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Rezensionen zu
Über alle Grenzen

Hera Lind

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wahre, Deutsche Geschichte

Von: Tilman Schneider

08.02.2022

Es sind die späten 50er Jahre, als der Vater der Familie Alexander ein super Angebot bekommt. Sie können von Bayern nach Erfurt ziehen und er soll im Zoo arbeiten. Anfängliche Skepsis wandelt sich in Begeisterung und vor allem die Kinder finden es toll, so nah an den Tieren zu sein. Aber es soll anders kommen und die Mauer wird hoch gezogen und plötzlich wohnen sie in der DDR. Alles ist anders und der hochbegabte Violinist Bruno sieht sich großen Problemen gegenüber, genauso wie Lotte und die Schwestern. Nicht einmal zur Beerdigung nach Bayern darf die Mutter und das ist nicht das Einzige, was die DDR verbietet. Aber die Familie Alexander hat auch ihren Kopf. Hera Lind hat hier wieder eine wahre Geschichte aufgeschrieben und dies richtig toll. Lotte erhebt ihre Stimme und erzählt spannend, witzig, erschreckend und auch voller Hoffnung die Familiengeschichte der Alexanders. Jeder der die DDR noch kannte und Familie dort hatte, weiß genau von was sie erzählt. Ein wichtiges Buch. Deutsche Geschichte.

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Rezension zu „Über alle Grenzen“ Was war das letzte Buch, das euch einfach nur geschockt und traurig zurückgelassen hat? Bei mir war es definitiv der neue Tatsachenroman von Hera Lind. Was damals alles in der unscheinbaren DDR passiert ist, schockiert mich immer und immer wieder aufs Neue. Mein vollster Respekt gilt all denjenigen, die genug Mumm und Courage gezeigt hatten, den Achso-Allmächtigen die Stirn zu bieten. Schon zu Beginn meines turbulenten Leseabenteuers ist mir Hera Linds Talent, einfach großartig mit Worten umgehen zu können, aufgefallen. Ihr Schreibstil vermittelt einem das Gefühl, direkt mit den Protagonisten zu interagieren und ihnen nahe zu sein. Die Gefühle derer selbst im Herzen zu tragen. Zum Faktor Spannung muss ich keine großen Dinge ansprechen...es war einfach grandios. Keine langatmigen Szenen oder unwichtige Handlungen. Von Kapitel zu Kapitel wurde es spannender und interessanter - qualvoller und trauriger. Da das Buch auf einer chronologischen Zeitenfolge basiert - abwechselnd Vergangenheit und Gegenwart - wird die Geschichte gleich von mehreren Perspektiven beleuchtet. Demnach konnte ich die Beweggründe der Protagonisten besser nachvollziehen. Die Schlüsselfiguren Lotte, Paul und Bruno waren mir schon von Anfang an sehr sympathisch. Was alle drei durchmachen mussten - egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart - ist unglaublich. Lotte, die Schwester von Bruno, ist ein sehr starker Charakter mit ganz viel Liebe und Lebensfreude im Herzen. Wie sie sich später um ihren kranken Bruder kümmert, ist wunderschön und herzzerreißend. Alle Charaktere sind sehr tiefgründig und lebensnah vorzufinden, dass mich ihr Schicksal sehr getroffen hat. f a z i t: Eine klare Leseempfehlung für jeden von euch. Mit diesen Romanen über den Alltag in der DDR und Fluchtversuchen soll unser Leben in Freiheit viel mehr wertgeschätzt werden. klare 5+/5 🌟 & ein wahnsinniges Jahreshighlight

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📖 𝐔̈𝐛𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐞𝐧 📝 𝐇𝐞𝐫𝐚 𝐋𝐢𝐧𝐝 🔎 Inhalt : Voller Begeisterung zieht die bayrische Familie Alexander in den späten 1950er-Jahren vom Chiemsee nach Thüringen, wo der Vater Direktor im Erfurter Zoo wird. Ein Paradies für die Kinder Lotte, Bruno und deren Schwestern. Doch dann wird die Mauer gebaut, und es gibt kein Zurück. Obwohl der musikalisch hochtalentierte Bruno gerade frisch verheiratet und Vater geworden ist, flieht er Hals über Kopf in den Westen. Er ist frei, hinterlässt aber eine geschockte Familie, deren Leben nun vollends aus den Fugen gerät. Besonders als Bruno den Vater anfleht, seiner Frau und dem Baby zur Flucht zu verhelfen ... 🖍 Fazit: Da ich selber aus Erfurt komme und hier auch noch 9 Jahre in der DDR gelebt hab, bevor die Grenzen geöffnet wurden, war mir sofort klar, dass Buch muß ich lesen! Und tatsächlich wohnte Familie Alexander damals in der selben Straße wie ich in meiner Kindheit 20 Jahre später 1980.... Dazu kommt, dass ich den im Roman erwähnten Elefanten 🐘 „Berta“ sogar noch „persönlich“ kenne. Mein Großvater war regelmäßig mit mir im Erfurter Zoopark! Ich fand es toll, einige erwähnte Orte aus dem Buch selbst so gut zu kennen, das ich beim Lesen oft real mittendrin war! Wie schon in ihrem vorgingen Tatsachenroman gefiel mir der Schreibstil von @hera.lind.autorin wieder richtig gut. Ein ergreifender Familienroman, der einem aufzeigt, was die Menschen in der DDR erleben und durchleben mussten. Mit welcher Gewalt und Grausamkeit Menschen getrennt, ausspioniert, bespitzelt und behandelt worden sind. Ich fand alle Protagonisten toll beschrieben, und das Buch absolut spannend und detailgetreu geschildert ! Auch wenn Hera Lind aus zwei einzelnen Geschichten in ihrem Buch eine machte, fand ich dieses Buch und die dadurch entstandene Geschichte richtig lesenswert. Und ich finde, •Über alle Grenzen• zählt zu einem der besten Bücher über diese so grausamen und prägende Zeit #gegendasvergessen ! 5⭐️ Danke an das @bloggerportal für das Rezensionsexemplar! #steffsbücherjahr2021 #steffsbücherliebe #dianaverlag

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Grenzenlos gut

Von: HEIDIZ

28.12.2020

Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen. Ich habe es bestens unterhalten, informiert und mit großer Spannung gelesen und bin froh, dass es mir in die Hände fiel. Als Lotte erzählt Autorin Hera Lind die Geschichte einer thüringer Familie. Die Alexanders zogen in den 1950er Jahren vom Chiemsee nach Thüringen. Er wird Direktor des Erfurter Zoos. Ein Zurück gibt es für die Familie nicht. Bruno allerdings - der Sohn - wagt die Flucht, allerdings denkt er in diesem Moment nicht an Frau und Kind, die er dann gern nachholen möchte ... Das geteilte Deutschland wird in diesem Tatsachenroman lebendig, man kann sich gut hineinversetzen, die Autorin schreibt lebendig und fesselnd, man nimmt ihr das Geschriebene ab, man ist tatsächlich dabei und leidet mit. Da ist auch noch Lotte, die Schwester von Bruno, verzeiht sie, was passierte .... ???? Dieser Familienroman geht ans Herz und reißt mit.

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Leidenswege der Familien von DDR-Flüchtlingen

Von: mirabellaparadise

19.11.2020

Der emotionale, tiefgründige Roman basiert auf zwei wahren Geschichten, die LIND geschickt in einen „Topf geworfen, umgerührt und mit einer Prise Erdichtung“ garniert hat. In diesem Roman stehen ausnahmsweise nicht die riskanten aber dennoch erfolgreichen Fluchten, sondern die Leidenswege der in der DDR-ZURÜCKGEBLIEBENEN FAMILIENMITGLIEDER im Vordergrund. Das Martyrium, welches sie mitmachen müssen, ist unfassbar: Erpressungen, Überwachungen, stundenlange Verhöre durch die STASI unter unmenschlichen Bedingungen bilden den Anfang. Im weiteren Verlauf verlieren die Angehörigen ihre Jobs, Wohnungen, Privilegien, Perspektiven und werden wegen Beihilfe zur Flucht zu Gefängnisaufenthalten verurteilt. Die Repressalien betreffen auch die jüngsten Angehörigen: Kindern wird die Teilnahme an Ausflügen, sportlichen Aktivitäten und Studienplätzen verwehrt. Lehrer rufen zum Mobbing auf: Kinder werden quasi als „Freiwild“ erklärt und VOR sowie VON der Klasse gedemütigt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1959: Ein Veterinär quartiert seine Familie vom Chiemsee nach Erfurt um, da ihm ein Traumjob als Zoodirektor winkt. Er verspricht die Rückkehr in die Heimat, falls sie sich in Thüringen nicht wohl fühlen würden und vertraut unglückseligerweise auf die am 15.06.1961 internationalen Pressekonferenz getätigten Aussage Ulbrichs: „NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINE MAUER ZU ERRICHTEN“. Ein sehr außergewöhnliches Buch mit einem interessanten, bisher viel zu wenig beachteten Thema.

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sehr spannend!

Von: Nadine

14.10.2020

Frau Lind ist ein sehr spannendes Buch gelungen! Ich habe es innerhalb einer Woche gelesen. Es hat mich aber auch etwas aufgewühlt. Ich bin selbst in die DDR hineingeboren und kann mir schwer vorstellen, das gewisse Dinge wirklich wahr waren!

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Als der Familienvater der Alexander's ein tolles Jobangebot im Erfurter Zoo erhalten hat, ahnt die ganze Familie noch nicht was auf sie zukommt. Denn mit dem Bau der Mauer, steht auch der Familie eine Ausreise in die BRD im Weg. Die Familie versucht sich anzupassen und ihrem Schicksal ihren Lauf lassen. Nur Sohn Bruno, ein begnadeter Geiger wagt den Ausstieg und flüchtet in die BRD. Unter dieser Flucht muss die ganze Familie leiden... In der Gegenwart sucht Lotte verzweifelt nach ihrem Bruder Bruno, als sie ihn in einem Pflegeheim, total verwahrlost findet, steht für sie eins fest, sie will ihm sein restliches Leben noch in Würde zu Ende bringen lassen... Ich bin selbst in die DDR hineingeboren worden, aber ich komme aus einer Familie die sich komplett angepasst hat und sich dem Regime hingenommen hat. Ich habe es oft nicht verstanden, dass meine Familie etwas gegen Leute hatte, die zu DDR-Zeiten in den Westen abgehauen sind! Heute und nach einigen solchen Büchern, kann ich dies etwas verstehen, auch wenn ich nicht verstehe, warum so viele Leute Linientreu waren und sich nicht gewehrt haben! Und so habe ich dieses Buch wieder begeistert gelesen, ich habe mitgefühlt, die Seiten sind einfach nur dahingeflogen... Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

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Mitreißende Geschichte

Von: Susanne Neumann

22.08.2019

Eigentlich wurde schon alles zu diesem Buch geschrieben! Ich lese alle Bücher von Hera Lind - ich fand sie alle toll! Dieses Buch hat mich wieder vollkommen mitgerissen ! Es war unterhaltend , spannend ,emotional und interessant ! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen .... Weiter so Frau Lind , ich liebe ihren erfrischenden Schreibstil !

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