Rezensionen zu
Die Gräber der Vergessenen

James Oswald

Inspector McLean (4)

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Inhalt: Zwei Fälle gleichzeitig muss Inspector Tony McLean kurz nach seiner Genesung aufklären zum einen den Tot eines unbekannten, der in einer tiefen Schlucht aufgefunden wurde, nackt und mit frischen Tätowierungen übersät, zum anderen den vermeintlichen erweiterten Suizid eines angesehenen Politikers, der erst seine Familie und dann sich tötete. Schnellste Aufklärung und tiefer graben als andere, das ist der Auftrag den Tony McLean bekommt. Meine Meinung: Obwohl die Gräber der Vergessenen schon der vierte Fall des Inspectors habe ich nichts vermisst, das ist schon mal der erste Pluspunkt den ich diesem Buch geben kann, denn häufig muss man ja alle Vorgänger Bände gelesen haben, um überhaupt ein Gefühl für die Protagonisten zu bekommen. Schnell war mir Tony McLean sympathisch, er ist gradlinig und ein Mensch mit Ecken und Kanten, der sein Team unterstützt und fordert. Die Fälle sind interessant und man schaut dem Team gern bei den Ermittlungen zu. Besonders hat mir der Schreibstil des Autors gefallen, er ist ruhig und flüssig, die Beschreibungen seiner Protagonisten und der Örtlichkeiten sind sehr genau ohne das er sich zu sehr in den Bildern verliert, er findet genau die richtige Mischung. Zu erwähnen ist noch und das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt, das das Buch einen Hauch Mystery enthält. Für Fans englischer Kriminalromane und für die die es werden wollen gebe ich sehr gern eine Leseempfehlung.

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auch der 4. Teil, der Inspector Mc Lean Serie hat mich überzeugt. Auch hier ist es wieder für ihn typisch, das er mit seiner Vorgehensweise nicht gerade allen nach den Mund redet und er seine eigenen Schlüße zieht. Zwischenmenschlich kommt das Buch wieder auf den Punkt. Ich bin gespannt wie es mit der Serie weitergeht und ob es überhaupt noch einen 5. Teil geben wird. Die ganze Serie hat mir sehr gut gefallen und ich kann sie jeden nur empfehlen.

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Kurzbeschreibung In einer tiefen Schlucht nahe Edinburgh wird die Leiche eines Mannes gefunden, fürchterlich zugerichtet und über und über mit Tattoos bedeckt. Kaum hat Inspector Tony McLean den Tatort besichtigt, versetzt ein weiteres schockierendes Verbrechen die schottischen Behörden und Medien in Aufruhr: Der Politiker Andrew Weatherly hat zuerst seine Frau und seine beiden kleinen Töchter erschossen, dann sich selbst. Warum lief der angesehene Mann plötzlich Amok? McLean soll für rasche Aufklärung des Falls sorgen. Doch als er einen Zusammenhang zwischen dem tätowierten Toten, der Familientragödie und den einflussreichen Kreisen Edinburghs entdeckt, begibt er sich auf gefährliches Terrain … Meine Meinung Auch bei diesem Buch geht es um den Inspector Anthony McLean und sein Team. Kaum ist Tony mit dem ersten Fall beschäftigt, wird er auch schon zum nächsten Fall gerufen. Ein Politiker hat sich und seien Familie hingerichtet. Was erstmal als erweiterter Selbstmord erscheint, entwickelt sich aber zu einem Fall der so nicht vorhersehbar war. Wie auch in den 3 Büchern zuvor, muss ich sagen das mich James Oswald überzeugen konnte, das ich mir hier das richtige Buch zugelegt habe. Bei dem ersten Buch hatte mich noch der letzte Schliff gefehlt. Ich weiß nicht genau was es war, aber irgendwas hat gefehlt, aber inzwischen kann ich gar nicht anders und muss 5 von 5 Sterne für die Bücher vergeben. Es gibt immer wieder neue Wendungen in den Büchern und man glaubt zu wissen wer was aus welchen Gründen getan hat, aber es kommt dann doch relativ häufig anders und genau so muss ein Buch sein. Ich mag zwar auch Bücher lesen, bei denen recht schnell klar ist um was es geht oder wie es ausgeht, aber gerade bei Krimis oder Thrillern möchte ich das ganze Buch durch Spannung haben und nicht nach 10 Seiten wissen was auf den folgenden 400 Seiten passiert. Das schafft James Oswald immer wieder aufs neue und begeistert mich damit für seine Bücher. Da ja bereits bekannt ist, das er an weiteren Büchern für die Reihe rund um Tony McLean am schreiben ist, freue ich mich jetzt schon bald wieder ein neues Buch von James Oswald in den Händen halten zu können. Die Charakter der Protagonisten werden wirklich gut beschrieben, die Personen selber kann man sich bildlich vorstellen und auch die Mimik und die Reaktionen sind so gut beschrieben, das man meinen könnte man schaut durch ein Fenster genau zu was dort passiert. Wie schon erwähnt gibt es von mir wieder 5 von 5 Sternen für Die Gräber der Vergessenen von James Oswald.

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Um die Wartezeit auf den neuen John Rebus-Krimi von Ian Rankin zu überbrücken, habe ich mich nach schottischen Autoren umgeschaut, deren Handlungsorte in Edinburgh und Umgebung angesiedelt sind, und bin so auf James Oswald gestoßen. Seine ersten Gehversuche machte der studierte Psychologe mit Comics und Kurzgeschichten, es folgten die Fantasy-Reihe „The Ballad of Sir Benfro“ und schließlich die erfolgreiche Thrillerserie mit Inspector Tony McLean. Und wenn er nicht schreibt, kümmert sich James Oswald um seine Farm in Nordosten der Grafschaft Fife, wo er Schaf- und Rinderzucht betreibt. Mit „Die Gräber der Vergessenen“ liegen in der deutschen Übersetzung mittlerweile vier Bände mit Inspector McLean vor (erschienen bei Goldmann), im Original erscheint der sechste Thriller Ende Februar unter dem Titel „The Damage Done“. McLean ist ein sympathischer, ehrlicher Charakter, nicht so kantig wie Rebus, aber ebenso wie dieser misstrauisch gegenüber staatlichen Institutionen und den Netzwerken von Wirtschaftsbossen und Politikern. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass er schnellen Erklärungen seiner Vorgesetzten eher skeptisch gegenübersteht und sich lieber auf seinen eigenen Spürsinn verlässt. Und oftmals findet er Verbindungen, die besser nicht ans Tageslicht gekommen wären. Als McLean zum Haus des einflussreichen Politiker Andrew Weatherly gerufen wird, bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Offenbar hat der Politiker zuerst seine Frau und seine beiden Töchter getötet, bevor er sich selbst gerichtet hat. Ein klarer Fall, oder etwa doch nicht? So sehen es zumindest Weatherlys Freunde aus der Politik und die Strafverfolgungsbehörden. Familientragödie - Haken daran und Fall aufgeklärt. Aber McLean gibt sich nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden und ermittelt weiter. Und als ihm von unbekannter Seite Fotos und Dokumente zugespielt werden, sieht er sich in seinem Verdacht bestätigt, dass hier einflussreiche Kreise die Finger im Spiel haben… Ein spannender Plot, die sich nicht gradlinig vorhersehbar entwickelt, sondern die eine oder andere Volte schlägt, eine sympathische Hauptfigur mit einem interessanten Team, die perfekte Dosis Lokalkolorit – bis hierhin hat der Autor alles richtig gemacht. Das Mystery-Element hätte ich jetzt nicht unbedingt benötigt, aber glücklicherweise stellt der Autor es nicht so sehr in den Vordergrund, dass die gesamte Handlung davon dominiert wird. Ich habe „Die Gräber der Vergessenen“ gerne gelesen und damit einen für mich neuen schottischen Autor entdeckt, den ich auf gleicher Stufe mit Stuart MacBride, Tony Black oder Stuart Neville einordnen würde – zu Ian Rankin und William McIlvanney fehlt allerdings noch ein Stück.

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