Rezensionen zu
Die Frau mit den zwei Gesichtern

Uwe Wilhelm

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Die Frau mit den zwei Gesichtern ist eine wirklich spannende Geschichte, allerdings teils etwas too much. Es werden so viele Themen angeschnitten, dann kommt wieder was neues, dadurch geht die Spannung verloren. Der Autor schriebt leicht, verständliche Sätze, weswegen aber manchmal alles sehr abgehackt wirkt. Dadurch geht die Spannung ebenfalls etwas verloren. Wer Interesse an Themen Mafia / Clan hegt, dem wird das Buch gefallen. Grundsätzlich guter Inhalt. Umsetzung 1 Stern Abzug.

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Mafiamacht

Von: Ladybug

17.08.2020

Die Hauptprotagonistin Noa Stern wird als starke Persönlichkeit dargestellt, die sich durch Nichts und Niemanden unterbringen lässt. Mit eine ebenfalls charakterstarken Mutter sowie einer pupertierenden Tochter wird der Kampf eines weiblichen Bodyguards bildlich und in leichter Schreibweise aktionreich gegen die arabische Unterwelt erzählt. Noa kämpft gegen ihre Vergangenheit und gegen eine Macht von korrupten Männern, für die Verbrechen an der Tagesordnung stehen. Als jedoch eines Tages die Tochter des Clananführers sie um Hilfe bittet, gerät Noa und ihre Familie in Gefahr, denn die Vergangenheit holt sie schneller ein als ihr lieb ist, denn kurze Zeit später stehen Mitglieder dieses Clans vor ihrer Tür! . 𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥: Mit „Die Frau mit den zwei Gesichtern“ hat der Autor eine spannende Geschichte verfasst, die meiner Meinung nach jedoch etwas zu überzogen ist. Wer allerdings sehr auf Korruption und Mafiamethoden steht, der findet in diesem Spannungsroman Gefallen. Ich vergebe hier 🐞🐞🐞 Rezi-Ladybug‘s

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Inhalt Noa Stern ist jung, alleinerziehend und hat Geldprobleme. Für ihre Mitmenschen eigentlich eine ganz normale Frau, wissen nur wenige, dass sie auch noch ein anderes Gesicht hat. Eines, das alles andere als durchschnittlich ist. Denn Noa kann mit der Waffe genauso gut umgehen wie mit ihrem Motorrad und kennt als Vermittlerin zwischen dem Establishment und der Berliner Unterwelt jede noch so dreckige Ecke ihres Viertels. Und sie wird von einem der mächtigsten Männer der Hauptstadt erpresst. Mit einem verhassten Kapitel ihrer Vergangenheit, das unter allen Umständen geheim bleiben muss. Sie soll einen gefährlichen Auftrag für ihn erledigen. Noa ahnt nicht, dass mit dem Job nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Tochter auf dem Spiel steht … (Quelle: Randomhouse ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Noa hat sich nach langer Zugehörigkeit in der Firma eines guten Freundes selbstständig gemacht und arbeitet nun als Bodyguard nur für Frauen. Mit Hilfe von gefakten Bewertungen macht sie sich einen Namen und eines Tages steht eine junge Ausländerin vor ihr, die sie vor ihrem Vater schützen soll. Nur das dieser einer der mächtigsten Männer der städtischen „Unterwelt“ ist. Doch Noa lässt die junge Frau nicht im Stich und versucht ihr zu helfen. Gleichzeitig versucht deren Vater sie zu einer Straftat zu überreden, die ihre Schulden begleicht. Beruflich hat sie also gut zu tun und muss sich ihre Schachzüge gut überlegen. Privat läuft es nur minimal besser – sie lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Teenagertochter, die sich von der Mutter nicht richtig wahrgenommen fühlt. Im Liebesleben ist ihr aktueller Favorit ein Polizist, den sie aber nicht vollkommen in ihr Leben integriert. Auch nicht als ein Geist aus der Vergangenheit auftaucht… Ich fand Noa weder sympathisch noch konnte ich nichts mit ihr anfangen. Es war ganz nett ihre ganze Lebensgeschichte zu erfahren und was sie vor der Welt geheim hält, aber sie blieb ein Charakter, der mir nicht in Erinnerung bleiben wird. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Mir hat der Schreib- und Erzählstil aber nicht zugesagt – teilweise abgehackte Sätze und es kam einfach keine Spannung beim Lesen auf. Erzählt wird größtenteils aus der Sicht von Noa, aber es kommen auch andere beteiligte Charaktere zu Wort. Ich hatte mich nach dem Lesen des Klappentextes schon sehr auf das Buch gefreut, denn es klang alles sehr vielversprechend und spannend. Leider änderte sich das relativ schnell und ich musste mit mir kämpfen, ob ich das Buch abbreche oder nicht. Noa, die anfangs der Hauptcharakter war, entwickelt sich in der Geschichte immer mehr zu einem Nebencharakter und kleine Charaktere schlossen zu Noa auf, sodass es ein Kuddelmuddel aus „Haupt“charakteren“und Stories gab. Z. B Bukowski, der Polizist und Freund von Noa, der der Berliner Unterwelt an den Kragen will. Oder Noa, die ihre Straftat aus ihrer Vergangenheit vertuschen will und jemanden umlegen soll. Plötzlich taucht dann genau diese Person auf, die eigentlich begraben sein sollte und jemanden aus seine Seite ziehen will, der sich gerne gegen Noa stellt. Und nicht zu vergessen, der Big Boss der Unterwelt himself Osman „Samy“ Moussa, der die Strippen im Hintergrund zieht. Das Gesamtkonstrukt klingt nicht schlecht, aber es hapert deutlich an der Umsetzung des Autors. Klischee wird an Klischee gereiht. Vorurteil an Vorurteil – das ließ mich nur mit den Kopf schütteln und machte die Geschichte langweilig und langatmig. Auf mich macht es den Eindruck als wäre das Buch halbherzig geschrieben worden oder man wollte einfach nur schnell fertig sein ohne große Mühe zu investieren. Oh – und ich habe noch eine Komponente vergessen. Die „aktuellen Probleme in der Welt“ finden auch noch in Nebensätzen Eingang in die Geschichte. Viel ist viel schien hier insgesamt die Ausrichtung zu sein. Nur ist das für mich nicht aufgegangen und ich werde nicht so schnell wieder ein Buch des Autors in die Hände nehmen. Konnte mich nicht begeistern.

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Vorsicht Spoiler

Von: selztaler

03.08.2020

Super geschrieben, ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Uwe Wilhelm erschafft hier einige wirklich spannende und interessante Figuren. Eine Frau, die mit allen Wassern gewaschen ist. Ein totgeglaubter Widersacher. Und ein Auftrag, der ihre einzige Chance zu sein scheint... Noa Stern ist jung, alleinerziehend und hat Geldprobleme. Für ihre Mitmenschen eigentlich eine ganz normale Frau, wissen nur wenige, dass sie auch noch ein anderes Gesicht hat. Eines, das alles andere als durchschnittlich ist. Denn Noa kann mit der Waffe genauso gut umgehen wie mit ihrem Motorrad und kennt als Vermittlerin zwischen dem Establishment und der Berliner Unterwelt jede noch so dreckige Ecke ihres Viertels. Und sie wird von einem der mächtigsten Männer der Hauptstadt erpresst. Mit einem verhassten Kapitel ihrer Vergangenheit, das unter allen Umständen geheim bleiben muss. Sie soll einen gefährlichen Auftrag für ihn erledigen. Noa ahnt nicht, dass mit dem Job nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Tochter auf dem Spiel steht …

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Wow...

Von: Sandra B.

30.07.2020

Ich war sehr begeistert vom Buch. Der Schreibstil ist super und es macht Spaß es zu lesen. Leider zieht sich die Handlung etwas deswegen gebe ich 1 Stern Abzug. Trotzdem kann ich das Buch weiter empfehlen

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Gutes Buch

Von: Schildkröte

26.07.2020

Ich mag Bücher in denen starke Frauen Raum bekommen. Noa ist eine starke Frau. Bepackt mit einem Päckchen aus ihrer Vergangenheit, mit dem sie zu kämpfen hat. Bekommt sie hier Platz sich zu entfalten, zu agieren und die Heldin der Geschichte zu sein. Spannend aufgebaut, nah am realen Leben, flüssig geschrieben, logische Story, manchmal regt es sehr zum Nachdenken an, manchmal lässt es einen schmunzeln, auf jeden Fall fängt einen die Geschichte sehr schnell ein und man möchte immer weiterlesen, weiterlesen und weiterlesen um zu wissen was passiert. Das macht für mich schon mal ein gutes Buch aus. Das hatte ich erwartet und das habe ich bekommen. Etwas irritierend fand ich wie der Autor die Figuren der Teenager dastellt. Aber gut, das ist Geschmackssache. Die Handlung ist spannend, rasant und voller Wendungen und das ist die Hauptsache.

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Handlung top, Charakter geht so

Von: Annaquas

26.07.2020

„Die Frau mit den zwei Gesichtern“ von Uwe Wilhelm ist ein Buch, welches ich verschlungen habe. Doch das muss nicht unbedingt bedeuten, dass es auch wirklich gut ist. Die Handlung ist spannend, die Figuren sind toll ausgearbeitet. Noa ist vor allem eigenwillig und kämpferisch – bei ihr ist man sich sicher, dass sie wirklich alles schaffen kann. Mit ihrem starken Charakter, stellt sie alle anderen Charaktere ein wenig in den Schatten, was ich schade finde. Normalerweise stellen weitere Charakterstarke Persönlichkeiten immer ein wenig Konfliktpotenzial dar. Bei den Charakteren muss man dennoch sagen, dass viel mit Stereotypen gearbeitet worden ist. So ist Tiara eine typische verwöhnte Jugendliche, wie man eben dem Klischee entsprechen kann. Auch Ava, die Tochter von Noa, entspricht diesem Klischee. Mir ist bewusst, dass diese Charaktere natürlich eher „Beilast“ sind und wenig zur Handlung an sich beitragen. Dennoch wäre es mal schön gewesen, dass auch Teenager taff und reif wären. Wenn man Noa als Mutter hat, erwarte ich auch, dass die Tochter etwas von ihrem Kampfgeist geerbt hat. Unabhängig davon, hat mich die Story sehr gefesselt. Ein Plot-Twist jagte den nächsten und sorgte immer wieder für Überraschungen. Man ist jede Art von Emotion einmal durchwandert. Das macht für mich eine besonders gute Story aus. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die Handlung absolut überzeugt hat – die Charaktere allerdings nicht.

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Eine Sache gleich vorweg: dieses Buch ist nichts für Menschen, die sich grade in schlechten, emotionalen Situationen befinden. Warum? Die Sprache strotzt nur so vor Negativität, Aggressivität und Resignation. Ich habe beim lesen sehr schnell gemerkt, wie sauer mich das gemacht hat, dass durchweg alle Figuren nur einen boshaften und/ oder menschenverachtenden Umgangston pflegten. Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, wie ich darauf reagiert hätte, wenn es mir selbst grade psychisch nicht gut geht und ich weiß, dass es mich noch mehr in die Hoffnungslosigkeit gezogen hätte. Natürlich passt die Sprache sehr gut in diese Geschichte und das, was sie zeigen will. Sie führt uns in eine Welt in der Frauen nicht mehr als gefügige Sklaven des Patriarchats sind und Familienclans so viel Angst und Schrecken verbreiten, dass die Justiz und die Gesetzeshüter machtlos sind. Und das nicht irgendwo auf der Welt, sondern im Herzen Deutschlands - in Berlin. Dabei ist es eine sehr schmale Gradwanderung zwischen Rassismus und Vorurteilen auf der einen Seite und Aufklärung bzw. Aufdeckung von täglichen Missständen auf der anderen. Hier begegnet der Leser einer Umgebung wo wir gerne  entweder wegschauen, weil wir das nicht wahrhaben wollen oder die wir als allgemeingültige Ausrede für unseren Ausländerhass missbrauchen. Die Geschichte hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, weil sie eben so sehr aufwühlt. Aber sie hat auch ein paar Schwächen. Zu früh aufgedeckte Geheimnisse zum Beispiel, bei denen der Leser schon vor den Figuren weiß, was Sache ist und wo viel mehr Spannung hätte erzeugt werden können. Oder wiederkehrende Beschreibungen bzw. Gesprächsauszüge, die schon benutzt wurden und somit beim zweiten Mal lesen unangenehm auffallen. Dennoch besticht das Buch durch seine kurzen Kapiteln und klaren Zwischenhandlungen mit einem angenehmen Lesefluss und weckt Interesse an der Handlung. Wer sich also von verbalen Abgründen, Hass und unangenehm wahren Geschichten nicht abschrecken lässt und zudem noch starke Frauen als Protagonisten mag, der sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

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