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Rezensionen zu
Der Trotzkopf

Emmy von Rhoden

Nostalgie für Kinder (4)

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€ 15,00 [D]* inkl. MwSt. | € 15,50 [A]* | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Zu Beginn ist der Trotzkopf - die Protagonistin Ilse Macket - fünfzehn Jahre alt und bereits konfirmiert. Ilse wird als ebenso ungestümer wie liebenswerter Backfisch charakterisiert, der sich für die Jungen einer Katze begeistern kann. Allerdings weiß Ilse sich nicht entsprechend der Gepflogenheiten ihrer Zeit zu benehmen. Sie schlingt ihr Essen hinunter, auch stören sie Flecken und Risse an ihrer Kleidung nicht. Ilse ist von ihrem Vater - Herrn Oberamtmann Macket - allein groß gezogen worden, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt gestorben ist. Erst seit einem knappen Jahr hat Ilse in Frau Anne eine Stiefmutter, die Ilse Sitte und Anstand ihrer Zeit beibringen und sie zu einer Dame erziehen möchte. Als Frau Anne dies nicht gelingt, schafft sie es Herrn Oberamtmann Macket zu überzeugen, Ilse auf ein Mädchenpensionat zu schicken. Im weiteren Verlauf des Trotzkopfes werden Ilses Geschichten aus ihrer Zeit im Internat geschildert. Dort erlebt sie Abenteuer, heckt Streiche aus, schließt Freundschaften, erlebt jedoch auch Trauriges. Obwohl Ilses trotziges, rebellisches Wesen sich zunächst widersetzt, so fügt sie sich am Ende doch in die standesgemäße Erziehung am Pensionat, wenn sie etwa Handarbeiten lernt. Und schließlich findet sie die erste große Liebe. Am Trotzkopf finde ich nicht nur Ilses Charakterisierung sehr gelungen, sondern auch die von Ilses bester Freundin Nellie sowie von Ilses Lieblingslehrerin Charlotte Güssow. Die Charaktere wirken heutzutage natürlich schon ein wenig aus der Zeit gefallen, sind dafür aber lebendig geschildert und authentisch charakterisiert. An der Protagonistin Ilse gefällt mir ausgesprochen gut, dass sie zu Beginn ebenso natürlich wie temperamentvoll und wild ist. Auch dass sie wenig Wert auf ihr Äußeres legt, sie Risse und Flecken in ihrer Kleidung nicht stören und es ihr gleich ist, ob andere darüber lachen oder spotten, sagt mir sehr zu. Letztlich fügt Ilse sich in die standesgemäße Erziehung zur Dame. So mögen manche am Trotzkopf aus heutiger Sicht das Frauenbild kritisieren, das aber bereits über 130 Jahren alt ist. Für mich jedoch ist der Trotzkopf ein Klassiker und zudem nicht nur der erste Backfischroman, sondern meiner Ansicht nach immer noch der Beste. Und dass der Trotzkopf keine Vorlage dafür bietet, wie junge Damen heutzutage erzogen werden sollten, sollte wohl jedem Leser bzw. Hörer klar sein. Für mich ist der Trotzkopf ein unterhaltsamer Backfischroman mit sympathischer, temperamentvoller Protagonistin. Allerdings stimme ich Ilses Vater zu, dass mir die Ilse zu Beginn des Trotzkopfes in ihrem rebellischen, nicht auf Äußerlichkeiten bedachten und sich nicht den damals gängigen Regeln unterwerfenden Wesen besser gefallen hat. Der Trotzkopf wird von Heike Makatsch in gekürzter Fassung gelesen, die aber immer noch 5 CDs und eine Gesamtspielzeit von ca. 5 Std. 45 Min. umfasst. Die Lesung von Heike Makatsch gefällt mir ausgesprochen gut. Denn ihre markante Stimme passt sehr gut zum Trotzkopf Ilse, wie ich finde. Aber auch Ilses Freundin Nellie wird von Heike Makatsch in einzigartiger Weise gesprochen. Selbst wenn man den Trotzkopf schon kennt, kann ich dieses Hörbuch nur wärmstens empfehlen, da die Lesung von Heike Makatsch diesen bekannten Klassiker ganz neu rüberkommen und anders wirken lässt. Nichtsdestotrotz bietet dieses Hörbuch für mich ein Schwelgen in Nostalgie und entführt mich in eine andere Zeit. Dazu trägt mit Sicherheit auch bei, dass die Sprache des Originals aus dem Jahre 1885 nicht angepasst wurde, um diese zu aktualisieren. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für das Nostalgie Feeling, das dieser Klassiker des Backfischromans bietet, dem Heike Makatsch mit ihrer großartigen Lesung einen neuen Twist verleiht.

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Kindheitserinnerung

Von: andrea.weisnar@gmx.at

27.12.2020

"Der Trotzkopf " von Emmy von Rhoden gehört zu einer meiner schönsten Kindheitserinnerungen. Als wahre Leseratte habe ich dieses "Mädchenbuch" mehrmals gelesen und immer mit der wilden Ilse mitgefiebert. Ich gehöre zu einer Generation, die dieses Buch und viele weitere (z.B. Das Nesthäkchen) zu ihrer Literatur gezählt haben. Nun habe ich das Hörbuch bekommen und konnte der hervorragenden Heike Makatsch zuhören und noch einmal die Jugend der Ilse miterleben. Heute werden Jugendliche allerdings damit wahrscheinlich nichts mehr anfangen können. Schon die Wortwahl ist eine völlig veralterte, wer von den Kindern heute weiß noch, was ein Backfisch ist? Wer kann sich das Internatsleben von früher vorstellen? Für mich persönlich war es aber ein wahrer Genuss und eine schöne Erinnerung an die eigene Jugend.

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Meine erste Begegnung mit dem „Trotzkopf“ war 1983: Damals war ich acht Jahre alt – und Anja Schüte verkörperte trotzköpfige Ilse Macket in einer mehrteiligen Fernsehserie. Die Geschichte hatte alles, was mich damals als schüchternes Grundschulmädchen begeisterte: eine charismatische, selbstbewusste Hauptfigur, die sich viel mehr traute als ich; ein Mädchen-Pensionat, für mich gleichbedeutend mit einem Internat (und man weiß aus diversen Kinder- und Jugendbüchern ja, welch spannende Dinge in Internaten passieren); und jede Menge Teenager-Mädchen in schicken Kleidern mir vielen Rüschen, gelockten Haaren und ganz aufgeregt vor erster Verliebtheit. Einige Jahre später habe ich dann die zugrundeliegenden Romane von Emmy von Rhoden gelesen – fasziniert von der eleganten, altmodischen Sprache und mit wesentlich mehr Verständnis für die eigentliche Coming-of-Age-Geschichte. Schließlich ist Ilse Macket in dem Roman zwar ein bereits 15-jähriges Mädchen, aber am Anfang mehr ein kindlicher Wildfang, der erst im Laufe der Geschichte zu einer jungen Dame heranreift. Sie lernt im Mädchen-Pensionat ihr Temperament zu zügeln, aber sie schließt auch Freundschaften fürs Leben und merkt, dass es manchmal notwendig ist, Kompromisse einzugehen. Heute, als erwachsene Frau, hat sich mein Blick auf den „Trotzkopf“ zwar wieder verändert – aber ich kann es nicht verhindert, auch im aktuellen Hörbuch „Der Trotzkopf“, gelesen von Heike Makatsch, erschienen bei cbj audio, sehe ich Anja Schüte vor mir, wie sie versucht, ihren Sturkopf durchzusetzen. Eigentlich habe ich mich das aktuelle Hörbuch vor allem deswegen angehört, um zu testen, wie viel Faszination die Geschichte in der heutigen Zeit ausüben kann. Können meine Nichten (empfohlen ist das Hörbuch ab zehn Jahre) noch was mit Ilse Macket anfangen? Ich glaube, es gibt zwei Aspekte, die Teenager am „Trotzkopf“ garantiert auch heute noch begeistern: Das ist zum einen die Hauptfigur Ilse. Sie hat zeitlos lebhafte Charakterzüge, in denen sich auch heute noch viele Mädchen wiederfinden können. Sie ist ein verzogenes Papa-Kind, stur, selbstbewusst und wild. Aber gleichzeitig ist sie liebenswert, herzlich, offen und mitfühlend. Zum anderen entfaltet die wunderbar nostalgische Sprache, in der der Roman Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde, einen ganz eigenen Zauber. Die Sprache macht die aktuelle Hörbuchfassung aber vielleicht nicht für jeden Teenager zugänglich – etwas Gespür und Liebe zu dieser altmodischen Ausdrucksweise benötigen die Zuhörer und Zuhörerinnen sicherlich, um sich in die Geschichte vertiefen zu können. Auch das sehr antiquierte Frauenbild wird vielleicht nicht jedes Mädchen ansprechen – Ilse selbst jedoch ist mit ihrer temperamentvollen, natürlichen und herzlichen Art auch im 21. Jahrhundert ein ansprechender Charakter. Zwar lernt sie, was in der Gesellschaft von ihr verlangt wird, verleugnet aber gleichzeitig ihre Eigenschaften, ihre Persönlichkeit nicht. Auf fünf CDs und mit fast sechs Stunden Spielzeit gewährt die Hörbuchfassung einen wunderbaren Zugang zur Geschichte des „Trotzkopf“. Heike Makatsch liest den Klassiker lebendig und humorvoll. Sie erweckt mit britischem Akzent die sympathische Zimmergenossin und Freundin Nelly zum Leben und vermag die Strenge der Pensionatsleiterin Fräulein Raimar und das Verständnis ihrer Lehrerin Fräulein Güssow zu vermitteln. Leider scheitert sie am Akzent der kleinen Lili, die aus Österreich neu ins Pensionat kommt, und der Heike Makatsch eine schlimme pseudo-bayerische Sprechweise verleiht. Ich bin mir sicher, dass sich viele erwachsene Frauen, die den Roman von Emmy von Rhoden oder die Fernsehserie aus den 1980er-Jahren gesehen haben, sich auch heute von dem Hörbuch verzaubern lassen können. Jugendliche, die einen gewissen Sinn für Sprache mitbringen, können sich auch heute leicht mit der temperamentvollen Ilse identifizieren und werden dabei bestens unterhalten.

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Immer wieder schön

Von: konstanze kiener

26.12.2020

Also großer Hörbuchfan von Kindergeschichten war ich sehr gespannt auf das Hörspiel „Der Trotzkopf“ von Emmy von Rhoden. Für mich zählt „Der Trotzkopf“ zu den Klassiker, der in keinem Kinderzimmer fehlen darf. Aber zunächst zum Inhalt: Die trotzige Ilse Macket wird auf ein Mädchenpensionat geschickt, um zu einer wohlerzogenen Tochter zu werden. Dabei erlebt sie allerhand Abenteuer, die sie prägen. Ilse mit ihrem ungestümen Temperament erobert im Nu die Herzen der Hörer und man muss einfach nur lieb haben. Durch die schöne und sehr gefühlvolle Sprechweise von Heike Makatsch ist das Hörbuch sehr kurzweilig und lebendig für den Hörer. Man taucht sofort mitten in den turbulenten Alltag von Ilse ein. Mein Fazit: Das Hörbuch hält für den Hörer eine gute Portion Nostalgie bereit und man kann sich schnell in eine schöne Kindheit reinträumen. Gut gefallen hat mir auch die schöne Aufmachung des Hörbuchs. Somit kann ich nur sagen ein gelungenes Hörbuch für Groß und Klein.

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In die Jugend zurückkatapultiert

Von: Kristina

26.12.2020

"Papa, Diana hat Junge" - mit diesem Satz bin ich direkt wieder in der Welt von Ilse Macket. Ich weiß nicht mehr, ob ich damals zuerst den Film gesehen oder das Buch verschlungen habe, aber Heike Makatsch schafft es auf jeden Fall, die Geschichte mit ihrer Stimme zum Leben zu erwecken. Ich hatte ein paar vergnügliche Stunden beim Hören und überlege jetzt, welches junge Mädchen ich mit der CD beglücken kann. Veraltet finde ich die Geschichte überhaupt nicht, die Regeln, die Ilse in der Mädchenpension lernen muss, sind immer noch aktuell.

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Rückkehr in die Kinder- und Jugendzeit

Von: Bea_liest

26.12.2020

Der Trotzkopf von Emmy von Rhoden eingelesen von Heike Makatsch DER TROTZKOPF war eines meiner Lieblingsbücher aus meiner Kinder-und Jugendzeit. Nun habe ich das Buch rereadet, allerdings das Hörbuch. Die Geschichte spielt in einer anderen Zeit, man könnte sagen Nostalgie pur und für die Jugendlichen von heute wird vieles unvorstellbar sein, vielleicht aber auch gibt es ihnen Denkanstöße und sie erkennen dadurch das man auch ohne Internet und Handys gut leben kann. Ilse ist ein kleiner Wildfang der nach dem Tod der Mutter vom Vater auf Händen getragen wird. Er kann seiner kleinen Ilse keinen Wunsch abschlagen, verwöhnt sie und übersieht dabei das er viel zu viel durchgehen lässt, ihr letztendlich keinen Gefallen tut. Irgendwann lernt er eine neue Frau kennen und heiratet sie. Ilse die ja bislang keine Grenzen und Regeln kannte soll sich nun an genau diese halten, das gefällt ihr natürlich nicht und so bockt sie wo sie nur kann. Die Stiefmutter geht liebevoll mit ihr um, versucht aber das wilde Mädchen zu erziehen, aber diese macht wie früher weiter. Eines Tages überspannt sie den Bogen und der Vater erkennt das er Fehler gemacht hat und da Ilse bald in die Gesellschaft eingeführt werden soll braucht sie Manieren. Somit übergibt er, schweren Herzens, seine heißgeliebte Tochter in ein Mädchenpensionat wo sie lernen soll sich wie eine junge Dame zu benehmen. Ilse ist natürlich alles andere wie begeistert, aber sie fügt sich relativ gut ein, wobei sie das ein oder andere Mal über die Stränge schlägt. Sie findet im Pensionat aber auch Freunde und lernt sich dabei selbst neu kennen. Das Hörbuch wurde von Heike Makatsch eingesprochen. Sie hat es wunderbar verstanden die einzelnen Charaktere zum Leben zu erwecken und mich in den Bann zu ziehen. Die Geschichte selbst hat mir wieder wunderbar gefallen, allerdings fand ich es schade das man das Buch gekürzt hat. Kennt man das Buch nicht, dann fehlt einem nichts denn die Geschichte verzaubert einen immer noch. Hat man aber, wie ich, das Buch zig mal gelesen dann fällt einem schon auf das vieles was einem beim Lesen bewegt hat und das Buch auch ausgemacht hat ratz fatz abgehandelt wurde. Das ist jedoch der einzige Krititkpunkt den ich habe, denn die Geschichte selbst hat mich sofort wieder in den Bann gezogen und Heike Makatsch hat die einzelnen Charaktere zum Leben erweckt, ihnen Leben eingehaucht. Eine tolle Geschichte die ich allen, unabhängig vom Alter, ans Herzen legen kann. Von mir gibt es eine absolute Hörempfehlung und vier Sterne.

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Der Trotzkopf und Heike Makatsch - das passt!

Von: Rebecca Dreves

25.12.2020

Wer den Trotzkopf kennt, wird die Geschichte, gelesen von Heike Makatsch, nochmal neu erleben und lieben. Wer den Trotzkopf noch nicht kennt, sollte unbedingt mit dem Hörbuch starten. Der Trotzkopf, die 15 jährige Ilse, ist ein liebenswertes Mädchen, mit viel Leidenschaft, großem Herz und viel Trotz. Nachdem sie von ihrem Vater auf ein Internat geschickt wird, braucht sie etwas Zeit um sich einzugewöhnen. Die Regeln die Sie befolgen soll, gefallen ihr garnicht, da Sie bei ihrem Vater alle Freiheiten hatten. Doch ihre Zimmergenossin macht es ihr leicht, sich einzugewöhnen. Eine einfach immer wieder hörenswerte Geschichte, die durch Heike Makatsch Stimme nochmal aufgewertet wird.

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Tolles Hörbuch

Von: Ikarus

24.12.2020

Als Kind habe ich die Trotzkopf Bücher geliebt und sozusagen „verschlungen“. Das Hörbuch mit Heike Makatsch hat mich sofort neugierig gemacht . Es ist die perfekte Mischung aus Kindheitserinnerung, die sehr passende Stimme von Heike Makatsch und das Hörvergnügen an sich, was mich rundum glücklich gemacht hat beim Hören. Auch meine Tochter ist ganz begeistert. Besonders schön: zusammen hören!

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