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Jo Angerer

Wenn Widerstand weiblich ist

Die Revolution der Frauen in den postsowjetischen Staaten

Wenn Widerstand weiblich ist
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Die Bilder demonstrierender Frauen in Belarus gingen um die Welt, sie haben die Oppositionsbewegung gegen Alexander Lukaschenko, den »letzten Diktator Europas«, erst stark gemacht. In Russland protestieren sie für Alexeij Nawalny. Und auch in vielen anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion gärt es. Weg sollen die alten verkrusteten Strukturen aus Politik und Alltag. Und immer sind es die Frauen, die den Protest entscheidend voranbringen: Die osteuropäische Revolution ist vorwiegend weiblich. Der Journalist und Moskauer Auslandskorrespondent Jo Angerer erzählt von den dortigen Aufständen, erläutert die prekäre soziale Situation der Frauen anhand persönlicher Geschichten und setzt ihre Lebensrealität in Verhältnis zur Geschichte und Stellung der Frau in der Sowjetunion, deren Staaten die patriarchale Geschlechterstruktur lediglich restaurierten und weibliche Personen bis heute extrem benachteiligen. Nicht zuletzt schildert er, wie der Russland-Ukraine-Krieg diese Bewegungen nachhaltig beeinflusst. Von Belarus über Russland, die Ukraine bis hin nach Kirgisistan und Aserbaidschan, wo die Zeit in gewisser Weise stehengeblieben zu sein scheint, erzählt Angerer über den Widerstand der Frauen und lässt bewegende, manchmal auch schockierende Berichte und viele kleine Beobachtungen einfließen, die sonst nicht Eingang in Fernsehsendungen wie die Tagesthemen finden. Ein erhellender Einblick in das aktuelle politische Geschehen Osteuropas und seiner Protagonistinnen.


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, ca. 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31668-7
Erscheint am 05. October 2022

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Vita

Jo Angerer, geboren 1956, begann seine journalistische Karriere beim Bayerischen Rundfunk in München. Nach seinem Wechsel zum Westdeutschen Rundfunk arbeitete er für das ARD-Magazin MONITOR. Später war er Autor und Redakteur vieler Dokumentationen in der ARD und im WDR-Fernsehen. Seit 2019 lebt und arbeitet er als Fernsehkorrespondent in Moskau. Über Monate berichtete Anger 2020 für die ARD über die Massendemonstrationen in Belarus. Seine Bilder zeigten immer wieder die starken Frauen, die den Protest gegen Machthaber Lukaschenko antrieben. Dass Widerstand oftmals weiblich ist, das konnte Jo Angerer in vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion beobachten, wo gerade die Frauen um grundlegende Menschenrechte kämpfen.

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