Rose tot ist und versucht nun endlich herauszufinden, wo sie ist und was damals geschehen ist. In der Geschichte vermisste ich lange einen roten Faden. die abgesagte Hochzeit und Rillas Kleptomanie wurden wie beiläufig eingangs erwähnt, aber nicht weiter vertieft. Niemand hat versucht herauszufinden, warum Rilla sich so unorthodox verhält. Statt Hilfe gab es, wenn überhaupt, nur Vorwürfe. Zugegebenermaßen ist Rilla als Charakter nicht einfach. Sie ist sehr auf sich selbst bezogen, wirkt rücksichtslos und passiv-aggressiv. Erst später, wenn man weiß, was sie bedrückt, kann man ihre unsensible und unhöfliche Art besser einordnen. Die GIF ist völlig überdreht dargestellt. Die vielen Onkels und Tanten haben keine herausragende Stellung oder Rolle in der Handlung, sind jedoch in ihrem Verhalten äußerst exzentrisch und klischeehaft. Das sollte der eher betrüblichen Geschichte wohl etwas Leichtigkeit und Humor verleihen, für meinen Geschmack schoss die Autorin allerdings über das Ziel hinaus. In Rückblenden erfährt man mehr über Rillas Kindheit und ihr Verhältnis zu Rose und ihren Eltern. Dennoch fällt es schwer einzuschätzen, ob Rillas Kindheit bis zum Verschwinden ihrer älteren Schwester glücklich war, ob es wirklich so viel Konflikte gab und ob Rose der Liebling der Eltern war oder ob Rillas Erinnerungen am Ende trügerisch sind. Wirklich interessant wird das Buch erst im letzten Drittel, als die Umstände von Roses Verschwunden bekannt werden. Ich empfand den Hintergrund jedoch arg konstruiert und konnte auch nicht nachvollziehen, warum die Familie fast zwanzig Jahre ein Geheimnis hütete und Rilla im Unklaren ließ. Auch ist nicht klar, warum Rilla mit ihre Nachforschungen so lange wartete. Die Idee hinter dem Roman ist tragisch und hätte sich zu einer bewegenden Geschichte entwickeln können, wie eine junge Frau nach der Lüftung eines Familiengeheimnisses Gewissheit erhält, die Vergangenheit hinter sich lassen und ihr Leben neu beginnen kann. Der Beginn war mir im Vergleich zum oberflächlich gehaltenen Ende zu ausschweifend und langweilig. Für meinen Geschmack war die Geschichte auch zu wenig durchdacht, holprig geschrieben und konnte auch nicht mit glaubwürdigen Charakteren glänzen.

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Geliebte Rose

Von: Bücherfreuden

30.07.2021

Bis zu ihrem achten Lebensjahr hatte Rilla eine ältere Schwester, mit der sie sich eng verbunden fühlte. Eines Tages war Rose weg und Rillas Eltern sprachen nie mehr von ihr. Jetzt ist Rilla 25 und hat das Gefühl, dass ihr Leben auseinanderbricht. Ihre Masterarbeit dümpelt vor sich hin, das Verhältnis zu ihren Eltern ist angespannt und ihre Hochzeit mit Simon platzt im letzten Moment. Die klaffende Leerstelle, die Rose in ihrem Leben hinterlassen hat, droht alles zu verschlingen. Während Rilla von ihrer großen indischen Familie bedrängt wird, sich mit Simon zu versöhnen, muss sie erkennen, dass es keine Zukunftsperspektive für sie geben kann, solange sie nicht weiß, was aus Rose geworden ist. Mithilfe ihrer jungen Kusine Jharna versucht sie, Rose aufzuspüren und zu verstehen, was vor 17 Jahren geschah. Komik und Tragik liegen in dieser Geschichte eng beieinander. Die GIF („große indische Familie“) sorgt für äußerst witzige und skurrile Momente. Als Leserin kann man bestens nachvollziehen, wie wunderbar und nervenaufreibend dieser Verbund ist, der sich überall einmischt und alles besser weiß. Dem gegenüber stehen Rillas intensive, verzweifelte Gefühle und ihre Unfähigkeit, sich jemandem anzuvertrauen. Erst im letzten Drittel des Buches überwindet sie ihre innere Lähmung und beginnt zu kämpfen. Aus Rillas Ich-Perspektive erzählt die Autorin einfühlsam von familiärer Dynamik, vom Gefühl der Zurücksetzung, von großer Trauer und der stets gegenwärtigen Angst vor weiteren Verlusten. Die Geschichte ist mitreißend und berührend, spannend, lustig und hoffnungsvoll. Leichte Unterhaltung mit Tiefgang, pointierten Beobachtungen und einer liebenswerten indischen Großfamilie. Lesenswert!

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Vita

Amita Murray

Amita Murray lebte in London, Delhi und Kalifornien und hatte bereits Jobs als Tänzerin, Kunstjournalistin, Moderedakteurin, PR-Assistentin und Organisatorin von Junggesellinnenabschieden, bevor sie beschloss, Romanautorin zu werden. Sie beschäftigt sich gern mit den komischen und den tragischen Aspekten kultureller Begegnungen. Außerdem arbeitet sie als Bloggerin für die Huffington Post, gibt Kurse in Kreativem Schreiben und Yoga-Workshops.

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