Rezensionen zu
Totenhaus

Bernhard Aichner

Die Totenfrau-Trilogie (2)

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Auf dem Innsbrucker Friedhof werden bei einer Exhumierung in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Es kann sich nur um Mord handeln. Und nur die Bestatterin Blum, die die Toten damals eingebettet hat, kommt als Täterin in Frage. Jetzt ist sie auf der Flucht und sucht Schutz an einem Ort, den sie besser niemals betreten hätte…. „[…] Weil sie sterben wird. Weil sie auf diesem Teppich liegen bleiben und tot sein wird.“ (S. 7) Meinung Auch in diesem zweiten Teil kann mich Bernhard Aichner mit seinem Schreibstil überzeugen. Ich liebe es, wie knallhart, kühl und fast schon emotionslos er schreibt. So klar und brutal. Das passt einfach zu hundert Prozent auf diese ebenso harte, packende, faszinierende aber gleichzeitig schockierende Geschichte rund um die Bestatterin Blum. Blum ist für mich auch in diesem zweiten Band wieder die wichtigste Person ohne die der Schreibstil nicht funktionieren würde und umgekehrt. In Totenfrau haben wir erlebt, wie sie den Tod von Mark rächt, seine Mörder erbarmungslos jagt und zerstückelt. Ganz im Stil von Dexter. Dieser zweite Teil ist zwar auch immer noch total abgedreht und zum Teil krank, aber dieses Mal war die Geschichte weit weniger brutal, fast schon harmlos im Vergleich. Wir erleben erst, wie sie versucht, sich vor allem seelisch über Wasser zu halten. Wir erleben Blum als liebevolle, fürsorgliche Mutter, die alles für ihre Kinder tun wür. Bis ihr Leben zunächst wegen eines Bildes in der Zeitung und dann noch wegen einem Erbschaftsstreits, der dafür sorgt, dass der Sarg von damals geöffnet wird, erneut komplett aus den Fugen gerät. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als abzutauchen. Ohne ihre Kinder, bei fremden Menschen, an einem Ort der ihr zum Verhängnis wird. Einem Ort, an dem die Menschen fast noch kranker sind, als Blum selbst. Dieses Mal konnte mich Aichner mit der Handlung komplett fangen, auch wenn ich sie teilweise wieder etwas unrealistisch fand. Es gab keine langwierigen, faden Stellen sondern ging alles rasant und dennoch in angenehmer Geschwindigkeit voran. Dabei überraschte er mich mit vielen Wendungen, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte Nach wie vor ist für mich der Schreibstil und Blum, die Verbindung zwischen diesen beiden Komponenten, die wahre Kunst an Aichners Buch, was die Geschichte fast schon nebensächlich macht. Fazit Mit Totenhaus konnte mich Aichner wieder überzeugen. Zwar finde ich nach wie vor, dass die Handlung streckenweise wirklich unrealistisch ist. Aber dieser einzigartige, rasante, brutale, fast schon emotionslose aber doch packende Schreibstil mit dieser außergewöhnlichen Protagonistin – das sind Punkte, die das Buch ausmachen, eine Komposition, die unter die Haut geht.

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"Totenhaus" ist der zweite Teil von Bernhard Aichingers Geschichte um Blum. Wer also interesse an dem Buch hat sollte aufjedenfall erstmal zu Band 1 greifen  "Die Totenfrau" um zu erfahren was es mit der Protagonistin und ihrem Leben auf sich hat. Inhalt: Blum ist Bestatterin mit einem seltsamen Hobby. Sie tötet auch selbst schon einmal Menschen. Auf einen Insbrucker Friedhof werden bei einer Exhunierung seltsame Entdeckungen gemacht. In einerm Sarg werdem gleich 2 Köpfe sowie die jeweiligen Gliedmaßen gefunden. Wer Blum kennt weiß das sie es sein könnte die die Personen so außergewöhnlich begraben hat. Auch alle anderen sind sich sicher das nur Blum es sein kann, jedoch ist Blum wie vom Erdboden verschluckt. Wir begleiten Blum auf ihre Reise. Bei einem Fall wird ihr ganz mulmig zumute... eine Frau die aussieht wie sie, tot und bloßgestellt auf einem Zebra sitzend... Meine Meinung: Den ersten Band habe ich ja regelrecht verschlungen und zählt noch immer mit zu meinen Lieblingsbüchern. Auch "Totenhaus" konnte mich in seinen Bann ziehen, gerade am Anfang fand ich dir Geschichte super spannend am Ende ließ die Spannung nach. Besondere beeindrucken konnte mich die Szene mit dem Zebra, da hatte ich richtig Gänsehaut und dachte nur: omg das kann doch nicht war sein xD... super spannend. Blum als Charakter ist warnsinnig klasse. Sie ist super sympathisch, durchgeknallt und einfach anderes. Sie hatte ein sehr schweres Leben, wir können an ihren extremen Gedanken die sie an die Zeit hatte teil haben. Blum ist verletzlich, emotional trotzdem stark. Was mir ebenfalls immer gut bei den Büchern gefällt sind die kurzen Dialoge, so hab ich als leser das gefühl ich bin direckt in der Geschichte dabei. Auch diesmal habe ich das Buch verschlungen und hoffe auf noch ein weiteren Teil. Ich kann euch die Bücher  "Totenfrau" und "Totenhaus" absolut weiter empfehlen. Ein muss für Thrillerfans. Alles in allem fand ich den 2. Teil dtwas schwächer als Band 1. Band 1 kann man jedoch auch echt nicht toppen xD.  Eine gelungene Fortsetzung.

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Bestatterin Blum führt zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes und einiger tragischer Erlebnisse endlich wieder ein entspanntes Leben. Sie hat sich mit ihren beiden Kindern, Schwiegervater Karl und Freund Reza die verlorene Normalität zurückerobert und genießt diese. Jedenfalls solange, bis sie auf einen Zeitungsartikel stößt. Sie entdeckt, dass eine tote Frau genauso aussieht wie sie, dass bei weitem nicht alles so ist, wie es scheint und dass ihr Leben noch lange nicht in geordneten Bahnen verläuft. Im Gegenteil, die Lage spitzt sich bedrohlich zu, als von ihr bestattete Leichen exhumiert werden sollen: Ein düsteres Geheimnis läuft in Gefahr entdeckt zu werden, so dass Blum fürs erste nur die Möglichkeit der Flucht bleibt. Dabei gerät sie an Menschen, die sie verwirren, verstören und bedrohen oder aber auch hilfreich an ihrer Seite stehen, manchmal alles in einer Person. Es werden Menschen sterben und auch auf andere Weise ist der Tod ein ständiger Begleiter der ganzen Geschichte. Wirkliche Schockmomente gibt es zwar nicht viele, dafür haben es die wenigen aber in sich. Dies ist der zweite Band über die Bestatterin Brünhild Blum, jedem potentiellen Leser sei angeraten, Band eins, „Totenfrau“, zuerst zu lesen. Einige Dinge werden sonst unverständlich bleiben, beide Geschichten bauen aufeinander auf und nicht alles wird noch einmal erklärt. Wie schon im ersten Teil besticht der Autor durch einen ungewöhnlichen Schreibstil, kurze, knappe Sätze wechseln sich ab mit längeren Gedankengängen und spiegeln so das Gefühlsleben Blums deutlich wider. Auch die spezielle Art der Dialogschreibung wurde hier wieder verwendet, keine Anführungszeichen sondern Spiegelstriche und keinerlei Beschreibungen zu Taten oder Emotionen während der Gesprächssituation. Aichner vertraut voll darauf, dass sich alles Wichtige aus den Worten der Protagonisten erlesen lässt und dies völlig zu Recht. Wieder sind die handelnden Figuren zwiespältig zu sehen, mal handeln sie so, dass sie absolut in mein Wertesystem passen, dann wiederum passieren durch sie Dinge, die mich als Leser schockieren. Bei keiner Figur könnte ich sagen, dass sie mir sympathisch ist, genauso wenig wie ich behaupten könnte, ich würde sie nicht mögen. Dies unterscheidet den ersten vom zweiten Teil, bei der Totenfrau war Blum ein bisschen meine Heldin, eine Art moderner Robin Hood. In vorliegendem Buch dagegen hat sie mich nicht uneingeschränkt auf ihre Seite ziehen können. Der Geschichte tut dies keinen Abbruch, im Gegenteil, gerade dies brachte mich noch näher an das Buch, die reale Welt ist schließlich auch nicht ausschließlich schwarz und weiß. Die Handlung ist spannend und freiwillig wird dieses Buch wohl niemand aus der Hand legen. Ständig gibt es neue Umwege, Kurven und sogar neue Ziele, selbst am Ende des Buches scheint nur ein Teilziel erreicht zu sein, was schlüssig ist, da das Ganze als Trilogie angelegt ist, es wird also interessant bleiben. Wenn ich „Totenhaus“ gelesen hätte, ohne „Totenfrau“ zu kennen, wäre ich in Begeisterungsstürme ausgebrochen, wenn ich Punkte vergeben würde, hätte es auch immer noch die volle Punktzahl. Der erste Band ist jedoch so unschlagbar gut und vor allem so anders geschrieben, dass das vorliegende nicht ganz mithalten kann. Ich könnte dies nicht mal sinnvoll begründen, vielleicht ist es auch einfach nur ein Gewöhnungseffekt. In Schulnoten würde ich es so ausdrücken: Der erste Teil war eine Eins mit Sternchen, der zweite Teil eine glatte Eins, was natürlich immer noch eine sehr gute Leseempfehlung ist.

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Wer Bernhard Aichners Thriller-Bestseller „Totenfrau“ gelesen hat, für den war es eigentlich fast schon absehbar: Irgendwie lief damals für Bestatterin Brünhilde Blum, die im Alleingang den Mord an ihrem Ehemann rächte und dabei auch über Leichen ging, alles ein wenig zu glatt – gerade was die Entsorgung ihrer Opfer anging, die Blum zum Teil im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit anderen Toten in kleinen Einzelteilen mit in den Sarg packte. Und genau dies wird ihr nun zum Verhängnis, denn aufgrund eines Erbschaftsstreits wird eine Exhumierung ausgerechnet an einem der Gräber vorgenommen, das die Mutter von zwei Töchtern damals als Abladeplatz umfunktioniert hat und bringt Blum zwei Jahre nach ihrem Rachefeldzug plötzlich in arge Erklärungsnot. Das ist aber zunächst gar nicht mal Blums Hauptproblem in der Fortsetzung „Totenhaus“, denn eigentlich ist die Bestatterin nach einer verstörenden Entdeckung im Urlaub vorrangig mit der Suche nach ihrer eigenen Identität beschäftigt, denn wir erinnern uns: Blum wurde im frühen Kindesalter von Pflegeeltern adoptiert und hat ihre leiblichen Eltern nie kennengelernt. Die Reise in die eigene Vergangenheit führt Blum zu einem verlassenen Hotel im Schwarzwald und man muss kein großer Horror-Experte sein, um fast unweigerlich Parallelen zu Stephen Kings Klassiker „Shining“ zu ziehen – schließlich bedient Bernhard Aichner diesen Vergleich mit einer entsprechen Referenz schon selbst. Nun ist „Totenhaus“ natürlich deshalb kein Horror-Roman, das Setting bringt aber auch als leichter Abklatsch immer noch einen gewissen Reiz mit sich und dient für Blum nicht nur der Selbstfindung, sondern ist zugleich auch ihr Zufluchtsort, während in der Heimat ihr Leben durch die unheilvolle Entdeckung auf dem Friedhof vom totalen Einsturz bedroht ist. Neben dem atmosphärischen Schauplatz punktet der zweite Band der Blum-Trilogie auch wieder mit dem sehr eigenwilligen Schreibstil Aichners, der wie schon in „Totenfrau“ erneut sehr stakkatoartig und frei von jeglichen Ausschmückungen ist und durch die kurzen und oft abgehackt wirkenden Sätze wieder ein enorm hohes Tempo erzeugt. Und während dieser Stil im Vorgänger perfekt den kompromisslosen Blutrausch Blums untermalte, hat er im zweiten Band noch eine ganz andere Wirkung: Während der Protagonistin immer mehr die Kontrolle über ihr eigenes Leben entgleitet und sie zunehmend in Panik gerät, überträgt sich diese extreme Unruhe und Hektik durch Aichners Erzählweise auch fast 1:1 auf die Leser, sodass man sich gut in die Bestatterin hineinversetzen kann und selbst mit einem ungesund hohem Puls durch die Handlung rast. Kommen wir nun aber zum großen Schwachpunkt dieser Fortsetzung: Bereits im Auftaktband hat es sich der Autor in Bezug auf die Story oft ein wenig zu einfach gemacht: Zielpersonen wurden zu schnell ermittelt, Blums Morde liefen zu reibungslos ab und die Hauptfigur überstand selbst brenzligste Situationen mit einer recht unglaubwürdigen Leichtigkeit. Das ist in „Totenhaus“ wieder ähnlich, zudem ist die Geschichte selbst diesmal auch sehr abenteuerlich konstruiert, basiert auf unglaublich vielen Zufällen und wird fast mit jedem Kapitel immer absurder – teilweise wird es so haarsträubend, dass Bernhard Aichner selbst mit seinem mörderischen Erzähltempo nicht mehr über offensichtliche logische Schwächen hinwegtäuschen kann. Wer also einen realistischen Thriller sucht, der sollte um Blums zweiten Auftritt besser einen ganz großen Bogen machen. Ist man jedoch bereit, über Logiklöcher großzügig hinwegzusehen und legt den Fokus stattdessen lieber auf atemlose Unterhaltung und eine trotz aller Unglaubwürdigkeiten packende Story, so bekommt man auch mit „Totenhaus“ wieder einen spannenden Pageturner geboten – an das Niveau des ersten Romans kann Aichner aber leider nicht ganz anknüpfen.

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Totenhaus - die Geschichte um Blum geht weiter. Leider war ich zu Beginn ein kleinwenig enttäuscht, da es nicht mehr derselbe Sprecher wie beim ersten Hörbuch ist. Christian Berkel hat für mich bei "Totenfrau" die Stimme wahnsinnig gut und emotional dargestellt, wobei Wolfram Koch manche Charaktere, wie die Kinder oder teilweise auch Blum selbst in etwas anderer Art und Weise gesprochen hat und mir somit ein wenig der Bezug zum ersten Teil gefehlt hat. Wenn man die Hörbücher allerdings nicht in kurzer Zeit hintereinander hört, denke ich macht Wolfram Koch einen ebenso guten Hörbuchsprecher aus. Zu Beginn gibt es einen Prolog, durch den man sich denken kann, dass Blum vielleicht für ihre Taten, die sie in dem ersten Teil begangen hat zur Rechenschaft gezogen wird. Oder verübt jemand Rache an ihr? Da die Leichenteile in den Särgen durch einen Zufall gefunden wurden zählt ab jetzt jede Sekunde. Blum und Resa müssen sich auf etwas gefasst machen. Ihre einzige Sorge sind ihre Kinder und das Resa doch nicht ins Gefängnis kommen kann, da er nichts damit zu tun hat. Ihr bleibt nichts anderes übrig als zu verschwinden. Aber wohin? Kurz vorher befindet sich aber Blum in einer persönlichen Krise, da sie durch einen Zufall im Urlaub auf ein Bild gestoßen ist, bei dem es um präparierte Leichen geht, die in eine Art Kunst dargestellt werden. Durch dieses Bild macht sie sich alleine auf eine Reise auf der Suche nach ihrer Identität. Da man noch aus Band 1 weiß, dass Brünhilde Blum von Pflegeeltern aufgezogen wurde, könnte das ganze mit dieser Entdeckung zusammenhängen. Als sie an dem Ort angekommen ist, der ihr ihre Vergangenheit näherbringen soll, hat sie keine andere Wahl mehr als dort zu bleiben um den Polizisten, den Reportern und dem ganzen Trubel zu entfliehen, da sie durch die gefundenen Leichenteile im Sarg auf der Suche nach ihr sind. Blum kommt in diesem leerstehenden Hotel im Schwarzwald an und alles verändert sich. Vertraute werden zu Lügnern und es beginnt eine Geschichte voller Intrigen, Lügen und absurder Geschehnisse. Es beginnt eine Raserei zwischen Kapiteln, die teilweise so unglaubwürdige und skurrile Entdeckungen aufzeigen, dass der Leser/Hörer nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Manchmal wurde es mir zuviel und ich musste eine Pause einlegen, da sich die Geschichte in so kuriose Richtungen entwickelte. Das Ende bleibt offen, jedoch wissen wir, dass der Autor bereits an einer weiteren Fortsetzung schreibt. Bernhard Aichner hat eine Protagonistin geschaffen, die es schafft dem Leser zwiegespaltene Eindrücke zu übermitteln. Ihre Art, und ihre Fürsorge für ihre Kinder macht sie sehr sympathisch, während man sich hingegen überlegt, dass sie auch eine brutale und durchtriebene Killerin sein kann. Teilweise war mir die Geschichte zu abstrus und zu viel des Guten. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf den weiteren Teil um Brünhilde Blum.

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„Totenhaus“ von Bernhard Aichner aus dem btb-Verlag ist der zweite Teil der Blum-Trilogie, in dem die Geschichte der Bestatterin weitererzählt wird. Das Buch ist in 42 kurze Kapitel aufgeteilt. Der besondere Schreibstil des Autors ist sofort wiederzuerkennen. Es gibt kurze prägnante Sätze, ohne viel Beschreibung. Auch die Dialoge sind wieder in seiner eigenwilligen Form geschrieben. Ich bin von Bernhard Aichners Schreibstil sehr begeistert und finde ihn sehr angenehm zu lesen. Das Cover ist wieder sehr schlicht, passt aber perfekt zum 1.Teil und spricht mich auch an. Ich war vom ersten Teil „Totenfrau“ restlos begeistert und schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Inhalt: Nach den Vorkommnissen im 1.Teil versucht Blum wieder mit ihrer Familie ein normales Leben zu führen. Als sie im Urlaub Zeitung liest, stößt sie auf ein großes Geheimnis ihrer Vergangenheit. Zurück in Innsbruck steht Blum vor einem weiteren großen Problem. Bei der Exhumierung einer Leiche wurden zu viele Leichenteile gefunden und die Spuren führen geradewegs zu Blum. In „Totenhaus“ begleiten wir Blum auf ihrer Flucht vor der Polizei. Meinung: Nach dem grandiosen ersten Teil hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch. Leider hat es mich dann etwas enttäuscht und konnte, meiner Meinung nach, nicht mit dem ersten Band mithalten. Mich konnte schon die Handlung nicht wirklich überzeugen. Für mich gab es zu viele Zufälle und es wirkte alles recht unglaubwürdig. Nach den ersten paar Seiten kam schon eine tolle Spannung auf und ich wollte sofort weiterlesen, um zu erfahren was dahinter steckt. Im weiteren Verlauf kam auch immer wieder Spannung auf, vor allem da man herausfinden möchte, wer nun gut und wer böse ist. Leider gab es aber auch viele Längen. Blum war mir schon im ersten Teil nicht sonderlich sympathisch, ich fieberte aber trotzdem mit ihr mit. In „Totenhaus“ konnte ich mich so gar nicht mit ihr anfreunden und konnte ihr Handeln nicht nachvollziehen. Auch die anderen Protagonisten konnten mich nicht in ihren Bann ziehen. Fazit: Nach dem ersten Teil der Trilogie war dieses Buch eine kleine Enttäuschung für mich, da ich vermutlich zu hohe Erwartungen hatte. Der Schreibstil war wieder sehr besonders, Handlung und Protagonisten konnten mich nicht überzeugen. Trotzdem bin ich neugierig auf den dritten Teil der Reihe, den ich ganz bestimmt lesen werde.

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Unkonventioneller Thriller mit Sogwirkung

Von: aus Frankfurt

13.09.2015

"Totenhaus“ ist der zweite Band der Trilogie rund um die Bestatterin Blum. Es empfiehlt sich, den Vorgänger „Totenfrau“ zuvor zu lesen, da der 2. Band an das Geschehen dort anknüpft. Wesentliches wird zwar zusammengefasst, aber es fällt sicher leichter, sich in Blum hineinzudenken, wenn man die Vorgeschichte kennt. Ohne Kenntnis derselben könnte die Protagonistin etwas blass, der Plot vielleicht etwas dünn erscheinen. Nachdem ich schon von „Totenfrau“ begeistert war, hat mich auch der zweite Band aus Aichners Feder wieder fasziniert. Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, doch genau dies gefällt mir ausgesprochen gut. Ich war gleich in der Geschichte drin. Der Prolog beschreibt eine scheinbar aussichtslose Situation Blums und ich hatte gleich richtig vermutet, dass die Geister der Vergangenheit dahinter stecken. Blum hat nämlich 5 Menschen auf dem Gewissen, deren sterbliche Überreste sie Särgen Verstorbener beigelegt hat. Bei einer Exhuminierung auf dem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg 2 Köpfe und 4 Beine gefunden. Nach Blum wird gefahndet und sie sucht Unterschlupf in einem Hotel, das seine ganz eigene Geschichte hat. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten, da die Gefahr besteht, zu viel preiszugeben – gerade auch wenn der 1. Band nicht bekannt ist. Ich kann nur sagen, dass mich Aichners Thriller wieder einmal restlos begeistert hat und ich nun dem Erscheinen des dritten Bandes ungeduldig entgegen hibbel. Die Spannung baut sich etwas langsamer auf als gewohnt, dennoch konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Das Geschehen hat mich ganz in seinen Bann gezogen. Mit der Bestatterin Blum hat Aichner einen eigenwilligen und recht schrägen Charakter geschaffen, der gleichzeitig fasziniert und abstößt. Gerne empfehle ich das Buch weiter, an dem Thrillerfans mit einer gewissen Offenheit für Unkonventionelle sicher ihre wahre Freude haben werden.

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Totenhaus ist der zweite Band der "Die Totenfrau Trilogie" und ich war sehr gespannt was mich erwarten wird. Im Sommer habe ich bereits Totenfrau gelesen und war restlos begeistert. Klar das dieses Buch natürlich ein "ich freu mich drauf" Buch ist. Man sollte definitiv den ersten Band gelesen haben. Das Wissen benötigt man, um den aktuellen Thriller überhaupt zu verstehen. Die Personen, die hier die Hauptrolle spielen, werden nämlich nicht mehr genau vorgestellt, das geschah bereits im Auftakt dieser Trilogie. Ebenso muss man die Handlung kennen, da man sonst keinerlei Bezug hat und das Buch einfach nur Fragezeichen beim Leser hinterlassen wird. Was ich hier an dieser Stelle immer wieder mal anmerken muss: Liebe Verlage, macht solche Bände doch irgendwie schon am Einband sichtbar. Wie soll ein Käufer in der Buchhandlung das auf den ersten Blick erkennen? Auf dem Klappentext steht zwar Fortsetzung, aber nicht das man gar kein Bezug hat, wenn man den ersten Band nicht kennt. Wie bereits oben angesprochen, wird hier nicht näher auf die einzelnen Charaktere eingegangen und auch die bisherige Handlung kaum erläutert. Man ist direkt von Beginn an wieder an der Stelle, wo "Totenfrau" geendet hat. Kaum Rückblick um nochmal eine grobe Übersicht zu bekommen. Schade, oft hat man in der Zwischenzeit weitere Bücher gelesen und käme so leichter wieder hinein. An dem Schreibstil von Bernhard Aichner ist man gewöhnt, dieser hat sich, wie ja auch zu erwarten war, nicht wirklich verändert. Er beschreibt Situationen schon recht detailgenau und man sollte nicht so zart besaitet sein, wenn man es lesen mag. Aber genau das ist es doch, was einen Thriller ausmacht. Manche Sätze sind sehr kurz und knapp, Dialoge werden nicht mit wörtlicher Rede geschrieben und daran muss man sich schon etwas gewöhnen. Ansonsten weiss ich gerade nicht, wie ich meine weiteren Gedanken ordentlich zu Papier bringen soll, da es nicht so viel gutes zu berichten gibt. Ich war einfach nur enttäuscht, hatte mehr erwartet. Oft dümpelte die Geschichte seitenlang nur vor sich hin, hat mich nicht gefesselt. Klar gab es immer Lesemomente, die dann wieder Klasse waren und auch der Grund, warum ich es nicht einfach beiseite gelegt habe, Irgendwie mag man schon wissen wie es ausgeht, ist aber auch froh wenn es endlich am Ende angekommen ist. Aber ich hatte einfach keinen Bezug. Weder zu den Personen, deren Handlungen, die ich manchmal auch echt nicht nachvollziehen konnte, als auch das ganze drumherum. Wenn ich nun weiß das es einen dritten Teil geben wird weiß ich auch genau, den werde ich wohl nicht lesen. Fazit Ein Band auf das ich mich, bezogen auf den Auftakt mit 5 Sternen, sehr gefreut habe. Doch leider wurde ich hier eines besseren belehrt und denke, dass die Trilogie für mich an dieser Stelle beendet sein wird. Sterne ***

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