Rezensionen zu
Im Meer schwimmen Krokodile

Fabio Geda

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Eine afghanische Mutter schmuggelt ihren neun Jahre alten Sohn nach Pakistan und verlässt ihn mit den Worten: „Drei Dinge darfst du nie im Leben tun, Enaiat, aus keinem Grund, niemals: Erstens, Drogen nehmen. Zweitens, zu den Waffen greifen. Versprich mir, dass deine Hand nicht einmal einen Holzlöffel halten wird, wenn er dazu dient, einen Menschen zu verletzen. Drittens, stehlen. Was dein ist, ist dein, was nicht dein ist, nicht. Und merke dir, dass es sich immer zu leben lohnt, wenn man einen Wunsch vor Augen hat“. Ohne jemanden zu kennen, ohne Geld, vollkommen auf sich gestellt beginnt ein Kind aus Afghanistan nach Italien auf einen Flucht... Eine Wahre Geschichte, welche die ich in eines, kalten Januartag auf meinem gemütlichen, warmen Sofa mit einem Becher Tee angefangen habe zu lesen. Nach paar gelesenen Seiten ist der Tee in meinem Hals steckengeblieben! Denn hier berichtet Enaiat aus seinem Flucht und Herr Geda erzählt nicht verschönert weiter. Bestimmt fragen die ein oder andere, warum die Eltern ohne Aufsicht deren Kinder auf Flucht schicken. Ich sage nur wegen Verzweiflung, wegen totes Angst und weil die keine andere Ausweg finden. Entweder... Oder... Obwohl Fabio Geda sehr einfühlsam schreibt, das Buch hat mich als Mutter total mitgenommen. Sehr wichtige Thematik!

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Eine wahre Geschichte!

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

03.12.2020

Klappentext: „Als der 10-jährige Enaiat eines Morgens erwacht, ist er allein. Er hat nichts als die Erinnerungen an seine Familie und drei Versprechen, die er seiner Mutter noch am Abend zuvor gegeben hat. Auf der Suche nach einem besseren Leben begibt er sich auf eine jahrelange Odyssee durch viele Länder, immer Richtung Europa. Er reist auf Lastwagen, muss hart arbeiten, lernt das Leben von seiner grausamen Seite kennen. Und trotzdem bleibt er voller Zuversicht, denn er hat den unerschütterlichen Willen, das Glück zu finden ...“ Vorab, hierbei handelt es sich um eine wahre Geschichte! Auch wenn sie schon ein paar Jahre her ist, hat sie an Aktualität nichts eingebüßt - leider. Enaiat‘ s Geschichte berührt den Leser ab der ersten Seite und wir folgen dem kleinen Jungen überall hin. Irgendwie entwickelt sich beim Leser ein gewisser Schutzinstinkt, ihn nicht allein zu lassen, aber leider ist das nur Wunschdenken. Viele Parts sind eigentlich kaum vorstellbar was Enaiat hier beschreibt, sich von der Seele schreibt, denn es klingt so surreal. Zu wissen, das er an das Gute und das Glück glaubt, ist sein ganzer roter Faden, nicht nur im Buch, sondern auch im wahren Leben. Diese Einstellung ist sein Anker und seine Rettung gewesen. Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt - 4 von 5 Sterne für die, mal ganz andere Geschichte.

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Als die letzte Seite umgeblättert war, besann ich mich erstaunt der Tatsache: " Ich habe nicht geweint", ja sogar an einigen Stellen gelacht (etwas beschämt war ich über diese Lacher selber), ohne das Gefühl zu haben das wäre verwerflich. Denn was bleibt einem anderes, wenn das Schicksal grausam ist, als Humor und unsere Menschlichkeit? Es ist einfach unglaublich toll gelungen alle Beteiligten (Wir, die wir in einer gesicherten Welt leben, sowie diejenigen, die nichts als ihr Leben zu verlieren haben einfach als "Menschen"darzustellen. Keiner ganz so wie der andere). Ereignisse einer Flucht werden hier einem sehr guten Zuhörer erzählt und zwar bewertungsfrei (ohne Fingerzeig, Selbstmitleid oder sonstige dramatische Gefühlsausbrüchen). Am Ende weiß jeder intuitiv was richtig und was falsch ist, das hat der Neuzuwanderer begriffen. Ob er dementsprechend handelt bleibt in der Verantwortung jedes Einzelnen, in jedem Moment unseres Lebens. Dieses Buch beschreibt aussergewöhnlich einfach die interessante Realität der illegalen Einwanderung aus der Sicht eines Jungen ohne andere Wahl. Wir lernen was es wirklich bedeutet ohne etwas wegzugehen und wie man überlebt, nämlich mit einer großen Portion Glück, guten Menschen und einer rasant schnellen Auffassungsgabe. Dies ist wertvolle Literatur, da es ein relavantes Zeitgeschehen aus Sicht des "underdog" beschreibt.

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Von: doris Maurer aus UETZE

26.01.2017

Das Buch gefällt mir ausnehmend gut.

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