Rezensionen zu
Über alle Grenzen

Hera Lind

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📖 𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 📝 𝐇𝐞𝐫𝐚 𝐋𝐢𝐧𝐝 🔎 Inhalt : Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ... 🖍 Fazit: Da ich selber aus Erfurt komme und hier auch noch 9 Jahre in der DDR gelebt hab, bevor die Grenzen geöffnet wurden, war mir sofort klar, dass Buch muß ich lesen! Und tatsächlich wohnte Familie Alexander damals in der selben Straße wie ich in meiner Kindheit 20 Jahre später 1980.... Dazu kommt, dass ich den im Roman erwähnten Elefanten 🐘 „Berta“ sogar noch „persönlich“ kenne. Mein Großvater war regelmäßig mit mir im Erfurter Zoopark! Ich fand es toll, einige erwähnte Orte aus dem Buch selbst so gut zu kennen, das ich beim Lesen oft real mittendrin war! Wie schon in ihrem vorgingen Tatsachenroman gefiel mir der Schreibstil von @hera.lind.autorin wieder richtig gut. Ein ergreifender Familienroman, der einem aufzeigt, was die Menschen in der DDR erleben und durchleben mussten. Mit welcher Gewalt und Grausamkeit Menschen getrennt, ausspioniert, bespitzelt und behandelt worden sind. Ich fand alle Protagonisten toll beschrieben, und das Buch absolut spannend und detailgetreu geschildert ! Auch wenn Hera Lind aus zwei einzelnen Geschichten in ihrem Buch eine machte, fand ich dieses Buch und die dadurch entstandene Geschichte richtig lesenswert. Und ich finde, •Über alle Grenzen• zählt zu einem der besten Bücher über diese so grausamen und prägende Zeit #gegendasvergessen ! 5⭐️ Danke an das @bloggerportal für das Rezensionsexemplar! #steffsbücherjahr2021 #steffsbücherliebe #dianaverlag

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Grenzenlos gut

Von: HEIDIZ

28.12.2020

Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen. Ich habe es bestens unterhalten, informiert und mit großer Spannung gelesen und bin froh, dass es mir in die Hände fiel. Als Lotte erzählt Autorin Hera Lind die Geschichte einer thüringer Familie. Die Alexanders zogen in den 1950er Jahren vom Chiemsee nach Thüringen. Er wird Direktor des Erfurter Zoos. Ein Zurück gibt es für die Familie nicht. Bruno allerdings - der Sohn - wagt die Flucht, allerdings denkt er in diesem Moment nicht an Frau und Kind, die er dann gern nachholen möchte ... Das geteilte Deutschland wird in diesem Tatsachenroman lebendig, man kann sich gut hineinversetzen, die Autorin schreibt lebendig und fesselnd, man nimmt ihr das Geschriebene ab, man ist tatsächlich dabei und leidet mit. Da ist auch noch Lotte, die Schwester von Bruno, verzeiht sie, was passierte .... ???? Dieser Familienroman geht ans Herz und reißt mit.

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Leidenswege der Familien von DDR-Flüchtlingen

Von: mirabellaparadise

19.11.2020

Der emotionale, tiefgründige Roman basiert auf zwei wahren Geschichten, die LIND geschickt in einen „Topf geworfen, umgerührt und mit einer Prise Erdichtung“ garniert hat. In diesem Roman stehen ausnahmsweise nicht die riskanten aber dennoch erfolgreichen Fluchten, sondern die Leidenswege der in der DDR-ZURÜCKGEBLIEBENEN FAMILIENMITGLIEDER im Vordergrund. Das Martyrium, welches sie mitmachen müssen, ist unfassbar: Erpressungen, Überwachungen, stundenlange Verhöre durch die STASI unter unmenschlichen Bedingungen bilden den Anfang. Im weiteren Verlauf verlieren die Angehörigen ihre Jobs, Wohnungen, Privilegien, Perspektiven und werden wegen Beihilfe zur Flucht zu Gefängnisaufenthalten verurteilt. Die Repressalien betreffen auch die jüngsten Angehörigen: Kindern wird die Teilnahme an Ausflügen, sportlichen Aktivitäten und Studienplätzen verwehrt. Lehrer rufen zum Mobbing auf: Kinder werden quasi als „Freiwild“ erklärt und VOR sowie VON der Klasse gedemütigt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1959: Ein Veterinär quartiert seine Familie vom Chiemsee nach Erfurt um, da ihm ein Traumjob als Zoodirektor winkt. Er verspricht die Rückkehr in die Heimat, falls sie sich in Thüringen nicht wohl fühlen würden und vertraut unglückseligerweise auf die am 15.06.1961 internationalen Pressekonferenz getätigten Aussage Ulbrichs: „NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINE MAUER ZU ERRICHTEN“. Ein sehr außergewöhnliches Buch mit einem interessanten, bisher viel zu wenig beachteten Thema.

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sehr spannend!

Von: Nadine

14.10.2020

Frau Lind ist ein sehr spannendes Buch gelungen! Ich habe es innerhalb einer Woche gelesen. Es hat mich aber auch etwas aufgewühlt. Ich bin selbst in die DDR hineingeboren und kann mir schwer vorstellen, das gewisse Dinge wirklich wahr waren!

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Als der Familienvater der Alexander's ein tolles Jobangebot im Erfurter Zoo erhalten hat, ahnt die ganze Familie noch nicht was auf sie zukommt. Denn mit dem Bau der Mauer, steht auch der Familie eine Ausreise in die BRD im Weg. Die Familie versucht sich anzupassen und ihrem Schicksal ihren Lauf lassen. Nur Sohn Bruno, ein begnadeter Geiger wagt den Ausstieg und flüchtet in die BRD. Unter dieser Flucht muss die ganze Familie leiden... In der Gegenwart sucht Lotte verzweifelt nach ihrem Bruder Bruno, als sie ihn in einem Pflegeheim, total verwahrlost findet, steht für sie eins fest, sie will ihm sein restliches Leben noch in Würde zu Ende bringen lassen... Ich bin selbst in die DDR hineingeboren worden, aber ich komme aus einer Familie die sich komplett angepasst hat und sich dem Regime hingenommen hat. Ich habe es oft nicht verstanden, dass meine Familie etwas gegen Leute hatte, die zu DDR-Zeiten in den Westen abgehauen sind! Heute und nach einigen solchen Büchern, kann ich dies etwas verstehen, auch wenn ich nicht verstehe, warum so viele Leute Linientreu waren und sich nicht gewehrt haben! Und so habe ich dieses Buch wieder begeistert gelesen, ich habe mitgefühlt, die Seiten sind einfach nur dahingeflogen... Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

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Mitreißende Geschichte

Von: Susanne Neumann

22.08.2019

Eigentlich wurde schon alles zu diesem Buch geschrieben! Ich lese alle Bücher von Hera Lind - ich fand sie alle toll! Dieses Buch hat mich wieder vollkommen mitgerissen ! Es war unterhaltend , spannend ,emotional und interessant ! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen .... Weiter so Frau Lind , ich liebe ihren erfrischenden Schreibstil !

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Hallo, ihr lieben heute kommt eine Rezension zu Über alle Grenzen - Roman nach einer wahren Geschichte • Daten: -Autorin: Hera Lind - Verlag: Diana - Preis: Hardcover: 20 € - Seiten: 383 - Erscheinungsjahr: 2019 • Inhalt: In dem Buch geht es um das Leben in geteilten Deutschland um Liebe, Familie, Mut und die Flucht. Eine Familie zieht in den späten 1950er Jahren vom Chiemsee nach Thüringen. Sie kommen sich vor wie im Paradies, da der Vater plötzlich Zoo Direktor des Erfurter Zoos wird, für die Kinder Lotte, Bruno und den Schwestern ist dies sehr schön bis die Mauer gebaut wird und Bruno flieht. Bruno ist sehr musikalisch, frisch verheiratet und gerade erst Vater geworden doch es gibt kein Zurück mehr er muss im Westen bleiben. Er ist frei und möchte das seine Familie auch kommt und so fragt er seinen Vater ob er seiner Familie helfen mag zu fliehen. • Meine Meinung! Das Cover fand ich schon sehr ansprechend und als ich zum ersten Mal mir den Klappentext durch gelesen habe wusste ich das es bestimmt sehr spannend wird und so war es dann auch. Das Buch zeigt einem wie die Menschen früher bevor es die Mauer gab und als es dann die Mauer gab gelebt haben zum einen möchte ich hier die Medizinische Versorgung ansprechen sowas gibt es bei uns heute definitiv nicht mehr, wer aber in wie fern krank ist das müsst ihr selbst lesen, da es ein zu großer Spoiler wär. Die Charaktere kamen sehr gut rüber und man dachte echt das man das alles selbst erlebt, dies liegt wahrscheinlich daran das es sich um eine wahre Geschichte handelt. Ich finde es schrecklich was die Leute damals mitmachen mussten und bin froh das es heute nicht mehr so ist. Trotzdem allem sollte man nicht vergessen was damals war. Schluss endlich war ich sehr begeistert von dem Buch und gebe ihm somit 4 Sterne, da ich am Anfang sehr verwirrt war was da genau passiert und somit ist mir der Einstieg etwas schwer gefallen aber ab Kapitel 5 gab es alles langsam einen Sinn und dann war es ja auch echt gut. Ich kann also jedem das Buch empfehlen der mal eine Geschichte über das geteilte Deutschland lesen möchte.

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Dieses Buch hat mich direkt, schon vom Klappentext an, in den Bann gezogen. Ich dachte immer, Hera Lind sei nix für mich. Aber ich bin total positiv überrascht! Dieses Buch wird nicht mein letztes gewesen sein. Doch…worum geht’s: In den späten 1950er Jahren zog die Familie Alexander, aus ihrer bayrischen Heimat, in den Osten. Vater Alexander bekam einen vielversprechenden Job im Erfurter Zoo. Doch durch den Bau der Mauer und einen scheinbar lapidaren „Gefallen“ wird das Leben der Familie immer mehr auf den Kopf gestellt…Bruno, der einzige Sohn der Familie, erträgt die neue Situation irgendwann nicht mehr und flieht in den Westen. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf… Das Buch wird aus der Sicht von Lotti geschrieben – ich hatte immer das Gefühlt „mittendrin“ zu sein. Ich selbst war noch Quark im Schaufenster, als es die DDR gab. Jedoch hat man schon so viele, teils furchtbare, Dinge gehört – die auch hier wieder unfassbar sind. Immer mal wieder hatte ich Geschichten über den Überwachungsstaat gehört…aber die Unverfrorenheit mit der man nicht nur aus dem Job entlassen werden konnte, ein Studium oder Zeugnis verweigert wurde, einem die Wohnung gekündigt wurde und man sogar ins Gefängnis kam, ist für mich unvorstellbar. Mich hat dieses Buch sehr nachdenklich gemacht, zumal dies ja keine Einzelfälle waren. Eigentlich dürfte es doch niemanden geben, der nicht froh darüber ist, dass diese Zeiten – zumindest in unserem schönen Deutschland – vorbei sind.

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